KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 31-2012

Ausrichterstadt der Fußballweltmeisterschaft 2018
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domizil
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KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 31-2012

Beitrag von domizil »

Vorliegendes Thema ist meinerseits der Versuch wöchentlich interessante Informationen aus Kaliningrad zu übermitteln. Ziel ist ein wenig mehr Aufmerksamkeit auf diese Stadt zu lenken – Aufmerksamkeit von privat Interessierten oder von Geschäftsleuten. Gerne können Sie mich auch direkt kontaktieren für Sie persönlich interessierende Informationen aus Kaliningrad.
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Feiertag/Gedenktag Russland in der Woche 06.08.- 12.08.:
Zweiter Sonntag: Tag des Bauarbeiters; 06.08. Tag der Eisenbahntruppen; 09.08. Tag des ersten Sieges der russischen Marine in der Schlacht beim Kap Gangut (1714); 12.08. Tag der Luftstreitkräfte;
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Seit März 2012 werden an allen Zufahrtsstraßen zu den Grenzübergängen WebKameras installiert, damit Interessierte sich über den realen Zustand an den Grenzübergängen informieren und somit die Reise besser geplant werden kann. Bis September ist die Ausstattung aller Übergänge komplett abgeschlossen. Infrarot-Kameras gewährleisten auch eine Information zu Nachtzeiten.
Quelle: http://kaliningradfirst.ru/?p=125570

In Selenogradsk entsteht ein Trainingszentrum für Teilnehmer der Fussball-Weltmeisterschaft 2018. In der vergangenen Woche wurden Journalisten mit dem Projekt an Ort und Stelle vertraut gemacht. Das Trainingszentrum kostet 600 Mio Rubel (15 Mio Euro).
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/sports/item/ ... nov-rublej

Wieder mal zum Lieblingsthema Straßenbahn. Nachdem in den letzten Jahren mit großem Aufwand die Straßenbahn aus der Gorki-Strasse, der Kiewer-Strasse und der Newski-Strasse entfernt und die Straßen jetzt in einem idealen Zustand sind, schlägt der Direktor des Kaliningrader Nahverkehrs vor, diese Linien bis 2018 wieder herzustellen. Er möchte zum Zustand des Jahres 1975 zurückkehren.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/society/item ... i-kievskoj

In einem weiteren Interview unterstrich der Direktor des Kaliningrader Nahverkehrs den sehr schlechten Zustand der Gleisanlagen. Die dadurch entstehenden Vibrationen führen zu Beschädigungen der entlang der Strecke stehenden Häuser. Um alle Vorstellungen des Direktors zu erfüllen werden 2,7 Milliarden Rubel (67,5 Mio Euro) benötigt.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/economy/item ... lrd-rublej

Die Verkehrspolizei Kaliningrads hat eine Liste mit 31 zentralen Straßen veröffentlicht, wo es zukünftig den Fahrschulen verboten ist, Ausbildungsfahrten vorzunehmen. Dies betrifft in erster Linie Straßen mit häufigen Staus und Unfallschwerpunkte. Die Liste der Straßen finden Sie im nachfolgenden Link.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... oroda.html

Shampoon nicht nur für den Kopf – jetzt auch für die Straßen von Kaliningrad. Zukünftig sollen die wichtigsten Straßen Kaliningrads einmal in drei Monaten mit Spezialshampoon behandelt werden. Dies soll den Zustand der Straßen verbessern, die Verkehrssicherheit erhöhen und die Kanalisation säubern. Die Reinigung der Straßen erfolgt in den verkehrsarmen Nachtstunden.
Quelle: http://www.klops.ru/avto_news/news/5760 ... punem.html

359.000 Rubel (9.000 Euro) will der Gouverneur der Region Kaliningrad für die englische Sprachausbildung wie auch für die ethische Erziehung von Angestellten der Regierung ausgeben. An den Sprachkursen sollen 20 Beamte teilnehmen, 10 Beamte erhalten eine Ausbildung in Ethik.
Anmerkung UN: Die zur Verfügung gestellte Summe zeugt entweder davon, dass bei den Beamten bereits gute Grundvoraussetzungen vorhanden sind, oder der Kurs nur Grundwissen vermittelt, oder einfach mehr Geld nicht als nötig erachtet wird.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... ubley.html

Anlässlich des 200. Jahrestages des Krieges von 1812 werden in Sowjetsk (Tilsit) drei neue Denkmäler aufgestellt. Ein Denkmal zeigt den russischen Zaren Alexander I., ein weiteres die preußische Königin Luise und ein drittes den Kriegshelden Denis Davidoff. Bereits im Kaliningrader Gebiet vorhandene Denkmäler zu dieser Thematik werden bis 2013 sämtlichst restauriert.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/576 ... 812-g.html

Die Dienstleistungskosten in Kaliningrad sind bis Juni auf 107,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Preise für Lebensmittel sind auf 104,3 Prozent gestiegen. Der statistisch festgelegte «Kaliningrader Warenkorb» kostete im Januar 9.541 Rubel (239 Euro) und im Juni 9.735 Rubel (243 Euro).
Quelle: http://kaliningradfirst.ru/?p=126377

In Kaliningrad gibt es, rein statistisch gesehen, keine Arbeitslosigkeit mehr. Im Juni kamen auf 10 offene Stellen nur noch 8 Arbeitssuchende. Im vergangenen Jahr kamen zum gleichen Zeitpunkt auf 10 offene Stellen noch 14 Arbeitssuchende. Zur Zeit gibt es rund 10.000 offene Stellen. Für das gesamte Gebiet Kaliningrad haben sich 8.600 als Arbeitssuchende registrieren lassen.
Quelle: http://rugrad.eu/news/518788/

Uwe Niemeier
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 31-2012

Beitrag von pippie »

domizil hat geschrieben:
In Kaliningrad gibt es, rein statistisch gesehen, keine Arbeitslosigkeit mehr. Im Juni kamen auf 10 offene Stellen nur noch 8 Arbeitssuchende. Im vergangenen Jahr kamen zum gleichen Zeitpunkt auf 10 offene Stellen noch 14 Arbeitssuchende. Zur Zeit gibt es rund 10.000 offene Stellen. Für das gesamte Gebiet Kaliningrad haben sich 8.600 als Arbeitssuchende registrieren lassen.
Quelle: http://rugrad.eu/news/518788/

Uwe Niemeier
Sorry, aber rein statistisch gesehen, gibt es 8600 Arbeitssuchende, also gibt es auch noch eine Arbeitslosigkeit. Dass es 10.000 offene Stellen gibt, hat damit rein gar nichts zu tun.
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 31-2012

Beitrag von bigbear »

Statistik ist die Kunst der Achsenbeschriftung... ;)
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GastroService
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 31-2012

Beitrag von GastroService »

wobei "arbeitssuchend" nicht "arbeitslos" bedeuten muss. Wenn ich einen Stellenwechsel mache und mich als suchend eintrage, bin ich noch lange keine Arbeitsloser. Wobei ein Arbeitsloser, der in einer Bildungsmassnahme ist, theoretische arbeitslos ist, aber dem Arbeitsmarkt, der Teilnahme an der Massnahme wegen, nicht zur Verfuegeung steht, als nicht als Arbeitsloser gezählt wird. So kann man Statistiken schoenen.
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 31-2012

Beitrag von pippie »

GastroService hat geschrieben:wobei "arbeitssuchend" nicht "arbeitslos" bedeuten muss. Wenn ich einen Stellenwechsel mache und mich als suchend eintrage, bin ich noch lange keine Arbeitsloser. Wobei ein Arbeitsloser, der in einer Bildungsmassnahme ist, theoretische arbeitslos ist, aber dem Arbeitsmarkt, der Teilnahme an der Massnahme wegen, nicht zur Verfuegeung steht, als nicht als Arbeitsloser gezählt wird. So kann man Statistiken schoenen.
Ja in Deutschland ist das so. Wie das in Russland ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Im Artikel sprach man immer von Arbeitslosen. War mein Fehler, den Begriff "Arbeitssuchende" von domizil zu übernehmen.
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 31-2012

Beitrag von bigbear »

GastroService hat geschrieben:Wobei ein Arbeitsloser, der in einer Bildungsmassnahme ist, theoretische arbeitslos ist, aber dem Arbeitsmarkt, der Teilnahme an der Massnahme wegen, nicht zur Verfuegeung steht, als nicht als Arbeitsloser gezählt wird. So kann man Statistiken schoenen.
nicht zu vergessen diejeigen die krankgeschrieben sind etc ..... da kommt noch eine grau-schwarze Zone hinzu.
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 31-2012

Beitrag von domizil »

... der von mir stark gekürzte Artikel hat im Original folgende Überschrift:

В Калининградской области безработица «закончилась»

Ich habe diese Überschrift nicht einfach so übernommen, sondern ergänzt: "... rein statistisch gesehen ..." weil mir natürlich bewußt ist, das es niemals und nirgendswo einen Zustand des völligen Fehlens von Arbeitslosigkeit geben kann - zumal es ja real noch Arbeitssuchende in Kaliningrad gibt. Arbeitslose gibt es wesentlich mehr. Aber wie gesagt: Nicht alle Arbeitslosen suchen auch neue Arbeit - ein kleiner Unterschied. Und Statistiken wie in dem genannten Artikel aufgeführt sind immer schwierig zu verstehen - es herrscht immer eine gewisse "positive Grundstimmung" (sprich Schönfärberei).
Wenn ich selber eine Meinung dazu habe mache ich dies kenntlich mit: "Kommentar UN". Ansonsten versuche ich die manchmal sehr langen Artikel in zwei, drei Sätzen möglichst dicht am Originaltext zu kürzen.
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Jenenser
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 31-2012

Beitrag von Jenenser »

Ein erneutes Danke für Dein “Kaliningrader Wochenblatt”. Die Fußball WM 2018 wirft ihre Schatten voraus. Natürlich drücke ich Kaliningrad auch die Daumen, Austragungsort zu werden. In diesem Zusammenhang stehen wohl auch die Nachrichten zum geplanten Trainingszentrum in Selenogradsk und das “Lieblingsthema” Straßenbahn. Wenn Kaliningrad den Zuschlag bekommt, wird sich im Bereich Verkehrsinfrastruktur noch einiges ändern, ändern müssen. Und vielleicht rollen dann u.a. wieder Straßenbahnen durch die Gorkistraße, auf eigenem Gleisbett, am Stau vorbei, in dem jetzt auch die modernen O-Busse spätestens am “Epicenter” stecken. Der Chef des “Stadttransportes” ist schon zu bedauern. Wird jemand seine Hilferufe zum aktuellen schlechten Gleiszustand hören und die Rubel locker machen für dringende Sanierungsarbeiten?

Die Gorkistraße gehört auch zu den Straßen, die die Fahrschulen nicht für Ausbildungsfahrten nutzen dürfen. Das würde bedeuten, die Führerscheinneulinge erlernen das Befahren wichtiger Magistralen später in Eigenregie, ohne Fahrlehrer. Was wird dabei herauskommen? Ich habe hier im Forum vor kurzem Links zu entsprechenden Youtube-Videos angeklickt...

Im Zusammenhang mit der Statistik zur Arbeitslosigkeit würde mich erneut interessieren, welche Stellen hauptsächlich in Kaliningrad vakant sind. Und was wird in einzelnen Bereichen (Beispiele) Brutto/Netto verdient?
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 31-2012

Beitrag von domizil »

Jenenser hat geschrieben:Wenn Kaliningrad den Zuschlag bekommt, wird sich im Bereich Verkehrsinfrastruktur noch einiges ändern, ändern müssen.
... Kaliningrad ist insgesamt verkehrstechnisch gesehen, fast auf dem Niveau 1945 stehen geblieben. Die Stadt ist gewachsen, die verkehrstechnische Infrastruktur nur unwesentlich den modernen Erfordernissen angepaßt wurden. Man hat es erkannt und das ist schon mal gut. Jetzt braucht man nur noch ein paar Millionen Euro und schon wird alles gut. Und bis 2018 werden wir dann in der ganzen Stadt - wie bisher auch - Permanentstaus haben. Gut für Fußgänger wie mich - ich bin schneller als jedes Auto.
Jenenser hat geschrieben:Der Chef des “Stadttransportes” ist schon zu bedauern. Wird jemand seine Hilferufe zum aktuellen schlechten Gleiszustand hören und die Rubel locker machen für dringende Sanierungsarbeiten?
... ach, so bedauern würde ich ihn nicht. Er ist immerhin der Ehemann der Kaliningrader City-Managerin (also Zweiter Bürgermeister). Dieser Bürgermeister organsiert die gesamte Stadtwirtschaft und verwaltet das Budget. Noch Fragen? Solange diese "Beziehungen" im Interesse der Stadt und der Allgemeinheit laufen - ist das doch in Ordnung.
Jenenser hat geschrieben:Das würde bedeuten, die Führerscheinneulinge erlernen das Befahren wichtiger Magistralen später in Eigenregie, ohne Fahrlehrer.
... richtig, zu denselben Schlussfolgerungen bin ich auch gekommen. Die schwierigen Strassen werden den Fahrschülern nicht gezeigt und die Quittung bekommen dann die Verkehrsteilnehmer etwas später präsentiert. Ich selber bin zwar kein so aktivier Verkehrsteilnehmer, aber ich habe die Fahrschüler nie so als verkehrstechnisch störendes Element empfunden. Aber die Meinungen sind eben unterschiedlich.
Jenenser hat geschrieben:Im Zusammenhang mit der Statistik zur Arbeitslosigkeit würde mich erneut interessieren, welche Stellen hauptsächlich in Kaliningrad vakant sind. Und was wird in einzelnen Bereichen (Beispiele) Brutto/Netto verdient?
... ja, ja, ja ... ich habe Deine Anfrage noch nicht vergessen. Nur ich komme mit dem Erarbeiten meiner Informationsmaterialien nicht schnell genug voran. Der Aufbau einer neuen Firma frißt vieles an Zeit "nebenbei" und wenn man dann auch noch andere Angebote "abwehren" muss - ist alles ein wenig angespannt. Die Info kommt aber - in Form eines umfassenden Infomaterials.
Uwe Niemeier
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 31-2012

Beitrag von domizil »

... hier nachgereicht der Link zu den Web-Kameras an der Grenze (hab leider etwas länger suchen müssen):

http://rugrad.eu/tourism/cams/

Uwe Niemeier
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