Gelder aus dem Ausland für politische Stiftungen

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GIN
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Gelder aus dem Ausland für politische Stiftungen

Beitrag von GIN »

Hallo, ich würde gerne mal die Meinung von euch zu diesem Thema hören.

Nach meiner Meinung sind staatliche Gelder für ausländische politische Stiftungen eine Einmischung in die staatliche Entwicklung eines Landes.
Ich finde es problematisch wenn Saudi Arabien Millionen in einen P Vogel in Deutschland investiert, oder der Westen in Russland so etwas wie den Golos finanziert. Wer die Grenzen der Türkei beobachtet, der findet auch immer mehr türkische Schulen und politische Stiftungen im Balkan und dem Kaukasus.Ausserdem wundert mich auch der Moschee-Bau in der Schweiz, was da für Summen aus der Türkei flattern.
Auf der anderen Seite sind mir russische/chinesische Investitionen in Deutschland unbekannt?. Kann es sein das nur Staatsgebilde mit imperialistischen Einflussgehabe so etwas machen? oder gibt es diese russischen Stiftungen auch in D oder der Schweiz ?, bzw ist das ok so und auch so Länder wie Lichtenstein und die Schweiz betreiben "an unserem Wesen soll euer Land genesen"-Politik.

P.S. ich meine hier nicht private Stiftungen, sondern wirklich "staatliche" Gelder
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manuchka
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Re: Gelder aus dem Ausland für politische Stiftungen

Beitrag von manuchka »

Von russ. Stiftungen in DE weiß ich nichts, aber DE hat ein paar in RUS.
Du erntest, was du säst.
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harald63
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Re: Gelder aus dem Ausland für politische Stiftungen

Beitrag von harald63 »

manuchka hat geschrieben:Von russ. Stiftungen in DE weiß ich nichts, aber DE hat ein paar in RUS.
Wenn Gazprom sich hier einen Fusballverein hält, hat das natürlich überhaupt keine politische Komponente...
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Re: Gelder aus dem Ausland für politische Stiftungen

Beitrag von Cookie »

du kannst doch nicht schalke und gazprom mit golos und der US-Regierung vergleichen. Übrigens mehrere Menschenrechtsorganisationen bekommen aus den USA und Europa gelder.
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GIN
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Re: Gelder aus dem Ausland für politische Stiftungen

Beitrag von GIN »

Welche Organisationen sind das in Russland? kennst Du ein paar?
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GIN
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Re: Gelder aus dem Ausland für politische Stiftungen

Beitrag von GIN »

manuchka hat geschrieben:Von russ. Stiftungen in DE weiß ich nichts, aber DE hat ein paar in RUS.
sind das Stiftungen die direkt vom Staat gefördert werden? also aus dem Geld des Bundestages, Budget der Regierung usw?
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Re: Gelder aus dem Ausland für politische Stiftungen

Beitrag von Cookie »

J.Eckel hat geschrieben: Welche Organisationen sind das in Russland? kennst Du ein paar?
ein Beispiel Мемориал

Финансирование

Общественная палата России[15]
Фонд Сороса (США)
Фонд Форда (США)
Фонд Джексона (США)
Колумбийский университет (США)
Эдвард Клайн и Издательство им. Чехова (США)
Фонд поддержки демократии (США)
Фонд им. Бредли (США)
Фонд Гугенхейма (США)
Общественный архив рассекреченных материалов (США)
Фонд им. Ханса Бёклера (ФРГ)
Фонд им. Генриха Бёлля (ФРГ) оказывает поддержку созданию музея и архива «Мемориала»
Френсис Грин (Великобритания)
Фонд им. Стефана Батория (Польша)
Ассоциация «Дорога свободы» (Швейцария)
Институт социальной истории (Нидерланды)
Фонд им. Ланде (Нидерланды)
Компания «Яндекс» (Россия) — информационная поддержка.

http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9C%D0% ... %B8%D1%8F)
Gunnar
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Re: Gelder aus dem Ausland für politische Stiftungen

Beitrag von Gunnar »

Ich finde die Fragestellung problematisch.

mE müßte die Frage lauten: Ist es gerechtfertigt, dass Diktaturen NGO's in Demokratien unterhalten wenn Demokratien dies in Diktaturen (oder gelenkten Demokratien) tun. Da Staatsgebilde keine Menschen sind geltend hier keine Menschen- oder Gleichbehandlungsrechte. Es ist also schlichtweg eine politische Frage die ich für mich klar mit Nein beantworte.

Diktaturen oder gelenkte Demokratien verfolgen de facto allein und ausschließlich die Interessen von einer kleinen hermetisch geschlossenen Personengruppe. Sie sind nicht demokratisch legitimiert so dass man ihnen von vornherein unterstellen darf, dass ihnen auch nicht an einer Förderung freiheitlich demokratischer Strukturen in dem anderen Land gelegen ist. Ihnen geht es, das liegt in der Natur ihrer Position, ausschliesslich um Individualinteressen. Sowas ist nach meinem Verständnis nicht akzeptabel.

Deswegen ist es eine Verzerrung der Realität, wenn man den Fluss von Gelder aus Demokratien in NGO's in Ländern mit Diktaturen oder gelenkten Demokratien in unmittelbaren Vergleich zu einem Geldstrom andersherum setzt und dadurch zu dem Schluss gelangen will, dass wir ja auch schließlich nicht wollen, dass solche Länder ( z.B. der Iran, Russland oder der Vatikan) NGO's in Deutschland unterstützen und unsere Unterstützung daher "imperialistisches Gehabe" sei. Diese Form der Argumentation nannten die alten Griechen Sophismus und so nennen wir das heute noch. Im ersten Moment wirkt eine Argumentationskette sprachlich logisch, tatsächlich liegt aber ein Scheinargument vor, da die Prämissen auf den Argumentationsebenen nicht deckungsgleich sind.
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Re: Gelder aus dem Ausland für politische Stiftungen

Beitrag von Cookie »

Голос

Среди партнёров организации — Агентство США по международному развитию, Национальный фонд «За демократию», Национальный демократический институт[1], Владимирская региональная благотворительная общественная правозащитная организация «Центр правовой помощи», Газета.Ru, Институт развития избирательных систем, Комитет против пыток, Лига избирательниц Санкт-Петербурга, Межрегиональное объединение избирателей, Правозащитный совет России и другие.

http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%90%D1% ... 0%A1%C2%BB
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GIN
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Re: Gelder aus dem Ausland für politische Stiftungen

Beitrag von GIN »

Gunnar hat geschrieben:Ich finde die Fragestellung problematisch.

mE müßte die Frage lauten: Ist es gerechtfertigt, dass Diktaturen NGO's in Demokratien unterhalten wenn Demokratien dies in Diktaturen (oder gelenkten Demokratien) tun. Da Staatsgebilde keine Menschen sind geltend hier keine Menschen- oder Gleichbehandlungsrechte. Es ist also schlichtweg eine politische Frage die ich für mich klar mit Nein beantworte.

Diktaturen oder gelenkte Demokratien verfolgen de facto allein und ausschließlich die Interessen von einer kleinen hermetisch geschlossenen Personengruppe. Sie sind nicht demokratisch legitimiert so dass man ihnen von vornherein unterstellen darf, dass ihnen auch nicht an einer Förderung freiheitlich demokratischer Strukturen in dem anderen Land gelegen ist. Ihnen geht es, das liegt in der Natur ihrer Position, ausschliesslich um Individualinteressen. Sowas ist nach meinem Verständnis nicht akzeptabel.

Deswegen ist es eine Verzerrung der Realität, wenn man den Fluss von Gelder aus Demokratien in NGO's in Ländern mit Diktaturen oder gelenkten Demokratien in unmittelbaren Vergleich zu einem Geldstrom andersherum setzt und dadurch zu dem Schluss gelangen will, dass wir ja auch schließlich nicht wollen, dass solche Länder ( z.B. der Iran, Russland oder der Vatikan) NGO's in Deutschland unterstützen und unsere Unterstützung daher "imperialistisches Gehabe" sei. Diese Form der Argumentation nannten die alten Griechen Sophismus und so nennen wir das heute noch. Im ersten Moment wirkt eine Argumentationskette sprachlich logisch, tatsächlich liegt aber ein Scheinargument vor, da die Prämissen auf den Argumentationsebenen nicht deckungsgleich sind.
Es ist "imperialistisches" Gehabe, wenn man unsere Menschenrechte, die wir durch EMRK und UN Charta nach dem zweiten Weltkrieg "für" die ganze Welt gehämmert haben mit Kriegern und Geldströmen in die Welt senden möchten. Es ist nix anderes als was der Wilhelm unter "deutschem Wesen" verstanden hat.
Der Asiate, der Afrikaner und natürlich auch nicht die islamische Welt waren beteiligt an diesen Büchern der Weisen.
Durch Gespräche weiss ich, das dem Asiaten die "Menschenpflichten" fehlen. Die Araber, die ihre Peiniger jetzt in dem schon kalten Frühling durch die Welt jagen, den gehts nicht um unsere Menschenrechte, sondern um ihre Demokratie, natürlich in islamischer Form, also ohne unsere Liberalität (Religionsfreiheit usw).
Man darf nie denken, das man für sich die Weisheit gegessen hat, man sollte erst einmal die anderen Kulturkreise kennenlernen und dann verstehen, wieso Einmischung in andere Angelegenheiten, immer verwerflich sind. Wenn diese Stiftungen mit dem Ziel ins Land gehen, ihren Senf in dem anderen Land zu drücken, so sind sie nicht besser als die Interkomms von früher, oder Islamisten der AQ, einfach nur Sicherheitsrisiko für den Weltfrieden.
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