Wanderreise in die Oblast Kaliningrad

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purpom
Neuling
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Wanderreise in die Oblast Kaliningrad

Beitrag von purpom »

Seit einiger Zeit habe ich "Zu-Fuß-Reisen" als Hobby entdeckt. Mein neuestes Ziel ist die Oblast Kaliningrad.
Kennt sich dort jemand aus und könnte mir Informationen geben oder kennt jemand einen Link der mir weiterhelfen kann?

Ich würde gerne in der Oblast Kaliningrad ca 14 Tage wandern gehen und wild Zelten.

Ankunft ist in Kaliningrad und von da aus soll es erstmal mit Taxi oder Bahn zum Meer gehen (Kurische Nehrung).
Danach wieder Landeinwärts mit der Bahn?? Richtung Insterburg.
Dann zu Fuß süd/östlich Richtung Rominter Heide.
Im Anschluß dann zu Fuß und mit der Bahn zurück nach Kaliningrad.

Auf was muß ich achten?
Wo sind die Sperrgebiete?
Ist es überhaupt möglich dort wandern zu gehen?
Bekommt man Probleme mit Polizei oder Militär?
Braucht man besondere Passierscheine sich im Land zu bewegen?
Gibt es Gebiete die man meiden sollte (wegen Kriminalität oder sonstigem)?

Freue mich auf eure Antworten
Schöne Grüße
Thomas
Magdeburg-Moskva
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1612
Registriert: 30 Aug 2004, 00:30

Re: Wanderreise in die Oblast Kaliningrad

Beitrag von Magdeburg-Moskva »

Recherchieren solltest du vorher:

- Grenzgebiet
- Sperrgebiete
Diese sind nicht immer eindeutig gekennzeichnet, auch vorher vor Ort fragen.

Aus meiner Sicht ist gegen Zelten im Wald außerhalb der allgemeinen Sichtbarkeit und von Durchgangsstraßen entfernt nichts einzuwenden. In Städten, Siedlungen solltest du besser in Pensionen, Hotels usw. übernachten.

Problematisch ist m. E. die Sache mit der Migrationsmeldung. Innerhalb von 7 Tagen nach Ankunft sollst du dich bei der Post oder dem Föderalen Migrationsdienst am Aufenthaltsort angemeldet haben (Hotel am Tag nach der Ankunft). Ich war lange nicht mehr am Flughafen, aber an oft wird an den Flughäfen auch diese Migrationsmeldung von Polizei und/oder Migrationsdienst geprüft und ggf. Stress gemacht. Bei wechselnden Aufenthaltsorten ist das so eine Sache. Zwei Varianten, die ich lediglich beschreibe. Manch einer verzichtet komplett darauf (am Flughafen ist das m. E. gefährlich). Im Zweifelsfalle sollte man aber nachweisen können, dass man nirgendwo länger als 7 Tage war: Quittungen/Kassenbons, GPS-Track und Zeltausrüstung, Fotos, ggf. Bus-/Bahnfahrscheine. Andere lassen sich bei einer Vertrauensperson für die gesamte Aufenthaltsdauer anmelden (vllt. auch Reisebüro).

Ich weiß nicht, wie du technisch ausgerüstet bist, rechne auf keinen Fall mit ausgewiesenen Wanderwegen wie in Westeuropa. Also Gelände total, entsprechende Ausrüstung, wie Kompass, GPS erforderlich. Ich kenne deine Präferenzen nicht, aber ich würde eher mit Profi-Ausrüstung durch Wald und Flur wandern, als an Straßen entlang zu laufen, der Autoverkehr ist recht rabiat (wenn doch, dann Warnweste, am besten in gelb, dann hält man dich für nen Verkehrspolizisten [und steckt dir Geld zu :-D]).

Zu recherchieren sei auch die Nähe von Gefängnissen, davon sollte man sich fernhalten, bsd. nicht dort zelten.

Keine strategischen Objekte fotografieren: Unternehmen, Objekte der Energiewirtschaft, Militäranlagen, Verkehrsanlagen.

Wetter: Häufiger Regen..., meist etwas kühler als in Norddeutschland.

Kartenmaterial: Würde ich vor Ort besorgen, zur Not als Referenz oder zum Vergleich auch Detailkarten aus den 1930-er Jahren verwenden.

Ach ja... Russisch lernen.
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