Wenn Ihr mal gefragt hättet, hätte das sicher anders ausgesehen. Eine höfliche Bitte wird einem selten abgeschlagen. Aber wer lieber eingeschnappt stehen bleibt...Kultgrieche hat geschrieben:Und wie rücksichtsvoll erst im kinderfreundlichen Deutschland die Mitmenschen sind: Gestern mit meiner Frau und unseren beiden Kleinkindern inden vollen Naheverkehrszug eingestiegen. Sie die Tochter auf dem Arm, ich den Sohn. Wir durften die ganze Zeit stehen, weil die in der Demokratie aufgewachsenen Deutschen nicht die Bohne rücksichtsvoll waren und ihre Hintern nicht hochbekommen haben, um uns mit den Kindern die Plätze anzubieten.
Russische Bürger und eigene Meinung: Diktatur-Nachwirkungen
-
pippie
Re: Russische Bürger und eigene Meinung: Diktatur-Nachwirkun
- CSB_Wolf
- Zar/iza

- Beiträge: 2626
- Registriert: 26 Mär 2005, 00:06
- Wohnort: Sued Deutschland - nicht Bayern und nicht mehr in Moskau bei meiner Frau. Das hat sich erledigt.
- Kontaktdaten:
Re: Russische Bürger und eigene Meinung: Diktatur-Nachwirkun
Deutschland ist nicht mehr das Deutschland das es einmal war. Es ist fast nur noch eine Ellenbogengesellschaft. Die Rücksichslosigkeit nimmt immer mehr zu.
Gruss
wolf
Gruss
wolf
- Sibirier
- Ehrenmitglied

- Beiträge: 5784
- Registriert: 24 Mär 2004, 17:25
- Wohnort: Ermolino Kalushskaya Oblast
Re: Russische Bürger und eigene Meinung: Diktatur-Nachwirkun
Also pippie....bei so etwas braucht man in Russland nicht fragen, da wird der Platz "aufgedrängelt".....pippie hat geschrieben:Wenn Ihr mal gefragt hättet, hätte das sicher anders ausgesehen. Eine höfliche Bitte wird einem selten abgeschlagen. Aber wer lieber eingeschnappt stehen bleibt...
Ich meine es ist schon traurig, dass letzte oder vorletzte Woche per Gesetz festgeschrieben werden musste, dass Kinderlärm in Kindergärten oder auf Kinderspielplätzen nicht unter "Lärm" einzuordnen ist und daher deswegen nicht mehr geklagt werden kann......
Nun denke ich aber auch, dass was Kultgrieche in dem Zug erlebt hat, war wohl ein Einzelfall und ich kann mir auch vorstellen, dass so etwas in Russland manchmal gibt.....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
-
pippie
Re: Russische Bürger und eigene Meinung: Diktatur-Nachwirkun
Das stimmt, aber in Russland wird man auch nach wie vor aller Nase lang darauf per Lautsprecher hingewiesen. Das wäre vielleicht mal ne gute Idee für deutsche Züge.Sibirier hat geschrieben:Also pippie....bei so etwas braucht man in Russland nicht fragen, da wird der Platz "aufgedrängelt".....pippie hat geschrieben:Wenn Ihr mal gefragt hättet, hätte das sicher anders ausgesehen. Eine höfliche Bitte wird einem selten abgeschlagen. Aber wer lieber eingeschnappt stehen bleibt...
Aber lieber im deutschen Zug mit Kind stehen, als auf Russlands Fußgängerüberwegen überfahren zu werden.
Stimmt dass das traurig ist, aber gut ist, dass es gemacht wurde und dass sich jetzt JEDER dran halten muß.Sibirier hat geschrieben:Ich meine es ist schon traurig, dass letzte oder vorletzte Woche per Gesetz festgeschrieben werden musste, dass Kinderlärm in Kindergärten oder auf Kinderspielplätzen nicht unter "Lärm" einzuordnen ist und daher deswegen nicht mehr geklagt werden kann......
So ist das.Sibirier hat geschrieben:Nun denke ich aber auch, dass was Kultgrieche in dem Zug erlebt hat, war wohl ein Einzelfall und ich kann mir auch vorstellen, dass so etwas in Russland manchmal gibt.....
- Kultgrieche
- Zar/iza

- Beiträge: 1292
- Registriert: 14 Jan 2005, 09:29
- Wohnort: Wiesbaden
Re: Russische Bürger und eigene Meinung: Diktatur-Nachwirkun
Am besten ist es doch in D., wenn sich Wenig-Behinderte mit Viel-Behinderten streiten: Letztens im Stadtbus in Wiesbaden, Platz hinter Busfahrer ist ja für Behinderte reserviert. Saß dort ein Opa, kam 'n anderer an. "Ich bin behindert, lassen Sie mich bitte auf den Platz" - "Ich bin aber auch behindert." - "Aber ich habe 70% Behinderung und bleibe sitzen." - "Ich aber habe 80% Behinderung und möchte dorthin".
Weit und breit viele freie Plätze, aber das Greisengekeife musste eben unbedingtsein....
Weit und breit viele freie Plätze, aber das Greisengekeife musste eben unbedingtsein....
"Eines der zentralen Probleme heutzutage ist, dass die Politik so eine Schande ist. Gute Menschen gehen nicht in die Politik." (Donald Trump)
-
pippie
Re: Russische Bürger und eigene Meinung: Diktatur-Nachwirkun
Ist doch schön, wenn unsere Rentner sonst keine Probleme haben...Kultgrieche hat geschrieben:Am besten ist es doch in D., wenn sich Wenig-Behinderte mit Viel-Behinderten streiten: Letztens im Stadtbus in Wiesbaden, Platz hinter Busfahrer ist ja für Behinderte reserviert. Saß dort ein Opa, kam 'n anderer an. "Ich bin behindert, lassen Sie mich bitte auf den Platz" - "Ich bin aber auch behindert." - "Aber ich habe 70% Behinderung und bleibe sitzen." - "Ich aber habe 80% Behinderung und möchte dorthin".
Weit und breit viele freie Plätze, aber das Greisengekeife musste eben unbedingtsein....
Re: Russische Bürger und eigene Meinung: Diktatur-Nachwirkun
In den Karlsruher Straßenbahnen wurde vor ein paar Jahren die Durchsage: "Bitte machen sie Platz für Mobilitätseingeschränkte" eingeführt. Der Begriff hört sich so künstlich und politisch korrekt an, dass es am Anfang immer Gelächter in der Bahn und Diskussionen auf den Leserbriefseiten gab. Im Prinzip ist man ja schon als Nicht-Automobil-Besitzer mobilitätseingeschränkt... Es gab dann bald noch eine zweite Version, in der Art "Bitte machen sie Platz für diejenigen, die ihn nötiger brauchen"pippie hat geschrieben:Das stimmt, aber in Russland wird man auch nach wie vor aller Nase lang darauf per Lautsprecher hingewiesen. Das wäre vielleicht mal ne gute Idee für deutsche Züge.Sibirier hat geschrieben:Also pippie....bei so etwas braucht man in Russland nicht fragen, da wird der Platz "aufgedrängelt".....pippie hat geschrieben:Wenn Ihr mal gefragt hättet, hätte das sicher anders ausgesehen. Eine höfliche Bitte wird einem selten abgeschlagen. Aber wer lieber eingeschnappt stehen bleibt...
Re: Russische Bürger und eigene Meinung: Diktatur-Nachwirkun
Hoffentlich kriegt das keiner unserer regelwütigen Politversager spitz, sonst steht bald "nur für Schwerbehinderte mit GdB>XX%" an den Sitzen.Kultgrieche hat geschrieben:Am besten ist es doch in D., wenn sich Wenig-Behinderte mit Viel-Behinderten streiten: Letztens im Stadtbus in Wiesbaden, Platz hinter Busfahrer ist ja für Behinderte reserviert. Saß dort ein Opa, kam 'n anderer an. "Ich bin behindert, lassen Sie mich bitte auf den Platz" - "Ich bin aber auch behindert." - "Aber ich habe 70% Behinderung und bleibe sitzen." - "Ich aber habe 80% Behinderung und möchte dorthin".
Weit und breit viele freie Plätze, aber das Greisengekeife musste eben unbedingtsein....
Re: Russische Bürger und eigene Meinung: Diktatur-Nachwirkun
Ich musste laut lachen. Total lustig. Schade, dass das keiner gefilmt hat.Kultgrieche hat geschrieben:Letztens im Stadtbus in Wiesbaden, Platz hinter Busfahrer ist ja für Behinderte reserviert. Saß dort ein Opa, kam 'n anderer an. "Ich bin behindert, lassen Sie mich bitte auf den Platz" - "Ich bin aber auch behindert." - "Aber ich habe 70% Behinderung und bleibe sitzen." - "Ich aber habe 80% Behinderung und möchte dorthin".
Trotzdem:CSB_Wolf hat geschrieben:Deutschland ist nicht mehr das Deutschland das es einmal war. Es ist fast nur noch eine Ellenbogengesellschaft. Die Rücksichslosigkeit nimmt immer mehr zu.
Es könnte sein, dass in wohlhabenden Ländern wie Deutschland die Menschen mehr Rücksicht aufeinander nehmen, weil sie die „Muße“ und Zeit dazu haben. In ärmeren Ländern wie Russland ist die Rücksicht geringer, weil der tägliche „Überlebenskampf“ ausgeprägter ist. Die Menschen denken dann eher nur an sich.
Ich weiß aber nicht, ob sich meine Annahme verallgemeinern und auf andere Staaten übertragen lässt.
-
pippie
Re: Russische Bürger und eigene Meinung: Diktatur-Nachwirkun
Ich denke, dass nicht die, die den "Überlebenskampf" führen, grundsätzlich ein Problem mit der Achtung vor dem Anderen und der Rücksichtnahme haben, sondern das Problem besteht eher im schlechten Vorbild derer, die das Sagen in diesen Ländern haben. Wenn die Gesellschaft so strukturiert ist, dass es den Skrupellosesten am Besten geht und Moral nur hinderlich beim beruflichen Aufstieg ist, was soll dabei rauskommen?Roland hat geschrieben: Es könnte sein, dass in wohlhabenden Ländern wie Deutschland die Menschen mehr Rücksicht aufeinander nehmen, weil sie die „Muße“ und Zeit dazu haben. In ärmeren Ländern wie Russland ist die Rücksicht geringer, weil der tägliche „Überlebenskampf“ ausgeprägter ist. Die Menschen denken dann eher nur an sich.
Ich weiß aber nicht, ob sich meine Annahme verallgemeinern und auf andere Staaten übertragen lässt.
"Der Fisch fängt beim Kopf an, zu stinken" - osteuropäisches Sprichwort.
