KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 34-2012

Ausrichterstadt der Fußballweltmeisterschaft 2018
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domizil
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KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 34-2012

Beitrag von domizil »

Vorliegendes Thema ist meinerseits der Versuch wöchentlich interessante Informationen aus Kaliningrad zu übermitteln. Ziel ist ein wenig mehr Aufmerksamkeit auf diese Stadt zu lenken – Aufmerksamkeit von privat Interessierten oder von Geschäftsleuten. Gerne können Sie mich auch direkt kontaktieren für Sie persönlich interessierende Informationen aus Kaliningrad.
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Feiertag/Gedenktag Russland in der Woche 27.08.- 02.09.:
27.08. Tag des Kino;
Letzter Sonntag: Tag der Werktätigen der Öl- und Erdgasindustrie;
01.09. Tag des Wissens (Schulbeginn);
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In den ersten sieben Monaten des Jahres verunglückten bei Verkehrsunfällen in Kaliningrad 88 Kinder, davon vier tödlich. In 38 Prozent dieser Fälle waren die Kinder selber schuld.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/incid ... detey.html

73 medizinische Einrichtungen wurden in Kaliningrad an das Hochleistungsinternet angeschlossen. Damit ist die erste Modernisierungsetappe abgeschlossen. Im Weiteren wird an IP-Telefon und der Möglichkeit von Videokonferenzen gearbeitet sowie der Einführung von elektronischen Patientenunterlagen.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... netu-.html

Im Jahre 2013 wird ein neuer Grenzübergang Rybatshi-Nida eröffnet. Litauen hat seinen baulichen Teil bereits fertiggestellt. Es handelt sich hier um einen See-Grenzübergang.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/21793-m ... -2013-goda

Kaliningrad will sein Verhältnis zu den Fußgängern ändern. Im kommenden Jahr beginnt die Instandsetzung der Fußgängerwege in Kaliningrad. Des Weiteren wird an die Einrichtung von Fußgängerzonen gedacht. Die Konzeption soll mit Hilfe eines dänischen Stadtarchitekten umgesetzt werden, der sich z.Z. in Kaliningrad aufhält und Gastlektionen liest und die Stadtregierung konsultiert.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/21823-g ... liningrade

In Kaliningrad existieren 248 Schulbusse. Nur 191 entsprechen den technischen Anforderungen. Nur 5 Busse haben ein Sat-gestütztes Dispatchersystem. Leider ist die Kontrolle nicht umfassend, so dass auch die Fahrer nicht immer im fahrtüchtigen Zustand die Kinder transportieren.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/incid ... nosti.html

Im Jahre 2013 wird begonnen die Zufahrten zur Stadt Kaliningrad zu erweitern. Insbesondere in/aus Richtung Svetlogorsk/Selenogradsk muss die Durchlassfähigkeit wesentlich erweitert werden. In der Mitteilung wird daran erinnert, dass der Gouverneur vor kurzen stundenlang in einem 25km Stau gestanden hat, als er aus Svetlogorsk kommend nach Hause fahren wollte.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/21892-v ... aliningrad

Bis 22. August sollten alle illegalen Kioske aus dem Stadtbild von Kaliningrad verschwunden sein. Die Betreiber dieser Verkaufspunkte wurden rechtzeitig über diesen Termin in Kenntnis gesetzt, in der Hoffnung, dass sie freiwillig Ihre nichtlizensierte Tätigkeit einstellen. Nun hat die Verwaltung begonnen im Stadtzentrum (Moskowski Prospekt) die nicht liquidierten Handelspunkte gewaltsam aus dem Stadtbild zu entfernen. Ein teures „Vergnügen“ für die Betreiber.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/21893-g ... yh-palatok

Der Gouverneur möchte dem Stadtzentrum Kaliningrads mit Ziegel- und Pflastersteinen sein altes historisches Ambiente wiedergeben. Außerdem rechnet er auf ein längeres „Verfallsdatum“. Die Instandsetzung kostet viel Geld, aber er ist bereit der Stadt aus dem Gebietshaushalt Finanzen zur Verfügung zu stellen. Leider produziert niemand die entsprechenden Ziegelsteine in Kaliningrad, so dass sie teuer irgendwo gekauft werden müssten.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/21896-c ... bruschatku

Kaliningrad soll sich generell neu ausrichten: Richtung Westen. Zumindest was den „Export“ von, in Kaliningrad hergestellten, Erzeugnissen anbelangt. Fast 80 Prozent aller Erzeugnisse gehen in das große russische Mutterland. In Richtung Westen wird deshalb nicht exportiert, weil es vielen Produzenten zu kompliziert ist. Nun will man dies ändern und sich vorerst auf den Export von Milch- und Fleischerzeugnissen konzentrieren.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Ehkonomika/584 ... ukcii.html

Die Entmilitarisierung Kaliningrads setzt sich fort. Im Ort Donskoje wurde jetzt, anscheinend völlig unerwartet, ein Objekt freigezogen, auf dem Hubschrauber und kleinere Flugzeuge stationiert waren. Das Objekt steht bereits leer und der Kaliningrader Gouverneur will sich jetzt beschleunigt um die zivile Nutzung kümmern. Erste Gedanken bestehen in der touristischen Nutzung, als privater Airport für Individualreisende oder als Flugschule – oder auch andere Gedanken. Investoren mit interessanten Ideen sind willkommen.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... stuet.html

Zukünftig wird die Kaliningrader Straßenbeleuchtung mit Solarelementen ausgestattet. Dies geschieht in Etappen, an den Stellen wo die Instandsetzung von Straßen und Fußgängerzonen durchgeführt wird. Begonnen wird in der Thälmannstraße/Gogolstrasse.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/21903-v ... -batareyah

Im Rahmen des Programms „Grüne Stadt“ werden in Kaliningrad bis Jahresende 150 Bäume neu gepflanzt sowie 3.000 Pflanzhecken. Ein weiteres, bisher streng geheim gehaltenes grünes Projekt, entsteht im Stadtzentrum. (Anm. UN: Es handelt sich um ein recht großes Gebiet was völlig „unterkellert“ ist mit ehemaligen deutschen Bunkern. Ein TOP-Gebiet um oberirdisch eine phantastische Parkanlage zu gestalten und unterirdisch nostalgische Geschäfte, Restaurants und Ausstellungsräume).
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/21900-d ... ustarnikov

Uwe Niemeier
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Jenenser
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 34-2012

Beitrag von Jenenser »

Danke für Dein aktuelles Kaliningrader Wochenblatt! Grundsätzlich halte ich Kaliningrad für eine grüne Stadt. Und man kann nur hoffen, dass vorhandene Grünflächen, entstanden u.a. durch großzügiges Bauen nach dem Krieg, keine Baulandreserven im heutigen Kaliningrad werden. Hast Du weitere Informationen zu dem, wie Du schreibst “streng geheim gehaltenen grünen Projekt“? Die Qualität der Fußgängerwege sind nach meiner Meinung in der Stadt sehr unterschiedlich. Von hochwertig und farblich interessant am Platz des Sieges oder am Oberteich bis katastrophal, fast den gesamten Leninprospekt. Die Ausführung von bisherigen Erneuerungsarbeiten sind auch qualitativ verschieden. Vor dem Theater gegenüber dem Schillerdenkmal lösen sich zum Beispiel neuverlegte Steine flächendeckend auf. Stolpergefahr besteht insgesamt in Kaliningrad recht häufig. Mann sollte als Fußgänger immer aufpassen, wo man hintritt. In den Kommentaren Deines verwendeten Artikels weisen die russischsprachigen Leser auf ein ähnliches Versprechen der Verantwortlichen der Stadt zur baldigen Instandsetzung der Fußgängerwege hin, welches jedoch schon ein paar Jahre zurück liegt. Werden die Kaliningrader wieder enttäuscht? Wo plant man eigentlich in der Stadt eine „klassische“ Fußgängerzone?
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 34-2012

Beitrag von domizil »

Jenenser hat geschrieben: Und man kann nur hoffen, dass vorhandene Grünflächen, entstanden u.a. durch großzügiges Bauen nach dem Krieg, keine Baulandreserven im heutigen Kaliningrad werden.
... es gibt in Kaliningrad den Begriff "Punktuelle Bebauung", wo genau so kleine grüne Flecken "umfunktioniert" wurden. Die Bevölkerung ist aber jetzt sehr sensibilisiert und für die "Wilden Bauinvestoren" wird es immer schwerer ... (Gott/Marx sei es gelobt).
Jenenser hat geschrieben: Hast Du weitere Informationen zu dem, wie Du schreibst “streng geheim gehaltenen grünen Projekt“?
Es handelt sich um ein Filetstück, direkt im Stadtzentrum mit sehr altem Baumbestand, jetzt schon eine Fläche wo man mal kurz verschnaufen kann. Zu deutschen Zeiten war es ein Bestandteil der Ostmesse, heute befinden sich in unmittelbarer Nähe der Zentralbasar, die Staatsanwaltschaft, das EKZ Akropol und die neue Kirche. Alle Versuche für eine Bebauung wurden verhindert. Das gesamte Gebiet ist unterbunkert (a la Restaurant "Rossgarten" - wenn Du Dich erinnerst, wo wir 1,5 Meter Wurst gegessen haben). Ich gehe davon aus, das dies ein unterirdisches Zentrum für Touristen in "Alt-Nostalgisch" werden soll und überirdisch einfach nur grüne Zone mit Sitzgelegenheiten, Wasserspielen usw.
Jenenser hat geschrieben:Vor dem Theater gegenüber dem Schillerdenkmal lösen sich zum Beispiel neuverlegte Steine flächendeckend auf.

Hier ist man schon dabei alles neu zu pflastern. Es werden bereits farbliche Steine verwendet. Ansonsten ist es wirklich so: Es wird (wurde) immer viel TamTam gemacht und dann wenig umgesetzt. Aber es gibt Anzeichen, das zukünftig doch ein anderer Wind in Kaliningrad wehen wird.
Jenenser hat geschrieben:Wo plant man eigentlich in der Stadt eine „klassische“ Fußgängerzone?
... das ist auch für mich eine spannende Frage. Meine bevorzugte Straße hierzu wäre die "ul. Proletarskaja". Sie führt direkt vom Zentralbasar (ehemals Ostmesse) zum Haus der Räte (ehemals Stadtschloss), vorbei am Unterteich. Links und rechts viele kleine Geschäfte. In anderer Richtung gehts vorbei am Wrangelturm, Litauischem Generalkonsulat und Oberteich... Aber das ist nur mein Traum ... andere träumen auch - aber eben andere Träume.
Uwe Niemeier
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 34-2012

Beitrag von domizil »

... ich sehe gerade oben rechts das aktuell neueste Foto von "Jenenser" aus Kaliningrad. Wer es vergrößert sieht die deutsche Aufschrift "Feuerwehr". Es sind noch original Gulliabdeckungen aus der Zeit vor 1945. Da staunt man über die Qualität und Haltbarkeit. Ich hoffe natürlich darauf, das diese kleinen "nostalgischen Leckerbissen" bei der Instandsetzung der Bürgersteige erhalten bleiben.
Danke Jenenser für diese Detailaufmerksamkeit.
Uwe Niemeier
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