Das kenne ich auch.Norbert hat geschrieben:Neee, nicht durcheinandergebracht, sondern unvollständig ausgedrückt.Mista hat geschrieben:Hier hast Du es ein bisschen durcheinander gebracht - als besonders freundlich (aber auch familiär) gilt eben nur Vorname, ohne Vatersname.Norbert hat geschrieben:* Vorname plus Vatersname gilt als besonders freundlich, deswegen ist es normal, wenn man als Ausländer ohne Vatersname nur mit Vorname angesprochen wird
Vorname und Vatersname gilt als höflicher und respektvoller, laut Etikette ein Muss, wenn man ältere und fremde/wenig bekannte Menschen anspricht.
Ich habe es mehrfach erlebt, dass bei Geschäftstreffen sich alle gegenseitig mit Vor- und Vatersname ansprechen, als Zeichen der Würdigung. In der ganzen Runde ist aber ein Ausländer - natürlich ohne Vatersname. Weil die russischen Geschäftspartner in dieser Lage offensichtlich Gleichberechtigung wünschten und nicht mit господин Мюллер anfangen wollten, haben sie diesen kurzerhand nur mit Vornamen (und natürlich "Sie") angesprochen.
Ich wollte nur betonen, dass in Russland die Ansprache mit Vornamen und Vatersnamen prinzipiell nicht als "besonders freundlich" gilt, sondern als "höflich und respektvoll", Du schreibst ja selber "als Zeichen der Würdigung". Ich behaupte natürlich nicht, dass diese Ansprache unfreundlich ist
In einer Runde kann man sich entweder mit Vor- und Vatersname ansprechen oder mit "Gospodin soundso".
Wenn alle mit Vor- und Vatersname angesprochen werden, wird der Ausländer nur mit Vornamen anspricht (das kommt daher, dass Ausländer ja meistens keine Vatersnamen benutzen
Wenn man dagegen alle Anwesenden mit "Gospodin Ivanov, Petrov etc." anspricht, dann wird der Ausländer auch mit "Herr(Gospodin) Müller" angesprochen.


