KALININGRAD: Aktuelles rund um´s Militär

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domizil
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KALININGRAD: Aktuelles rund um´s Militär

Beitrag von domizil »

Königsberg und Kaliningrad haben eins gemein: das Militär.
Egal zu welcher Zeit, war die Stadt, wenn nicht gar ganz Ostpreußen/Kaliningrader Gebiet, ein riesiges Militärlager.
Die Strategie und Taktik der Militärs änderte sich im Verlaufe der Jahre und seit Anfang der 90er Jahre verlor das Kaliningrader Gebiet von Jahr zu Jahr mehr an militärischer Bedeutung für die russische Verteidigungsplanung.

Ich selber konnte seit 1995 beobachten, wie eine Kaserne nach der anderen beräumt wurde, heute noch leer stehen oder dem Zivilsektor zu anderweitiger Nutzung übergeben worden.
Heute reden wir in Kaliningrad noch über einen Militärbestand von ca. 17.000 Armeeangehörigen – inclusive Grenztruppen. Die eingeleitete Militärreform wird in den nächsten Jahren weitere Veränderungen bringen – ich gehe von positiven Veränderungen für Kaliningrad aus.

Trotzdem halten sich standhaft Gerüchte über Kaliningrad als vorgeschobene Militärbastion Russlands – als erster Prellbock für mögliche Gegner. Wer sich ein winziges bisschen mit den heutigen modernen militärischen Bedingungen auskennt weiß, dass solche Gebiete wie Kaliningrad der denkbar ungeeignetste Ort für menschliche Truppenkonzentrationen ist.

Ich möchte hiermit ein weiteres ständiges Thema in der Rubrik „Kaliningrad“ eröffnen und an dieser Stelle über dieses Thema aktuelle Informationen veröffentlichen. Ziel ist, auch hier die stereotypen negativen Vorstellungen abzubauen und in einen realen wahren Wissensstand für Westeuropäer zu bringen.

Uwe Niemeier
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Re: KALININGRAD: Aktuelles rund um´s Militär

Beitrag von domizil »

VIP-Drückeberger

Die Einberufungskommission des Kaliningrader Gebietes legte einen Bericht zur Herbsteinberufung vor. Aus dem geht hervor, dass Kinder von hochgestellten Persönlichkeiten aus dem Kaliningrader Gebiet, aber auch von föderalen Beamten, sich vor dem Wehrdienst drücken. Die Einberufungskommission legte eine konkrete Liste mit den Namen der Betroffenen vor.

Die Einberufungskommission stellte die Frage, warum diese jungen Männer nicht ihrer Bürgerpflicht nachkommen wollen. Man ist nicht bereit dies, auch im Interesse der anderen Wehrpflichtigen die ihren Pflichten nachkommen, so einfach hinzunehmen. Es ist geplant, alle administrativen Möglichkeiten zu nutzen um Gerechtigkeit walten zu lassen.

Am 15. Oktober begann die Herbsteinberufung. 1.267 Wehrpflichtige werden bis Mitte November einberufen, 505 wurden vom Militärdienst befreit und 1.100 Wehrpflichtige wurden vom Dienst zeitweilig zurückgestellt.

Kommentar UN: Alle einberufenen Wehrpflichtigen verbleiben im Kaliningrader Gebiet – entgegen früherer Praxis. In den Truppenteilen wird eine intensive Arbeit zur Schaffung eines Klimas für einen effektiven und diskriminationsfreien Grundwehrdienst geleistet.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23647-d ... ot-prizyva

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Re: KALININGRAD: Aktuelles rund um´s Militär

Beitrag von Daten-Salat »

Gute Idee, dieses Thema, Uwe.

Wie lange dauert der Wehrdienst in Russland?

Gruß: Armin
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Re: KALININGRAD: Aktuelles rund um´s Militär

Beitrag von domizil »

Daten-Salat hat geschrieben:Wie lange dauert der Wehrdienst in Russland?
... der Wehrdienst in Russland, egal in welcher Teilstreitkraft er abgeleistet wird, dauert 12 Monate.
In der "Familie" habe ich auch einen russischen Hauptmann (hoffentlich bald Major). Seit Anfang des jahres, im Rahmen der Militärreform, bekommt er (und andere Vertragsssoldaten) einen sehr anständigen Sold und vor wenigen Wochen hat er das Zertifikat bekommen, wo der russische Staat ihm eine Wohnung defacto schenkt (bei Erfüllung der vertraglichen Dienstpflichten).
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Re: KALININGRAD: Aktuelles rund um´s Militär

Beitrag von domizil »

Kaliningrader im Präsidentenregiment

In Kaliningrad sind 15 Wehrpflichtige für den Dienst im Präsidentenregiment (Kreml-Regiment) ausgewählt wurden. Bereits zum achten Mal seit 2009 erhielt Kaliningrad die Möglichkeitб Soldaten zu dieser Ehrenaufgabe zu entsenden. Insgesamt haben bereits 135 Kaliningrader im Präsidentenregiment ihren Dienst versehen.

Um im Ehrenregiment dienen zu dürfen, müssen die Ausgewählten einige Bedingungen erfüllen. So muss die Körpergröße 175 – 190 cm betragen, gute Kenntnisse der russischen Sprache, keine Sprachfehler, keine Tatus am Körper, ausgezeichnete Gesundheit und körperliche Entwicklung und einen guten mittleren Schulabschluss.

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung erhielten die Ehrensoldaten Erinnerungsgeschenke und deren Eltern ein Dankschreiben des Kaliningrader Gouverneurs.

Für Russischsprachige hier ein LINK zur Internetseite des Präsidentenregimentes.
http://www.ppolk.ru/

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Re: KALININGRAD: Aktuelles rund um´s Militär

Beitrag von domizil »

Flottenauffüllung in Ostseeflotte aus anderen Regionen

Im Rahmen der Herbsteinberufung werden rund 4.000 Wehrpflichtige aus 25 Regionen Russlands mit dem Flugzeug nach Kaliningrad transportiert, um hier ihren Wehrdienst in der Ostseeflotte abzuleisten. Darüber informierte Wladimir Matwejew, Vertreter des westlichen Militärbezirkes und Zuständiger für die Ostseeflotte.

Alle Wehrpflichtigen erhalten vor ihrer Abreise nach Kaliningrad eine Kreditkarte, auf die monatlich der Wehrsold überwiesen wird.
Im weiteren informierte Matwejew, dass durch die Führung der Flotte weitere Schritte zur Verbesserung der Dienstbedingungen in der Flotte umgesetzt wurden. 25 Stunden in der Woche, d.h. 4-5 Stunden täglich werden nun für die Körperertüchtigung der Wehrpflichtigen genutzt. Die Verpflegung wurde wesentlich verbessert. Säfte, Früchte und moderne Vitaminprodukte gehören nun zum Verpflegungsumfang. Verpflegung aus den berühmten Graupen wird es zukünftig in der Flotte als Hauptspeise nicht mehr geben. Die Flotte stellt ein Kaloriengehalt der Verpflegung von täglich 4.300 Kalorien sicher.

Die Gefechtsausbildung beträgt täglich 4-5 Stunden. Jetzt erhält der Wehrdienstleistende eine Mittagspause von einer Stunde. Die Nachtruhe wurde um eine halbe Stunde verlängert. An den Wochenenden sowie Feiertagen erhält der Wehrpflichtige zusätzliche Freizeit zur Erholung.

Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/23847-b ... rizyvnikov

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Re: KALININGRAD: Aktuelles rund um´s Militär

Beitrag von domizil »

Keine Staatsposten für Drückeberger

Wer nicht gedient hat, hat auch kein Recht in staatlichen Einrichtungen als Beamter oder Angestellter zu arbeiten. 438 Parlamentarier stimmten für diese Ergänzung der russischen Gesetzgebung in erster Lesung am gestrigen Dienstag.

Wer allerdings gedient hat erhält im Gegenzug einige Vergünstigungen. Hierzu gehören zusätzliche Möglichkeiten für Bildung, auch außerhalb Russlands sowie zusätzliche finanzielle Unterstützung während des Studiums.

Die Armee benötigt heute mehr Hochschulabsolventen und der Staat sollte die belohnen, die sich nach dem Studium bei den Wehrkreisämtern melden um ihren Dienst am Staat abzuleisten. Für diejenigen, die sich vor dem Wehrdienst drücken, müssen eine Reihe von radikalen Massnahmen eingeleitet werden. Hierzu sollte man darüber nachdenken, diesen Drückeberger auch in kommunalen Einrichtungen die Arbeitsaufnahme zu verweigern, in den Rechtspflegeorganen und in Regierungseinrichtungen, Gerichten usw.
Die Gesetzgebung sollte so gestaltet werden, dass es für Drückeberger keinerlei Lücken mehr gibt.
Der Gesetzentwurf sieht vor, nicht nur zukünftige Drückeberger mit diesen Einschränkungen zu bestrafen, sondern auch diejenigen die sich in der Vergangenheit vor dem Militärdienst gedrückt haben und heute entsprechende Funktionen im Staatswesen besetzen.

Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... uzhbu.html
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