heinz sagt aber auch die wahrheit, dort sind vorwiegend staatsbetriebe mit viel zu vielen überflüssigen angestellten (damit die offizielle arbeitslosigkeit schön bei 3,7 % bleibt) & veralteten technologien (man siehe sich nur die statistiken der grubenunglücke an), die im wettbewerb des weltmarkts auf keinen fall bestehen werden!
auch die noch immer noch zum großteil kollektivierten landwirtschaftsbetriebe müssen mit steuergeldern subventioniert werden, steuergelder von privaten unternehmen
ich selbst traf den generaldirektor der "Mrija" GmbH in der region um Konotop (Sums'ka oblast), er sprach selbst von "kleiner produktivität" (...) in diesem landwirtschaftsbetrieb
IST DAS EINE ZUKUNFT? BESCHEIDENER WOHLSTAND AUF KOSTEN ALLER UKRAINISCHER STEUERZAHLER?
die "faulen, vom westen bezahlten studenten" auf der strasse haben nur die sackgasse erkannt, in die die politik Janukowitsch führt, und haben sich für die harte, schmerzhafte transformation der wirtschaft mit ihren entbehrungen entschieden, die betriebe können sich der globalisierungswalze der weltwirtschaft nicht entkommen, wie alle anderen staaten, auch RUSSLAND nicht
die weltwirtschft fickt russland bereits jetzt in den a***, weil für sie russisches erdöl & erdgas bis zu 50% billiger ist als z.b. jenes in den OPEC staaten, der erdölexport stützt fast das gesamte wirtschaftswachstum russlands, ohne erdöl wurde die russische wirtschaft schätzungsweise nur so um die 2,1 % (mit schattenwirtschaft) wachsen, d.h. russland hat wenig verhandlungsspielraum gegenüber den abnehmerstaaten, denn der preis ist der einzige vorteil gegenüber den konkurrenten
daher ist die orientierung nach russland eine riskante zweifelhafte option, denn der "große bruder" hat selbst mit den wirtschaftlichen problemen der privatisierungsfrage zu kämpfen
ich verstehe ja, dass die leute in den gebieten der ostukraine ihre arbeitsplätze behalten wollen (würde ich ja auch wollen), das sind vorwiegend arbeitnehmer im fortgeschrittenen alter, die ihr leben nicht anders kennen und können (in der Sowjetunion ging es ihnen ja sehr gut), vergessen aber dabei die zukunft ihrer kinder, die im gegensatz zu ihnen ihr ganzes leben noch vor sich haben...
ich postete bereits in meinem anderen thread über die bildungspolitik in Sumy eine statistik, dass ca. 50% der studenten dort (und das liegt auch im bereich dieses sogenannten "industriellen wohlstandsgebietes") das land verlassen würden, hätten sie die möglichkeit dazu, und das ist fatal und stimmt mich sehr traurig, denn gut ausgebildete junge arbeitnehmer sind die zukunft eines landes, weil sie ein vielfaches der wirtschaftsleistung erbringen können, als es jetzt der fall ist
angesichts dieser situation MUSS ein ruck in der mentalität der bürger aller GUS staaten passieren, CHINA hat es bereits begriffen und ist dabei, die größte WIRTSCHAFTSWELTMACHT der erde zu werden, leider aber um jeden (sozialen) preis, schon heute lernen junge russen zwangsläufig chinesisch, um ein teil des chinesischen wirtschaftsbooms zu sein
das muss zu denken geben
wer auch immer der nächste präsident der Ukraine sein wird, er muss auf jeden fall sehr viel fingerspitzengefühl beweisen, um diese industriegebiete schrittweise zu reformieren, langsam aber dafür sozial, sei es auch dadurch, ältere arbeitnehmer in ihre wohlverdiente pension zu schicken oder jüngere umzuschulen in fachgebiete, die auf dem markt besonders gefragt sind, um die hohe arbeitnehmerzahl dort abzubauen
vor dieser verantwortung kann sich kein Putin, Juschtschenko oder Janukowitsch vorbeischwindeln
das land jetzt in 2 teile zerlegen zu wollen, empfinde ich übrigens als sehr reaktionär und löst die probleme in keinster weise, es macht alles nur noch komplizierter und schwieriger als es jetzt schon ist
was mich außerdem sehr befremdet, ist die tatsache, das sich ein russischer präsident in auslandswahlen (vorher und nacher) einmischen muss, das wäre ja so, als ob bundeskanzler schröder die österreichischen bundespräsidentenwahlen "beinflussen" würde
