In guten, wie in schlechten Zeiten

Du willst eine russisch-deutsche Ehe eingehen, die allgemeinen Tipps im Internet helfen Dir aber nicht mehr weiter? Oder Du bist schon russisch-deutsch verheiratet und hast einen guten Rat für andere binationale Ehen? Dann melde Dich hier zu Wort!
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Dietrich
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Re: In guten, wie in schlechten Zeiten

Beitrag von Dietrich »

Wenn sie sich sogar nach einiger zeit entschuldigt....
Ist bestimmt die Schwangerschaft. Meine Frau poltert in der Richtung auch ganz gerne mal. Auch ohne schwanger zu sein! Da lernt man mit der Zeit mit umzugehen....

Vor allem, wenn du wirklich nicht abends nach Hause kommst, die Füße hochlegst und maulst, dass dein Bier noch nicht da ist, sondern nach der Arbeit noch Sonderschichten beim Umbau einlegst....
Ich glaube, bei vielen russischen Männern ist nur mit ganz klaren Worten - wenn überhaupt - was zu bewegen. Das sitzt wohl bei vielen Frauen einfach im Verhaltensmuster drin. Man gewöhnt sich dran.

Seit meine Frau jetzt 5-6 Tage die Woche ebenfalls ihre 8-9 Stunden außer Haus beschäftigt ist (sie macht gerade Anerkennungspraktikum), reicht 1 mal die Woche Saugen und Bodenwischen plötzlich aus - während man vorher MINDESTENS 2 mal die Woche saugen musste, um überhaupt (über)leben zu können.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
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joerg69
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Re: In guten, wie in schlechten Zeiten

Beitrag von joerg69 »

Ja das mag sein!! Aber zermürbt einfach auf dauer!!
Naja haben uns "mal" wider ausgesprochen!
Mal sehen wie es nun weiter geht!! :shock:
So bin ich!
Magdeburg-Moskva
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Re: In guten, wie in schlechten Zeiten

Beitrag von Magdeburg-Moskva »

Könnte sie Dir bei der Arbeit mal zusehen und sehen, wie du da buffst? Oder nimm sie mal mit auf den Dachboden und lass sie dir bei der Arbeit zuschauen, keine Angst, ein bisschen Holzstaub macht nichts. Und lass sie mal ne Fermacellplatte halten. Nur ganz kurz. Wir Männer zeigen ja nicht unbedingt, wie schwer wir es gerade haben.
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Sibirier
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Re: In guten, wie in schlechten Zeiten

Beitrag von Sibirier »

Manchmal hilft schon im Ansatz eines solchen "Gewitters" einfach mal zu antworten, Ja toshe lublju tebja..... ;) (Ich liebe Dich auch)....

Das wirkt manchmal schon, dass dann meine Frau zumindest das Lächeln wieder bekommt und die Aufregung runter gefahren wird.....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
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joerg69
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Re: In guten, wie in schlechten Zeiten

Beitrag von joerg69 »

@Sibirier

Den Satz muß ich mir merken (üben wie man den ausspricht) :D

Ich habe gestern für mich herrausgefunden (meine ich) das wir für die
gleiche arbeit (z.b. zuhause anstreichen) unterschiedliche Herangehensweise haben.
Ich bin eher der "überlegte" Pinseler und Roller! Das heißt ich Räume zuerst aus klebe alles ab und demontiere schalter und steckedosen!
Dann is feierabend! Und am nächsten Tag wird angestrichen aber es muß nicht fertig werden an diesem Tag, mir reicht es wenn es z.B. zum wochenende fertig wird!

Meine frau ist da anders!
Sie ist der zur seite schieb und aufwisch typ der es am gleichen Tag auch fertig haben "will"!!

Und das sieht dann immer sehr planlos und chaotisch aus!! Wenn sie fertig ist siehts aber vom prinzip genauso aus als wenn ich es gemacht hätte!!

Aber sie meint das ich das auch so machen muß und ich lasse mich nach der Arbeit nicht gerne antreiben und mir vorschreiben wie ich was wann und wo zu machen habe!

Also kann der Satz von Sibirier für mich ein sehr wichtiges Instrument werden! 8)
So bin ich!
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zimdriver
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Re: In guten, wie in schlechten Zeiten

Beitrag von zimdriver »

das sind interkulturelle Probleme, mezhkulturnye problemy, die es wohl in jeder Ehe, aber auch an jedem Arbeitsplatz im Ausland gibt
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manuchka
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Re: In guten, wie in schlechten Zeiten

Beitrag von manuchka »

Vielleicht klärt ihr DAS mal - dass eben jeder seine Herangehensweise hat und nicht die eine richtig und die andere falsch ist?!

Ich habe z.B, festgestellt, dass ich ein ganz schlechter Beifahrer geworden bin, seit wir nicht mehr in RUS wohnen. Aber wir fahren nicht sooo oft (Mietwagen), und ich muss mich echt zusammenreißen und mir sagen: wer am Steuer sitzt, der entscheidet, wie gefahren wird. Punkt. Ich mag es auch nicht, wenn mir einer reinredet, also darf ich dem Herzliebsten auch nicht reinreden. Also: Wer die Arbeit macht, der macht sie so, wie er das für richtig hält, und der andere darf vielleicht mal einen freundlichen (!) Hinweis geben, wenn er meint, dass man vielleicht was nicht beachtet hat. Aber sonst hat er nicht zu meckern.
Du erntest, was du säst.
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Dietrich
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Re: In guten, wie in schlechten Zeiten

Beitrag von Dietrich »

manuchka hat geschrieben:Also: Wer die Arbeit macht, der macht sie so, wie er das für richtig hält, und der andere darf vielleicht mal einen freundlichen (!) Hinweis geben, wenn er meint, dass man vielleicht was nicht beachtet hat. Aber sonst hat er nicht zu meckern.
Aber wenn es doch nun mal nur eine korrekte Art gibt, um z.B. den Boden zu wischen?

Wieviele Diskussionen habe ich mit meiner Frau beim Renovieren gehabt:
- Wieso ist eigentlich die Küche immer noch nicht "fertig"? Ich habe schon 2 Kinderzimmer komplett tapeziert und gestrichen und der dritte ist halb fertig.
- Und? Ich habe Fliesen abgestemmt, Schlitze gefräst, Kabel verlegt, Steckdosen angeschlossen, etc. etc.
- Und trotzdem ist der EINE RAUM immer noch nicht fertig, während ich schon gleich den dritten (das Schlafzimmer) fertig habe.
- Das ist auch alles ein wenig komplizierter als Tapete schneiden - Kleister dran - an die Wand und dann streichen.
- Dann mach das doch selbst....
- Und du machst dann in der Küche die Elektrik?
- Das kann doch so schwer nicht sein. Außerdem rennst du alle 10 Minuten in den Keller, weil irgendwelches Werkzeug oder Material fehlt. Wieso machst du es nicht wie ich und nimmst gleich alles auf einmal mit?
- Weil ich nun mal mehr als Pinsel, Kleber, Senklot und Schere brauche. Und manchmal braucht man eben plötzlich doch andere Schrauben oder so... Wenn ich das ALLES hier hin packen würde, dann wäre das auch nicht recht....

zumindest so ungefähr lief das ;-)
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Sibirier
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Re: In guten, wie in schlechten Zeiten

Beitrag von Sibirier »

Oder einfach auch mal eine Woche wirklich nichts machen, wenn sie behauptet Du machst nichts....

Ist zwar dann erst einmal richtig Funkstille, aber dann geht es wieder..... ;)

Aber das ist dann schon die "härtere Variante".....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
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Re: In guten, wie in schlechten Zeiten

Beitrag von CSB_Wolf »

Dietrich hat geschrieben: zumindest so ungefähr lief das ;-)
Kommt mir bekannt vor bzw. hab ich das auch schon erlebt :lol:
Wenn es bei meiner Frau etwas zum Tapezieren gibt dann binde ich inzwischen meine Frau mit in die Arbeit ein. Ich lasse sie die Tapeten mit Kleister vorstreichen, zusammenlegen und ich klatsche sie dann an die Wand :D So schnell wie bei mir die Tapeten an der Wand sind kommt sie gar nicht nach mit Kleistern :lol:

Gruss
wolf
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