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Großes Dilemma...

Verfasst: 13 Feb 2009, 15:11
von Hellenas75
Hallo,

zum ersten ich möchte mich entschuldigen für mein schlechtes deutsch, aber es gibt ein kleines Problemchen und ich hätte gerne ein paar Meinungen gelesen.

Also, ich habe seit 3 Jahren eine Mail-Freundschaft mit einer Frau aus Russland, sie wohnt in Moskau. Ausser normalen freundschaftlichen Briefen und Geburtstaggeschenke gab nie etwas mehr. Keinen Flirt, keine Liebeserklärungen nichts. Da ich selber nicht an etwas mehr gedacht habe.

Und so wie das Schicksal es will, sie hat hier in meinem Stadt Bekannten und kam sie zu besuchen(Weihnachten). Wir traffen uns...und es hat gefunkt. Nicht sehr heftig, aber es hat es.
Und wir reden ernsthaft miteinander ob es ein Leben miteinander hier in DE möglich ist.
Zu meinem Person ich komme aus einem EU-Land und daher ich glaube nicht dass es größe Komplikationen geben wird was bürokratische Angelegenheiten betrifft.
Ich mach mich Sorgen um andere Problemen-oder vielleicht sind auch keine.

Ich bin 33J. und sie 25J. Ich bin Facharbeiter, sie hat studiert und sie ist irgendwas wie Abteilungsleiter(Gruppenleiter,2-3 Personen-Manager k.a wie es auf deutsch übersetzen läßt) in einem Firma in Moskau.
Und anscheinend sie verdient für russischen Verhältnissen gut, da für sie und Ihre Mutter mind 1x im Jahr Urlaub ins Ausland leisten kann, Theaterbesuchen, Kinos etc. Und ganz zu zweigen von einem großen Freundeskreis.
Und sie sagt dass sie bereit wäre alles aufzugeben um hierher zu kommen. Weil sie mich anscheinend, alle diesen Jahren zu schätzen gelernt hat. Sie glaubt dass ich ein perfekter Partner wäre-da sie mich jetzt auch live erlebt hat. Die russischen Männer wollen die Frauen nur für den Haushalt und die übrigen Problemen die hier im Forum erwähnt werden. Ist es auch in Moskau so? Es fällt mir einfach schwer zu glauben.

Macht sie sich nicht aus dass ich nicht den gleichen Bildungsniveau habe wie sie? So eine Konstellation ist in DE eher unwahrscheinlich.Hier würde ich sehr gerne die Meinungen von unseren weiblichen russischen Mitglieder lesen. Ist so was für Russen uninteressant?

Sie hat einen sehr größen Freundeskreis, jedes WE unterwegs den ganzen Tag(ob das normal ist für Russland?), wird sie hier keine Problemen haben wenn auf einmal alles Weg ist und mit der Routine einer kleinen deutschen Stadt zu Recht kommen muss?

Und natürlich ist das Thema Geld. Wie unterschiedlich sind die Mentalitäten in RU von DE? Ich wäre nicht bereit jedes Jahr 1-2 im Urlaub zu fahren da es hier in DE nicht immer so einfach ist.Für mich mindestens. Und was Geld betrifft, ich habe ganz anderen Prioritäten als einfach zum Spaß auszugeben.

Und natürlich eine Möglichkeit zum Zusammenleben für längere Zeit gibt es nicht, da sie Ihre Arbeit einfach so für eine Probe nicht aufgeben will.Das will auch nicht.
D.h wir entscheiden und wird dann gleich geheiratet. Ok, vielleicht gemeinsamen Urlaub , aber mehr ist nicht drin.

Man könnte sagen wir sind in der Verliebtsheitsphase, aber von meiner Person sind die Gedanken eher sehr negativ und ich bin fast so weit ihr zu sagen dass nichts draus wird.
Vielleicht bin sehr negativ aber ich will nicht dass sie hierher kommt und nach 1-2 Jahren spätestens feststellt dass Ru doch besser wäre. Oder dass sie doch nicht "nach unter" verheiratet bleiben will. Sie ist für mich in erster Linie immer noch ein sehr guter Freund und das will ich nicht missen.

Und falls ihr euch fragt, nein, sie macht keinen Druck auf eine Entscheidung.
Sie hat mir zu verstehen geben, dass sie ihren Leben dort mag, aber das Leben dort einfach zu viel Stress hat und mit einem russischen Mann kann sie sich nicht mehr vorstellen eine Partnerschaft zu haben. Sie hat einfach schlecht Erfahrungen.So wie sie sagt.

Ich würde gerne ein paar Antworten lesen.
Und noch mal es tut mir Leid, falls der Text schwer lesbar ist.
Mein Dilemma ist aber sehr groß.

Schönes Weekend
und nicht vergessen, morgen ist 14.Febr, Valentines Tag
Hellenas75

Re: Großes Dilemma...

Verfasst: 13 Feb 2009, 17:50
von Zeppelin
Hallo Hellenas75,
Um Dein Deutsch mach Dir mal keine Sorgen. Mancher Muttersprachler ist weniger in der Lage, sich so klar auszudrücken, wie Du.

Das Dilemma und dessen ganze Tragweite habe ich sehr wohl verstanden. Ich erlaube mir mal den Versuch einer Antwort, auch wenn ich nicht eine russische Frau bin, sondern 'nur' der Ehemann einer Tatarin mit russischem Pass.

Du sprichst eine Vielzahl von Fragen an, die sicher geklärt werden müssen, bevor Ihr Euch zu irgend etwas entscheidet.
Ob Deine Freundin tatsächlich überzogene materielle Erwartungshaltungen hat, kann ich nicht einschätzen. Wie sollte ich auch.

Um aber nicht auf jede Einzelheit eingehen zu müssen: Hast Du denn keine Möglichkeit, mit Deiner Freundin über all die von Dir angesprochenen Aspekte zu sprechen?
Um mal nur ein Beispiel herauszugreifen: Du bist hier Facharbeiter und sie ist Akademikerin (wenn ich Dich richtige verstehe) und sie hat eine Führungsposition in Russland?
Aber lass Dich bitte von russischen Titeln nicht blenden. Abteilungsleiter mit 2 oder 3 'Untergebenen' ist ja wohl ein Witz.

Es könnte daher gut sein, dass sie hier nicht so leicht eine Position finden kann, in der sie diesen Status bekommt.

Du liegst aber völlig richtig mit der Frage, nach den unterschiedlichen Lebensverhältnissen dort und hier.
Wenn Deine Freundin tatsächlich den 'Luxus' der neuen Wohlhabenden in RUS ausleben muss, kann man schwer abschätzen, ob sie ein Leben hier und mit Dir gleich hoch bzw. höher zu schätzen wissen wird, als das Leben, welches sie zur Zeit führt.

Auch wenn das schwierig zu realisieren ist, kann man das eigentlich nur herausfinden, in dem Du sie mit dem Leben konfrontierst, welches Du mit ihr zu führen ermöglichen könntest.

Es mag ja sein, dass viele Frauen aus der Russischen Föderation unter dem Verruf stehen, sehr materiell orientiert zu sein.
Aber dies allein trifft nicht (oder nur bei wenigen, die es nicht so ernst meinen) nicht zu.

Die allgemeinen Lebensverhältnisse hier kompensieren vieles, das man sich in RUS erst teuer erkaufen muss.
Und nach meiner Erfahrung rührt der hohe Luxusanspruch vor allem daher, dass der Alltag in RUS dies eben nicht gewährleistet.

Aber mal ernsthaft: Wen könnte sie hier schon beeindrucken, wenn sie hier eine ganze Sammlung von Handys am Hals mit sich herumträgt.
Weiß sie dagegen zu schätzen, dass sie in einem Rechtsstaat leben können kann, der ihr jede Möglichkeit einräumt?

Wenn sie das nicht weiß, frage sie mal nach einer Rechtsbehelfsbelehrung aus einem russischen Behördenbescheid. :lol:

Du schreibst, dass sie Dich offenbar vor allem angesichts Deiner menschlichen Qualitäten zu schätzen weiß, welche ihr 'die russischen Männer' nicht gewährleisten können/ wollen.
Für mich ist das vor allem ein Hinweis darauf, dass es eine Chance für Euch gibt.,
Aber: Auch der Umkehrschluss funktioniert natürlich nicht.
Auch hier muss man schließlich ein Team sein, in dem sie nicht aller Verpflichtungen entbunden sein wird.

Sollte sie eine dieser vermeintlich verkannten russischen Prinzessinnen sein, liegst Du mit Deinen Befürchtungen durchaus richtig.

Ich mag auch das Urteil nicht teilen, dass sie sich allein aufgrund ihrer Einschätzung "der" russischen Männer von denen nichts verspricht und sich deshalb Dir zuwendet.
Da stellt sich schon die Frage nach ihrer Menschenkenntnis und ihrer Selbstbewertung.
Es kann ja durchaus sein, dass sie ein Mensch ist, der sehr hohe Erwartungen hat, welche nie erfüllt werden können.
Selbstkritik ist nicht unbedingt eine Tugend, die in russischer Sozialisation vermittelt wird.
Aber mit überzogenem Selbstwertgefühl kann man hier eben sehr schnell auf dem Bauch Landen.

Das drückt sich dann so aus, das man mit Jobbewerbungen nicht klar kommt, mit dem Gesundheitswesen hier nicht klar kommt, sich über die hiesige Kindererziehung aufregt usw. usw. bis es schließlich dazu kommt, in RUS alles besser zu finden.

Wir haben hier im Forum ja zumindest eine Userin und mehrere User, dies dies so sehen.

Ihr müsstet Euch - mal abgesehen von aller Liebe - darüber verständigen, was sie verlieren und was sie gewinnen würde, wenn sie hier her kommt. Und dies gilt natürlich auch anders herum.

Zur Probe vorab, kann sie ja schon mal Bewerbungen an Firmen hier versenden, wobei sie dann sehen kann, welche Chancen sie hier auf einen Job hat. aber ich wette mal, dass sie sich sehr schwer damit tun wird, überhaupt eine korrekte Bewerbung zu verfassen.
Da wäre dann Dein Unterstützung gefragt.

Flucht aus den Verhältnissen der Heimat ist jedenfalls kein tragfähiges Motiv, um hier wirklich anzukommen.

Gruß,
Zeppelin

Re: Großes Dilemma...

Verfasst: 13 Feb 2009, 22:16
von Muesli
Super Antwort. Und dies ist ehrlich gemeint. So sollte man seine Einschätzung überprüfen.

Re: Großes Dilemma...

Verfasst: 14 Feb 2009, 02:08
von Axel Henrich
Hellenas75 hat geschrieben:Und wir reden ernsthaft miteinander ob es ein Leben miteinander hier in DE möglich ist.
Schoene Geschichte, die mit deinen Gedanken im Vorfeld sicher eine Vielzahl der Forenteilnehmer hier so ungefaehr auch durchhaben.
Der unterschiedliche "Bildungsstand" duerfte vermutlich gar nicht so krass sein, wie du Ihn befuerchtest. In Ru nennt man sich gern und schnell Direktor, Manager u.s.w. und ich kenne einige Paare, wo er Arbeiter im weitesten Sinne- und Sie Arzt, Lehrer, oder so ist. Hier in D angekommen stellt man dann sehr schnell fest, dass viele Abschluesse hier gar nicht, oder nur z.T., mindestens aber erst nach neuerlichen Schulbank druecken anerkannt werden. Auch ein russ. Deutsch-Lehrer steht hier nich automatisch vor einer Klasse...

Sie waere vlt. im Moment (Schmetterlinge ;) ) bereit das alles aufzugeben, aber wenn Sie nicht bald sprachlich Anschluss und eine entspr. Arbeit findet, die regelmaessigen Heimfahrten nicht gesichert sind, der Freundeskreis fehlt, wird es frueher, oder spaeter problematisch. Selbst wenn Sie Arbeit findet ist das Problem der fehlenden Freunde und Bekannten nicht zu unterschaetzen. Hochzeits- und Geburtstagsfeiern ueber das ganze WE, sich mit Freunden treffen und quatschen, die Entfernung zur Familie, wird mehr weh tun, als Ihr Euch im Moment vorstellen koennt.

Sicher kannst du einiges kompensieren wenn du die russ. Sprache beherrschst, die Kultur magst, das Essen, Lieder, Gedichte kennst, aber eine Freundin, oder einfach mal durch die Stadt gehen und Bekannte treffen, kannst du allein nicht ersetzen. Btw sind russ. Maenner nicht grundsaetzlich so, wie sie oftmals dargestellt werden. Sie kuemmern sich genau so liebevoll um Frau und Kind, wie hier, oder anderswo, genau so kann Frau auch mit deutschen Maennern tuechtig auf die Nase fallen. Manchmal glaube ich, kann sich der Deutsche am Russen ruhig auch ein Beispiel nehmen, z.B. beim emotionalen, bei Feiertagen, Frauentag, kleine Aufmerksamkeiten, etc. und "Frauen in die Kueche und Kueche in Keller..." ist auch in D noch zur Genuege verbreitet.

Als letzten Punkt vlt. auch die Wertigkeit des Geldes beachten. In Ru wird oftmals nur der Lohn gesehen, wenn du aber mal vorrechnest was da am Ende ueber bleibt, schuetteln Sie meist unglaeubig mit dem Kopf.

Klingt alles nicht sehr positiv, aber bedenkt, Sie gibt alles auf, was einen Russen mit der emotionalen Bindung an die Heimat sehr viel schwerer faellt. Lasst Euch Zeit und setzt lieber eine Freundschaft nicht aufs Spiel ...

-ah-

Re: Großes Dilemma...

Verfasst: 14 Feb 2009, 20:50
von Naila
Diese Userin, die Zeppelin gemeint hat, bin ich :D
Tja, schwierig, schwierig. Ich würde auch von Verallgemeinerungen abraten. Russinnen sind manchmal sehr verschieden... Mit 25 ist sie natürlich noch sehr jung. Wo ich eine Schwierigkeit sehe, ist Moskau. Daß sie aus Moskau kommt und sich in Moskau wohl fühlt. Es könnte schwierig werden, sich umzugewöhnen. Meine Freundin, die aus Moskau kommt, hat es allerdings geschafft. Sie lebt jetzt in Mannheim und dreht dort nicht mehr durch. Natürlich ist da eine sehr große Liebe und mittlerweile 2 Kinder, die sie und ihren deutschen Mann verbinden. Was den Bildungsunterschied betrifft, sehe ich es nicht so problematisch. Mein Vater hat keinen Universitätsabschluß (Studium abgebrochen), die Mutter hat einen, und ich setze diese Tradition fort. Mein Verlobter hat auch keinen. Und Geld hat er auch nicht. Aber er hat viel Wichtigeres. :) Und ich gebe ihn auch nicht her für kein Geld der Welt, obwohl ich auch geldgeil und matiriell orientiert bin! Ich hätte wirklich nichts dagegen, wenn jeder Bundesbürger auf mein Konto wenigstens 50 Cent überweisen würde, ach 20 würden schon reichen.... Aber ich liebe nun mal meine kapitalistische Kirchenmaus und bin selbst eine.

Re: Großes Dilemma...

Verfasst: 15 Feb 2009, 01:22
von nataliav
Hallo ...
aus der sicht einer russischen Frau:

das ist wirklich ein großes Problem... ich kann das auch sehr gut aus der Sicht dieser Dame einschätzen... das Leben in Moskau ist natürlich sehr anders als in einer kleineren deutschen Stadt... viel dynamischer einerseits, viel stressiger andererseits... da gibt es viele Möglichkeiten für berufliche Entwicklung, da kann man auch gut verdienen, da ist immer was los... das ist aber auch eine Stadt die fürs Leben nicht bestimmt ist, ein ständiges Rennen nur ...

Sie bede sind ja sehr unterschiedlich, so wie ich aus ihrem Schreiben beurteilen kann ... Ihre Lebensweise und Werte scheinen ziemlich weit auseinander zu liegen und wenn Sie wirklich zusammen für eine längere Zeit sein wollen, werden Sie beide Ihre Gewohnheiten aufeinander sehr stark anpassen müssen.
Und es ist eine mutige Entscheidung von ihr, alles da zu lassen und in ein anderes fremdes Land zu ziehen (sei es auch ein Rechtstaat oder nicht, in dem Fall geht es eher weniger darum... obwohl die russischen Behörden sind wirklich schrecklich :) ) ...das wird ihr schwer fallen, so stark das Leben zu ändern...

Vielleicht könnten Sie vorher einander so zu sagen testen: ja einen Urlaub zusammen, mindestens einen Monat lang und nicht irgendwo, aber in Deutschland, in der Stadt in der Sie wohnen... Waren Sie schon mal in Moskau? fahren Sie auch mal für ein Paar Wochen hin, versuchen sie in dieses Leben hineinzudenken, das wird sicher der Beziehung nicht schaden.

Was ich noch sagen wollte, bloss damit Sie ein bisschen Hintergrundverständnis haben: es ist in Russland angebracht früh zu heiraten: 20-25 im Durchschnitt für Frauen, es ist nicht wie in Europa, wo mann erst gegen 30 sich Gedanken um eine Familie macht ... also wie viel andere Interesse Ihre Dame auch hat, ein Bedürfnis nach der eigenen Familie ist doch auch sehr stark, und dadurch wird ihr vielleicht es leichter fallen, einige Unterschiede zu ihrem heutigen Leben in Anspruch zu nehmen... Aber das ist auch ein Zeichen für Sie, dass ihre Frau diese Beziehung wirklich ernst nimmt.

Aber wie gesagt, Sie werden auch sich kompromissfähig zeigen müssen... aer es ist halt immer so in einer Beziehung :D

Was das Bildungsunterschied betrifft, da sehe ich aber am wenigsten das Problem ... Es geht halt um den Meschen selbst und nicht darum was man studiert hat, oder?

ich hoffe, Sie werden das schaffen :), viel Glück!

LG Natalia

Re: Großes Dilemma...

Verfasst: 15 Feb 2009, 02:02
von Zeppelin
nataliav hat geschrieben:... es ist in Russland angebracht früh zu heiraten: 20-25 im Durchschnitt für Frauen, es ist nicht wie in Europa, wo mann erst gegen 30 sich Gedanken um eine Familie macht ... also wie viel andere Interesse Ihre Dame auch hat, ein Bedürfnis nach der eigenen Familie ist doch auch sehr stark, und dadurch wird ihr vielleicht es leichter fallen, einige Unterschiede zu ihrem heutigen Leben in Anspruch zu nehmen... Aber das ist auch ein Zeichen für Sie, dass ihre Frau diese Beziehung wirklich ernst nimmt.
Eine andere Bezeichnung dafür ist eben Torschlusspanik.
Und das ist kein gutes Kriterium für die Partnerwahl, sondern blanke Egomanie.
Die Dame sollte schon aus eigenem Überlegen Argumente liefern, welches Interesse sie an einer Beziehung und an einem Leben hier hat.

Re: Großes Dilemma...

Verfasst: 15 Feb 2009, 19:41
von nataliav
Zeppelin hat geschrieben:
nataliav hat geschrieben:... es ist in Russland angebracht früh zu heiraten: 20-25 im Durchschnitt für Frauen, es ist nicht wie in Europa, wo mann erst gegen 30 sich Gedanken um eine Familie macht ... also wie viel andere Interesse Ihre Dame auch hat, ein Bedürfnis nach der eigenen Familie ist doch auch sehr stark, und dadurch wird ihr vielleicht es leichter fallen, einige Unterschiede zu ihrem heutigen Leben in Anspruch zu nehmen... Aber das ist auch ein Zeichen für Sie, dass ihre Frau diese Beziehung wirklich ernst nimmt.
Eine andere Bezeichnung dafür ist eben Torschlusspanik.
Und das ist kein gutes Kriterium für die Partnerwahl, sondern blanke Egomanie.
Die Dame sollte schon aus eigenem Überlegen Argumente liefern, welches Interesse sie an einer Beziehung und an einem Leben hier hat.
ich habe es eigenlich ein bisschen anders gemeint, nicht als Torschlusspanik... sondern nur, dass man mit 25 schon reif genug ist, um eine ernste Bezihenung einzugehen und dafür vielleicht einiges zu "opfern".
Un dass die Dame natürlich eigene Argumente für ihere Enscheidung hat, das stimmt schon.

Re: Großes Dilemma...

Verfasst: 15 Feb 2009, 19:49
von harald63
nataliav hat geschrieben:
Zeppelin hat geschrieben:
nataliav hat geschrieben:ich habe es eigenlich ein bisschen anders gemeint, nicht als Torschlusspanik... sondern nur, dass man mit 25 schon reif genug ist, um eine ernste Bezihenung einzugehen und dafür vielleicht einiges zu "opfern".
Wie sind denn so die Scheidungsraten in RU?

Re: Großes Dilemma...

Verfasst: 15 Feb 2009, 21:26
von Zeppelin
nataliav hat geschrieben:...ich habe es eigenlich ein bisschen anders gemeint, nicht als Torschlusspanik... sondern nur, dass man mit 25 schon reif genug ist, um eine ernste Bezihenung einzugehen und dafür vielleicht einiges zu "opfern". ...
Das habe ich schon verstanden, betrachte es aber nicht unbedingt als Grad der Reife, sondern als Reaktion auf den sozialen Druck aus der Umgebung.

Stell Dir vor: Zwei Schwestern mit drei Jahren Altersunterschied. Die jüngere heiratet zuerst und "schenkt" der Familie ein Enkelchen.
Was werden wohl die Kommentare von Tanten, Omas etc. sein, die sich die 'ältere', noch unverheiratete und noch kinderlose Schwester bis zum Erbrechen anhören muss?
:roll:

Wie vieles andere auch geht es dabei doch nicht um den selbst und eigenständig gefassten Entschluss, eine dauerhafte Bindung mit all deren Folgen einzugehen, sondern mehr um sozialen Status.

"Mein Mann, mein(e) Kind(er), meine Handys, meine Wohnung, mein Job, meine Urlaubsreisen, meine Klamotten - ich bin wer."