andreask020361 hat geschrieben:ps
die junge Generation hat nicht die gewissenskonflikte wie viele ältere , deren Leben durch die kommun. parteischulungen, Parteiseminare ,Parteiversammlungen usw geprägz wurde, und heute das Problem haben das ihr Lebenswerk ihre Ideen ein Scherbenhaufen ist.
... ach, wie war, wie war ...
Dietrich hat geschrieben:Und? Alles ganz normal, wenn man als Opposition nicht über die entsprechenden administrativen Möglichkeiten verfügt.... oder?
... so, damit ich nicht in irgendwelchen "Verdacht" gerate will ich nun auch mit Dietrich ein wenig kommunizieren.
Ich bin nicht vollständig informiert, aber ich unterstelle einfach mal das Du recht hast. Die Opposition in Russland (egal wer es jetzt ist - von mir aus alle außer ER) haben nicht den vollständigen Zugang zu allen interessanten Medien (Zeitung, Rundfunk, TV usw.). Um diesen Zugang zu erhalten wird was benötigt? Ein gewisser Einfluß und Geld (Geld weil die Massenmedien ja auch irgendwie leben müssen). Wer viel Geld hat hat viel Zugang, wer weniger Geld hat hat weniger Zugang. Wer viel Einfluß hat hat viel Zugang wer weniger Einfluß hat hat noch weniger Zugang - ist mein Gedankengang bis hierhin richtig?
Und nun schwenke ich mal nach Deutschland. Hier ist die Situation - glaube ich - etwas anders. Ich kann mir schwer vorstellen das irgendein Politiker wirklich real Einfluß nehmen kann auf ARD, ZDF, SAT, RTL und und und ... mit direkten Forderungen dies zu machen oder jenes zu unterlassen. Aber die Journalisten die irgendwelche Beiträge verfassen sind die alle so unabhängig (unabhängig von Politikern, von Parteien, von Vorgesetzten ...) oder gibt es dort schon irgendwelche Möglichkeiten Beiträge zu lancieren. Ich wiederhole mich nochmal: Man kann Russland und Deutschland in dieser Frage direkt überhaupt nicht vergleichen. ich behaupte einfach das auch in Deutschland nicht die absolute Pressefreiheit existiert - nur dort geht man diplomatischer (delikater, vorsichtiger, trainierter ...)vor - oder?
Nehmen wir die neue Oppositionspartei "Piraten". Zum jetzigen Zeitpunkt bereiten die einigen etablierten Parteien doch schon ein wenig Kopfschmerzen. Zu allen Fragen rund um "Berlin" denke ich mal das diese Leute einfach interessant sind und demzufolge immer Platz finden in Zeitungen, TV-Shows usw. - aber das Thema ist nur auf Berlin begrenzt. Interessant wird es wenn die Piraten sich "gefunden" haben, ein vernünftiges Programm haben und personell gut aufgestellt sind und die Absicht äußern sich in die Bundespolitik einzumischen. Erhalten sie dann auch frei und ungehindert Zugang zu allen interessanten Medien oder unternehmen die etablierten Parteien (ich kann auch sagen Regierungsparteien) alles (oder vieles) damit die Piraten (also die Opposition) nicht zu schnell ....
Auf gehts Dietrich, zur ersten Runde, damit das Forum nicht denkt ich bin Putin und Du Shirinowski (1).
Uwe Niemeier
(1) Damit keine Mißverständnisse aufkommen! Shirinowski (ich kenne Ihn leider nicht persönlich) ist in meinen Augen eine sehr wichtige Persönlichkeit in der russischen Politik. Er hat nicht selten extreme Ansichten und ist mit diesen Ansichten populär geworden. Das Volk kennt ihn und verehrt ihn vielleicht auch ein bißchen - eben weil er ein wenig "Exot" ist. Manchmal habe ich den Eindruck das er Dinge ausspricht die andere auch gerne aussprechen möchten, aber auf Grund ihrer Stellung im gesellschaftlichen Leben nicht aussprechen können. Und trotzdem gibt es ein Resultat das für alle interessant ist ...