Ich halte es immer so:
Mit den Waren für ausschliesslichen Privatgebrauch gehe ich zum roten Korridor und frage, ob ich eine Erklärung ausfüllen soll. Da es sich nicht um Bargeld handelte, habe ich jedes Mal nach Beantwortung der Frage, ob dies privat sei, gesagt bekommen, dass ich grün gehen soll.
Dabei waren sehr sperrige Gegenstände mit grosser Beschriftung, z.B. Bose Soundsystem, Fahrrad, Skiausrüstung mit entsprechender Original- Verpackung.
Für Russen gelten sogar Gewichtsgrenzen, für Ausländer offenbar nicht. Selbst beim Röntgen hat sich noch nie ein Zöllner daran gestossen, dass ich häufig einen 5- Liter- Karton mit Wein dabei habe.
Bei Geld allerdings gibt´s keinen Spass, ab 3000 USD muss deklariert werden, über 10.000 USD geht gar nichts.
Bei kommerzieller Einfuhr ist der Spass vorbei ab 500 USD, wenn ich mich nicht irre. Dann kommt aber das volle Programm, was man tunlichst vermeiden sollte, wenn es sich um ein paar Werbegeschenke z.B. handelt...
Vielleicht sind meine Erfahrungen nicht ganz regelkonform, aber ich erlebe es so. Die beste Nummer war, als ich einmal mit einem riesigen mobilen Ausstellungsstand ankam, so einer grossen, wenn auch leichten, auffälligen schwarzen Tonne.
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Am grünen Korridor standen Leute an, 3-4 Zöllner checkten alles. Ich deklarierte ordnungsgemäss befristete Einfuhr für eine Messe, ging durch die Tür in den roten Bereich. Die einzige anwesende Zöllnerin schlief, Kopf auf der Tischplatte. Ich lief leise und vorsichtig vorbei, schwenkte Pass und Deklaration mit erhobener Hand. Falls sie aufwachsen würde, sollte sie nicht annehmen, dass ich mich durchschleichen wollte... Aber sie schlief und ich war schneller durch als meine Kollegen durch den grünen Korridor
