Ja, schon.
Aber irgendwie nichts Neues.
Und außerdem die Diktion eines sich intellektuell gebenden Autors, dem eine Reihe von Populismen und Pauschalierungen unterlaufen.
So halte ich es für absolut unrichtig, dass Russland der internationale Respekt abgesprochen würde.Siehe nur G8, UN Sicherheitsrat, Präsenz bei der EU u.v.a.m.
Ebenso ist unrichtig,
Hinzu kommt, dass der Westen all seine Zusagen gebrochen hat, die er post 1989 Russland gegeben hatte.
denn zum Einen gibt es "den Westen" nicht; schon gar nicht als homolites Gebilde und zum Andren gabes noch eine Reihe weiterer Zusagen, welche der Autor nicht aufführt, die sehr wohl eingehalten wurden.
Da sein nur an die Unterstützung bei der Rückführung der sowjetischen Truppen, an massive Wirtschaftshilfen, an Hilfen bei der Sicherung maroder Atomtechnik u.v.a.m. erinnert.
Und dann sind da auch noch so kleine faux pas drin, wie sich einerseits auf Niklas Luhmann zu berufen und andererseits so ein Unwort wie "Liberalismus" zu verwenden.
Der Terminus ist zwar gängig, aber in sich paradox, da liberal und -ismus sich gegenseitig ausschließen bzw. ad absurdum führen. Kosequenter weise müsste man dann auch "Demokratismus" schreiben - aber lassen wir das. Das würde ich nicht kritisieren, wenn der Autor nicht so einen hohen Anspruch erheben würde und so täte, alles besser im Überblick zu haben, als alle, die Russland persönlich kennen.
Hast Du Dir die Kommentare zu dem Artikel mal angeschaut?

Da wird der Typ ja so richtig auseinander genommen.
