Kleiner Erlebnisbericht.
Verfasst: 30 Dez 2008, 01:18
Am 04.12.2008 war es wieder soweit. Eine Reise nach Volgograd stand an. Diesmal wollte/musste ich 3 Wochen bleiben.
Beim Einchecken auf dem Flughafen in Hannover musste ich dann auch erstmal für 10 Kg Übergepäck satte 110,00 Euro an Aeroflot abdrücken. (Komischerweise brauchte ich das beim Rückflug nicht. Da hat man mir am Schalter geraten das zweite Gepäckstück als Handgepäck mit in die Kabine zu nehmen. Es war zwar etwas Sperrig in der Tupolev TU 154 aber was tut man nicht alles für sein Gepäck.)
Aber zurück zur Hinreise….
Die freundliche Dame am Schalter in Hannover buchte mein Gepäck auch gleich durch nach Volgograd. Nachdem alles erledigt war, hatte ich noch ein wenig Zeit und bummelte durch das Abflugterminal.
Unter einer der aufgestellten Bänke fand ich eine prall gefüllte Brieftasche. Ohne lange nachzusehen brachte ich das Fundstück zur Flughafeninformation. In der Brieftasche befand sich eine große Summe in Euro, eine große Summe in Rubel, ein russischer Pass und weitere Dokumente. Damit hatte der nette Mann am Schalter auch einen Namen des Besitzers und so konnte die Brieftasche auch schnell an Ihren Besitzer zurückgegeben werden. Der gute konnte sein Glück kaum fassen und war ziemlich durcheinander. Na ja….Danke hätte er wenigstens sagen können.
Der Flug nach Moskau war eigentlich wie immer, bis auf die Tatsache das kurz vor der Landung bekannt gegeben wurde das die Maschine nach der Landung nicht wie Vorgesehen am Terminal 2 in Sheremetjevo sondern am Terminal 1 abgefertigt werden sollte.
Egal sollte kein Problem sein dachte ich und freute mich dass die Busfahrt vom Terminal 2 zum Terminal 1 entfallen würde.
Hat auch alles Super geklappt, meine Verabredung zum gemeinsamen Weiterflug auch schnell angetroffen und die Zeit bis zum Abflug mit einem Kaffee, Reden und ein paar Zigaretten überbrückt.
Als wir dann um 23:35 Uhr in Volgograd angekommen waren, wartete ich vergebens auf mein Gepäck. Eine Verlustanzeige in russisch/englisch/deutsch wurde aufgenommen und man versicherte mir dass mein Gepäck mit der Frühmaschine aus Moskau kommen würde.
Einigermaßen beruhigt machten wir uns auf den Weg nach Kotelnikovo. Nach ca. 3 Stunden Fahrt bei Nebel und Glätte war ich dann auch froh als wir das Hotel erreichten.
Während der nächsten 4 Tage versuchten meine russischsprachigen Kollegen meinem Gepäck auf die Spur zu kommen. Es sah ziemlich aussichtslos aus jemals wieder in den Besitz meiner Gepäckstücke zu kommen. Meine Versuche über das deutsche Reisebüro eine Suche zu Starten brachten auch keinen Erfolg. Am 5. Tag hieß es dann, dass mein Gepäck in Moskau beim Zoll liegen würde. Das Gepäck könne jedoch nur persönlich abgeholt werden.
Also ging alles wieder zurück. Fahrt nach Volgograd, am Flugplatz ein Ticket nach Moskau bei S7 gekauft. Nachmittags nach Moskau geflogen und erstmal eine Übernachtung im Hotel gemacht. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging es dann mit der Bahn zum Sheremetjevo 2. Da kannte man den Standort der Koffer. Nur der lag am Scheremetjewo 1. Also rein in ein Taxi und ab zum Scheremetjevo 1. Dort begann dann ein Lauf durch die verschiedenen Zollinstanzen. Selbst beim Zolldirektor mussten wir vorsprechen.
Es ist mir bis jetzt ein Rätsel, wie der Mann in einem 3x3 m großen Büro ohne Fenster, nur mit einer Glühbirne an der Decke vor sich hinvegetieren kann. Das einzige was auf dem Schreibtisch stand war ein runder Stempel. Ansonsten befand sich noch ein Schrank und ein kleiner Safe in dem Raum.
Wir mussten eidesstattliche Erklärungen erstellen, zig Papiere ausfüllen und zig Stempel unter alle Dokumente setzen. Ohne meinen russischen Arbeitskollegen hätte ich das niemals geschafft. Ich glaube wenn er nicht mit seiner Engelsgeduld diesen ganzen Formalismus abgewickelt hätte, hätte ich die Sch.. Koffer da liegen gelassen und hätte mir neue Sachen gekauft.
Danach wurden meine Sachen noch gründlich gefilzt. An der Lage meiner Sachen konnte ich jedoch sehen das die Koffer schon mindestens einmal komplett auf den Kopf gestellt und dann versiegelt worden waren.
Egal, nachdem ich dann meine Sachen wiederhatte, hatte ich noch genau 2 Stunden 15 Minuten bis zum Abflug meiner Maschine. Leider startete diese aber am Flughafen Domodedovo. Also rein in das Taxi und ab dafür. In 1 Stunde 15 Minuten schaffte der Taxifahrer den Weg. Ich konnte noch einigermaßen zeitig einchecken und war um 18:00 Uhr wieder, diesesmal mit Gepäck, am Flughafen Volgograd. Die 3 Stunden Fahrt nach Kotelnikovo waren dann an dem Abend das allerkleinste Übel.
Fazit für mich: Ich werde in Zukunft immer peinlich genau darauf achten welchen Aufkleber die nette Frau von Aeroflot auf meinen Koffer klebt.
Beim Einchecken auf dem Flughafen in Hannover musste ich dann auch erstmal für 10 Kg Übergepäck satte 110,00 Euro an Aeroflot abdrücken. (Komischerweise brauchte ich das beim Rückflug nicht. Da hat man mir am Schalter geraten das zweite Gepäckstück als Handgepäck mit in die Kabine zu nehmen. Es war zwar etwas Sperrig in der Tupolev TU 154 aber was tut man nicht alles für sein Gepäck.)
Aber zurück zur Hinreise….
Die freundliche Dame am Schalter in Hannover buchte mein Gepäck auch gleich durch nach Volgograd. Nachdem alles erledigt war, hatte ich noch ein wenig Zeit und bummelte durch das Abflugterminal.
Unter einer der aufgestellten Bänke fand ich eine prall gefüllte Brieftasche. Ohne lange nachzusehen brachte ich das Fundstück zur Flughafeninformation. In der Brieftasche befand sich eine große Summe in Euro, eine große Summe in Rubel, ein russischer Pass und weitere Dokumente. Damit hatte der nette Mann am Schalter auch einen Namen des Besitzers und so konnte die Brieftasche auch schnell an Ihren Besitzer zurückgegeben werden. Der gute konnte sein Glück kaum fassen und war ziemlich durcheinander. Na ja….Danke hätte er wenigstens sagen können.
Der Flug nach Moskau war eigentlich wie immer, bis auf die Tatsache das kurz vor der Landung bekannt gegeben wurde das die Maschine nach der Landung nicht wie Vorgesehen am Terminal 2 in Sheremetjevo sondern am Terminal 1 abgefertigt werden sollte.
Egal sollte kein Problem sein dachte ich und freute mich dass die Busfahrt vom Terminal 2 zum Terminal 1 entfallen würde.
Hat auch alles Super geklappt, meine Verabredung zum gemeinsamen Weiterflug auch schnell angetroffen und die Zeit bis zum Abflug mit einem Kaffee, Reden und ein paar Zigaretten überbrückt.
Als wir dann um 23:35 Uhr in Volgograd angekommen waren, wartete ich vergebens auf mein Gepäck. Eine Verlustanzeige in russisch/englisch/deutsch wurde aufgenommen und man versicherte mir dass mein Gepäck mit der Frühmaschine aus Moskau kommen würde.
Einigermaßen beruhigt machten wir uns auf den Weg nach Kotelnikovo. Nach ca. 3 Stunden Fahrt bei Nebel und Glätte war ich dann auch froh als wir das Hotel erreichten.
Während der nächsten 4 Tage versuchten meine russischsprachigen Kollegen meinem Gepäck auf die Spur zu kommen. Es sah ziemlich aussichtslos aus jemals wieder in den Besitz meiner Gepäckstücke zu kommen. Meine Versuche über das deutsche Reisebüro eine Suche zu Starten brachten auch keinen Erfolg. Am 5. Tag hieß es dann, dass mein Gepäck in Moskau beim Zoll liegen würde. Das Gepäck könne jedoch nur persönlich abgeholt werden.
Also ging alles wieder zurück. Fahrt nach Volgograd, am Flugplatz ein Ticket nach Moskau bei S7 gekauft. Nachmittags nach Moskau geflogen und erstmal eine Übernachtung im Hotel gemacht. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging es dann mit der Bahn zum Sheremetjevo 2. Da kannte man den Standort der Koffer. Nur der lag am Scheremetjewo 1. Also rein in ein Taxi und ab zum Scheremetjevo 1. Dort begann dann ein Lauf durch die verschiedenen Zollinstanzen. Selbst beim Zolldirektor mussten wir vorsprechen.
Es ist mir bis jetzt ein Rätsel, wie der Mann in einem 3x3 m großen Büro ohne Fenster, nur mit einer Glühbirne an der Decke vor sich hinvegetieren kann. Das einzige was auf dem Schreibtisch stand war ein runder Stempel. Ansonsten befand sich noch ein Schrank und ein kleiner Safe in dem Raum.
Wir mussten eidesstattliche Erklärungen erstellen, zig Papiere ausfüllen und zig Stempel unter alle Dokumente setzen. Ohne meinen russischen Arbeitskollegen hätte ich das niemals geschafft. Ich glaube wenn er nicht mit seiner Engelsgeduld diesen ganzen Formalismus abgewickelt hätte, hätte ich die Sch.. Koffer da liegen gelassen und hätte mir neue Sachen gekauft.
Danach wurden meine Sachen noch gründlich gefilzt. An der Lage meiner Sachen konnte ich jedoch sehen das die Koffer schon mindestens einmal komplett auf den Kopf gestellt und dann versiegelt worden waren.
Egal, nachdem ich dann meine Sachen wiederhatte, hatte ich noch genau 2 Stunden 15 Minuten bis zum Abflug meiner Maschine. Leider startete diese aber am Flughafen Domodedovo. Also rein in das Taxi und ab dafür. In 1 Stunde 15 Minuten schaffte der Taxifahrer den Weg. Ich konnte noch einigermaßen zeitig einchecken und war um 18:00 Uhr wieder, diesesmal mit Gepäck, am Flughafen Volgograd. Die 3 Stunden Fahrt nach Kotelnikovo waren dann an dem Abend das allerkleinste Übel.
Fazit für mich: Ich werde in Zukunft immer peinlich genau darauf achten welchen Aufkleber die nette Frau von Aeroflot auf meinen Koffer klebt.