Erfahrungen mit den Vorbereitungen zur Heirat in Rußland

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!
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Mencey
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Re: Erfahrungen mit den Vorbereitungen zur Heirat in Rußland

Beitrag von Mencey »

Danke liebe Forenmitglieder für die schnelle Hilfe!
Ich habe eben von diesem Dokument aus dem Zags Nr4 erfahren und der Hin- und Her-Übersetzterei!
Ich melde mich bestimmt bei auftretenden Problemen bei Euch!
Gruß
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Mencey
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Re: Erfahrungen mit den Vorbereitungen zur Heirat in Rußland

Beitrag von Mencey »

@ manuchka oder an Alle:

Um ggf. Kosten für Hin- und Herübersetzen zu sparen, folgende Überlegungen:

Oft ist es ja üblich, daß der Partner in Rußland ist und man selber hier in Deutschland. Meine Frage:
Wo besteht denn der Unterschied, ob ich den Antrag auf Eheschliessung (Zajavlenie) in Moskau DIREKT ausfülle oder das ganze hier zusammen mit meiner Verlobten ausfülle??

1.Möglichkeit:
Ich habe viel Zeit und Geld und fliege z.B. im September nach Moskau. Ich habe meinen ORIGINAL-Reisepass (logisch!) , meine Meldebescheinigung und/oder EFZ mit Apostille dabei. Am besten noch ne Geburtsurkunde nebst Apostille.
Ich gehe zusammen auf das ZAGS Nr.4 in Moskau und wir beiden Heiratswilligen füllen diese Zajavlenie gemeinsam aus (meine Verlobte übersetzt mir alles vor Ort), dann unterschreiben wir die Zajavlenie gemeinsam und geben sie auf dem Standesamt ab.

2.Möglichkeit und auf diese bezieht sich auch meine Frage:
Meine Verlobte kommt im September zu mir nach Deutschland (ich brauch meinen Resturlaub ja noch für die Hochzeit in RU ;) ). Sie bringt mir diese Zajavlenie mit, wir füllen sie gemeinsam aus und ich gebe ihr meinen Reisepass in KOPIE, EFZ, Geburtsurkunde, etc.alles apostilliert,auf dem Rückflug mit und sie reicht es beim ZAGS 4 in Moskau ein...
Geht das evtl. auch auf diesem Umweg?? Dann könnte ich mir einiges an Übersetzerei und Apostilliererei nebst Kosten sparen??
Oder könnten da auch wieder irgendwelche Tücken der Bürokratie auf mich lauern, die ich vielleicht übersehen/ überlesen habe??
Vieln Dank für eure Antwort!
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manuchka
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Re: Erfahrungen mit den Vorbereitungen zur Heirat in Rußland

Beitrag von manuchka »

Zu 1.
Um die Übersetzung der Unterlagen kommst du nicht herum, weil das Standesamt diese Unterlagen in Kopie mit Übersetzungen für die Akten haben will.

Zu 2.
Deine Idee ist nicht schlecht, aber wird nicht funktionieren. Der Heiratsantrag wird gemeinsam eingereicht, deshalb sollen beide Heiratswillige beim ZAGS erscheinen und jeder auch eigenhändig seinen Teil des Antrags ausfüllen, nicht nur unterschreiben. Das ist eine höchstpersönliche Angelegenheit. Wenn deine Verlobte nun einen fertig ausgefüllten und unterschriebenen Antrag mitbringt, weiß kein Mensch sicher, dass du den auch wirklich ausgefüllt und unterschrieben hast. Das wird das ZAGS also nicht anerkennen.
Entweder macht man es also gemeinsam dort vor Ort und unterschreibt den ausgefüllten Antrag dann vor den Augen des Standesbeamten, oder wenn einer absolut nicht zum ZAGS kommen kann, geht er zum Notar und unterschreibt den ausgefüllten Antrag vor dem Notar. Der Notar stellt Kraft seines Amtest in beglaubigender Funktion die Identität fest. Ich weiß nicht, ob ein deutscher Notar dir deine Unterschrift auf dem in russischer Sprache ausgefüllten russischen Formular beglaubigen würde. Wenn er es täte, weiß ich wiederum nicht, ob das so in Russland anerkannt werden würde. Dort herrscht das Verständnis, dass alle notariell zu beglaubigenden Dokumente in der Landessprache des Notars vorliegen müssen, die beglaubigen nicht mal Kopien ausländischer Unterlagen, die sie selber kopiert haben!!! Nur mit Übersetzung. Deswegen die Forderung, dass zunächst das Formular ins Deutsche beglaubigt übersetzt wird, dann in deutscher Sprache ausgefüllt wird und vom dt. Notar beglaubigt wird - und alles wieder Retour.
Du könntest versuchen, den Antrag in einem russischen Konsulat beglaubigen zu lassen, dann würdest du dir die Übersetzerei sparen, aber das setzt voraus, dass du der SPrache soweit mächtig bist, dass du den Antrag verstehst und selbständig ausfüllen kannst.

Es gibt bei der Heiraterei bestimmte Formvorschriften, um die kommt man nicht herum. Man geht ja da nicht eben mal ein Paar Schuhe kaufen.

Eins fällt mir aber gerade noch ein. Wenn du nur einmal kommen willst, dann könnte man beim ZAGS den Antrag einreichen und mit Hinweis auf ein schon vorhandenes Rückflugticket (vorzeigen und Kopie auch mitbringen) und dringende berufliche Verpflichtungen ausnahmsweise ohne die 1-monatige Wartezeit in den nächsten Tagen gleich einen Heiratstermin erbitten. Das geht. Insbesondere dann, wenn ihr keinen begehrten Termin am Freitag oder Samstag wollt und wenn ihr vielleicht sogar auf eine "tolle Zeremonie" verzichtet (wir waren an einem Donnerstag früh da, haben einfach nur unterschrieben ohne Gäste, ohne weißes Kleid und Brautstrauß und ohne großes Tamtam und Hochzeitsmarsch usw.) Aber ich kann mir vorstellen, dass deine Verlobte doch "richtig" heiraten möchte :) aber auch das geht, wenn es wochentags mittendrin sein darf. Wie auch immer, wenn ihr so eine Variante versuchen wollt, sollte deine Verlobte aber vorher mal anfragen und die Situation schildern und um eine Ausnahme bitten, sich auch den Namen notieren, mit wem das besprochen wurde, damit man dann keine Abfuhr bekommt, wenn man tatsächlich da erscheint. Aber dann müsst ihr zu diesem Aufgebot alle Dokumente picobello dabei haben und bekommt dann einen relativ kurzfristigen Termin. Wenn man dafür noch Gäste, Feier usw. organisieren will, ist das wahrscheinlich dann doch keine so gute Lösung.
Du erntest, was du säst.
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Mencey
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Re: Erfahrungen mit den Vorbereitungen zur Heirat in Rußland

Beitrag von Mencey »

erstmal 1000Dank für die Antwort!!!!
Schade, daß man hier keine Blumensträuße versenden kann!!! :blumen2:
ohlibaer
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Re: Erfahrungen mit den Vorbereitungen zur Heirat in Rußland

Beitrag von ohlibaer »

Nein,

es ist definitiv nicht zwingend erforderlich, dass beide auf dem Standesamt erscheinen müssen. Es gibt auch die Möglichkeit, den Antrag daheim auszufüllen und die Unterschrift auf dem Antrag notariell beglaubigen zu lassen. Füllt man seinen Teil in deutsch aus und bemüht einen deutschen Notar, dann kommt natürlich noch die Apostille und die Übersetzung dazu. Ich hatte daher vorsichtshalber den Antrag bei einem russischen Notar beglaubigen lassen.
So hätten wir es jedenfalls gemacht, wenn ich wirklich noch das originale EFZ hätte apostillieren lassen müssen.
Zumindest war das die Ansage im ersten Standesamt. Wenn sich aber schon die Standesämter innerhalb einer Stadt nicht einig sind in Bezug auf die vorzulegenden Dokumente, dann kann es in anderen Städten natürlich auch ganz anders aussehen. Fragen kann also sicher nicht schaden, und evtl. gibt es ja auch etwas schriftliches vom jeweiligen Standesamt, auf das man sich ggf. berufen kann. Es kann auch nicht schaden, sich bei mehreren Standesämtern - sofern vorhanden - Informationen zu holen.
Cheers,

ohlibaer
matt83
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Re: Erfahrungen mit den Vorbereitungen zur Heirat in Rußland

Beitrag von matt83 »

Ich komme gerade ins Schwitzen:
wir haben unseren Termin morgen beim ZAGS 4, d.h. morgen findet die Trauung bereits statt (ohne großes drumherum). Ich bin heute wieder nach Russland eingereist und reise am Montag wieder ab. Muss ich morgen eine frische Registrierung dabei haben???
Wenn ja, dann haben wir ein Problem, wenn nein, dann Glück gehabt...
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Mencey
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Re: Erfahrungen mit den Vorbereitungen zur Heirat in Rußland

Beitrag von Mencey »

Mein letzter Kenntnisstand ist, dass man sich nur noch registrieren muß, wenn man länger als 7 Tage Aufenthalt in RU hat. Ich habe mich bei meiner letzten Reise (5 Tage) auch nicht registriert.
Viel Glück im Zags 4...das kommt auf mich in diesem jahr auch noch zu!!
Verrat mir eines, wenn du Zeit hast: Falls du deinen Reisepass schon vorab in beglaubigter Kopie und apostilliert zum Zags 4 geschickt hast, waren ALLE (also auch die leeren) Seiten kopiert??? ich war gestern bzwecks Beglaubigung bei einem Notar..er wußte aber auch nicht, wieviel man kopieren muß. Ich habe ihn mit den wichtigsten Seiten (Umschlag beidseitig, Identität und die letzten beiden Seiten) beauftragt, diese zu kopieren und apostillieren zu lassen...mal sehen, ob das reicht!?
Gruß nach Moskau!
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bella_b33
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Re: Erfahrungen mit den Vorbereitungen zur Heirat in Rußland

Beitrag von bella_b33 »

Ich kann mich leider an solch kleine Details nicht erinnern, denke aber NEIN! Man muss sich doch unter 7 Tagen jetzt nichtmehr registrieren, richtig?

Alles Gute für die Traung Euch Beiden!

Gruß
Silvio
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
matt83
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Re: Erfahrungen mit den Vorbereitungen zur Heirat in Rußland

Beitrag von matt83 »

Mencey hat geschrieben:Mein letzter Kenntnisstand ist, dass man sich nur noch registrieren muß, wenn man länger als 7 Tage Aufenthalt in RU hat. Ich habe mich bei meiner letzten Reise (5 Tage) auch nicht registriert.
Ja, das war auch mein letzter Kenntnisstand, ok - dann sollte das ja klappen morgen.
Mencey hat geschrieben: Verrat mir eines, wenn du Zeit hast: Falls du deinen Reisepass schon vorab in beglaubigter Kopie und apostilliert zum Zags 4 geschickt hast, waren ALLE (also auch die leeren) Seiten kopiert??? ich war gestern bzwecks Beglaubigung bei einem Notar..er wußte aber auch nicht, wieviel man kopieren muß. Ich habe ihn mit den wichtigsten Seiten (Umschlag beidseitig, Identität und die letzten beiden Seiten) beauftragt, diese zu kopieren und apostillieren zu lassen...mal sehen, ob das reicht!?
Bei mir haben die ersten beiden Seiten gereicht, also die Seite mit dem Passbild sowie dem Wohnort und die zweite Seite mit dem Stempel des Bürgerbüros etc. Habe aber alles in Russland übersetzen und beglaubigen lassen, eine Apostille darauf gibt es nicht (siehe auch gepinnter Thread im Forum). Nur das Ehefähigkeitszeugnis muss eine Apostille haben. Die wollen nicht alle Seiten sehen.

Ich habe bis Ende Juli in Russland gelebt. Wir haben uns vorher um alles gekümmert und ich bin jetzt quasi nur über's Wochenende hier um zu heiraten. Meine Frau soll dann so schnell wie möglich nach Österreich nachkommen...vorausgesetzt morgen klappt alles ;) ... man sagte uns, dass wir morgen nur die Reisepässe mitbringen sollen (bzw. meine zukünftige Frau nur ihren Inlandspass). Von einer Registrierung war keine Rede, aber die hab ich ja vor 2 Wochen beim Aufgebot stellen schon abgegeben. Nur zwischenzeitlich bin ich halt für 2 Wochen wieder ausgereist...
matt83
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Re: Erfahrungen mit den Vorbereitungen zur Heirat in Rußland

Beitrag von matt83 »

Es ist vollbracht, und es war keine weitere Registrierung notwendig. Wir waren in 20min fertig ;) ... ganz untypisch russisch eigentlich, aber das ganze drumherum gibt es dann inklusive beider Familien wahrscheinlich nächstes Jahr in Österreich, wenn das Kind da ist.

Merkwürdig fand ich nur, dass wir nur 1 Heiratsurkunde bekommen haben, wir bekommen aber nächste Woche noch eine zweite Kopie sowie die Apostille, die übrigens unglaublich teuer ist (1500 RUB). In Deutschland habe ich gerade einmal 18 EUR bezahlt..., was man nicht alles tut... ;)

Morgen wird noch einmal im Kreis ihrer Familie gefeiert, wir sind happy dass alles so gut geklappt hat. Nochmals vielen Dank an alle, die hier tatkräftig mit Informationen unterstützt haben, ihr macht einen tollen Job!!
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