Ich hatte, wie Dietrich, bei Medwediev ebenfalls den Eindruck, dass ihm die Bekämpfung der Korruption tatsächlich ein Anliegen war und er einiges unternommen hat, um in diesem Punkt Fortschritte zu machen. Er hat ja selbst eingräumt, dass die Korruption in Russland eines der ganz großen Probleme des Landes sei. Das stützen ja auch die Zahlen von Transparency, die natürlich von "ausländischen Agenten" stammen. Fakt ist aber, dass sich diese Zahlen (egal wie subjetiv sie gewonnen werden) bessern würden, wenn die Korruption abnähme, egal wer nun Transparency International finanziert. Das sieht man schon daran, dass der Iran mit Platz 120 von 183 deutlich besser als Russland auf der Korruptheitsliste rangiert (Platz 143/183), obwohl die Mullahs bestimmt keine Freunde der Amis sind....
Ich denke auch, dass eine deutliche Verbesserung der Situation und der öffentlichen Wahrnehmung im In- und Ausland damit einhergehen würde, nicht immer nur gegen diejenigen vorzugehen, die gerade in Ungnade gefallen sind. Schönes Beispiel ist ja neuerdings Ksenia Sobchak http://en.novayagazeta.ru/politics/53279.html, mag man von ihr halten was man will. Ihr Vater hat seinerzeit Putin mit groß gemacht und sie war entsprechend begnadet. Nun plötzlich gibt es mächtig auf den Deckel, weil sie nicht mehr richtig spurt. Nachtigall ....


