Unternehmenskultur / aktuelle Personalwirtschaft in RUS?
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Zeppelin
- Zar/iza

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Unternehmenskultur / aktuelle Personalwirtschaft in RUS?
Hallo Forum,
ich werfe mal eine Frage zur jüngeren Entwicklung in der russ. Wirtschaft in die Runde.
Speziell geht es mir dabei um die Frage, ob inzwischen von den dortigen Unternehmen auch qualifizierte Arbeitszeugnisse ausstellen, wenn Mitarbeiter/-innen Unternehmen verlassen.
In der Vergangenheit habe ich aus RUS stets nur Leute kennen gelernt, die lediglich über Ausbildungszeugnisse und ggf. ein "Arbeitsbuch" vorweisen konnten.
Daraus geht ja aber nicht hervor, welche tatsächlichen Erfahrungen und Qualifikationen diese Menschen in ihrer Biographie erworben haben.
Und dies kann eine ziemliche Hürde bei Bewerbungen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sein.
Zeichnet sich dabei inzwischen eine bessere Entwichlung in der Personalwirtschaft der russ. Unternehmen ab?
Vielen Dank,
Zeppelin
ich werfe mal eine Frage zur jüngeren Entwicklung in der russ. Wirtschaft in die Runde.
Speziell geht es mir dabei um die Frage, ob inzwischen von den dortigen Unternehmen auch qualifizierte Arbeitszeugnisse ausstellen, wenn Mitarbeiter/-innen Unternehmen verlassen.
In der Vergangenheit habe ich aus RUS stets nur Leute kennen gelernt, die lediglich über Ausbildungszeugnisse und ggf. ein "Arbeitsbuch" vorweisen konnten.
Daraus geht ja aber nicht hervor, welche tatsächlichen Erfahrungen und Qualifikationen diese Menschen in ihrer Biographie erworben haben.
Und dies kann eine ziemliche Hürde bei Bewerbungen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sein.
Zeichnet sich dabei inzwischen eine bessere Entwichlung in der Personalwirtschaft der russ. Unternehmen ab?
Vielen Dank,
Zeppelin
"Wir brauchen Bürokratie, um unsere Probleme zu lösen. Aber wenn wir sie erst haben, hindert sie uns, das zu tun, wofür wir sie brauchen." (Ralf Dahrendorf)
Re: Unternehmenskultur / aktuelle Personalwirtschaft in RUS?
Nein, es ist generell nicht üblich, ein Zeugnis auszustellen, es sei denn, der Arbeitnehmer bittet selbst drum. Da die meisten Arbeitnehmer aber selbst sowas nicht kennen (woher auch), werden sie a) nicht danach fragen, b) nicht wissen, wie sowas am besten auszusehen hat. Geläufiger sind da vielleicht noch Empfehlungsschreiben, aber auch da muss man erst mal jemanden finden, der einem eins (unter)schreibt, und wissen, was man da am besten reinschreibt. Ich habe mal einer russ. Kollegin empfohlen, sie soll sich vorm Firmenwechsel ein Zeugnis oder Empfehlungsschreiben geben lassen, am besten selbst den Entwurf machen - der war haarsträubend! "... hat als Manager für XY von .. bis ... gearbeitet" - viel mehr kam da nicht. Wie gesagt, man kennt das nicht. Viele kommen sowieso über die persönliche Empfehlung von irgendwelchen Bekannten an einen neuen Job, oder man gibt eine Referenz an, wo der potentielle neue Arbeitgeber dann selbst anruft und nachfragt.
Du erntest, was du säst.
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Zeppelin
- Zar/iza

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Re: Unternehmenskultur / aktuelle Personalwirtschaft in RUS?
Danke Manu,
das war auch meine Kenntnis über die Dinge.
Ich hatte nur gehofft, dass sich da langsam etwas tut.
das war auch meine Kenntnis über die Dinge.
Ich hatte nur gehofft, dass sich da langsam etwas tut.
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- zimdriver
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Re: Unternehmenskultur / aktuelle Personalwirtschaft in RUS?
Nein, auch ich kann das bestätigen. Das Einzige, was sichderzeit tut, sind wieder Vorkrisen- Verhältnisse, zumindest in Moskau, die sich in Jobhopping und überzogenen Gehaltsforderungen widerspiegeln.
Re: Unternehmenskultur / aktuelle Personalwirtschaft in RUS?
Schliesse mich der Aussage von Manu an. Man kennt es hier einfach nicht.
Ich musste nach meinem ersten Job hier CEO und CFO (beide Ausländer) fragen, ob sie mir ein Arbeitszeugnis ausstellen könnten. Weder meine direkten Vorgestzten noch die Personalabteilung wussten, wovon ich rede. Und das war bei einem europäischen Unternehmen.
Hat sich zum Glück mittlerweile geändert.
Ich musste nach meinem ersten Job hier CEO und CFO (beide Ausländer) fragen, ob sie mir ein Arbeitszeugnis ausstellen könnten. Weder meine direkten Vorgestzten noch die Personalabteilung wussten, wovon ich rede. Und das war bei einem europäischen Unternehmen.
Hat sich zum Glück mittlerweile geändert.
Re: Unternehmenskultur / aktuelle Personalwirtschaft in RUS?
Oder auch überzogene Angebote von quasi-Staatsunternehmen. Hab es jetzt schon dreimal erlebt, dass Freunden / Arbeitskollegen das Dreifache vom aktuellen Gehalt angeboten wurde. Und nach drei Monaten im neuen Job heulen sie dann: 'Ich will wieder zurück, ich halte dieses Chaos, diese Hierarchien, diesen Schwachfug nicht mehr aus'zimdriver hat geschrieben:... überzogenen Gehaltsforderungen widerspiegeln.
- Zejtnot
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Re: Unternehmenskultur / aktuelle Personalwirtschaft in RUS?
Sogar noch schlimmer als im Sommer 2008, zumindest hier in Novosibirsk. Firmen versuchen Leute abzuwerben mit Versprechen wie "statt Probezeit bekommen Sie ein Begrüßungsgeld von zwei Monatslöhnen extra". Ein Führungszeugnis braucht insofern kein Mensch - die Leute werden ja händeringend gesucht und "jeder" wird genommen, bei dem wenigstens die Studienrichtung halbwegs stimmt.zimdriver hat geschrieben:Das Einzige, was sichderzeit tut, sind wieder Vorkrisen- Verhältnisse, zumindest in Moskau, die sich in Jobhopping und überzogenen Gehaltsforderungen widerspiegeln.
Re: Unternehmenskultur / aktuelle Personalwirtschaft in RUS?
Habe heute hier gelesen, dass man überlegt, die Arbeitsbüchlein ab nächstes Jahr abzuschaffen - mit 10jähriger Übergangszeit für diejenigen, die "dran gewöhnt sind", damit sie mit dem Arbeitsbüchlein auch ihre Arbeitstätigkeit beenden können. Argument ist, dass der Arbeitsvertrag, nicht das Arbeitsbüchlein die Rechte der Arbeitnehmer schützt. Vielleicht finden dann auch Arbeitszeugnisse größere Verbreitung, denn nur das Arbeitsbüclein weist ja derzeit nach, wie lange man wo und als was gearbeitet hat.
Du erntest, was du säst.
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Zeppelin
- Zar/iza

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Re: Unternehmenskultur / aktuelle Personalwirtschaft in RUS?
Fern jeder ernsthaften Kenntnisse der russ. Sprache und über das russ. Rechtssystem ging ich bislang davon aus, dass diese "Arbeitsbüchlein" - ebenso wie einst in der DDR - vor allem eine Art Sozialversicherungsnachweis darstell(t)en.manuchka hat geschrieben: Vielleicht finden dann auch Arbeitszeugnisse größere Verbreitung, denn nur das Arbeitsbüclein weist ja derzeit nach, wie lange man wo und als was gearbeitet hat.
Um aber zum Durchbruch qualifizierter Arbeitszeugnisse in der russ. Wirtschaft zu gelangen, bedürfte es wohl eines entsprechenden Arbeitsgesetzes, welches eben auch die Möglichkeit umfassen müsste, ein solches einzuklagen.
Sonst hätte sich dies in der westlichen Wirtschaft wohl auch kaum durchgesetzt.
Ich hatte eigentlich etwas darauf gehofft, dass jüngere Betriebswirte/-innen, die in D, F, GB, USA ... studiert haben und nach RUS zurück gekehrt sind, langsam mal etwas von ihren hier erworbenen Kenntnissen und Erfahrungen zum Tragen bringen können und wollen.
Aber das ist wohl eine Illusion.
Wo käme man schließlich hin, wenn es zu einer Egalisierung im Wettbewerb käme?
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- Zar/iza

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Re: Unternehmenskultur / aktuelle Personalwirtschaft in RUS?
Es ist wohl auch das Problem, dass die "jungen Betriebswirte" in einer Hierachie eingebunden sind und sich an Vorgaben oritieren (halten) muessen. :(Zeppelin hat geschrieben:....
Ich hatte eigentlich etwas darauf gehofft, dass jüngere Betriebswirte/-innen, die in D, F, GB, USA ... studiert haben und nach RUS zurück gekehrt sind, langsam mal etwas von ihren hier erworbenen Kenntnissen und Erfahrungen zum Tragen bringen können und wollen.
Aber das ist wohl eine Illusion.Und es wäre wohl ein "zu harter" Schlag gegen die allgegenwärtige Korruption und Vetternwirtschaft in RUS.
Wo käme man schließlich hin, wenn es zu einer Egalisierung im Wettbewerb käme?
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