Impfungen für Babys in Russland
Impfungen für Babys in Russland
Hallo liebes Forum,
am kommenden Montag soll unsere kleine Tochter hier in Moskau das Licht der Welt erblicken. Die werdenden Eltern haben heute vom Arzt die Entscheidung mitbekommen, ob sie eine Impfung gegen Hepatitis B (innerhalb der ersten 8 Lebensstunden) und/oder Tuberkulose (innerhalb der ersten 72 Stunden) wünschen/zustimmen. Ich habe mich heute im Internet schlau gemacht und Informationen der Deutschen ständigen Impfkommission gefunden, wonach Hepatitis nur dann so zeitig gefordert wird wenn ein infizierter in der Familie lebt bzw. die Tuberkuloseimpfung gar nicht mehr empfohlen wird, da die Impfkomplikationen nicht von den positiven Schutzwirkungen aufgewogen werden. Nun ist das aber die deutsche Kommission bzw. das deutsche Web und die Gefährdungslage hier in Moskau doch eine andere. Das russische Web rät auch ehern ab, wobei es hier nur Laieninfos waren.
Ich würde einfach mal die Frage an alle jungen Mütter und Väter hier ins Forum stellen wollen was sie und wann sie ihren Kindern gegeben haben?
Ich selbst tendiere zurzeit noch dazu Wundstarrkrampf, Diphtherie, Keuchhusten, Kehldeckenentzündung, Kinderlähmung und Hepatitis B im 2ten Lebensmonat zu geben und die beiden russischen Impfungen auszulassen. Was meint Ihr dazu?
Danke für eure Erfahrungen,
rb
am kommenden Montag soll unsere kleine Tochter hier in Moskau das Licht der Welt erblicken. Die werdenden Eltern haben heute vom Arzt die Entscheidung mitbekommen, ob sie eine Impfung gegen Hepatitis B (innerhalb der ersten 8 Lebensstunden) und/oder Tuberkulose (innerhalb der ersten 72 Stunden) wünschen/zustimmen. Ich habe mich heute im Internet schlau gemacht und Informationen der Deutschen ständigen Impfkommission gefunden, wonach Hepatitis nur dann so zeitig gefordert wird wenn ein infizierter in der Familie lebt bzw. die Tuberkuloseimpfung gar nicht mehr empfohlen wird, da die Impfkomplikationen nicht von den positiven Schutzwirkungen aufgewogen werden. Nun ist das aber die deutsche Kommission bzw. das deutsche Web und die Gefährdungslage hier in Moskau doch eine andere. Das russische Web rät auch ehern ab, wobei es hier nur Laieninfos waren.
Ich würde einfach mal die Frage an alle jungen Mütter und Väter hier ins Forum stellen wollen was sie und wann sie ihren Kindern gegeben haben?
Ich selbst tendiere zurzeit noch dazu Wundstarrkrampf, Diphtherie, Keuchhusten, Kehldeckenentzündung, Kinderlähmung und Hepatitis B im 2ten Lebensmonat zu geben und die beiden russischen Impfungen auszulassen. Was meint Ihr dazu?
Danke für eure Erfahrungen,
rb
Re: Impfungen für Babys in Russland
Kürzlich drübergestolpert, hebt aber speziell auf Hepatitis B ab:
http://www.spiegel.de/reise/europa/0,15 ... 14,00.htmlReisen nach Moskau
Ärzte empfehlen Hepatitis-Impfung
-
m1009
Re: Impfungen für Babys in Russland
Hallo,
unsere Tochter ist bald 8 Monate. Geboren wurde sie in N.N./Russland.
Die ersten 2 Impfungen wurden im Geburtshaus durchgefuehrt (Hepatitis, Tuberkulose, russ. Impfstoff).
Mit 3 Monaten, 4,5 Monaten und 6 Monaten wurden unserer Kleinen, die empfohlenen Impfungen laut Impfpass gegeben, wieder Hepatitis plus Sechsfachimpfstoff Pentaxim (Keuchhusten, Diphtherie, Tetanus etc).
Bei den Impfungen ab dem 3 Monat haben wir uns fuer "Importware" entschieden, die nicht von der russ. Kasse uebernommen wird. Pro Impfung sind bei uns 2000 Rub faellig, das wiegt, unserer Meinung nach, aber die bessere Vertraeglichkeit des import Impfstoff wieder auf.
Wichtig ist noch, sollte man die "teure Ware" nehmen, immer auf ungeoeffnete Packungen mit den entsprechenden Verschlusssiegeln achten.
unsere Tochter ist bald 8 Monate. Geboren wurde sie in N.N./Russland.
Die ersten 2 Impfungen wurden im Geburtshaus durchgefuehrt (Hepatitis, Tuberkulose, russ. Impfstoff).
Mit 3 Monaten, 4,5 Monaten und 6 Monaten wurden unserer Kleinen, die empfohlenen Impfungen laut Impfpass gegeben, wieder Hepatitis plus Sechsfachimpfstoff Pentaxim (Keuchhusten, Diphtherie, Tetanus etc).
Bei den Impfungen ab dem 3 Monat haben wir uns fuer "Importware" entschieden, die nicht von der russ. Kasse uebernommen wird. Pro Impfung sind bei uns 2000 Rub faellig, das wiegt, unserer Meinung nach, aber die bessere Vertraeglichkeit des import Impfstoff wieder auf.
Wichtig ist noch, sollte man die "teure Ware" nehmen, immer auf ungeoeffnete Packungen mit den entsprechenden Verschlusssiegeln achten.
- bella_b33
- Ehrenmitglied

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- Wohnort: nahe Saransk/Mordowien
Re: Impfungen für Babys in Russland
ich muss bei uns mal fragen, ob es die Option mit importierten Impfstoffen gibt....
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
- Zejtnot
- Globaler Moderator

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- Wohnort: Sibirien, Sachsen
Re: Impfungen für Babys in Russland
Unserem Sohn haben wir keine Hepatitis B nach der Geburt gegeben und auch keine Tuberkulose. Wenige Stunden nach der Geburt wollte ich mein Kind nicht damit belästigen, und Hepatitis B hat uns auch unser deutscher Kinderarzt erst später empfohlen.
Tuberkulose werdet Ihr den Ärzten nur ausreden können, wenn Ihr wirklich davon überzeugt seid - uns ist es gelungen, aber die nerven einen da wirklich ungeheuer. Der Wirkstoff hilft nur in 40 % der Erkrankungen und schützt eigentlich nur vor den sehr seltenen tödlichen Krankheitsverläufen (aber selten vor der Erkrankung selbst). Dagegen sprechen aber die hohen Nebenwirkungen und das Problem, dass der Mantu-Test (Tuberkulose-Nachweis) nach einer solchen Impfung nur noch bedingt aussagekräftig ist.
Den Fünffach-Wirkstoff Pentaxim (Keuchhusten, Diphtherie, Tetanus etc). - m1009, es sind nur fünf, wie die fünf Ecken vom Pentagon - haben wir setzen lassen, auch sicherheitshalber Importware. Kostet hier 2500 Rubel.
Ich bin also auch kein kategorischer Gegner von Impfungen, aber in den ersten Stunden war es mir doch zu viel. Als Argument bei Tuberkulose hat mir übrigens geholfen: "Ist in Deutschland verboten und man lässt ihn dann eventuell nicht in den Kindergarten!" Ist zwar Blödsinn, aber danach wurden wir wenigstens nicht mehr genervt.
Wieso wisst Ihr eigentlich, dass das Kind genau am Wochenende kommt? Unser hat sich nach dem Plantermin noch sehr viel Zeit gelassen ...
(Wenn ich schon dabei bin: Lasst Euch nicht überreden, die Geburt vor der 41. Woche einzuleiten. Ich kenne viele Fälle, wo dabei mehr Schaden als Nutzen angerichtet wurde, vor allem in Russland. Uns wurden Horrormärchen erzählt, wie im Ultraschall sähe man, dass das Kind schon seit Wochen nicht mehr wachse, bla bla. Am Ende kam er kerngesund in der 42. Woche - und die Messwerte vom vorherigen Ultraschall waren einfach grundlegend falsch.)
Tuberkulose werdet Ihr den Ärzten nur ausreden können, wenn Ihr wirklich davon überzeugt seid - uns ist es gelungen, aber die nerven einen da wirklich ungeheuer. Der Wirkstoff hilft nur in 40 % der Erkrankungen und schützt eigentlich nur vor den sehr seltenen tödlichen Krankheitsverläufen (aber selten vor der Erkrankung selbst). Dagegen sprechen aber die hohen Nebenwirkungen und das Problem, dass der Mantu-Test (Tuberkulose-Nachweis) nach einer solchen Impfung nur noch bedingt aussagekräftig ist.
Den Fünffach-Wirkstoff Pentaxim (Keuchhusten, Diphtherie, Tetanus etc). - m1009, es sind nur fünf, wie die fünf Ecken vom Pentagon - haben wir setzen lassen, auch sicherheitshalber Importware. Kostet hier 2500 Rubel.
Ich bin also auch kein kategorischer Gegner von Impfungen, aber in den ersten Stunden war es mir doch zu viel. Als Argument bei Tuberkulose hat mir übrigens geholfen: "Ist in Deutschland verboten und man lässt ihn dann eventuell nicht in den Kindergarten!" Ist zwar Blödsinn, aber danach wurden wir wenigstens nicht mehr genervt.
Wieso wisst Ihr eigentlich, dass das Kind genau am Wochenende kommt? Unser hat sich nach dem Plantermin noch sehr viel Zeit gelassen ...
(Wenn ich schon dabei bin: Lasst Euch nicht überreden, die Geburt vor der 41. Woche einzuleiten. Ich kenne viele Fälle, wo dabei mehr Schaden als Nutzen angerichtet wurde, vor allem in Russland. Uns wurden Horrormärchen erzählt, wie im Ultraschall sähe man, dass das Kind schon seit Wochen nicht mehr wachse, bla bla. Am Ende kam er kerngesund in der 42. Woche - und die Messwerte vom vorherigen Ultraschall waren einfach grundlegend falsch.)
- Zejtnot
- Globaler Moderator

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- Registriert: 30 Jun 2006, 11:25
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Re: Impfungen für Babys in Russland
Da Eile geboten ist: Manuchka aus dem Forum ist ähnlich vorgegangen. Zunächst keine Impfungen, später dann die Importimpfungen beim deutschen Botschaftsarzt in Moskau.
- bella_b33
- Ehrenmitglied

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- Wohnort: nahe Saransk/Mordowien
Re: Impfungen für Babys in Russland
Schade, die Option mit dem Botschaftsarzt ist für uns gute 600km zu weit westlich :(. Die Regeln, die man hier allein schon in der Schwangerschaft befolgen MUSS sind schon für einen Mitteleuropäer eigenartig. Diät, nicht viel trinken usw......
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
Re: Impfungen für Babys in Russland
Ich hatte schon mal auf das Thema geantwortet, aber leider war die Internetverbindung zu schlecht, ich konnte den Text nicht abschicken.
Lasst euch nach Möglichkeit NICHT die Impfungen in der Geburtsklinik aufschwatzen. Das sind ziemliche Hammer, das Kind hat am Anfang sowieso genug mit dem Eingewöhnen zu tun. Ich musste nur einen Wisch unterschreiben, dass ich verzichte, musste das dann später in der Kinderpoliklink noch mal tun, aber diese beiden Impfungen wollte ich auf keinen Fall. Spätere Impfungen haben wir mitgemacht, aber auch erst später, als der deutsche und russische Impfkalender vorschreiben. Man kann auch bei russischen Ärzten spritzen lassen, wenn kein deutscher Arzt in der Nähe ist, ich würde dann aber trotzdem ausländischen Impfstoff selber kaufen, nicht den "staatlichen" nutzen.
Wenn sie euch aber in der Geburtsklinik eine Vitamin K-Prophylaxe anbieten (wird gleich nach der Geburt gespritzt) - das wäre sinnvoll!
bella, man muss die Regeln nicht zwangsläufig befolgen... man hat ja auch als erstmalig werdende Eltern noch einen gesunden Menschenverstand. Wenn die Beine schwellen und so, dann sollte man das Trinken etwas einschränken, aber sonst nicht. Diät hat die Kinderärztin in der Poliklinik mir nach der Entbindung verdonnern wollen, weil unser Mädchen ein paar Pickelchen hatte, aber da hätte ich gleich mit dem Stillen aufhören können, wenn ich mich daran gehalten hätte, und Pickelchen kriegen die Kleinen fast alle, ohne dass es gleich eine Allergie auf Mamas Essen sein muss.
Lasst euch nach Möglichkeit NICHT die Impfungen in der Geburtsklinik aufschwatzen. Das sind ziemliche Hammer, das Kind hat am Anfang sowieso genug mit dem Eingewöhnen zu tun. Ich musste nur einen Wisch unterschreiben, dass ich verzichte, musste das dann später in der Kinderpoliklink noch mal tun, aber diese beiden Impfungen wollte ich auf keinen Fall. Spätere Impfungen haben wir mitgemacht, aber auch erst später, als der deutsche und russische Impfkalender vorschreiben. Man kann auch bei russischen Ärzten spritzen lassen, wenn kein deutscher Arzt in der Nähe ist, ich würde dann aber trotzdem ausländischen Impfstoff selber kaufen, nicht den "staatlichen" nutzen.
Wenn sie euch aber in der Geburtsklinik eine Vitamin K-Prophylaxe anbieten (wird gleich nach der Geburt gespritzt) - das wäre sinnvoll!
bella, man muss die Regeln nicht zwangsläufig befolgen... man hat ja auch als erstmalig werdende Eltern noch einen gesunden Menschenverstand. Wenn die Beine schwellen und so, dann sollte man das Trinken etwas einschränken, aber sonst nicht. Diät hat die Kinderärztin in der Poliklinik mir nach der Entbindung verdonnern wollen, weil unser Mädchen ein paar Pickelchen hatte, aber da hätte ich gleich mit dem Stillen aufhören können, wenn ich mich daran gehalten hätte, und Pickelchen kriegen die Kleinen fast alle, ohne dass es gleich eine Allergie auf Mamas Essen sein muss.
Du erntest, was du säst.
- bella_b33
- Ehrenmitglied

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- Registriert: 27 Apr 2008, 06:24
- Wohnort: nahe Saransk/Mordowien
Re: Impfungen für Babys in Russland
Jaja, die lieben Pickelchen.....Mama darf absolut nichts Süßes Essen sonst bekommt das Kleine Pickelchen
(wird bei uns jedenfalls so verbreitet, ob da wirklich was dran ist, ich weiß es nicht). Man ist bei uns schon extremst störrisch von der ärztlichen Seite her. Ende letzter Woche kam dann: "Wenn Sie keine Diät machen, dann lassen wir sie ins Krankenhaus einweisen".....nun gut, den Wisch werden die Leute dann in 4 Teilen wieder auf Ihren Tisch bekommen, ist ja nicht so, daß meine Frau jetzt jenseits der 80kg wiegen würde.
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- Zejtnot
- Globaler Moderator

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- Registriert: 30 Jun 2006, 11:25
- Wohnort: Sibirien, Sachsen
Re: Impfungen für Babys in Russland
Ach so, ich würde mich auch gegen die Augentropfen sträuben, die sie den Kleinen in die Augen tropfen, nach der Geburt. Wir kennen mehrere Paare, wodurch es dadurch zu Nachbehandlungen kam. Den Sinn der Tropfen kann ich nicht nachvollziehen - in Europa macht man das wohl schon seit Jahrzehnten nicht mehr.
Manu, wozu soll Vitamin K gut sein?
Silvio, wir haben auch brav alle Regeln der Ärzte befolgt - aber nur, wenn sie danach gefragt haben. Also in Wirklichkeit natürlich nicht. Ist einfach entspannter, als sich mit denen rumzustreiten. (Können ja eh nicht prüfen, wieviel man trinkt und was man isst.)
Manu, wozu soll Vitamin K gut sein?
Silvio, wir haben auch brav alle Regeln der Ärzte befolgt - aber nur, wenn sie danach gefragt haben. Also in Wirklichkeit natürlich nicht. Ist einfach entspannter, als sich mit denen rumzustreiten. (Können ja eh nicht prüfen, wieviel man trinkt und was man isst.)


