arghmage hat geschrieben:Ich sage nicht, daß da jemand verhungern würde (obwohl es bei einigen schon dünne wird). Ich meine nur, daß die Tafeln am eigentlichen Problem vorbeigehen, das ist ein soziales Feigenblatt und mehr nicht.
Unsere Gesellschaft richtet sich auf ein Leben mit den Tafeln ein und so kann es auf Dauer nicht sein.
Was heisst denn dann "richtet sich auf ein Leben mit den Tafeln ein"?
Entweder es reicht auch ohne Tafeln, so dass niemand verhungert. Dann ist dem zahlenden Teil der Gesellschaft doch kein Vorwurf zu machen, dass sie dem anderen Teil ZUSÄTZLICH auch noch diese Möglichkeit bietet.
Aber du hast Recht, viele planen mit dem Geld, was sie durch die Tafel "sparen", andere Dinge ein, die sonst nicht drin wären (und wenns "nur" die Klassenfahrt für die Tochter ist, kenne ich aus dem Bekanntenkreis). Und der Staat ist fein raus, weil er Kohle spart.
Welche Kohle "spart" der Staat?
Wir haben doch oben festgestellt, dass es auch ohne Tafel "reichen" würde. Also muss mehr Geld nicht sein.
Wenn der böse Staat jetzt bei den Besuchern der Tafel die Bezüge kürzen würde... dann könnte ich es ja noch nachvollziehen.
Klassenfahrten werden i.A. extra gezahlt:
http://www.schullandheim.de/service/tip ... 041005.pdf
Und alle anderen Dinge "sind dann eben nicht drin". Deshalb muss sich weder der Staat noch der Steuerzahler schämen.
Auch meine Töchter werden nicht gleichzeitig Musikunterricht, Sportverein, Tanzen und wassonstnoch haben können, auch wenn ich nicht soo schlecht verdiene.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)