Historische Forschung
Verfasst: 03 Jun 2009, 12:01
In dem Artikel von Dienstag dem 19.05.2009, "Medwedew-Dekret: FSB soll historische Wahrheit schützen
Moskau", wird berichtet, daß der Präsident eine 28-köpfige Sonderkommission einsetzt, deren Zweck es sein soll "die historische Wahrheit u.a. über den 2.Weltkrieg gegen Fälschungen verteidigen".
Es stellt sich die Frage, ob hier nicht die freie Geschichtsforschung zu Gunsten des eigenen Landes klar behindert wird. Man stelle sich bitte einmal vor, die US-Regierung würde ein Gesetz verabschieden, in dem ein Verbot zur Anzweiflung "historischer Tatsachen", wie der "heldenhaften Befreiung des irakischen Volkes aus den Händen des bösen Sadam Hussein", durch den Weltpolizisten USA. Oder der selbstlose Einsatz der NATO-Truppen gegen Serbien vor ein paar Jahren, die ja nur dazu "genötigt" waren um den nach Freiheit strebenden Balkanvölkern schutz vor den "bösen" Serben zu bieten.
Kein Mensch kann ernsthaft anzweifeln, daß Hitler "Lebensraum im Osten" erobern wollte, genauso wenig anzweifelbar ist aber auch, daß Stalin seine die Expansion nach Westen im Auge hatte. Die Weltrevolution war schließlich das erklärte Ziel der Bolschewisten. Wie kann man da die offensichtlichen Verbrechen Hitlers gesetzlich festzementieren und die des anderen Massenmörders Stalin damit zu relativieren. Beide sind gleichermaßen Verbrecher und sollten dennoch sachlich betrachtet werden. Das Ziel der Geschichtswissenschaft kann es doch nur sein die Wahrheit über historische Zusammenhänge aufzuzeigen und diese kann sich manchmal eben durch neu gewonnene Erkenntnisse anders darstellen. So etwas sollte man generell in allen Fällen unterlassen. Geschichtswissenschaft aus rassistischer Perspektive zu betreiben, wie dies die Nazis tun, ist ebenso sinnlos als diese aus einer vermeintlich patriotischen Haltung heraus zu tun. Die Wahrheit ist der Maßstab und wer kann von sich behaupten, daß er diese für sich gepachtet hat. Selbst auf die Gefahr hin, daß verblendete braune oder rote Pseudohistoriker bewußt Lügen in die Welt setzen können, ist das immer noch gesünder für die Wahrheitsfindung als Maulkorbgesetze.
Niemand will Rußland sein Gedenken an den Sieg über Deutschland sbspenstig machen, dafür ist zuviel Blut in der russischen Erde versickert, doch sollte man die Kirche im Dorfe lassen.
Ein Gesetzentwurf droht auch ausländischen „Geschichtsfälschern“ mit Gefängnisstrafen.
Moskau", wird berichtet, daß der Präsident eine 28-köpfige Sonderkommission einsetzt, deren Zweck es sein soll "die historische Wahrheit u.a. über den 2.Weltkrieg gegen Fälschungen verteidigen".
Es stellt sich die Frage, ob hier nicht die freie Geschichtsforschung zu Gunsten des eigenen Landes klar behindert wird. Man stelle sich bitte einmal vor, die US-Regierung würde ein Gesetz verabschieden, in dem ein Verbot zur Anzweiflung "historischer Tatsachen", wie der "heldenhaften Befreiung des irakischen Volkes aus den Händen des bösen Sadam Hussein", durch den Weltpolizisten USA. Oder der selbstlose Einsatz der NATO-Truppen gegen Serbien vor ein paar Jahren, die ja nur dazu "genötigt" waren um den nach Freiheit strebenden Balkanvölkern schutz vor den "bösen" Serben zu bieten.
Kein Mensch kann ernsthaft anzweifeln, daß Hitler "Lebensraum im Osten" erobern wollte, genauso wenig anzweifelbar ist aber auch, daß Stalin seine die Expansion nach Westen im Auge hatte. Die Weltrevolution war schließlich das erklärte Ziel der Bolschewisten. Wie kann man da die offensichtlichen Verbrechen Hitlers gesetzlich festzementieren und die des anderen Massenmörders Stalin damit zu relativieren. Beide sind gleichermaßen Verbrecher und sollten dennoch sachlich betrachtet werden. Das Ziel der Geschichtswissenschaft kann es doch nur sein die Wahrheit über historische Zusammenhänge aufzuzeigen und diese kann sich manchmal eben durch neu gewonnene Erkenntnisse anders darstellen. So etwas sollte man generell in allen Fällen unterlassen. Geschichtswissenschaft aus rassistischer Perspektive zu betreiben, wie dies die Nazis tun, ist ebenso sinnlos als diese aus einer vermeintlich patriotischen Haltung heraus zu tun. Die Wahrheit ist der Maßstab und wer kann von sich behaupten, daß er diese für sich gepachtet hat. Selbst auf die Gefahr hin, daß verblendete braune oder rote Pseudohistoriker bewußt Lügen in die Welt setzen können, ist das immer noch gesünder für die Wahrheitsfindung als Maulkorbgesetze.
Niemand will Rußland sein Gedenken an den Sieg über Deutschland sbspenstig machen, dafür ist zuviel Blut in der russischen Erde versickert, doch sollte man die Kirche im Dorfe lassen.
Ein Gesetzentwurf droht auch ausländischen „Geschichtsfälschern“ mit Gefängnisstrafen.