Entsendeung nach Moskau
Entsendeung nach Moskau
Hallo liebe Mitglieder,
über das Internet bin ich auf dieses Forum aufmerksam geworden und wollte hier gleich einen Beitrag reinstellen.
Seit kurzem bin ich mit meinem Studium (Wirtschaftswissenschaften) fertig und auf der Suche nach einer Stelle. Ich bekam von einem deutschen Unternehmen das Angebot für zweieinhalb Jahre nach Moskau zu gehen um dort eine Stelle im kaufmännischen Bereich (Finanzen/Controlling) zu besetzen.
Das Unternehmen ist bereit mir eine angemessene Wohnung zu bezahlen und drei Heimatflüge pro Jahr nach Deutschalnd.
jetzt bin ich mir unsicher, was ich von dem Unternehmen an Bruttogehalt verlangen soll. In Deutschland würde ich ca. 40.000 Euro pro Jahr verdienen.
Über eure persönliche Meinungen würde ich mich sehr freuen.
Viele Grüße
olscha
über das Internet bin ich auf dieses Forum aufmerksam geworden und wollte hier gleich einen Beitrag reinstellen.
Seit kurzem bin ich mit meinem Studium (Wirtschaftswissenschaften) fertig und auf der Suche nach einer Stelle. Ich bekam von einem deutschen Unternehmen das Angebot für zweieinhalb Jahre nach Moskau zu gehen um dort eine Stelle im kaufmännischen Bereich (Finanzen/Controlling) zu besetzen.
Das Unternehmen ist bereit mir eine angemessene Wohnung zu bezahlen und drei Heimatflüge pro Jahr nach Deutschalnd.
jetzt bin ich mir unsicher, was ich von dem Unternehmen an Bruttogehalt verlangen soll. In Deutschland würde ich ca. 40.000 Euro pro Jahr verdienen.
Über eure persönliche Meinungen würde ich mich sehr freuen.
Viele Grüße
olscha
- Sibirier
- Ehrenmitglied

- Beiträge: 5784
- Registriert: 24 Mär 2004, 17:25
- Wohnort: Ermolino Kalushskaya Oblast
Re: Entsendeung nach Moskau
Wie sehen Deine Russischkenntnisse aus?
Sonst würde ich sagen, das Angebot mit 40.000 EUR ist korrekt (das sind immerhin 3.000 EUR im Monat + 13. Monatsgehalt).
Bei den bezahlten Heimflügen würde ich auf 4 (jedes Viertaljahr) versuchen hochzupokern.....
Wenn Dein zukünftiger Arbeitgeber alles übernimmt, wie Visum, Registrierung usw. ist es ok und ich würde Dir raten nach Russland zu gehen....Es ist ein aufstrebender Markt.
Ein Nachtteil hat so eine Arbeit in Russland aber, Du wirst hier vielleicht "Finanzdirektor" oder ähnliches, Taxi evtl. Fahrdienst, oder FirmenPkw ist für solche Position selbstverständlich, kommst Du zurück nach DE und wirst vielleicht stv. Ltr. Controlling -vergiß es-....
Deswegen stell Dich darauf ein, einmal Russland immer Russland....
Sonst würde ich sagen, das Angebot mit 40.000 EUR ist korrekt (das sind immerhin 3.000 EUR im Monat + 13. Monatsgehalt).
Bei den bezahlten Heimflügen würde ich auf 4 (jedes Viertaljahr) versuchen hochzupokern.....
Wenn Dein zukünftiger Arbeitgeber alles übernimmt, wie Visum, Registrierung usw. ist es ok und ich würde Dir raten nach Russland zu gehen....Es ist ein aufstrebender Markt.
Ein Nachtteil hat so eine Arbeit in Russland aber, Du wirst hier vielleicht "Finanzdirektor" oder ähnliches, Taxi evtl. Fahrdienst, oder FirmenPkw ist für solche Position selbstverständlich, kommst Du zurück nach DE und wirst vielleicht stv. Ltr. Controlling -vergiß es-....
Deswegen stell Dich darauf ein, einmal Russland immer Russland....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
Re: Entsendeung nach Moskau
Hi Olscha,
ich les aus deinem Posting zwei Fragen raus: erstens, ob sich so ein Russlandaufenthalt lohnt und zweitens, was für ein Salär gerechtfertigt ist.
Persönlich würde ich nicht direkt nach dem Studium gleich ins Ausland gehen. Aus dem einfachen Grund, dass es durchaus Sinn macht in den ersten beiden Berufsjahren zuhause (in der Zentrale) ein Netzwerk aufzubauen und die Firmenkultur besser kennenzulernen. Ausserdem ist meiner Erfahrung nach das Training am Anfang in DE besser als in RU. Zudem kannst du dir ein Bild davon machen, was dich erwartet, solltest du wieder zurueck nach DE kommen.
Ansonsten schliesse ich mich meinem Vorredner an. In Russland hast du mehr Verantwortung als in DE und einige Benefits, die das Leben hier versüssen und die du in der Zeit danach in DE schmerzlichst vermissen wirst ;-)
Zum Thema Gehalt. Ich geh mal davon aus, dass kein ausländisches Unternehmen weniger als 2mio RUB (50k EUR pro Jahr) zahlt. Denn somit qualifizierst du dich für ein Spezialistenvisum, das wesentlich unbürokratischer zu bekommen ist als ein normales Arbeitsvisum. Bei einem Steuersatz von 13% und Krankenkasse, die vom Arbeitgeber übernommen werde sollte, lässt es sich hier dann ganz gut leben.
Zum Thema Flüge in die Heimat oder gestellte Wohnung kann man unterschiedlicher Meinung sein. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, sich diese Benefits in Form eines höheren Gehalts auszahlen zu lassen. Du bist so flexibler und hast mehr Entscheidungsfreiheit. Bei uns im Unternehmen muss man Flüge einen Monat vorher genehmigen lassen und der bürokratische Aufwand ist immens, vor allem, wenn man mal nicht den 'offiziellen' Heimatflughafen ansteuern will/muss. Da macht's mehr Sinn ein paar Euro mehr in der Tasche zu haben und selber zu buchen. Ähnliches gilt für die Wohnung. Ich hatte hier am Anfang eine riesige Designerwohnung gestellt bekommen und war im Endeffekt nur zum Schlafen zuhause. War meines Erachtens rausgeschmissenes Geld ... Aber das ist meine Meinung.
ich les aus deinem Posting zwei Fragen raus: erstens, ob sich so ein Russlandaufenthalt lohnt und zweitens, was für ein Salär gerechtfertigt ist.
Persönlich würde ich nicht direkt nach dem Studium gleich ins Ausland gehen. Aus dem einfachen Grund, dass es durchaus Sinn macht in den ersten beiden Berufsjahren zuhause (in der Zentrale) ein Netzwerk aufzubauen und die Firmenkultur besser kennenzulernen. Ausserdem ist meiner Erfahrung nach das Training am Anfang in DE besser als in RU. Zudem kannst du dir ein Bild davon machen, was dich erwartet, solltest du wieder zurueck nach DE kommen.
Ansonsten schliesse ich mich meinem Vorredner an. In Russland hast du mehr Verantwortung als in DE und einige Benefits, die das Leben hier versüssen und die du in der Zeit danach in DE schmerzlichst vermissen wirst ;-)
Zum Thema Gehalt. Ich geh mal davon aus, dass kein ausländisches Unternehmen weniger als 2mio RUB (50k EUR pro Jahr) zahlt. Denn somit qualifizierst du dich für ein Spezialistenvisum, das wesentlich unbürokratischer zu bekommen ist als ein normales Arbeitsvisum. Bei einem Steuersatz von 13% und Krankenkasse, die vom Arbeitgeber übernommen werde sollte, lässt es sich hier dann ganz gut leben.
Zum Thema Flüge in die Heimat oder gestellte Wohnung kann man unterschiedlicher Meinung sein. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, sich diese Benefits in Form eines höheren Gehalts auszahlen zu lassen. Du bist so flexibler und hast mehr Entscheidungsfreiheit. Bei uns im Unternehmen muss man Flüge einen Monat vorher genehmigen lassen und der bürokratische Aufwand ist immens, vor allem, wenn man mal nicht den 'offiziellen' Heimatflughafen ansteuern will/muss. Da macht's mehr Sinn ein paar Euro mehr in der Tasche zu haben und selber zu buchen. Ähnliches gilt für die Wohnung. Ich hatte hier am Anfang eine riesige Designerwohnung gestellt bekommen und war im Endeffekt nur zum Schlafen zuhause. War meines Erachtens rausgeschmissenes Geld ... Aber das ist meine Meinung.
Re: Entsendeung nach Moskau
Da ich auch erst seid kurzem hier in Moskau bin und aus Deutschland entsendet, hier meine Meinung. Falls Du aus Deutschland entsendet wirst solltes Du wissen, das Du weiterhin der deutschen Sozialversicherung unterliegst und etwa 20% Abzüge hast. Du bist allerdings in Russland steuerpflichtig, dort gibt es einen Steuersatz von 13% wenn Du mehr als 183 (könnte auch 184 sein) Tage im Jahr in Russland bist, ansonsten zahlst Du 30%. Dies ist immer dann wichtig, wenn Du mitten im Jahr beginnst oder beruflich viel ausserhalb der russischen Föderation unterwegs bist. Im günstigsten Fall hast Du als Entsandter aus Deutschland also einen Abzug vom etwa 33%.Weiterhin solltest Du beachten ob für die Miete ein Eigeanteil fällig ist, das ist bei mir der Fall.
Hoffe Dir damit geholfen zu haben.
bosna
Hoffe Dir damit geholfen zu haben.
bosna
Re: Entsendeung nach Moskau
Dies gilt nur. wenn man ein ganz normales Arbeitsvisum hat. Mit dem Arbeitsvisum "eines hochqualifizierten Spezialisten" ist der Steuersatz immer 13%, egal wieviel Tage man in Russland verbracht hat.bosna hat geschrieben:Du bist allerdings in Russland steuerpflichtig, dort gibt es einen Steuersatz von 13% wenn Du mehr als 183 (könnte auch 184 sein) Tage im Jahr in Russland bist, ansonsten zahlst Du 30%.
Re: Entsendeung nach Moskau
Ich bin da jetzt kein Experte auf dem Gebiet. Aber das wäre doch nur der Fall, wenn man in DE einen Arbeitsvertrag hat. Bei einem rein russischen Arbeitsvertrag, wäre die Sozialversicherungspflicht ja hinfällig.bosna hat geschrieben:Falls Du aus Deutschland entsendet wirst solltes Du wissen, das Du weiterhin der deutschen Sozialversicherung unterliegst und etwa 20% Abzüge hast.
- bella_b33
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Re: Entsendeung nach Moskau
Hinfällig in DE, dafür blecht man dann in RU(meine Lohnnebenkosten sind mit Steuern und Pensionskasse usw. insgesamt 34%)inorcist hat geschrieben: Bei einem rein russischen Arbeitsvertrag, wäre die Sozialversicherungspflicht ja hinfällig.
Gruß
Silvio
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
Re: Entsendeung nach Moskau
Die Pensionsbeiträge und Sozialabgaben werden ja vom Arbeitgeber entrichtet und nicht dem Bruttolohn des Arbeitnehmers abgezogen. Ist zwar schlussendlich ein Nullsummenspiel, macht aber einen Unterschied, wenn ich mich - wie hier im konkreten Fall - frage, wieviel mir von meinem Bruttolohn nach Steuern und Abgaben noch übrig bleibt.bella_b33 hat geschrieben:Hinfällig in DE, dafür blecht man dann in RU(meine Lohnnebenkosten sind mit Steuern und Pensionskasse usw. insgesamt 34%)
- bella_b33
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Re: Entsendeung nach Moskau
Richtig, das stimmt natürlich! Ich als Selbstständiger rechne bei meinem Gehalt genau so, hab da jetzt nicht weiter drüber nachgedacht, wer hier was bezahlen mussinorcist hat geschrieben: Die Pensionsbeiträge und Sozialabgaben werden ja vom Arbeitgeber entrichtet und nicht dem Bruttolohn des Arbeitnehmers abgezogen
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
Re: Entsendeung nach Moskau
Da der Titel der Frage Entsendung nach Moskau ist, gehe ich davon aus das eine deutsche Firma ihn mit einem deutschen Arbeitsvertrag nach Moskau schickt. Aber die Antwort auf diese Frage weiß wohl nur er.inorcist hat geschrieben:Ich bin da jetzt kein Experte auf dem Gebiet. Aber das wäre doch nur der Fall, wenn man in DE einen Arbeitsvertrag hat. Bei einem rein russischen Arbeitsvertrag, wäre die Sozialversicherungspflicht ja hinfällig.bosna hat geschrieben:Falls Du aus Deutschland entsendet wirst solltes Du wissen, das Du weiterhin der deutschen Sozialversicherung unterliegst und etwa 20% Abzüge hast.
Nochmal zum Gehalt, ich finde 40.000,00 etwas dürftig. Normalerweise bekommt man bei einer Entsendung noch einen Auslandszuschlag.Der liegt bei vielen Firmen so um die 2000 Euro (steuerfrei).

