Nachteile Ausbürgerung Russland

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!
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harald63
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Re: Nachteile Ausbürgerung Russland

Beitrag von harald63 »

Willst Du jetzt, dass jemand hier alle sicherheitsrelevanten Firmen in Russland aufzählt, auf die sowas zutrifft?
Wenn die Frage so speziell wird, dann sollte der Betroffene sich erst einmal in seiner Heimat erkundigen, ob er als (Mit-)Inhaber der xyz OOO nicht die Staatsbürgerschaft ablegen dürfte. Und mit dieser Auskunft müsste er sich dann an die zuständigen Stellen hier wenden.
Jochen
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Re: Nachteile Ausbürgerung Russland

Beitrag von Jochen »

Nikolaus hat geschrieben:
manuchka hat geschrieben: Zejtnot nannte ja bereits einige Ausnahmen. Verstaendlicherweise gibt es aber viele Bereiche, wo die Besitzrechte von Auslaendern beschraenkt sind, insbesondere an Immobilien und Firmen, die in irgendeiner Weise von Russland als sicherheitsrelevant oder strategisch wichtig eingestuft worden sind.
Das ist doch aber jetzt ein sehr konstruierter Fall, der auf so gut wie keinen Ausländer zutrifft! Musst schon zugeben ;)
Und Russen werden auch nicht einfach so sicherheitsrelevante oder strategische Immobilien und und Firmen erwerben können.
Plenken ist eine seltsame Sache . Es machen seltsame Leute , die große Angst haben , dass ihre Satzzeichen übersehen werden oder stolz darauf sind , überhaupt welche zu verwenden . Daher trennen sie dieses stets mit einem Leerzeichen vom Wort .
Nikolaus
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Re: Nachteile Ausbürgerung Russland

Beitrag von Nikolaus »

harald63 hat geschrieben:Willst Du jetzt, dass jemand hier alle sicherheitsrelevanten Firmen in Russland aufzählt, auf die sowas zutrifft?
Was soll der Quatsch!?
Wenn die Frage so speziell wird, dann sollte der Betroffene sich erst einmal in seiner Heimat erkundigen, ob er als (Mit-)Inhaber der xyz OOO nicht die Staatsbürgerschaft ablegen dürfte. Und mit dieser Auskunft müsste er sich dann an die zuständigen Stellen hier wenden.
Gewiss.
Ich kenne selbst Deutsche, die in Russland geerbte Firmenanteile (ja, das gilt wohl sogar fuer (bestimmte?) Aktien) und Immobilien innerhalb einer festgelegten kurzen Frist verkaufen mussten. Den Preis bestimmt unter solchen Bedingungen natuerlich eher der Kaeufer ... :) Genauso gibt es fuer Immobilien oft Nutzungseinschraenkungen, die Auslaender ausschliessen ...
Natuerlich ist das nicht die Regel, aber offensichtlich nicht selten.
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Zejtnot
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Re: Nachteile Ausbürgerung Russland

Beitrag von Zejtnot »

Nikolaus hat geschrieben:Genauso gibt es fuer Immobilien oft Nutzungseinschraenkungen, die Auslaender ausschliessen ...
So lange es sich auf Wohnraum oder Grundbesitz in einer normalen Kommune (also nicht Grenznähe oder Flughafenanlagen, etc.) handelt, halte ich das für nahezu ausgeschlossen. Aber Du schreibst ja selbst - "selten".
Nikolaus
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Re: Nachteile Ausbürgerung Russland

Beitrag von Nikolaus »

Nur mal als Anregung, falls sich hier jemand zumindest ein wenig ernsthaft mit der Problematik beschaeftigen will ... :)
Zum Staatsangehoerigkeitsgesetz hat das BMI ja Anwendungsrichtlinien veroeffentlicht.
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downl ... cationFile
Und da kann man, neben einer Vielzahl anderer Ausnahmeregelungen, unter 12.1.2.5.1 auch finden, wie die Beamten, die ueber eine moegliche Mehrstaatigkeit entscheiden, wirtschaftliche und vermoegensrechtliche Nachteile einer Abgabe der vorhandenen Staatsangehoerigkeit bewerten sollen.
Z.B. findet man
"b) sich der Einbürgerungsbewerber gegenüber seinem Herkunftsstaat verpflichten muss, Rechte an Liegenschaften, die er im Her-kunftsstaat besitzt oder durch Erbfolge er-werben könnte, nach dem Ausscheiden aus der Staatsangehörigkeit ohne angemessene Entschädigung auf andere Personen zu übertragen oder deutlich unter Wert zu ver-äußern,
...
d) geschäftliche Beziehungen in den ausländi-schen Staat durch das Ausscheiden aus des-sen Staatsangehörigkeit konkret gefährdet wären"
Und weiter:
"Erheblich sind nur objektive Nachteile, die deutlich über das normale Maß hinausrei-chen. Wirtschaftliche oder vermögensrechtli-che Nachteile sind in der Regel erheblich, wenn sie ein durchschnittliches Bruttojah-reseinkommen des Einbürgerungsbewerbers übersteigen; wirtschaftliche Nachteile unter 10 225,84 Euro (umgerechnet von 20 000 DM) sind stets unerheblich"

Das soll nur noch einmal unterstreichen, dass die Fragestellung nicht trivial ist und nicht einfach nach "Gefuehl" abgeschmettert werden sollte.
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Zejtnot
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Re: Nachteile Ausbürgerung Russland

Beitrag von Zejtnot »

Nikolaus hat geschrieben:Das soll nur noch einmal unterstreichen, dass die Fragestellung nicht trivial ist und nicht einfach nach "Gefuehl" abgeschmettert werden sollte.
Ich glaube nicht, dass dies jemand wollte. Negativ ist hier einzig die sehr fordernde und in keiner Weise dankende Art und Weise des Fragestellers aufgefallen. Wir sind hier keine hochbezahlte Consultingfirma, sondern private Leute, die in Ihrer Freizeit ein Forum betreiben. Dies sollte der Fragesteller bei der Formulierung seiner Antworten vielleicht berücksichtigen. Wir helfen gern, aber als Antwort muss man nicht pampig werden, nur weil einem die Meinung der anderen nicht gefällt.
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Re: Nachteile Ausbürgerung Russland

Beitrag von harald63 »

Vor allem wenn man das Gefühl hat, es gibt da noch eine entscheidende Information, die der Fragesteller nicht rausrückt. Ich habe das Gefühl, wir antworten jetzt noch ein paar mal "Im allgemeinen kein Problem", er sagt dann "Aber wie ist es im speziellen?" und irgendwann mal, wenn alle keine Lust mehr haben, rückt er damit raus, dass es um die Tochter Putins geht oder die Dame Hauptaktionärin von Norilsk ist oder irgend sowas :lol:
Jochen
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Re: Nachteile Ausbürgerung Russland

Beitrag von Jochen »

Nikolaus hat geschrieben: Z.B. findet man
"b) sich der Einbürgerungsbewerber gegenüber seinem Herkunftsstaat verpflichten muss, Rechte an Liegenschaften, die er im Her-kunftsstaat besitzt oder durch Erbfolge er-werben könnte, nach dem Ausscheiden aus der Staatsangehörigkeit ohne angemessene Entschädigung auf andere Personen zu übertragen oder deutlich unter Wert zu ver-äußern,
...
d) geschäftliche Beziehungen in den ausländi-schen Staat durch das Ausscheiden aus des-sen Staatsangehörigkeit konkret gefährdet wären"
Und weiter:
"Erheblich sind nur objektive Nachteile, die deutlich über das normale Maß hinausrei-chen. Wirtschaftliche oder vermögensrechtli-che Nachteile sind in der Regel erheblich, wenn sie ein durchschnittliches Bruttojah-reseinkommen des Einbürgerungsbewerbers übersteigen; wirtschaftliche Nachteile unter 10 225,84 Euro (umgerechnet von 20 000 DM) sind stets unerheblich"
Entschuldige, aber das ist doch wieder reichlich konstruiert! Russland ist nicht Nazi-Deutschland. Die beiden zitierten Punkte werden auf keinen Fall durch das russische BGB legitimiert. Und wir reden ja im speziellen von Russland und nicht von Sierra Leone ;)
Plenken ist eine seltsame Sache . Es machen seltsame Leute , die große Angst haben , dass ihre Satzzeichen übersehen werden oder stolz darauf sind , überhaupt welche zu verwenden . Daher trennen sie dieses stets mit einem Leerzeichen vom Wort .
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Re: Nachteile Ausbürgerung Russland

Beitrag von Nikolaus »

Zejtnot hat geschrieben:
Nikolaus hat geschrieben:Das soll nur noch einmal unterstreichen, dass die Fragestellung nicht trivial ist und nicht einfach nach "Gefuehl" abgeschmettert werden sollte.
Ich glaube nicht, dass dies jemand wollte. ..
Ich auch nicht. :)

Meine triviale Antwort :) auf die Fragestellung waere eigentlich:
Wenn der Einbuergerungskandidat Immobilien und Firma in Russland hat, dann sollte er genau pruefen, ob er die deutsche Staatsangehoerigkeit unbedingt braucht. Es weiss niemand, wie sich die Bedingungen in Russland entwickeln, aber meist waren sie bisher guenstiger fuer eigene Buerger als fuer Auslaender. Warum wohl? :)
Wenn der Einbuergerungskandidat unbedingt Deutscher werden will, warum auch immer, dann sollte er von einem spezialisierten russischen Rechtsanwalt zunaechst pruefen lassen, ob sein vorhandenes oder in Erbfolge moegliches Eigentum speziellen Einschraenkungen unterliegt. Anschliessend sollte er in D pruefen, ob diese Einschraenkungen ausreichen, um im Rahmen der Ausnahmeregelungen die russische Staatsangehoerigkeit zu behalten.
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Zejtnot
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Re: Nachteile Ausbürgerung Russland

Beitrag von Zejtnot »

Ich kann mich an einen Fragesteller hier erinnern, der meinte, er verliere de facto seine russische Rente, wenn er sich einbürgern lasse. Und dies würde schon ausreichen, um den russische Staatsbürgerschaft nicht abzugeben. Da war dann die Rede von unfähigen Beamten und Klage und weiß der Teufel ... da hat man aber nie etwas von gehört. (Zumal man die russische Rente meiner Meinung nach auch nicht verliert, aber das hatten wir ja schon in einem anderen Thread.)
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