Ich würde eher sagen, das ist Pippiefaxpippie hat geschrieben:Nee, dann geht der Stress erst los... es würde dann nämlich richtig Korolyevskaya Gora heißenSibirier hat geschrieben:Es könnte ja die Umbenennung in Karolevskij Gora gemacht werden. Dann haben alle Ruhe.![]()
Oder bin ich jetzt pingelig?
Umbenennung Kaliningrad in Königsberg
Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg
Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg
... toll die letzten Antworten/Meinungen. Vielen Dank dafür.
... harald63, Sie haben völlig recht betreffs Symmetriegründen. Bevor ich das email abgeschickt habe, habe ich es zigmal durchgelesen und mir hat der 4. Absatz auch irgendwie nicht gefallen, aber ich habe den Grund nicht gefunden weshalb er mir nicht gefiel. Sie haben es nun aber auf den Punkt gebracht. Danke - aber ändern kann ich es nicht mehr, nur noch im möglichen Disput mit Herrn Schulz etwas korrigieren.
...Hero 1964 - besten Dank für das Kompliment. Ich habe eine Zeit gebraucht ehe ich mich entschlossen habe mich im Forum zu registrieren - ich habe erstmal beobachtet und analysiert. Und irgendwie bin ich zu der Überzeugung gekommen das sowohl die technische Seite des Forums ausgezeichnet organisiert ist wie auch die tägliche "Betreuung" durch die verschiedenen Zuständigen. Das garantiert dann eine gute Qualität. Und ich versuche einfach mit meinen Beiträgen etwas zu der vorhandenen Qualität beizutragen.
Also nochmals Danke an alle und weiter gehts ...
Uwe Niemeier
... harald63, Sie haben völlig recht betreffs Symmetriegründen. Bevor ich das email abgeschickt habe, habe ich es zigmal durchgelesen und mir hat der 4. Absatz auch irgendwie nicht gefallen, aber ich habe den Grund nicht gefunden weshalb er mir nicht gefiel. Sie haben es nun aber auf den Punkt gebracht. Danke - aber ändern kann ich es nicht mehr, nur noch im möglichen Disput mit Herrn Schulz etwas korrigieren.
...Hero 1964 - besten Dank für das Kompliment. Ich habe eine Zeit gebraucht ehe ich mich entschlossen habe mich im Forum zu registrieren - ich habe erstmal beobachtet und analysiert. Und irgendwie bin ich zu der Überzeugung gekommen das sowohl die technische Seite des Forums ausgezeichnet organisiert ist wie auch die tägliche "Betreuung" durch die verschiedenen Zuständigen. Das garantiert dann eine gute Qualität. Und ich versuche einfach mit meinen Beiträgen etwas zu der vorhandenen Qualität beizutragen.
... naja, ... Sibirier hat es ja nur gut gemeint.Pippi hat geschrieben:Oder bin ich jetzt pingelig?
Also nochmals Danke an alle und weiter gehts ...
Uwe Niemeier
Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg
Hallo Uwe!
Was halten Sie von der These, dass es einigen Russen ganz bewusst ist, in ehemaligen deutschen Häusern in Kaliningrad zu wohnen. Die meisten Russen, mit denen ich sprach, loben die für sie typischen deutschen Eigenschaften, wie Ordnung, Pünktlichkeit und eben auch Service (wenngleich sie sich auch darüber oft lustig machen!). Ich werde auch persönlich in Russland immer daran gemessen (soll ich deshalb mit Absicht zu spät kommen?). Vielleicht ist deshalb Kaliningrad keine Service-Wüste?
Ein Freund im Ural zeigte mir eine Rubelmünze, auf der Kaliningrad als alte historische russische Stadt bezeichnet wird (die Münze ist leider nicht in meinem Besitz!). Er meinte, das “russische” ist nicht passend. Seine Tochter reiste vom Ural einmal dienstlich nach Kaliningrad. Sie fotografierte hauptsächlich die alten ehemaligen deutschen Wohnhäuser und fand es faszinierend, dass das auch Russland ist...
Eine Umbenennung der Stadt, da bin ich einig mit den russischen Freunden, sollte nicht vorgenommen werden.
Übrigens, meine Oma wurde in Königsberg 1900 geboren. Selbst besucht habe ich die Stadt und das Gebiet noch nicht.
Jan
Was halten Sie von der These, dass es einigen Russen ganz bewusst ist, in ehemaligen deutschen Häusern in Kaliningrad zu wohnen. Die meisten Russen, mit denen ich sprach, loben die für sie typischen deutschen Eigenschaften, wie Ordnung, Pünktlichkeit und eben auch Service (wenngleich sie sich auch darüber oft lustig machen!). Ich werde auch persönlich in Russland immer daran gemessen (soll ich deshalb mit Absicht zu spät kommen?). Vielleicht ist deshalb Kaliningrad keine Service-Wüste?
Ein Freund im Ural zeigte mir eine Rubelmünze, auf der Kaliningrad als alte historische russische Stadt bezeichnet wird (die Münze ist leider nicht in meinem Besitz!). Er meinte, das “russische” ist nicht passend. Seine Tochter reiste vom Ural einmal dienstlich nach Kaliningrad. Sie fotografierte hauptsächlich die alten ehemaligen deutschen Wohnhäuser und fand es faszinierend, dass das auch Russland ist...
Eine Umbenennung der Stadt, da bin ich einig mit den russischen Freunden, sollte nicht vorgenommen werden.
Übrigens, meine Oma wurde in Königsberg 1900 geboren. Selbst besucht habe ich die Stadt und das Gebiet noch nicht.
Jan
«А ещё мир прекрасен потому, что можно путешествовать»
Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg
... na, das kann man ja ändernJenenser hat geschrieben:Selbst besucht habe ich die Stadt und das Gebiet noch nicht.
... von der These halte ich sehr viel - allerdings in einem anderen Sinne als Sie es meinten. Sie (die Kaliningrader) sind sich dessen immer dann bewußt wenn sie sich des oftmals schlimmen Renovierungszustandes der Wohnung/des Hauses bewußt werden. Es wird wieder viel gebaut in Kaliningrad. Und Neubau ist nun mal billiger als Altbau zu sanieren - leider. Ich träume auch immer davon das wir alte Häuser aufkaufen (als Wohnungsverwaltung) und diese wieder a la Altdeutsch herrichten - aber da die Mieten "im Keller" sind steht Aufwand-Nutzen-Amortisierungsrate in keinem Verhältnis.Jenenser hat geschrieben:Was halten Sie von der These, dass es einigen Russen ganz bewusst ist, in ehemaligen deutschen Häusern in Kaliningrad zu wohnen.
Aber, um darauf zurückzukommen was Sie eigentlich wirklich meinten. Ja, die Deutschen und die deutschen Tugenden sind hochgeschätzt und ich kann dasselbe berichten wie Sie. Insbesondere die Pünktlichkeit. Ich versuche auch diese Tugend hochzuhalten und auch andere Tugenden wie: Qualität und Ehrlichkeit. Nicht alle Deutschen die sich in Kaliningrad aufgehalten haben/aufhalten erinnern sich an diese Tugenden. Manchmal heroisieren die Kaliningrader (Russen) auch die Deutschen und ich bin dann stark am bremsen - es ist zwar schön ein Kompliment zu erhalten, aber man muß es ja auch nicht übertreiben.
Was mich persönlich anbelangt, so ERsetzen die Russen die mich kennen das Wort "Ordnung" mit "Pedanterie" ... für mich ein Kompliment, da ich damit seit 1995 in Kaliningrad mein Geld verdient habe (und andere dadurch natürlich auch ...).
Vielleicht ist Kaliningrad auch deshalb weniger als Service-Wüste bekannt weil es relativ unaufwendig (zeitlich und finanziell) ist nach Polen und Litauen zu fahren. Auch dort ist man in Fragen "Service" wohl schon recht fortschrittlich und gutes kann man dann leicht kopieren ...
... nun, die Mehrzahl der Forumsteilnehmer ist eigentlich auch dieser Meinung. Und die Berichterstattung der letzten Tage in den russischen Medien hat zu diesem Thema auch die abschließende Antwort gegeben: Kein Bedarf - es gibt wichtigeres. Der einzige der noch keine Antwort gegeben hat ist der Europaabgeordnete Herr Werner Schulz. Aber wahrscheinlich wollte er in Polen auf der Pressekonferenz nur mal wieder seine rethorischen Fähigkeiten an die Massen bringen. Schade eigentlich ...Jenenser hat geschrieben:Eine Umbenennung der Stadt, da bin ich einig mit den russischen Freunden, sollte nicht vorgenommen werden.
Uwe Niemeier
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Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg
Sibirier hat geschrieben: ... Ich meine, da müsste die Debatte überall bei den dt. Städten (nicht nur in der RF, sondern auch in Polen, Tschechien sein) geführt werden, die DE verloren hat. Da kräht nämlich schon kein Hahn hinterher....
Ich meine, Kaliningrad sollte umbenannt werden, um sich - wie es bei mehr russischen Städten als nur Leningrad und Jekaterinburg (?) geschehen ist, des übel beleumundeten Herrn Kalinin zu entledigen. Wie der neue Name lauten könnte, sollte die derzeitige Bevölkerung entscheiden.
Ich bereise Polen und andere ostmitteleuropäische Staaten seit fast 40 Jahren und habe einige meiner besten Freunde dort gefunden. Nach meiner Erfahrung ist das Thema 'Ortsnamen' dort immer noch hochgradig virulent, teilweise mit erheblichen Ressentiments belastet, die noch aus der Zeit der kommunistischen Indoktrination stammen. Letzeres bedeutet, dass die jüngste Generation ab etwa Geburtsjahr 1980 die Angelegenheit locker und entspannt behandelt.
Grundsätzlich kann man die russischen Verhältnisse überhaupt nicht mit denjenigen in anderen Ländern vergleichen. Die Sowjets haben sowohl kernrussischen als auch eroberten Städten völlig frei erfundene Namen, meistens mit einem kommunistischen Bezug vergeben. Die übrigen Staaten hatten 'schon immer' für große ausländische Städte ihre eigenen Bezeichnungen, so wie wir Deutschen ja auch nicht Lisboa, Athinai und Koebnhavn (das dänische ö schreibt mein PC nicht; so viel zu der obigen Anmerkung, die Transkription des ö in Königsberg werde Schwierigkeiten machen.) sagen, sondern Lissabon, Athen und Kopenhagen. Kleinere Ortschaften und Städte haben z.B. die Polen und Tschechen unter ihrer Verwaltung meistens nicht willkürlich benannt, sondern entweder sinngemäß übersetzt (Grünberg = Zielona Góra, Hirschberg = Jelenia Góra, Spindlermühle = Spindleruv Mlyn) oder klangmäßig nachgebildet (Jauer = Jawor, Teschen = Cieszyn bzw. Tecin). In manchen Fällen haben auch die polnischen Heimatvertriebenen ihre Ortsnamen aus dem Baltikum, Weißrussland oder der Ukraine auf die ostdeutschen Dörfer übertragen, in denen sie angesiedelt worden sind.
Eigentlich ist es Normalzustand, dass alle Völker einigen ausländischen Orten eigene Namen geben. So sagen die Polen zu Rom = Rzym, zu Mailand = Mediolan, zu Paris = Parysz und zu Leipzig = Lipsk, und niemand denkt sich etwas Schlimmes dabei. Aber geht es um ehemals überwiegend deutsch besiedelte Orte im Osten, dann vermutet nicht nur die dort neuangesiedelte Bevölkerung (mit Ausnahme der Jüngeren), sondern auch ein Großteil unserer deutschen Mitbürger hinter der Verwendung der alten Ortsnamen einen Revanchismus, d.h. die versteckte Geltendmachung von Gebietsansprüchen. Das mag auch daran liegen, dass die Kommunisten 'drüben' die Verwendung der alten Ortsnamen streng verboten haben, während man sich 'hüben' bei Verwendung der neuen Ortsnamen als kommunistischer Sympathisant, ja gar als eine Art Landesverräter verdächtig gemacht hat.
Nach meiner Erfahrung hat sich heute in den östlichen Ländern zum Glück die tolerante Sitte verbreitet, geographische Bezeichnungen aus der Sprache zu nehmen, in der man sich gerade unterhält. Mit Deutschen spricht man über Danzig, mit Polen über Gdansk und mit Italienern über Danzica. (Spezielle Nazi-Bezeichnungen wie Litzmannstadt = Lodsch werden natürlich nicht weiter verwendet.) In einigen Gebieten sowohl auf deutscher Seite wie auf östlicher Seite sind schon offiziell zweisprachige Ortsschilder aufgestellt worden.
Mit besten Grüßen:
Armin
Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg
danke für die sachliche Meinung. Kurz zusammengefaßt würde ich es so verstehen: Die Zeit wird das Problem problemlos lösen.Daten-Salat hat geschrieben:sollte die derzeitige Bevölkerung entscheiden
Übrigens haben wir natürlich auch bei den Russen eine völlig andere Bezeichnung von z.B. Staaten: Während man in Deutschland zu Deutschland Deutschland sagt, sagt man in Russland zu Deutschland "Germania" und die Deutschen sind "Nemzy / Nemez"
Und woher kommt das? Vielleicht haben wir Geschichtskundige im Forum die das erklären können.
Uwe Niemeier
-
pippie
Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg
Aber erstmal müßten die Kaliningrader doch artikulieren, dass sie IHRE Stadt überhaupt umbenennen wollen.Daten-Salat hat geschrieben: Wie der neue Name lauten könnte, sollte die derzeitige Bevölkerung entscheiden.
Mit besten Grüßen:
Armin
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Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg
das kommt wohl von немой -stumm, da die ersten deutschen "Gastarbeiter" kein russisch konntendomizil hat geschrieben:... die Deutschen sind "Nemzy / Nemez"
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
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Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg
das kommt wohl von немой -stumm, da die ersten deutschen "Gastarbeiter" kein russisch konntendomizil hat geschrieben:... die Deutschen sind "Nemzy / Nemez"
hier zu der Bzeichnung Germanija und Deutschland
http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%93%D0% ... 0%B8%D1%8F
Русское название государства Германия происходит от латинского названия Germania, которое восходит к сочинениям латинских авторов I века нашей эры и образовано от этнонима Германцы (лат. Germanus). Впервые он был употреблён Юлием Цезарем в «Записках о галльской войне» относительно племён, проживавших за Рейном. Само слово, вероятно, имеет нелатинские корни и произошло от кельтского gair («сосед»)[4].
На немецком языке государство называется Deutschland. Современное название происходит от прагерм. Þeudiskaz. Название Deutsch (происходит от прагерм. Þeodisk) первоначально означало «имеющий отношение к народу» и подразумевал в первую очередь язык[5]. Land означает «страна». Современная форма написания названия государства используется с XV века.
помню айнц цвай полицай. все там с ума сходили. Под самогон...
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pippie
Re: Umbenennung Kaliningrad in Königsberg
Ich hatte mal erklärt bekommen, dass der Ursprung des slawischen Wortes "nemec" "undeutlich sprechend" (später dann "stumm") bedeutet und da die Slawen damals die Germanen/Franken nicht verstanden haben, haben sie eben diese Bezeichnung bekommen.domizil hat geschrieben:
Übrigens haben wir natürlich auch bei den Russen eine völlig andere Bezeichnung von z.B. Staaten: Während man in Deutschland zu Deutschland Deutschland sagt, sagt man in Russland zu Deutschland "Germania" und die Deutschen sind "Nemzy / Nemez"
Und woher kommt das? Vielleicht haben wir Geschichtskundige im Forum die das erklären können.
Uwe Niemeier
