Nikolaus hat geschrieben: Ich habe nun auch verstanden, dass es einfach Dein persoenlicher Stil ist, so pardonlos zu urteilen, keine Berufskrankheit.

Offenbar habe ich da fruehere Bemerkungen von Dir missverstanden, wie z.B.
als Jurist tut mir der Richter fast schon leid...
Nein hast Du nicht. Ich bin Jurist aber weder jung noch unerfahren
Hier aber bin ich einfacher Diskussionspartner, an dem man sich die Zähne mit schlechten Argumenten ausbeißt und den man mit guten Argumenten überzeugen kann.
Die Äußerung von Medwedjew und der Bezug auf die bösen USA ist mir klar und genau so hatte ich ja meine Bemerkung auch gemeint. Erst AH wollte mir ja die Unkenntnis unterjucken, dass doch Russen in Russland sehr wohl Verfassungsänderungen an allen Enden und Ecken fordern und wünschen und ob ich davon noch nie was gehört habe. Darum gings aber gerade nicht. Es ging, wie wir ja wissen, um Hillary und die verlangt keine Verfassungsänderung von Russland (jedenfalls nach meinem Kenntnisstand), sondern die Einhaltung des
geltenden Verfassungsrechtes, das zugleich in einigen Teilen der Menschenrechtscharta und damit Internationalem Recht entspricht und damit durchaus auch legitimer Weise von anderen Staaten eingefordert werden kann (natürlich nicht instrumentalisiert!).
Allgemein scheint mir, dass Russland oder die Russens sich stets vom Westen mißverstanden fühlt. Das ist ja auch das, worauf Frau Krone Schmalz hinweist (Realität und Vorstellung im Westen weichen voneinander ab). Wenn es sich tatsächlich so verhielte, dass alles nur eine große Wahrnehmungs- und Kommunikationsstörung ist, wäre es da nicht sachdienlich, einfach die Art der Kommunikation zu überdenken und zu ändern und einen Ton zu wählen, der friedlich, freundlich und unmißverständlich ist? Welchen Gefallen tut der Präsident sich und seinem Land, wenn er schnippische Sprüche klopft anstatt Defizite selbst zu beleuchten, bevor es andere tun und gleichzeitig glaubwürdig die Strategie zu deren Beseitigung darzustellen?