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Namensänderung besser erst in Deutschland?
Verfasst: 14 Jul 2008, 22:03
von Marwen
Hallo liebe Forumbesucher,
Meine Freundin aus Russland und ich wollen im August in Russland heiraten. Alles ist vorbereitet und ich Frage mich gerade, wenn ich hier so die Beiträge lese, ob es nicht einfacher ist, nach der Hochzeit fü sie ein gewöhnliches Besuchervisum zu beantragen und sie behält ihren Namen ersteinmal bei. Sie könnte dann noch 30, 60 oder 90 Tage in Deutschland bleiben und wir könnten hier bei der zuständigen ABH eine Verlängerung wegen Familienzusammenführung oder eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Zuvor die Akte vom Bundesverwaltungsamt anfordern und an meinen Ort senden lassen. Sie könnte danach meinen Namen annehmen, den Pass bei der russ. Botschaft in Berlin ändern und die Sache wäre erledigt.
Oder denke ich mal wieder zu einfach???
Danke für eure Antworten!
Gruss
Marwen
Re: Namensänderung besser erst in Deutschland?
Verfasst: 14 Jul 2008, 22:57
von Zeppelin
Marwen hat geschrieben:Meine Freundin aus Russland und ich wollen im August in Russland heiraten. Alles ist vorbereitet und ich Frage mich gerade, wenn ich hier so die Beiträge lese, ob es nicht einfacher ist, nach der Hochzeit fü sie ein gewöhnliches Besuchervisum zu beantragen und sie behält ihren Namen ersteinmal bei. Sie könnte dann noch 30, 60 oder 90 Tage in Deutschland bleiben und wir könnten hier bei der zuständigen ABH eine Verlängerung wegen Familienzusammenführung oder eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Zuvor die Akte vom Bundesverwaltungsamt anfordern und an meinen Ort senden lassen. Sie könnte danach meinen Namen annehmen, den Pass bei der russ. Botschaft in Berlin ändern und die Sache wäre erledigt.
Oder denke ich mal wieder zu einfach???
Danke für eure Antworten!
Gruss
Marwen
Ob Du zu viel oder zu wenig denkst, weiß ich eben so wenig wie das, was Du hier gelesen hast.
Allerdings dürfte Deine Umgehungsstrategie für die FZF kaum funktionieren. Ich verstehe auch nicht so ganz, warum Du Euch so eine Konstruktion ausgesucht hast und was ihr davon hättet.
Welche Behörde sollte schließlich den Ehenamen abändern? Ein Standesamt in D oder eines in Rus?
Denk mal an den Papierkrieg incl. Apostillen, Übersetzungen etc.
Warum nehmt ihr nicht gleich einen gemeinsamen oder auch differenzierten Ehenamen an, wenn ihr in Rus heiraten wollt?
Ferner muss man bei jedem Visaantrag wahrheitsgemäße Angaben über den faktischen Familienstand machen, und ich kann auch nicht erkennen, was bei Euch dagegen sprechen sollte.
Das Kapitel wurde hier schon mehrfach sehr ausführlich abgehandelt und Du befindest Dich auch im falschen Unterforum.
Schau mal in die FAQs bei Ehen / Partnerschaften. Da haben sich viele hier die Mühe gemacht, die Einzelheiten zu erläutern.
Für genauere Auskünfte wären entschieden mehr Detailinformationen erforderlich.
Von mir sind diese jedoch nur im legalen Bereich zu erwarten. Und dies ist eigentlich auch das Credo dieses Forums.
siehe auch:
http://forum.aktuell.ru/viewtopic.php?f=34&t=5915
http://forum.aktuell.ru/viewtopic.php?f=34&t=6594
u.v.a.m.
Re: Namensänderung besser erst in Deutschland?
Verfasst: 14 Jul 2008, 23:43
von Marwen
Danke Zeppelin für deine Antwort. Es soll ja alles legal und korrekt ablaufen, natürlich. Aber die Änderung des Passes dauert schon eine Ewigkeit, und dann der Antrag auf FZF auch noch einmal. Gerne würden sie meinen Namen annehmen und das Konsulat soll ja auch wissen, dass wir geheiratet haben. Ich dachte nur, es wäre evtl. einfacher und schneller erst ein Besuchervisa zu beantragen, da das ja mit ihrem alten Namen geht und wir nicht erst auf die Änderung des Passes warten müssten.
Aber da müssen wir wohl warten.
Danke jedenfalls
Gruss
Marwen
Re: Namensänderung besser erst in Deutschland?
Verfasst: 15 Jul 2008, 00:40
von Marco
Moin!
Bei uns ist es damals so gelaufen, dass die Botschaft in Moskau (2004) den Antrag für FZF noch mit dem Reisepass mit altem Namen zugelassen hat, aber sie haben auch gleich klargemacht, dass das Visum nur in einen Reisepass mit neuen Namen geklebt wird. Dadurch war, als der neue Reisepass kam, das Prozedere (ZUstimmung ABH etc.) längst erledigt und sie brauchte nur noch das Visum in den Pass kleben lassen. Würde mich mal erkundigen, ob es bei eurem Konsulat auch so geht.
Gruß,
Marco
Re: Namensänderung besser erst in Deutschland?
Verfasst: 15 Jul 2008, 01:42
von wolk0815
Marwen hat geschrieben:Ich dachte nur, es wäre evtl. einfacher und schneller erst ein Besuchervisa zu beantragen, da das ja mit ihrem alten Namen geht und wir nicht erst auf die Änderung des Passes warten müssten.
Den Teil verstehe ich nicht ganz. Heiratet ihr und Sie nimmt gleich deinen Namen an, so ist dann , wie Marco schon schrieb, erst einmal ein neuer Pass vor dem eigentlichen Visumerhalt fällig. Behält jeder erst einmal seinen, kann doch trotzdem der Prozess für ein FZF-Visum angegangen werden. Wichtig ist ja das Verheiratet-sein und nicht der gemeinsame Name. Wir haben übrigens auch diese Variante gewählt (jeder behält erst einmal seinen Namen).
Ein Auslandspass kann zwar im Konsulat erneuert werden, aber die Annahme eines neuen Familiennamens fängt mit dem Inlandspass an. Sollte sich da nicht neulich etwas geändert haben, so ist dies aber ein Prozess, der in Russland (nicht im Konsulat) angestossen werden muss (ein neuer Auslandpass kann ohne Änderungen nun auch über das Konsulat gemacht werden, auch wenn man in der RF nicht abgemeldet und beim Konsulat angemeldet ist)
Re: Namensänderung besser erst in Deutschland?
Verfasst: 15 Jul 2008, 09:53
von manuchka
Die Herren haben es schon richtig geschrieben, ich fasse nochmal kurz zusammen:
- Die Namensführung wird i.d.R. bei der Eheschließung festgelegt. Man kann zwar später einen anderen Ehenamen wählen, aber nach russischem Recht muss deine Frau das auch in Russland machen. Diese Änderung muss ja schließlich bei den russischen Behörden irgendwie gemeldet werden, weil deine Frau laut russischer Heiratsurkunde ja ihren alten Namen behalten hat und somit auch ein neuer Inlands- und Auslandspass immer auf den alten Namen ausgestellt werden würde.
Änderung des Famliennamens wird beim für deine Frau zuständigenStandesamt in Russland beantragt, das Verfahren dauert ca. einen Monat. Der neue Name wird nach der Änderung dann auch auf der Heiratsurkunde vermerkt, und dann kommt deine Frau ebenfalls nicht um Änderung des Inlands- und anschließend des Auslandspasses herum.
Ich würde mal behaupten, dass es einfacher ist, sich gleich zu entscheiden, welchen Namen man führen möchte, als nachher deswegen nochmal lange Zeit in Russland verbringen und Behörden abklappern zu müssen.
- Passänderung beginnt in der Tat mit dem Inlandspass (der dem dt. Personalausweis entspricht), und das macht kein Konsulat im Ausland. Erst mit dem neuen Namen im Inlandspass kann man auch einen Reisepass mit neuem Namen beantragen. Bei uns (mein Mann ist Russe und hat meinen Namen angenommen) hat beides zusammen in Moskau im Herbst 2005 keine 2 Monate gedauert.
- Ich glaube auch, dass ihr um die Familienzusammenführung nicht herum kommt - und die beginnt i.d.R. auch im Heimatland des Antragstellers.
Macht es doch so, wie Marco beschrieben hat - Antrag mit altem Pass, Visum dann in den neuen Pass, dann wird der Antrag bearbeitet, während deine Frau ihre Pässe wechselt. Oder verzichtet auf den gemeinsamen Ehenamen, dann geht es ohne neuen Pass und ohne nachträglichen Namensänderungspapierkrieg - aber auch nicht ohne Familienzusammenführung.
Re: Namensänderung besser erst in Deutschland?
Verfasst: 15 Jul 2008, 11:45
von Zejtnot
Mal so am Rande gefragt: Kann man nicht direkt nach der Heirat erst einmal ein Besuchsvisum (auf den alten Namen) beantragen, damit man dann wenigstens ab und zu mal nach D reisen kann. Nebenher lässt man in Russland die ganze Papiermaschinerie anlaufen. Aber immerhin kann man noch, so lange der russische Pass umgeschrieben wird, rumfahren.
Re: Namensänderung besser erst in Deutschland?
Verfasst: 15 Jul 2008, 12:18
von 7punkt
Ich glaube nicht, denn der "alte" Reisepass ist dann ungueltig, weil man eben einen neuen Namen hat

Re: Namensänderung besser erst in Deutschland?
Verfasst: 15 Jul 2008, 12:34
von wolk0815
Zejtnot hat geschrieben:Mal so am Rande gefragt: Kann man nicht direkt nach der Heirat erst einmal ein Besuchsvisum (auf den alten Namen) beantragen, damit man dann wenigstens ab und zu mal nach D reisen kann. Nebenher lässt man in Russland die ganze Papiermaschinerie anlaufen. Aber immerhin kann man noch, so lange der russische Pass umgeschrieben wird, rumfahren.
Sehe ich auch wie 7Punkt. Mit Heirat und der Annahme des neuen Namens ist der Pass für Reisen ungültig. Ein Antrag auf alten Namen - mit Wunsch auch ein Visum mit diesem Namen zu bekommen - wäre in meinen Augen nicht drin, da ja dann das Visum auf einen Namen ausgestellt ist, den man mittlerweile nicht mehr hat.
Re: Namensänderung besser erst in Deutschland?
Verfasst: 15 Jul 2008, 12:45
von Dietrich
Gibts fuer solche Zwecke nicht irgendeinen Stempel oder sowas in den Reisepass, wo der neue Name vermerkt ist?!
Oder war das der Inlandspass. Irgendwas meine ich da in Erinnerung zu haben. Denn in die Flitterwochen ausserhalb Russlands wollen doch bestimmt ab und an mal welche... oder?