Sibirier hat geschrieben:Deswegen fand ich es gut, dass man gegen ihn vorgegangen ist. Eine diplomatische Lösung wäre mir jedoch lieber gewesen.
Sibirier, ich war auch nicht mit der Herrschaftsweise des Saddam Hussein im Irak einverstanden, aber deswegen ein Krieg gegen das Land anzufangen, was global keine ernste Bedrohung darstellte, haette ich mir nie vorstellen koennen und finde es schon ziemlich ueberheblich. Politik sollte bei ihren Handlungen sich fuer das Mittel des geringsten Uebels entscheiden und ich kann hier nicht sehen, dass dieser Krieg das geringere Uebel darstellt. Hier ging es ausschliesslich ums persoenliche Ego und um persoenliche wirtschaftliche Interessen einer kleinen herrschenden Clique. Dran glauben mussten bisher einige zehntausend irakische Zivilisten und mehrere tausend Militaers auf beiden Seiten. Politisch wurde das vertrauensvolle Verhaeltnis zwischen den USA und Europa auf lange Zeit gestoert, und wozu das alles? Um das arme irakische Volk zu befreien? Ich vermute ganz stark, dass es der ueberwiegenden Mehrheit heute erheblich schlechter geht und ich sehe keine Besserung der Situation in der mittelfristigen Zukunft. Ich sehe hier nur einen Praesidenten, der in seinem Amt demokratisch nicht legitimiert voelkerrechtswidrig einen Vernichtungskrieg zu seinem persoenlichen Vorteil begonnen hat. Sowas nennt man Voelkermord und so eine Person gehoert meiner Rechtsauffassung nach vor ein internationales Gericht und nicht an Spitze der weltweit gefaehrlichsten Armee. Um hier Vergleichen vorzubeugen, die Situation bei Deutschland in den 30er Jahren war voellig anders, dieses Land war eine ernsthafte Bedrohung fuer alle, was auch erkennbar haette sein muessen und dort war ein Eingreifen auch militaerisch dringend geboten, leider wurde dies damals anders eingeschaetzt.