Deutschland: Reich oder nicht?

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Dietrich
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Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Beitrag von Dietrich »

Ein wenig sollte man aber schon seinen Beruf und die Gegend in der man in D wohnt unter einen Hut bringen.
Ich ziehe als Informatiker ja auch nicht auf die Hallig Hooge und verlange dann, dass sich dort gefälligst Firmen anzusiedeln haben, die mich zu ordentlichem Lohn beschäftigen.
Als ich von Moskau zurück nach D gegangen bin, habe ich mich auch nicht nur in einer Stadt beworben und wäre wohl sogar in die Schweiz gegangen, wenn es in D nicht geklappt hätte. Wobei ich aber mit der Kombination Informatik, BWL und SAP auch keine echten Probleme hatte...
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Jochen
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Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Beitrag von Jochen »

Das ist korrekt! Ich kann nicht in Hamburg Bergbautechnik studieren und mich dann wundern, wieso es keine Arbeit gibt. Und ein Studium nimmt man ja nicht unter der Prämisse auf: Hilfe, ich bekomme danach keinen Job!
Plenken ist eine seltsame Sache . Es machen seltsame Leute , die große Angst haben , dass ihre Satzzeichen übersehen werden oder stolz darauf sind , überhaupt welche zu verwenden . Daher trennen sie dieses stets mit einem Leerzeichen vom Wort .
pippie

Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Beitrag von pippie »

Das ist hier nicht der Fall. Ich erinnere gern nochmal an das Beispiel von Zeppelin und am meinen Beitrag vom Do 16. Jun 2011, 13:28
"Kaum einer studiert heute noch reines BWL-im Hauptstudium erfolgt meist eine Spezialisierung. An der FH sogar mit Praktikum in diesem Bereich. Und wenn man die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt der letzten Jahre so betrachtet hat, hätte die Spezialisierung z.Bsp.in Richtung Personal eigentlich nicht nach einer Sackgasse ausgesehen."
Meine Tochter bewirbt sich übrigens bis runter nach Augsburg und bekommt nur Absagen. Wenn du also einen Job als Personalassistent hast, nur her damit. Zum Personalreferenten wird sie sich dann schon hocharbeiten. Sie würde sogar für 30 000 Euro arbeiten und umziehen und und und...
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arghmage
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Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Beitrag von arghmage »

Jochen hat geschrieben:Das ist korrekt! Ich kann nicht in Hamburg Bergbautechnik studieren und mich dann wundern, wieso es keine Arbeit gibt. Und ein Studium nimmt man ja nicht unter der Prämisse auf: Hilfe, ich bekomme danach keinen Job!
Da wirds aber schon am Studiengang scheitern, den es wohl in HH nicht geben wird ;)
Und wenn man es wirklich versuchen will mit Arbeit, könnte man evtl. auch im Tiefbau/Maschinenbau unterkommen.

Aber ich kenne auch einige Arbeitslose (aus dem Osten), die nun schon über 20 Jahre warten, daß die Arbeit endlich zu ihnen kommt. Viele haben halt auch resigniert bzw. sich mit HIV arrangiert. Und immer, wenn ich mal da bin, wird geklagt, daß man doch keine Arbeit findet ... mittlerweile sind die Kinder fast aus der Schule und auch die kennen eigentlich nur "Armut" (wobei man so natürlich auch durchs Leben kommt), hoffentlich machen die es mal besser als ihre Eltern.
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Dietrich
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Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Beitrag von Dietrich »

arghmage hat geschrieben:Aber ich kenne auch einige Arbeitslose (aus dem Osten), die nun schon über 20 Jahre warten, daß die Arbeit endlich zu ihnen kommt. Viele haben halt auch resigniert bzw. sich mit HIV arrangiert. Und immer, wenn ich mal da bin, wird geklagt, daß man doch keine Arbeit findet ... mittlerweile sind die Kinder fast aus der Schule und auch die kennen eigentlich nur "Armut" (wobei man so natürlich auch durchs Leben kommt), hoffentlich machen die es mal besser als ihre Eltern.
Wieviele Umzüge haben die bereits hinter sich?
Welche speziellen neuen Fähigkeiten haben sie sich (im Selbststudium?) in diesen 20 Jahren angeeignet?
Wenigstens ein paar Fremdsprachen in den Jahren gelernt?

Oder bewerben sie sich immer noch auf im gleichen Ort, in dem sie zufällig gebohren sind auf den gleich Beruf, den sie mehr oder weniger zufällig irgendwann mal gelernt haben?

Aber heute kann man eben auch 20 Jahre so über die Runden kommen..... zumindest in D.
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bella_b33
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Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Beitrag von bella_b33 »

arghmage hat geschrieben: Aber ich kenne auch einige Arbeitslose (aus dem Osten), die nun schon über 20 Jahre warten, daß die Arbeit endlich zu ihnen kommt. Viele haben halt auch resigniert bzw. sich mit HIV arrangiert. Und immer, wenn ich mal da bin, wird geklagt, daß man doch keine Arbeit findet ... mittlerweile sind die Kinder fast aus der Schule und auch die kennen eigentlich nur "Armut" (wobei man so natürlich auch durchs Leben kommt), hoffentlich machen die es mal besser als ihre Eltern.
Kenn ich auch so, von Denen, die nicht flexibel genug sein wollten. Man muss eben ein paar Mal den Standort wechseln, bis man DEN JOB findet :)
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
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Norbert
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Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Beitrag von Norbert »

Also über "zu faul zum Arbeiten" müssen wir hier wirklich nicht diskutieren. Ja, es gibt diese Fälle. Ja, es gibt auch Fälle, wo jemand zum Umzug bereit ist und dennoch nichts findet!

Und ich finde auch, dass dieser Drang der Wirtschaft zu Geringverdienerjobs sehr bedenklich ist. Wenn Schlecker nur noch 400-Euro-Jobber hat, wer soll dann in diesen recht teuren Läden einkaufen? Wenn die Berliner Zeitung 20 % Rendite will und das Niveau immer weiter herunterschrauben muss, wer soll sie dann noch lesen? Etc.

Also ich sehe es auch relativ kritisch, was läuft. Nur dieses "selbst Akademiker finden nichts" stört mich ein wenig!
pippie

Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Beitrag von pippie »

Stimmt, es müßte heißen, "besonders Akademiker" finden nichts. Handwerker mit Umzugsbereitschaft sind da wesentlich besser dran.
Aber wir haben ja jetzt den herbeigeredeten Aufschwung - da kann es ja nur besser werden.
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arghmage
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Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Beitrag von arghmage »

Dietrich hat geschrieben:Oder bewerben sie sich immer noch auf im gleichen Ort, in dem sie zufällig gebohren sind auf den gleich Beruf, den sie mehr oder weniger zufällig irgendwann mal gelernt haben?
So ist es, warten bis einem die ARGE einen passenden Job vorschlägt.
Aber heute kann man eben auch 20 Jahre so über die Runden kommen..... zumindest in D.
Einerseits gut, wenn man wirklich nix findet.
Andererseits schlecht, weil es eben auch fleißig ausgenutzt wird.
Norbert hat geschrieben:Also über "zu faul zum Arbeiten" müssen wir hier wirklich nicht diskutieren. Ja, es gibt diese Fälle. Ja, es gibt auch Fälle, wo jemand zum Umzug bereit ist und dennoch nichts findet!
Jo generalisieren kann man das freilich nicht.
Mit dem nichts finden wirds aber in Zukunft wohl noch mehr werden, das es ja tendenziell immer weniger Arbeit für immer mehr Menschen gibt. bessere Verteilung der Arbeit wäre mal angesagt. Stattdessen arbeiten die, die einen Job haben immer länger (ob es nun Wochenstunden sind oder das höhere Rentenalter).
Und ich finde auch, dass dieser Drang der Wirtschaft zu Geringverdienerjobs sehr bedenklich ist. Wenn Schlecker nur noch 400-Euro-Jobber hat, wer soll dann in diesen recht teuren Läden einkaufen? Wenn die Berliner Zeitung 20 % Rendite will und das Niveau immer weiter herunterschrauben muss, wer soll sie dann noch lesen? Etc.
Tja Produktionsjobs kann man ins Ausland verlagern, mit Verkauf/Service geht das dummerweise nicht, also muß man auf andere Art und weise sparen und das geht ja mit dem ganzen Agenda2010-Gedöns super (und es war mal nicht schwarz/Geld, die uns das eingebrockt haben).
Allein schon der Name 1-Euro-Job läßt mich immer irgendwie an Sklavenarbeit denken.
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andreask020361
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Re: Deutschland: Reich oder nicht?

Beitrag von andreask020361 »

ich glaube wir haben schon lange unseren zenit erlebt. Seit Jahren haben die deutschen weniger im endeffekt wie früher. Leisten konnten wir uns noch das Lebensniveau weil viele Gueter in Ländern produziert werden wo die Arbeitsbedingungen nur so zum himmel schreien und wo es keinen schutz etc gibt,wo kinder arbeit ok ist usw. Nur das wird nicht ewig so bleiben. Wir können nicht auf dauer besser leben wie unsere Partner , Nachbbarn. Entweder kommen sie die soziale Leiter nach oben oder wir runter. Das nächste damokleschwert über dtschl ist unsere Demographie. Um diese halbwegs zu kompensieren hat man die Schleusen nach Dtschl langsam geöffnet. Nur fragen muss man sich ,ist das so gewollt ,das fremde Kulturen in unser Land so einströmen. Im klaren heisst es das die Ausgaben noch grösser geworden sind aber Hilfe oder Verantwortung für die Gesellschaft können und wollen die Menschen nicht übernehmen. weiter hat sich auch in unserem Land die no Future mentalitaet der Jugend breit gemacht, die zu den Geiz ist Geil, und Party machen folgeric htig ergänzt wird. Pisa war nicht nur so ein ausrutscher. Ich kann nicht sagen das dtschl reich ist, ja den menschen geht es noch gut nur es geht ihnen nicht besser sondern langsam schlechter. Und mit der FDJ-Sekräterin als Kanzler haben wir überhaupt uns vergaloppiert ...
die Vergangenheit ist leichter zu deuten als die Zukunft
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