KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 42-2012

Ausrichterstadt der Fußballweltmeisterschaft 2018
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domizil
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KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 42-2012

Beitrag von domizil »

Stadt- und Gebietsportal Kaliningrad im RusslandForum
Kaliningrad – Stadt mit deutscher Geschichte und russischer Zukunft
Wöchentliche Kurznachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
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AUSRICHTERSTADT DER FUSSBALL - WELTMEISTERSCHAFT 2018
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Die Kaliningrader Stadtverwaltung wird das Verteidigungsministerium auf die Herausgabe von 50 Grundstücken verklagen. Die Mehrzahl der Grundstücke befindet sich in einem verwahrlosten Zustand und stellt eine Gefahrenquelle dar. Gleichzeitig hat bereits ein Schriftverkehr mit dem Verteidigungsministerium begonnen, mit dem Ziel, die am Stadtrand befindlichen Armeelager der Stadt zu übergeben.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/604 ... grade.html

Die Zahl der zugereisten Gastarbeiter nach Kaliningrad nimmt zu. Bis August sind 3.233 Gastarbeiter aus den GUS-Staaten zugereist. 321 Gastarbeiter haben das Kaliningrader Gebiet in diesem Zeitraum verlassen. Im gleichen Zeitraum sind 12.800 Russen aus dem „Großen Russland“ zur Arbeitsaufnahme nach Kaliningrad gereist und 10.500 wieder abgereist. Also ist auch hier ein Zuwachs zu verzeichnen. Weiterhin sind 150 Ausländer aus anderen Ländern zur Arbeitsaufnahme nach Kaliningrad seit Jahresanfang bis August angereist.
Quelle: http://rugrad.eu/news/550405/

Für die Projektierung des ersten Yachthafens in Svetlogorsk wird aus dem Gebietshaushalt die Summe von 21 Mio. Rubel (525.000 Euro) zur Verfügung gestellt. Der Bau des Yachthafens soll bereits im Jahre 2013 beginnen. Insgesamt ist der Bau von 6 Yachthäfen und 10 Anlegeplätzen im Kaliningrader Gebiet geplant.
Quelle: http://rugrad.eu/news/549685/

Russland und Litauen haben die gemeinsame Arbeit zur Festlegung der gemeinsamen Grenzen beendet. Eine besonders schwierige Arbeit wurde dabei im Bereich Kurskaja Kosa (Kuhrische Nehrung) geleistet, wo die Geländebedingungen besonders schwierig sind. Die gemeinsame Grenze hat nun eine Ausdehnung von 294,4 km.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23048-r ... hskoj-kose

Immobilienspezialisten sagen eine Preisexplosion bei Immobilien in den Städten voraus, die jetzt als Austragungsorte für die Fußball-WM2018 benannt wurden. Man geht von einem Wachstum von 15-20 Prozent aus, bei besonders gefragten Immobilien (1- und 2-Raum-Wohnungen) erwartet man einen Preisanstieg von 50 Prozent. In Kaliningrad sind die durchschnittlichen Preise für einen Quadratmeter im letzten Jahr von 33.000 Rbl. auf 55.000 Rbl. (825 Euro – 1.375 Euro) angestiegen
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23042-e ... liningrade

Kaliningrader Edelfüchse und Nerze haben sechs Gold- und eine Silbermedaille auf einer Ausstellung in Moskau gewonnen. Nach Meinung des Vorsitzenden der Assoziation der Züchter in Kaliningrad, bestand die schwierigste Aufgabe im Transport der Tiere und des Ausstellungsmaterials von Kaliningrad nach Moskau über mehrere Grenzen.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/econo ... vdnkh.html

Die Kaliningrader Regierung sucht einen Investor für den örtlichen Hersteller von Alkoholika. Die Firma ОАО "СПИ РВВК" hat ernsthafte wirtschaftliche Probleme. Fast das gesamte Personal ist entlassen, auf dem Gelände arbeiten nur noch die unbedingt zur Aufrechterhaltung der Ordnung notwendigen Mitarbeiter. Die Kaliningrader Regierung ist sehr am Erhalt dieses Produzenten interessiert und ist bereit, neuen Investoren alle notwendige Unterstützung zu erweisen.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Ehkonomika/604 ... IRVVK.html

Die Stadt Kaliningrad möchte sich von seinem Zoo trennen. Vertreter des Stadtparlaments richteten ein entsprechendes Schreiben an das Ministerium für Kultur der RF und an die Kaliningrader Gebietsregierung, mit der Bitte den Kaliningrader Zoo entweder in Gebietseigentum oder in föderales Eigentum zu überführen. Die finanziellen Möglichkeiten der Stadt sind nicht ausreichend für den Unterhalt und die geplante Rekonstruktion des Kaliningrader Zoo.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23067-v ... t-zooparka

In Kaliningrad wurden 18 Tonnen Hanf und 8 kg. Marihuana durch operative Kräfte des Innenministeriums vernichtet. Diese Operation wird jährlich immer zum Sommerausklang durchgeführt. Durch operative Kräfte werden auch ganze Plantagen im Rahmen dieser jährlichen Spezialaktionen überpflügt.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/incid ... huany.html

Während des Aufenthaltes von Premier Medwedjew in Kaliningrad Mitte der Woche, wurde dieser durch den Gouverneur gebeten, Möglichkeiten für Visaerleichterungen für Ausländer zu finden, die zur medizinischen Behandlung nach Kaliningrad reisen. (Anm. UN: Kaliningrad hat einen sehr guten Ruf bei zahnärztlicher Behandlung und wird in der nächsten Zeit eines der modernsten medizinischen onkologischen und Rehabilitationszentren erhalten. Bereits vor einigen Wochen wurde eines der modernsten kardiologischen Zentren Europas in Kaliningrad eröffnet).
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23078-c ... -v-rossiyu

Kaliningrad verspürt auf Schritt und Tritt ein großes Defizit an Arbeitskräften. Die Mehrzahl der Schulabgänger strebt nach einer Hochschulausbildung. Nur die wenigsten suchen einen Fachschulabschluss oder nur eine Berufsausbildung. Leider ist in Kaliningrad bereits eine „Generation ewiger Studenten“ herangewachsen, die zuerst Jura studieren, dann Ökonomie und zum Schluss Psychologie. Und anschließend können diese keine Arbeit finden. Zurzeit sind 1.021 Maurerstellen in Kaliningrad vakant und es gibt aber nur einen Bewerber in ganz Kaliningrad.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23082-v ... cialnostej

Die polnischen Lieferanten der neuen Straßenbahnen für Kaliningrad haben den Gedanken, in Kaliningrad ein Werk für die Produktion von Straßenbahnen zu eröffnen. Im Rahmen eines Gespräches mit dem polnischen Botschafter in Russland und dem Gouverneur sowie Vertretern der Wirtschaft, wurde dieser Gedanke geäußert.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23100-v ... h-tramvaev

Während seines Besuches in Kaliningrad, Mitte vergangener Woche, wurde durch den Premier Medwedjew das Projekt eines Rehabilitationszentrums „Baden-Baden“ genehmigt. In diesem Zusammenhang geht es auch um die Entwicklung des Medizintourismus nach Kaliningrad – so der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes. Der Gesamtkomplex, mit onkologischen Zentrum, Sanatorien und Altenversorgung soll eine Kapazität für 20-30tausend Menschen haben.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23106-m ... den-badena

Kaliningrad belegt im russischen Maßstab den fünften Platz im Rahmen der Entwicklung der Landwirtschaft. Bereits heute versorgt sich das Kaliningrader Gebiet eigenständig mit Schweinefleisch. Das Gebiet investiert in die Entwicklung der Landwirtschaft erhebliche Mittel. Die ersten Erfolge sind bereits zu sehen. Das Gebiet hofft auch weiterhin auf Mittel aus dem Föderalen Haushalt (Anm. UN: Ostpreußen war bis 1945 die Kornkammer Deutschlands).
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23117-k ... hozyajstve

Polnische Firmen haben von der gebietseigenen Aktiengesellschaft „Baltische Invest Firma“ 1.500 ha Grund und Boden gepachtet. Im Rahmen eines Gemeinschaftsunternehmens wollen die Polen sich mit der Pflanzenzucht beschäftigen. Der Grund für die Aufnahme der Tätigkeit in Kaliningrad ist das Vorhandensein von großen zusammenhängenden Agrarflächen. In Polen ist es sehr schwer freie Grundstücke mit einer Fläche von 100 ha oder mehr zu finden. Die Polen werden eigene Landwirtschaftstechnik einsetzen und sowohl polnische wie auch russische Arbeitskräfte einsetzen.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/econo ... asti-.html

Uwe Niemeier

Kaliningrad: Thema der Woche

Zukünftig wird an dieser Stelle jeweils ein Kaliningrader Thema durch mich etwas ausführlicher dargestellt oder mit Eigenkommentar versehen. Weitere Kommentare zu Kaliningrad finden Sie zukünftig auch in meinem BLOG
http://www.blog.aktuell.ru/category/kal ... em-akzent/

Bewegung ist alles … und das Ziel?

Trotz meiner relativ langen Anwesenheit in Kaliningrad kann ich natürlich nicht auf alle Fragen antworten. Mit anderen Worten: Fragen bleiben unbeantwortet, geben aber Anlass zum Nachdenken.

Vor ein paar Tagen saß ich beim Friseur und blätterte im Glanzjournal „Königstor“. Dort ist es üblich – je nach Geldbeutel – auf den ersten zwei bis fünf Seiten immer eine Kaliningrader Persönlichkeit darzustellen (oder besser: diese Persönlichkeiten stellen sich selber dar). So weit so gut – ich habe nichts dagegen.

Nun aber fand ich einen Artikel über unseren Gouverneur, Nikolai Zukanov. In diesem Artikel rechtfertigte er zum wiederholten Male seine Arbeit in den letzten zwei Jahren. Ich vermute mal, dass diese Selbstdarstellung auch nicht von ihm persönlich bezahlt wird, denn irgendwie ist mir aus dem Gebietsbudget in Erinnerung, das es für „Eigenreklame der Regierung“ einen „Fond“ gibt. Eigentlich schade um dieses Geld, denn wenn man vernünftig arbeiten würde, so würden die Ergebnisse für sich selber sprechen und benötigten keine Reklame. Immerhin sprechen wir hier über Politik und nicht über irgendein neues Kaugummi oder eine neue Kartoffelsorte, welche natürlich beworben werden müssen.

Und nun war der russische Premier Medwedjew am Mittwoch in Kaliningrad. Natürlich trifft sich der Gouverneur mit dem Premier (oder besser: der Premier trifft den Gouverneur – wenn er denn will). Und gerade an dem „Willen sich zu treffen“ mussten wohl einige Journalisten Zweifel gehabt haben und prompt wurde ein entsprechender Artikel im Internet platziert und prompt rechtfertigt sich der Gouverneur: „Ich habe mich mit Medwedjew an diesem Tag dreimal getroffen.“ Na, das ist doch toll – oder? Und dann analysiert man mal diese Treffen. Das erste Treffen war im Auto vom Airport bis nach Kaliningrad (10 min. Fahrzeit). Das zweite Treffen war während der Besichtigung des neuen Kardiologischen Zentrums – 40 Minuten. Und wie der Gouverneur ausdrücklich betonte – es war ein Gespräch unter vier Augen. Na, ob er sich mit diesem Zusatz einen guten Dienst erwiesen hat ist noch fraglich, denn solche Informationen heizen immer wieder die Phantasie an. Und das dritte Treffen fand wieder im Auto statt, auf der Fahrt zum Airport.

So weit, so gut. Medwedjew plante während seines Aufenthaltes ein Treffen mit Bürgern Kaliningrads. Dieses Treffen sollte in der Vertretung der Partei ER stattfinden. Aus Zeitgründen konnte Medwedjew dieses Treffen „unerwartet“ (?) nicht persönlich durchführen und beauftragte … na? Nein, nicht den Gouverneur, sondern den gerade neu gewählten Bürgermeister von Kaliningrad, A. Jaroshuk. Und auf die Frage der Journalisten, was der Gouverneur dazu zu sagen hat, meinte dieser, das ihm der genaue Besuchsplan des Premiers nicht bekannt war und er dazu nichts sagen kann. Na, da musste selbst ich, als eigentlich humorloser Mensch, lachen.

Am heutigen Tag wurde nun bekannt, dass ein weiterer Vizegouverneur (zuständig für Sozialpolitik) der Kaliningrader Regierung seinen Hut genommen hat. Kaliningrad hat zwar rund eine Million Einwohner, aber bei dem Verschleiß an Führungskräften in der Regierung werden wir dann wohl bald auf Importe angewiesen sein – und das wiederum dürfte der Bevölkerung – die „Moskauer Importe“ nicht liebt, nicht gefallen.

Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/polit ... izhdy.html
Uwe Niemeier
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Jenenser
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 42-2012

Beitrag von Jenenser »

Es soll ja Skeptiker geben, die am Kauf moderner Straßenbahnen in Polen für die Stadt Kaliningrad zweifeln. Nun hat der polnische Hersteller auf seiner Internetseite den Bau der Straßenbahnen für die russische Exklave bekannt gegeben:
http://pesa.pl/press-room/nowosci?start=1
Sollte der Einstieg in Kaliningrad gelingen, ergeben sich für das polnische Unternehmen weitere ungeahnte Möglichkeiten, bezogen auf den gesamten russischen Markt. Dort drehen hauptsächlich noch alte Tatra-Bahnen aus der Tschechoslowakei ihre Runden. Die letzten wurden in die Sowjetunion 1990 geliefert. Und nicht selten findet man noch wesentlich ältere zwischen Uljanowsk, Moskau und Jekaterinburg. Zollrechtliche Bedenken sind wohl der Grund, gleich über den Bau eines komplett neuen Werkes in Kaliningrad nachzudenken.

Kaliningrad ist das Fenster zu Russland, schreibt im Kommentarfeld des Artikels ein russischsprachiger Leser aus Polen. Da ist schon was dran...
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Re: KALININGRADER WOCHENBLATT Nr. 42-2012

Beitrag von domizil »

Jenenser hat geschrieben:Kaliningrad ist das Fenster zu Russland,
ja, einverstanden. Allerdings würde ich das Wort "Fenster" lieber mit "Tür" ersetzen. Durchs Fenster wird reingeschaut, durch die Tür reingegangen. Ich bin mehr dafür das die Leute reinkommen ...
Vielleicht wirfst Du auch noch mal einen kurzen Blick auf meinen neuen BLOG-Beitrag, den ich gestern eingestellt habe.
Uwe Niemeier
http://www.blog.aktuell.ru/category/kal ... em-akzent/
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