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Erfahrungsbericht - offene Fragen

Verfasst: 03 Apr 2008, 20:01
von axismundi
hallo zusammen!

meine Verlobte und ich wollen im Juni heiraten. Sie wohnt noch in Moskau.
Wir dachten, wenn wir die "Bestätigung vom Standesamt dass die Voraussetzungen zur Eheschließung erfüllt sind" bei dem Visum-Antrag (Eheschließung) vorlegen, dann müßten die Papiere wohl nicht von der Botschaft nach München geschickt werden zwecks Rückbestätigung. Dazu später.

Also haben wir in Russland die für sie notwendigen Unterlagen lt. Merkblatt besorgt und bei ihrem letzten Besuch in München sind wir zum Standesamt zwecks Anmeldung gepilgert.
Problem 1: die Übersetzungen müssen der ISO-Norm entsprechen, was bei dieser (sehr guten) russ. Übersetzung nicht der Fall war. Also zum nächsten Notar gelaufen und die gleichen Papiere nochmal übersetzen lassen, inkl. Beglaubigung
Problem 2: von wegen Bestätigung! die Papiere werden erst zum OLG geschickt und ich bekomme in 2 bis 3 Wochen Bescheid, erst dann kann ich die schriftliche Bestätigung bekommen
Immerhin wurde die Anmeldung beim 2. Anlauf dann angenommen und die Unterlagen sind jetzt beim OLG.

Die Bestätigung muß ich dann per DHL nach Moskau schicken und dann kann meine Verlobte das Visum beantragen.
Frage: Stimmt es, das ein Brief mit DHL nach Moskau nur 2-3 Tage dauert?

Nun zu der oben erwähnten Frage: weiß jemand, ob die Botschaft trotz der behördlichen Bestätigung (dass alle Voraussetzungen zur Eheschließung erfüllt sind) die Unterlagen zur Ausländerbehörde nach München schicken muß?
Wenn ja, kann man erreichen, dass die Botschaft die Korrespondenz per Fax oder Email macht? denn sonst kann sich das über Monate hinziehen, befürchte ich!


EInen Termin zu bekommen bei der Botschaft in Moskau scheint ja z. Z. nicht das grosse Problem zu sein. Aber dass da so viel Beliebigkeit im Spiel ist, ist schon beängstigend.

Re: Erfahrungsbericht - offene Fragen

Verfasst: 09 Apr 2008, 19:10
von Roland
Hallo,

die Ausländerbehörde muss in jedem Fall bei der Beantragung eines Visums zur Eheschließung zustimmen. :(

Dies ist unabhängig vom Standesamt und OLG.
Das sind zwei verschiedene Stiefel.

Man kann nur zur ABH gehen, und um eine zügige Bearbeitung der von der Botschaft zugesendeten Unterlagen bitten.
Die Botschaft sendet die Unterlagen wie sie will oder muss.

Roland

Re: Erfahrungsbericht - offene Fragen

Verfasst: 10 Apr 2008, 06:07
von Zejtnot
axismundi hat geschrieben:Frage: Stimmt es, das ein Brief mit DHL nach Moskau nur 2-3 Tage dauert?
Ja, es stimmt aber leider auch, dass so ein Brief 80 Euro kostet.
axismundi hat geschrieben:Aber dass da so viel Beliebigkeit im Spiel ist, ist schon beängstigend.
Nicht wirklich. Gerade bei Eheschließungen läuft alles ziemlich formell ab. Es ist halt nur so, dass es manchmal auch weniger formell klappt - aber das ist ja keine Beliebigkeit sondern Großzügigkeit beziehungsweise Vernunft.

Re: Erfahrungsbericht - offene Fragen

Verfasst: 10 Apr 2008, 19:18
von Zeppelin
Roland hat geschrieben:Man kann nur zur ABH gehen, und um eine zügige Bearbeitung der von der Botschaft zugesendeten Unterlagen bitten.
Die Botschaft sendet die Unterlagen wie sie will oder muss.
Man kann es - eine gutwillige Ausländerbehörde vorausgesetzt - auch noch stärker beschleunigen und mit den wichtigsten Personaldokumenten der Verlobten - die ja für das Standesamt sowieso schon besorgt wurden - zur ABH gehen und um eine Vorabüberprüfung bitten. Dann fangen die nicht erst an, wenn die Akte vom Konsulat eintrudelt und können im besten Falle sogar eine Vorabzustimmung zur Visaerteilung ans Konsulat schicken.

Re: Erfahrungsbericht - offene Fragen

Verfasst: 13 Apr 2008, 10:23
von pimpim
axismundi hat geschrieben: Frage: Stimmt es, das ein Brief mit DHL nach Moskau nur 2-3 Tage dauert?
Ja es stimmt.
Ich habe am 08.04 per DHL Express International einen Maxibrief nach Saransk geschickt. Hat exakt 61 Euro gekostet. Der Brief war am 11.04 um 11 Uhr bei meiner Frau.
Ein normales Einschreiben dauert (nach Saransk) mindestens 2 Wochen, einmal hat es sogar 22 Tage gedauert.
Ich denke für wichtige Dokumente (in meinem Fall die Heiratsurkunde :) ) sollte man sich die 61 Euro schon leisten.