Kultgrieche hat geschrieben:meine Schwiegereltern müssen quasi auch wie Joseph und Maria aus der Bibel einen 500km-Marsch nach Moskau antreten, wenn sie nach Deutschland kommen wollen
Ist das also immer noch so ...
Das war ja schon um 1990 so. Auch da mussten wir jedesmal vor einer Heimfahrt nach Moskau (auch ca. 500km) - den ersten Tag Antrag stellen und dabei moeglichst gleich frueh unter den ersten sein, damit du bis Mittag deinen Antrag losgeworden bist, sonst bekam man eine Nummer, so dass am naechsten Tag erstmal die Liste vom Vortag abgearbeitet wurde.
Den folgenden Tag ab 10:00 Uhr konnte man dann sein Visa abholen. '91, oder '92 war im Sporthotel schraeg gegenueber kein Zimmer mehr zu bekommen, so dass wir bei -22° im Auto uebernachtet haben ...
Trotzdem, es war eine geile Zeit ... fuer uns ... 8)
Kultgrieche hat geschrieben:Aber wenn die Russen ebenfalls die persönliche Vorsprache von Westeuropäern verlangen würden, dann wäre Zappes mit Russland, kein Deutscher würde im Traum 100 oder 200 km zum nächstgelegenen russischen Konsulat fahren, von deutschen Geschäftsleuten ganz zu schweigen. Da hat die RF schon kapiert, dass sie in diesem Punkt nicht über die Stränge schlagen darf, weil es wirtschaftspolitischer Selbstmord wäre.
Wieviel Konsulate gibt es in Deutschland? Welche Ausmaße hat Deutschland?
Wie du siehst, nehmen einige Antragsteller sehr wohl genau diesen Weg auf sich. Dazu kommt z.B., dass Leipzig trotz guenstiger Lage fuer z.B Thueringen, Sachsen etc. viele Leute nach Berlin verwiesen hat, weil die Leipziger Kapazitaeten erschoepft waren.
Und nun erzaehl du mal dem Konsularbeamten, dass du ja auch Geld im Lande laesst ..., das interessiert den bestimmt wie diesen beruehmten umgefallenen Sack Reis in China.
-ah-