minsk-by hat geschrieben:Arme Belarusen die so an die Stabilitaet geglaubt haben und dachten die Krise ist in Europa, Russland aber nicht bei uns.
Preise in Belarus sind um etwa 30 % hoehener als in der RF
Vielleicht haben dann da die Weissrussen was nicht verstanden.
Die Abwertung einer Währung hat nicht unbedingt was mit Stabilität zu tun.
Für Länder wie Weissrussland oder Russland haben Abwertungen einen positiven binnenwirtschaftlichen Aspekt.
Importe werden teurer und einheimische Waren werden im Verhältnis zu Importen billiger.
Exporte werden für andere Länder billiger und steigern dadurch den Export, helfen Arbeitsplätze zu sichern etc. etc.
Warum drängt denn die deutsche Wirtschaft immer wieder darauf, dass der Euro zum Dollar „Abgewertet“ werden soll. Abgewertet in „“ weil der Wechselkurs durch den Markt bestimmt wird und damit keine staatliche/Zentralbank Abwertung möglich ist.
Als der Euro im Laufe der letzten 3 Monate zum Höchststand an die 30% verlor hat ja auch keiner gebrüllt, die Stabilität ist in Gefahr.
Als der Dollar in den letzten Jahren über 100% zum Euro verlor war auch kein Gebrüll, sondern die USA haben das gefeiert.
Als der russische Rubelkurs in den 90ern vom IWF als fest vorgeschrieben wurde, hatte das den Effekt, das Importe deutlich billiger waren als einheimische Produkte.
Erst die Freigabe brachte die russische Wirtschaft wieder dahin ihre Produkte billiger als Importware zu verkaufen.
Natürlich hatte der von den USA dominierte IWF ein Interesse, Russland damals an den katastrophalen Wechselkurs zu halten, damit die USA und Europa ihren ganzen Krempel günstig an Russland verkaufen konnten.
Also, als binnenwirtschaftliche Maßnahme ist eine gemäßigte Abwertung alles andere als schlecht. Ein künstlich hochgehaltener Wechselkurs ist für die Wirtschaft deutlich gefährlicher.