Gunnar hat geschrieben:man muss doch nur die Wellen in diesem Forum betrachten, die die PR Aktion verursacht hat um zu sehen dass die Aktion politische Ziele und politische Wirkung hatte. Oder wurde hier schon einmal vergleichbar ausführlich über eine rein kriminielle Aktion diskutiert?
Naja der
Fall Hobert wurde auch ziemlich intensiv diskutiert ...
Aber zwischen "politisch motivierter Aktion" und "politischen Gefangenen" sind ja noch erhebliche Unterschiede ... Da fehlt mir irgendwie das schluessige Argument, denn der Text: "Putin verschwinde" kann es ja wohl kaum gewesen sein, da wurden auf den Demonstrationen ganz andere Sachen skandiert und die sind alle noch auf freien Fuss. Warum also politisch?
Gunnar hat geschrieben:Ich jedenfalls kann den von PR angeprangerten Mißstand der starken Verquickung von Kirche und Kreml nachvollziehen. Vielleicht ist es auch gerade diese Wahrheit, die so viele Gläubige an der Aktion ärgert.
Eine Aussage, die ich nie begriffen habe, es waere schoen, wenn du das mal etwas aufdroeselst, so allgemein kann man mit dieser Aussage so gar nix anfangen.
Worin besteht die Verquickung zwischen Staat <--> Kirche und was daran ist negativ?
Was aergert heuer die Glaeubigen, die ja quasi durch diese Regierung erst das Recht bekamen, ihre Religion offen zu leben. Vor Jelzin mussten z.B. und u.a. Staatsbedienstete heimlich, ober in entferntere Orte in die Kirche gehen, um nicht erkannt zu werden.
Was Sie wirklich aergert haben Sie klar geaeussert.
Was ist da in Russland (schlechter, negativer), was es in anderen Laendern so nicht gibt?
Nimm nur mal Deutschland - sekulaer - trotzdem:
... im Amtseid fuer Minister/Kanzler heisst es wohl u.a.: "So wahr mir Gott helfe" und nur Schroeder hat bisher auf diese religioese Beteuerung verzichtet. Schau dir das Grundgesetz-, oder ein Teil der Laenderverfassungen an, die religioese Termini beinhalten, wie der Bezug auf Gott, oder die herausstellung christlicher Werte - "Verantwortung vor Gott", "Ehrfurcht vor Gott", oder auch die Sonn- und Feiertagskultur.
Auch die Diskussion um die EU-Verfassung war diesbezueglich interessant, auch wenn letztendlich auf jedwede religioese Erwaehnung verzichtet wurde.
Den Befuerwortern ging es um eine Identifizieruhgsmoeglichkeit und auch die Kirche wies darauf hin, dass neben Staat und Volk die Religion als dritte Ebene den Zusammenschluss praegt.
Auch bei den Amis predigt der Pastor von der Kanzel runter welcher Kandidat in der jeweiligen Gegend gern gesehen ist, weil er dies und das fuer unsere Gemeinde ... u.s.w.
Und zu guter Letzt, ist die Verquickung von Wirtschaft/Geld und Staat nicht sehr viel intensiver und "Richtungsweisender", Stichpunkt Lobbyismus, als die Verquickungen von Staat<-->Kirche?
-ah-