Hat doch noch geklappt
Verfasst: 25 Feb 2009, 02:37
Hallo,
ich bin neu hier und will ganz kurz ein gelöstes Visa-Problem erzählen:
Vor einigen Jahren habe ich meinen Mann bei einem mehrmonatigen beruflichen Einsatz in Samara begleitet. Dort lernte ich eine junge Germanistikstudentin kennen. Sie half mir und meinen Mann bei sprachlichen Problemen usw. und ermöglichte es uns so, dass wir einen Herbst und Winter gut in Samara überstanden.
Wir haben sie als kleines Dankeschön danach auf unsere Kosten zu uns nach Deutschland eingeladen. Ging damals ohne jedes Problem. Sie bekam dann noch weitere Visa für Austauschstudien und für internationale Jugendkontakte.
Inzwischen ist sie mit dem Studium fertig. Der weltweiten Wirtschaftskrise musste sie ihren Job opfern. Die berufliche Lücke wollten wir nutzen um sie zu uns einzuladen um ihre - vielleicht etwas eingerosteten Sprachkenntnisse - weiter aufzufrischen. Vor Jahren habe ich mit ihr Deutschland von Süd nach Nord durchreist, damit sie ein Gefühl für die verschiedenen Dialekte und sprachlichen Eigenheiten bekommt. Ähnliches war auch für den jetzigen Aufenthalt geplant.
Die VE war kein Problem. Krankenkasse, Haftpflichtversicherung und Hin- und Rückflugticket hatte ich besorgt. Sie hatte einen Termin in der Botschaft und erzählt wahrheitsgemäß warum sie hier Freunde besuchen will. Hinzuzufügen ist, sie ist 23 Jahre alt und mein Mann und ich sind weit über 50 Jahre.
Prompt wurde ihr Visa-Antrag abgelehnt. Ihr wurde mitgeteilt, dass ihre Begründung zu unglaubwürdig sei.
Ich machte mich dann im Internet auf die Suche nach Möglichkeiten, wie wir die Ablehnung doch noch in eine Zusage umgewandelt bekommen. Dabei kam ich in Euer Forum.
Dort las ich dass man am besten eine Einladungsschreiben mit Begründung zusätzlich zur VE und den anderen Papieren an den Gast schickt. Verflixt, das hatte ich natürlich nicht gemacht. Sollte aber doch nachzuholen sein.
Ich rief also in der Botschaft an. Den Sachbearbeiter habe ich alles erklärt. Danach habe ich den Sachverhalt (u. a. dass wir sowas wie eine Patenschaft für unseren Gast übernommen haben) zusammengeschrieben, mein damaliges russische Visum und die Verlängerung kopiert und alles an die Botschaft gefaxt.
Unser Gast bekam von mir einen Entwurf gemailt, wie sie der Ablehnung des Visa-Antrages widersprechen kann.
Zwei Tage später erhielt sie einen Anruf, dass sie doch das Visa - wie beantragt für 70 Tage - bekommt. Leider war der ursprünglich gebuchte Flug nicht so schnell umbuchbar. Wir haben diesen gecancelt und einen neuen gebucht. Das waren zwar vermeidbare Kosten, aber sie ist heute gut in Deutschland gelandet. Hoffentlich haben wir bald etwas weniger Schnee um unsere Deutschlandreise - diesmal von West nach Ost - beginnen zu können. Ostern und die fränkischen Osterbrunnen werden für sie auch ein Erlebnis sein.
Somit ein kleines Danke an Euer Forum. Es hat mir klargemacht welche Fehler ich vermeiden und dass man von Deutscher Seite aus auch Begründungen abgeben kann.
Irgendwo im Forum hatte ich gelesen, dass kein Konsulatsbeamter glaubt, dass man die Tochter des Professors besuchen will. Bei uns ist ja schon der Altersunterschied genauso unglaublich für den Beamten gewesen. Nun, sie hat ja tatsächlich nichts anderes als die Wahrheit gesagt und die kann halt auch mal etwas anders als ein Regelfall aussehen.
Das "Nachschieben" meiner Einladung und das ausgiebige Telefonat mit der Botschaft haben aber das Mißverständnis aufgeklärt. Morgen ist ein Tripp nach Nürnberg angesagt. Am "Schönen Brunnen" gibt es einen Wunschring, den man dreimal drehen und man sich einen Wunsch denken muss. Bei dem früheren Aufenthalt hat sie dort gedreht und sich ein Wiederkommen zu uns gewünscht. Nun dieser Wunsch ging doch noch in Erfüllung. Am Sonntag wollen wir unseren ersten größeren Ausflug unternehmen.
Also ein Danke an Euch
von Eisbärchen
ich bin neu hier und will ganz kurz ein gelöstes Visa-Problem erzählen:
Vor einigen Jahren habe ich meinen Mann bei einem mehrmonatigen beruflichen Einsatz in Samara begleitet. Dort lernte ich eine junge Germanistikstudentin kennen. Sie half mir und meinen Mann bei sprachlichen Problemen usw. und ermöglichte es uns so, dass wir einen Herbst und Winter gut in Samara überstanden.
Wir haben sie als kleines Dankeschön danach auf unsere Kosten zu uns nach Deutschland eingeladen. Ging damals ohne jedes Problem. Sie bekam dann noch weitere Visa für Austauschstudien und für internationale Jugendkontakte.
Inzwischen ist sie mit dem Studium fertig. Der weltweiten Wirtschaftskrise musste sie ihren Job opfern. Die berufliche Lücke wollten wir nutzen um sie zu uns einzuladen um ihre - vielleicht etwas eingerosteten Sprachkenntnisse - weiter aufzufrischen. Vor Jahren habe ich mit ihr Deutschland von Süd nach Nord durchreist, damit sie ein Gefühl für die verschiedenen Dialekte und sprachlichen Eigenheiten bekommt. Ähnliches war auch für den jetzigen Aufenthalt geplant.
Die VE war kein Problem. Krankenkasse, Haftpflichtversicherung und Hin- und Rückflugticket hatte ich besorgt. Sie hatte einen Termin in der Botschaft und erzählt wahrheitsgemäß warum sie hier Freunde besuchen will. Hinzuzufügen ist, sie ist 23 Jahre alt und mein Mann und ich sind weit über 50 Jahre.
Prompt wurde ihr Visa-Antrag abgelehnt. Ihr wurde mitgeteilt, dass ihre Begründung zu unglaubwürdig sei.
Ich machte mich dann im Internet auf die Suche nach Möglichkeiten, wie wir die Ablehnung doch noch in eine Zusage umgewandelt bekommen. Dabei kam ich in Euer Forum.
Dort las ich dass man am besten eine Einladungsschreiben mit Begründung zusätzlich zur VE und den anderen Papieren an den Gast schickt. Verflixt, das hatte ich natürlich nicht gemacht. Sollte aber doch nachzuholen sein.
Ich rief also in der Botschaft an. Den Sachbearbeiter habe ich alles erklärt. Danach habe ich den Sachverhalt (u. a. dass wir sowas wie eine Patenschaft für unseren Gast übernommen haben) zusammengeschrieben, mein damaliges russische Visum und die Verlängerung kopiert und alles an die Botschaft gefaxt.
Unser Gast bekam von mir einen Entwurf gemailt, wie sie der Ablehnung des Visa-Antrages widersprechen kann.
Zwei Tage später erhielt sie einen Anruf, dass sie doch das Visa - wie beantragt für 70 Tage - bekommt. Leider war der ursprünglich gebuchte Flug nicht so schnell umbuchbar. Wir haben diesen gecancelt und einen neuen gebucht. Das waren zwar vermeidbare Kosten, aber sie ist heute gut in Deutschland gelandet. Hoffentlich haben wir bald etwas weniger Schnee um unsere Deutschlandreise - diesmal von West nach Ost - beginnen zu können. Ostern und die fränkischen Osterbrunnen werden für sie auch ein Erlebnis sein.
Somit ein kleines Danke an Euer Forum. Es hat mir klargemacht welche Fehler ich vermeiden und dass man von Deutscher Seite aus auch Begründungen abgeben kann.
Irgendwo im Forum hatte ich gelesen, dass kein Konsulatsbeamter glaubt, dass man die Tochter des Professors besuchen will. Bei uns ist ja schon der Altersunterschied genauso unglaublich für den Beamten gewesen. Nun, sie hat ja tatsächlich nichts anderes als die Wahrheit gesagt und die kann halt auch mal etwas anders als ein Regelfall aussehen.
Das "Nachschieben" meiner Einladung und das ausgiebige Telefonat mit der Botschaft haben aber das Mißverständnis aufgeklärt. Morgen ist ein Tripp nach Nürnberg angesagt. Am "Schönen Brunnen" gibt es einen Wunschring, den man dreimal drehen und man sich einen Wunsch denken muss. Bei dem früheren Aufenthalt hat sie dort gedreht und sich ein Wiederkommen zu uns gewünscht. Nun dieser Wunsch ging doch noch in Erfüllung. Am Sonntag wollen wir unseren ersten größeren Ausflug unternehmen.
Also ein Danke an Euch
von Eisbärchen