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meldebuch
Verfasst: 17 Mär 2008, 16:12
von dominique
Hallo an alle Forenmitglieder,
habe ein Problem, mit dem ich mich an das Dt. Generalkonsulat in St. Petersburg gewandt hatte. Da man mir dort nicht weiterhelfen kann, komme ich jetzt auf den Rat des Mitarbeiters vom Konsulat zurück und versuche mal mein Glück über ein Forum.
Ich benötige eine Auskunft aus dem Meldebuch. Dort sind doch alle in St. Petersburg lebenden Personen zu finden.
Ich muss wissen ob sich eine Person noch in St. P. aufhält sprich lebt. Es ist eine russische Staatsbürgerin. Habe auch schon an zwei Anwälte geschrieben die mi rebenfalls vom Konsulat benannt wurden, aber ich bekomme keine Antwort. Möchte auch gerne etwas über die wirtschaftliche Situation der Person in Erfahrung bringen. Da ich kein russisch spreche oder lesen kann, bin ich also auf Hilfe angwiesen.
Es wäre schön, wenn mir jemand antworten würde und mir einen Rat geben kann wie ich an die Informationen kommen kann. Laut dem Konsulat gibt es da schon die ein oder andere (nicht ganz legale) Möglichkeit.
Habe natürlich hier im Forum schon mal recherchiert, aber noch nichts wirklich hilfreiches gefunden.
Auch benötige ich dann evtl. einen Anwalt, der deutsch kann.
Das hängt davon ab ob udn was ich über die gesuchte Person in Erfahrung bringen kann.
Vielen Dank schon einmal
grüße aus Deutschland
dominique
Re: meldebuch
Verfasst: 17 Mär 2008, 16:40
von harald63
Nichts gegen dich. Und ich weiss auch, dass auch in Deutschland die Gesetze dahingehend nicht optimal sind. Aber ich hoffe doch, dass auch in Russland nicht einfach jeder zum Melderegister gehen und dort Auskunft über den Aufenthalt anderer Personen einholen kann. Von Auskunft über deren wirtschaftliche Situation ganz zu schweigen. Sicher sind in Russland die nicht ganz legalen - bzw. überhaupt nicht legalen - Möglichkeiten größer. Aber ich hoffe doch, hier in diesem Forum wird sich keiner dazu herablassen Tipps zu geben, wie man andere Personen ausspitzeln kann.
Re: meldebuch
Verfasst: 17 Mär 2008, 17:53
von manuchka
Bei Firmen und Einzelunternehmern mag es ein durchaus berechtigtes Interesse Dritter geben, sich über Adresse, Stammkapital etc. zu informieren, dann hat man die ganz legale Möglichkeit, sich an die für die am jeweiligen Ort für die Registrierung von Firmen und Unternehmern zuständige Steuerbehörde zu wenden und dort einen Auszug aus dem Handelsregister zu beantragen. Bei Privatpersonen sieht das aber etwas anders aus. Da stimme ich Harald zu - ich fände es nicht so lustig, wenn sich ein Wildfremder über irgendwelche Quellen Informationen zu meinem Aufenthalt und meiner wirtschaftlichen Lage besorgen könnte. Das ist auch in Deutschland nicht mal eben so zulässig.
Ich weiß ja nicht, was du, Dominique, an die Anwaltskanzleien geschrieben hast - vielleicht solltest du begründen, warum du ein berechtigtes Interesse an den o.g. Informationen hast und wozu du die brauchst. Dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass du auch eine Antwort bekommst.
Re: meldebuch - Deutschland, Einwohnermeldeamtsanfragen
Verfasst: 17 Mär 2008, 20:01
von Magdeburg-Moskva
manuchka hat geschrieben:Bei Privatpersonen sieht das aber etwas anders aus. Da stimme ich Harald zu - ich fände es nicht so lustig, wenn sich ein Wildfremder über irgendwelche Quellen Informationen zu meinem Aufenthalt und meiner wirtschaftlichen Lage besorgen könnte. Das ist auch in Deutschland nicht mal eben so zulässig.
Hi, Manuchka,
ich dachte, es wäre ziemlich einfach (zumindest für Anwälte, für Privatpersonen oder Firmen weiß ich nicht), in Deutschland eine sog. EMA (Einwohnermeldeamtsanfrage) zu starten. Wurde mir letztens auf der Cebit ansatzweise gezeigt. Das macht man besonders, um die Adressen von Schuldnern zu ermitteln. Ich meine Privatpersonen können auch Anträge auf eine EMA stellen, müssen den halt begründen. Genauso gibt es den Zentralruf der Autoversicherer, da bekommt man zum Kennzeichen wohl auch weitere Daten.
Über deine wirtschaftliche Lage kann man sich als Unternehmer wunderbar bei den verschiedenen Auskunfteien erkunden, einen Score-Wert für Dich bekommen, keine Sorge ;-).
Das hat ja seine Gründe - wenn Dir jemand ins Auto fährt, bekommst du Daten Deines Unfallgegners, oder Du kannst mit einer EMA versuchen, einen Schuldner festzustellen und Dein Dir zustehendes Geld beizutreiben. Die Missbrauchsgefahr ist natürlich hoch.
Grüße
M.-M.
Re: meldebuch
Verfasst: 17 Mär 2008, 20:09
von Magdeburg-Moskva
dominique hat geschrieben:
Ich benötige eine Auskunft aus dem Meldebuch. Dort sind doch alle in St. Petersburg lebenden Personen zu finden.
Ich muss wissen ob sich eine Person noch in St. P. aufhält sprich lebt. Es ist eine russische Staatsbürgerin. Habe auch schon an zwei Anwälte geschrieben die mi rebenfalls vom Konsulat benannt wurden, aber ich bekomme keine Antwort. Möchte auch gerne etwas über die wirtschaftliche Situation der Person in Erfahrung bringen. Da ich kein russisch spreche oder lesen kann, bin ich also auf Hilfe angwiesen.
Frag doch mal - möglichst unverbindlich - bei den Wirtschaftsauskunfteien an, ob sie schon Daten über Privatpersonen in Russland haben.
Außerdem haben viele Privatpersonen eine Meldeadresse und eine abweichende Real-Adresse.
Es gibt deutschsprechende Anwälte, die aber gewaltige Sätze haben. U. U. ist ein russischer Anwalt mit Hinzuziehung von Übersetzern / Dolmetschern günstiger. Die Übersetzung von z. B. einer Seite Brief ist in Deutschland zwischen 20,00 und 35,00 EUR zzgl. USt. zu haben.
Grüße
M.-M.
Re: meldebuch
Verfasst: 18 Mär 2008, 10:46
von dominique
Vielen Dank für die netten Antworten.
Klar fände ich es auch nicht gut wenn man über mich Info bekommen könnte. Aber wer nichts zu verbergen hat udn ehrlich ist....der hat ja auch nichts zu befürchten.
Diese Person hat Schulden bei mir, genauergesagt hat sie mich bestohlen. Das habe ich auch den Anwälten egschrieben. Bin kein Typ der um den heißen Brei herumredet.
Bevor ich einen Anwalt beauftrage etwas zu tun, macht es ja wohl Sinn erst mal in Erfahrung zu bringen wo sich die Person aufhält udn ob es etwas zu holen gibt, sprich mein Geld zurück.
Offizielle meldeadresse udn eigentlich anderen Wohnsitz...sehr interessant.....denke, dass es sich bei dieser Person so verhält.
Wenn jemand einen kompetenten Anwalt kennt in St. petersburg, dann gerne schreiben.
Gruß
Dominique
Re: meldebuch
Verfasst: 18 Mär 2008, 14:15
von fremantle
Das verhaelt sich bestimmt bei 30% der Einwohner Sankt Petersburgs und Moskaus so. (Annahme basiert auf den Durchschnitt meines Bekanntenkreises).
Ist nichts speziell kriminelles, sondern eher etwas in einer Grauzone, was mit vielen Dingen zu tun hat, wie zum Beispiel Zuzugsquoten, Unwilligkeit der Vermieter steuern zu zahlen, Umzug zum Partner ohne umzumelden, Besitzstandserhalt von Eigentumswohnungen oder Rechten, Druck von Verwandten, Moeglichkeiten, als Petersburger einfacher an finnische Visa zu kommen (wegen Grenznaehe) und so weiter.
Da hat sich ein Markt gebildet, dass einfach viele Leute offiziell in Hotels regisitriert sind oder in Wohnungen wo angeblich 50 Leute Wohnen. In so fern ist da nicht so sehr viel rauszufinden, wenn man aus Dtl. sucht, denke ich.
Andererseits werden manchml illegale "Telefon"-CDs/DVDs angeboten, die angeblich alle Einwohner der Stadt verzeichnen. Da ranzukommen ist leicht, aber fuer mich nicht interessant...
Re: meldebuch
Verfasst: 18 Mär 2008, 15:44
von harald63
Ich kenne mich mit dem russischen Rechtssystem nicht aus, aber warum erstattest Du nicht einfach Betrugsanzeige? Die Staatsanwaltschaft hat wohl noch andere Möglichkeiten, Personen ausfindig zu machen.
Mal kurz gefragt: Handelt es sich um eine Internetbekanntschaft, die Geld für Visa, Tickets und die herzkranke Mutter aus Dir herausgeleiert hat? Die kommen zwar meistens aus Yoshkar-Ola, aber wer weiss...
Re: meldebuch
Verfasst: 19 Mär 2008, 11:44
von dominique
hallo harald63
nein, keine internetbekanntschaft sondern sehr real.....
das konsulat in st. petersburg hat mri eine liste gegeben, die dort aufgeführten anwälte melden sich aber nicht zurück auf anfrage. habe ich dem konsulat auch mitgeteilt. ein anwalt von hier aus ist auch schwierig udn jeder schritt der vom anwalt gemacht wird kostet ein vermögen. deshalb evrsuche ich so viel wie möglich an infos noch selbst zu beschaffen.
die mails die du meinst kommen sogar in unserer firma an obwohl wir eigentlich eine gute firewall haben sollten, finde ich auch immer unglaublich
hast du noch einen anderen tip für mich?
Re: meldebuch
Verfasst: 19 Mär 2008, 12:52
von Zejtnot
Grundsätzlich: Nimm Dir einen Übersetzer und rufe die Anwälte in St. Petersburg an. Gerade technikferne Berufe können mit Internet und E-Mail in Russland meist nicht umgehen!