...und dort kein "kleiner Aufpreis".....korenwolf hat geschrieben:Am naechsten Tag musste man dann noch zur deutschen Botschaft. Leider nur Montags und Donnerstags geoeffnet fuer das Legalisationsverfahren. Morgens also direkt als erste hinein, 20 Euro zahlen, die Beamte klatscht den Stempel der Botschaft drauf und teilt uns mit, wir koennten das Stueck Papier in 5 Stunden abholen.....
Heirat in Deutschland oder: die Grauen des Papierkrieges
- Sibirier
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Re: Heirat in Deutschland oder: die Grauen des Papierkrieges
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
Re: Heirat in Deutschland oder: die Grauen des Papierkrieges
Ok, das Grauen hat noch immer kein Ende gefunden.
Nach erfolgreicher Abgabe aller Papiere beim Standesamt, nach unzähligen Zahlungen später dann folgendes:
Erste Antwort OLG: Absage, weil der Wisch der Moskauer Heimatbehörde besagt, dass meine Verlobte ab dem 18. Lebensjahr nicht verheiratet gewesen ist. Logisch. Nur kann man in RUS scheinbar in Extremstfällen ab 16 heiraten, also will das OLG auch, dass der Wisch der Heimatbehörde dies ab dem 16. Lebensjahr ausstellt. Lösung: Russisches Konsulat, die machen das. Kostet natürlich wieder, erstmal dort hinfahren, etc. etc. etc. Nennt sich Familienstandsbescheinigung.
Alles wieder zum Standesamt, die schickens zum OLG, OLG antwortet Standesamt, Standesamt antwortet mir (es ist bereits über 1 Monat vergangen): Absage.
Warum? Es fehlt die titulierung "ledig" bzw. "nicht verheiratet" auf der Familienstandsbescheinigung des russischen Generalkonsulats. Bitte was? Ja. Der Text des Konsuls lautet nämlich: "Der Eheschließung laut {...} stehen keine Hindernisse entgegen...". Ja super. Verlobte mitterweile wieder in Russland, da Visum abgelaufen ist. Dauert schließlich alles etwas länger...
Nun, das Konsulat ändert den Wisch nach Wunsch nur, wenn sie persönlich vorspricht. Geht nicht, also: Der Wisch der Heimatbehörde! Dieser wird also jetzt morgen hoffentlich in Moskau ausgehändigt, mit dann hoffentlich korrektem Datum ab dem 16. Lebensjahr. Der Wisch darf dann erstmal per Post nach Deutschland, bis dahin habe ich hoffentlich die eingescannte Kopie vom eidesstattlichen Übersetzer übersetzen lassen.
Mal schauen, was als nächstes kommt....
Nach erfolgreicher Abgabe aller Papiere beim Standesamt, nach unzähligen Zahlungen später dann folgendes:
Erste Antwort OLG: Absage, weil der Wisch der Moskauer Heimatbehörde besagt, dass meine Verlobte ab dem 18. Lebensjahr nicht verheiratet gewesen ist. Logisch. Nur kann man in RUS scheinbar in Extremstfällen ab 16 heiraten, also will das OLG auch, dass der Wisch der Heimatbehörde dies ab dem 16. Lebensjahr ausstellt. Lösung: Russisches Konsulat, die machen das. Kostet natürlich wieder, erstmal dort hinfahren, etc. etc. etc. Nennt sich Familienstandsbescheinigung.
Alles wieder zum Standesamt, die schickens zum OLG, OLG antwortet Standesamt, Standesamt antwortet mir (es ist bereits über 1 Monat vergangen): Absage.
Warum? Es fehlt die titulierung "ledig" bzw. "nicht verheiratet" auf der Familienstandsbescheinigung des russischen Generalkonsulats. Bitte was? Ja. Der Text des Konsuls lautet nämlich: "Der Eheschließung laut {...} stehen keine Hindernisse entgegen...". Ja super. Verlobte mitterweile wieder in Russland, da Visum abgelaufen ist. Dauert schließlich alles etwas länger...
Nun, das Konsulat ändert den Wisch nach Wunsch nur, wenn sie persönlich vorspricht. Geht nicht, also: Der Wisch der Heimatbehörde! Dieser wird also jetzt morgen hoffentlich in Moskau ausgehändigt, mit dann hoffentlich korrektem Datum ab dem 16. Lebensjahr. Der Wisch darf dann erstmal per Post nach Deutschland, bis dahin habe ich hoffentlich die eingescannte Kopie vom eidesstattlichen Übersetzer übersetzen lassen.
Mal schauen, was als nächstes kommt....
- Norbert
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Re: Heirat in Deutschland oder: die Grauen des Papierkrieges
Ich würde an dieser Stelle mal den Behördenchef verlangen und mich über unmögliches Verhalten der Mitarbeiter beschweren!
Angesichts der Tatsache, dass es in Russland eigentlich gar keine Ledigkeitsbescheinigung gibt (Weil es keine zentralen Heiratsregister gibt, weigern sich die meisten Standesämter, so etwas zu bestätigen!) hast Du an sich schon unmögliches möglich gemacht - und dieser Sachbearbeiter regt sich nun über Formulierungen (!) auf. Schon die Frage mit 16 oder 18 hätte mich auf die Palme gebracht. (An sich hätte es an dieser Stelle nach meinem Verständnis gereicht, nachzuweisen, dass die russische Gesetzgebungen Hochzeiten vor 18 nicht vorsieht - Übersetzung des Gesetzes und fertig.)
Angesichts der Tatsache, dass es in Russland eigentlich gar keine Ledigkeitsbescheinigung gibt (Weil es keine zentralen Heiratsregister gibt, weigern sich die meisten Standesämter, so etwas zu bestätigen!) hast Du an sich schon unmögliches möglich gemacht - und dieser Sachbearbeiter regt sich nun über Formulierungen (!) auf. Schon die Frage mit 16 oder 18 hätte mich auf die Palme gebracht. (An sich hätte es an dieser Stelle nach meinem Verständnis gereicht, nachzuweisen, dass die russische Gesetzgebungen Hochzeiten vor 18 nicht vorsieht - Übersetzung des Gesetzes und fertig.)
Re: Heirat in Deutschland oder: die Grauen des Papierkrieges
Danke Norbert, für die Tipps! Die Gesetzgebung werden wir uns heute mal heraussuchen. Scheinbar ist es so, dass Weisenkinder und/oder hilfsbedürftige Minderjährigen oder im Schwangerschaftsfall ab dem 16. Lebensjahr die Ehe eingehen dürfen, in Extremstfällen bzw. Notsituationen. So zumindest der Stand der Dinge, aber wir schauen später noch einmal genauer nach. Wenn ich mit diesem Argument beim Amt ankommen würde, wollten die mit Sicherheit die Sterbeurkunden der Eltern oder sonstiges Papier haben, dass beweist dass ihre Eltern noch leben oder sie Jungfrau ist, oder was weiss ich.
Naja, wir bleiben ruhig, nach Telefonat mit unserem Sachbearbeiter vom Oberlandesgericht gestern wurde zumindest mündlich versichert, dass ein Nachreichen des übersetzten Papieres der Heimatbehörde (ohne Apostille, immerhin!) ausreichend sei um das Datum (ab 16. Lebensjahr) festzustellen, da wir ja schon alle anderen Dokumente eingereicht hätten. Dieser Wisch besagt übrigens lediglich, dass sie in Ihrem Heimatort ab dem 16./18. Lebensjahr nicht als verheiratet/geschieden eingetragen ist (nennt sich schlicht Извещение). Kann theoretisch natürlich auch anderswo, aber dafür dass dies nicht zutrifft haben wir ja die notarielle Bestätigung mit Apostille. Scheint für das OLG ausreichend zu sein (wenn das mit dem Datum nicht wäre...)
Jaja, mündlich, ich weiss, aber was will man machen. Bei übermäßigen Beschwerden verzögert sich das ganze wahrscheinlich noch mehr....
Ich halte euch auf dem laufenden, wir freuen uns auf jeden Fall schon auf die Hochzeitsfeier, die zwecks Mangel an gutem Wetter in Deutschland im Sommer ausgiebig in Moldawien gefeiert wird :-)
Naja, wir bleiben ruhig, nach Telefonat mit unserem Sachbearbeiter vom Oberlandesgericht gestern wurde zumindest mündlich versichert, dass ein Nachreichen des übersetzten Papieres der Heimatbehörde (ohne Apostille, immerhin!) ausreichend sei um das Datum (ab 16. Lebensjahr) festzustellen, da wir ja schon alle anderen Dokumente eingereicht hätten. Dieser Wisch besagt übrigens lediglich, dass sie in Ihrem Heimatort ab dem 16./18. Lebensjahr nicht als verheiratet/geschieden eingetragen ist (nennt sich schlicht Извещение). Kann theoretisch natürlich auch anderswo, aber dafür dass dies nicht zutrifft haben wir ja die notarielle Bestätigung mit Apostille. Scheint für das OLG ausreichend zu sein (wenn das mit dem Datum nicht wäre...)
Jaja, mündlich, ich weiss, aber was will man machen. Bei übermäßigen Beschwerden verzögert sich das ganze wahrscheinlich noch mehr....
Ich halte euch auf dem laufenden, wir freuen uns auf jeden Fall schon auf die Hochzeitsfeier, die zwecks Mangel an gutem Wetter in Deutschland im Sommer ausgiebig in Moldawien gefeiert wird :-)
Re: Heirat in Deutschland oder: die Grauen des Papierkrieges
Ausserdem sollte es reichen, wenn die Person "seit sie 18 ist, nicht verheiratet ist".Norbert hat geschrieben:Schon die Frage mit 16 oder 18 hätte mich auf die Palme gebracht. (An sich hätte es an dieser Stelle nach meinem Verständnis gereicht, nachzuweisen, dass die russische Gesetzgebungen Hochzeiten vor 18 nicht vorsieht - Übersetzung des Gesetzes und fertig.)
Denn selbst wenn sie mit 16 geheiratet hätte und mit 17 wieder geschieden worden wäre... na und?
Oder war die Formulierung "seid sie 18 ist, nicht geheiratet hat"?
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
W. Churchill (1940)
Re: Heirat in Deutschland oder: die Grauen des Papierkrieges
Hi also ich habe das gleiche Problem bin aus Moldawien lebe nun aber schon 12 Jahre hier in Aachen. War mit meiner deutschen Verlobten gestern beim Standesamt sie meinten ich brauche ein ehefähigkeitszeugnis und die aktuelle Geburtsurkunde kann mir ma einer bitte helfen wo ich es her bekomme oder blüht mir auch ein Flug nach Moldawien. Vielen dank
Re: Heirat in Deutschland oder: die Grauen des Papierkrieges
Wahrscheinlich brauchst du eine legalisierte Geburtsurkunde, oder?Snaider hat geschrieben:... die aktuelle Geburtsurkunde ...
Du erntest, was du säst.
Re: Heirat in Deutschland oder: die Grauen des Papierkrieges
Genau, in Deutschland benötigt man eine legalisierte Geburtsurkunde.
Wenn du keine Geburtsurkunde hast, musst du in deinem Geburtsort eine neue beantragen (kann dauern). Schneller geht es beim Archiv der Dokumente (die Prozedur hab ich oben irgendwo beschrieben) in Chisinau, dort darfst du dich mit den übrigen 200+ Leuten um ein Gespräch prügeln (ja, die haben sich tatsächlich damals geprügelt im Amt) um eventuell, wenn du Glück hast, am selben Tag noch deine neue Urkunde zu bekommen. Oder eben am Tag danach abholen.
Danach zum Aussenministerium, dort kann man für ein paar "extra" Lei den Stempel innerhalb von 30 Sekunden bekommen, oder eben ein paar Tage/Wochen warten. Dann Schlussendlich noch einmal zur deutschen Botschaft, Termin machen früh morgens, nachmittags hin, Stempel abholen.
Kann auch sein, dass die Moldauer Botschaft in Berlin den ganzen Spass für dich regelt, einfach mal anrufen. Kann natürlich etwas mehr kosten. Siehe hier: http://www.germania.mfa.md/legalizarea-documentelor/
Wenn du keine Geburtsurkunde hast, musst du in deinem Geburtsort eine neue beantragen (kann dauern). Schneller geht es beim Archiv der Dokumente (die Prozedur hab ich oben irgendwo beschrieben) in Chisinau, dort darfst du dich mit den übrigen 200+ Leuten um ein Gespräch prügeln (ja, die haben sich tatsächlich damals geprügelt im Amt) um eventuell, wenn du Glück hast, am selben Tag noch deine neue Urkunde zu bekommen. Oder eben am Tag danach abholen.
Danach zum Aussenministerium, dort kann man für ein paar "extra" Lei den Stempel innerhalb von 30 Sekunden bekommen, oder eben ein paar Tage/Wochen warten. Dann Schlussendlich noch einmal zur deutschen Botschaft, Termin machen früh morgens, nachmittags hin, Stempel abholen.
Kann auch sein, dass die Moldauer Botschaft in Berlin den ganzen Spass für dich regelt, einfach mal anrufen. Kann natürlich etwas mehr kosten. Siehe hier: http://www.germania.mfa.md/legalizarea-documentelor/
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Re: Heirat in Deutschland oder: die Grauen des Papierkrieges
... dumme Frage aus dem OFF: Weshalb tut man sich den Akt dann in Deutschland an, wenn es woanders auch gänge?
Re: Heirat in Deutschland oder: die Grauen des Papierkrieges
Woanders brauch man die Dokumente ebenfalls...
Wir benötigen gerade eine Apostille auf der moldawischen Geburtsurkunde. Wir haben mehrere moldawische Botschaften (in Deutschl., Belgien, Tschechien) angerufen, alle versichern uns, eine Apostille gibt es nur beim Justizministerium in Chisinau. Na super, also wohl im Februar wieder nach Chisinau trampen. Flüge sind für bloss einen dämlichen Stempel zu teuer (350 Euro finden wir gerade Hin- und Zurück). Minibus wäre noch ok (1500 Leu, 90 Euro Chisinau-Deutschland, bis Hagen fährt der) für die Rückfahrt, aber 30 Stunden im Minibus...uhm.
Das Ministerium arbeitet angeblich von 8 bis 16 Uhr und braucht mehrere Tage für die Apostille. Vom Preis haben wir irgendetwas bei 400 Leu verstanden. Der Preis steigt laut der Dame am Telefon, wahrscheinlich wie üblich exponentiell, je kürzer man warten möchte, umso viel teurer wird es ;-) Das Minimum beträgt 6 Stunden Wartezeit, aber ich denke, mit ein paar Extra-Leu geht das auch schneller.
@Snaider: Lust mit dem Auto zu fahren?
Mit 2-3 Leuten wären das vielleicht 200-250 Euro an Benzin Hin- und Zurück, die könnte man ja untereinander teilen. Immer noch günstiger als der Flug und bequemer. Je östlich man kommt, umso günstiger wird der ja... und man könnte sich abwechseln. Die Route kenne ich aus dem FF (Berlin-Wroclaw-Krakow-Lviv-Chernivtsi-Balti). Melde dich doch mal!
Wir benötigen gerade eine Apostille auf der moldawischen Geburtsurkunde. Wir haben mehrere moldawische Botschaften (in Deutschl., Belgien, Tschechien) angerufen, alle versichern uns, eine Apostille gibt es nur beim Justizministerium in Chisinau. Na super, also wohl im Februar wieder nach Chisinau trampen. Flüge sind für bloss einen dämlichen Stempel zu teuer (350 Euro finden wir gerade Hin- und Zurück). Minibus wäre noch ok (1500 Leu, 90 Euro Chisinau-Deutschland, bis Hagen fährt der) für die Rückfahrt, aber 30 Stunden im Minibus...uhm.
Das Ministerium arbeitet angeblich von 8 bis 16 Uhr und braucht mehrere Tage für die Apostille. Vom Preis haben wir irgendetwas bei 400 Leu verstanden. Der Preis steigt laut der Dame am Telefon, wahrscheinlich wie üblich exponentiell, je kürzer man warten möchte, umso viel teurer wird es ;-) Das Minimum beträgt 6 Stunden Wartezeit, aber ich denke, mit ein paar Extra-Leu geht das auch schneller.
@Snaider: Lust mit dem Auto zu fahren?
