Anerkennung russischer Berufsabschlüsse in Deutschland
Anerkennung russischer Berufsabschlüsse in Deutschland
Einen Frohen dritten Advent allerseits.
Hat eventuell jemand der "alten Hasen" Erfahrungen mit der Anerkennung russischer Berufsabschlüsse in Deutschland?
Ich habe hier im Forum nur einen Beitrag aus 2009 gefunden, und der geschilderte Fall trifft leider auf unsere Situation nicht zu.
Meine Frau wohnt seit Anfang September bei mir in Deutschland. Die notwendigen Behördengänge haben wir soweit erledigt und warten nur noch auf die Benachrichtigung vom Ausländeramt, daß wir den elektronischen Aufenthaltstitel abholen können (ist natürlich mal wieder überfällig, und das Ausländeramt weiß nicht genau, woran es liegt :( ).
Da meine Frau bereits Deutschkenntnisse auf A2 Niveau besitzt, wird sie hoffentlich den Integrationskurs auf einem höheren Niveau beginnen können. Da sie aber ziemlich ungeduldig ist und gerne so schnell wie möglich wieder arbeiten möchte, haben wir uns schon einmal vorab zu informieren versucht, was für die Anerkennung ihres Berufsabschlusses erforderlich ist. Da sie in Rußland als Krankenschwester gearbeitet hat, fällt ihr Beruf ja hier unter die reglementierten Abschlüsse, somit muß eine Anerkennung über die Gesundheitsbehörden erfolgen.
Im Prinzip ist der Ablauf der Prüfung verständlich. Unterlagen inkl. Übersetzung vorlegen und abwarten. Für uns stellt sich momentan aber die Frage, welche Unterlagen sinnvoll (und auch sinnvoll in Bezug auf die Übersetzung) sind, da es ja erhebliche Unterschiede zwischen deutschen und russischen Unterlagen gibt. Kann man beispielsweise die deutschen qualifizierten Arbeitszeugnisse mit dem russischen "трудовая книга" vergleichen? Sollte man das komplett übersetzen lassen?
Desweiteren sollen wir eine detaillierte Auflistung der Inhalte und Stunden ihrer Ausbildung erstellen, was uns aufgrund des zeitlichen Abstandes (ihre Ausbildung liegt bereits über 25 Jahre zurück) nicht möglich ist. Sie hat zudem Zusatzqualifikationen mit entsprechender Zertifizierung erworben. Könnte das - in Verbindung mit dem Arbeitsbuch - eine derartige Auflistung ersetzen?
Das Ausländeramt war hier wenig hilfreich, weil es ja nicht in dessen Zuständigkeitsbereich fällt. Allerdings meinte die Sachbearbeiterin, sie hätte noch von keinem Fall einer Anerkennung gehört. Na ja, typisch deutsch halt. Alle jammern über einen Mangel an Facharbeitern, aber helfen will einem auch niemand wirklich.
Wir würden uns freuen, wenn hier schon jemand seinen Abschluß erfolgreich anerkannt bekommen hätte und seine Erfahrungen mit uns teilen würde.
Viele Grüsse,
Oliver und Vera
Hat eventuell jemand der "alten Hasen" Erfahrungen mit der Anerkennung russischer Berufsabschlüsse in Deutschland?
Ich habe hier im Forum nur einen Beitrag aus 2009 gefunden, und der geschilderte Fall trifft leider auf unsere Situation nicht zu.
Meine Frau wohnt seit Anfang September bei mir in Deutschland. Die notwendigen Behördengänge haben wir soweit erledigt und warten nur noch auf die Benachrichtigung vom Ausländeramt, daß wir den elektronischen Aufenthaltstitel abholen können (ist natürlich mal wieder überfällig, und das Ausländeramt weiß nicht genau, woran es liegt :( ).
Da meine Frau bereits Deutschkenntnisse auf A2 Niveau besitzt, wird sie hoffentlich den Integrationskurs auf einem höheren Niveau beginnen können. Da sie aber ziemlich ungeduldig ist und gerne so schnell wie möglich wieder arbeiten möchte, haben wir uns schon einmal vorab zu informieren versucht, was für die Anerkennung ihres Berufsabschlusses erforderlich ist. Da sie in Rußland als Krankenschwester gearbeitet hat, fällt ihr Beruf ja hier unter die reglementierten Abschlüsse, somit muß eine Anerkennung über die Gesundheitsbehörden erfolgen.
Im Prinzip ist der Ablauf der Prüfung verständlich. Unterlagen inkl. Übersetzung vorlegen und abwarten. Für uns stellt sich momentan aber die Frage, welche Unterlagen sinnvoll (und auch sinnvoll in Bezug auf die Übersetzung) sind, da es ja erhebliche Unterschiede zwischen deutschen und russischen Unterlagen gibt. Kann man beispielsweise die deutschen qualifizierten Arbeitszeugnisse mit dem russischen "трудовая книга" vergleichen? Sollte man das komplett übersetzen lassen?
Desweiteren sollen wir eine detaillierte Auflistung der Inhalte und Stunden ihrer Ausbildung erstellen, was uns aufgrund des zeitlichen Abstandes (ihre Ausbildung liegt bereits über 25 Jahre zurück) nicht möglich ist. Sie hat zudem Zusatzqualifikationen mit entsprechender Zertifizierung erworben. Könnte das - in Verbindung mit dem Arbeitsbuch - eine derartige Auflistung ersetzen?
Das Ausländeramt war hier wenig hilfreich, weil es ja nicht in dessen Zuständigkeitsbereich fällt. Allerdings meinte die Sachbearbeiterin, sie hätte noch von keinem Fall einer Anerkennung gehört. Na ja, typisch deutsch halt. Alle jammern über einen Mangel an Facharbeitern, aber helfen will einem auch niemand wirklich.
Wir würden uns freuen, wenn hier schon jemand seinen Abschluß erfolgreich anerkannt bekommen hätte und seine Erfahrungen mit uns teilen würde.
Viele Grüsse,
Oliver und Vera
-
pippie
Re: Anerkennung russischer Berufsabschlüsse in Deutschland
Ich denke, Dietrich könnte dir hier weiterhelfen. http://forum.aktuell.ru/viewtopic.php?f ... er#p119802 (scroll mal runter auf der Seite)
- warwara
- Insider/in

- Beiträge: 173
- Registriert: 22 Dez 2008, 20:43
- Wohnort: Berlin, Berlin
- Kontaktdaten:
Re: Anerkennung russischer Berufsabschlüsse in Deutschland
Habt Ihr die Website http://anerkennung-in-deutschland.de/ schon mal durchsucht?
Wenn man dort über den Bereich 'Anerkennung von Berufen' geht und den Beruf eingibt (die nennen das Gesundheits- und Krankenpfleger/in), dann kommt man hierher, wo man dann seinen Wohnort/Arbeitsort angeben soll: http://anerkennung-in-deutschland.de/to ... nfoPageOne
Die Eingabe von Berlin (habe ich als Beispiel probiert) bringt einen zum Landesamt für Gesundheit und Soziales - mit Adresse, E-Mail und Telefon einer konkreten Ansprechperson. Probiert das doch mal für Euren Ort, dann habt Ihr eine konkrete Ansprechperson, mit der ihr kommunizieren könnt.
Wenn man dort über den Bereich 'Anerkennung von Berufen' geht und den Beruf eingibt (die nennen das Gesundheits- und Krankenpfleger/in), dann kommt man hierher, wo man dann seinen Wohnort/Arbeitsort angeben soll: http://anerkennung-in-deutschland.de/to ... nfoPageOne
Die Eingabe von Berlin (habe ich als Beispiel probiert) bringt einen zum Landesamt für Gesundheit und Soziales - mit Adresse, E-Mail und Telefon einer konkreten Ansprechperson. Probiert das doch mal für Euren Ort, dann habt Ihr eine konkrete Ansprechperson, mit der ihr kommunizieren könnt.
I didn't do it. And besides, everybody else was doing it - and it shouldn't be forbidden anyway.
Re: Anerkennung russischer Berufsabschlüsse in Deutschland
Ja,
die Webseite kennen wir, daher hatten wir beispielsweise die Infos mit der Auflistung der Anzahl der Unterrichtsstunden.
Ich hatte auch schon versucht, Kontakt mit den entsprechenden Sachbearbeitern aufzunehmen. Dummerweise habe ich nichts anderes als die Standardantwort bekommen: steht alles in den Unterlagen. Von anderer Stelle bekam ich die Antwort, einfach die Unterlagen einzureichen, die uns aktuell vorliegen. Das Dumme ist nur, daß auch für einen abgelehnten Antrag die Bearbeitungsgebühr kassiert wird, und es wäre mehr als ärgerlich, wenn eine Ablehnung erfolgen würde, weil Unterlagen fehlen oder unvollständig sind.
die Webseite kennen wir, daher hatten wir beispielsweise die Infos mit der Auflistung der Anzahl der Unterrichtsstunden.
Ich hatte auch schon versucht, Kontakt mit den entsprechenden Sachbearbeitern aufzunehmen. Dummerweise habe ich nichts anderes als die Standardantwort bekommen: steht alles in den Unterlagen. Von anderer Stelle bekam ich die Antwort, einfach die Unterlagen einzureichen, die uns aktuell vorliegen. Das Dumme ist nur, daß auch für einen abgelehnten Antrag die Bearbeitungsgebühr kassiert wird, und es wäre mehr als ärgerlich, wenn eine Ablehnung erfolgen würde, weil Unterlagen fehlen oder unvollständig sind.
Re: Anerkennung russischer Berufsabschlüsse in Deutschland
Hallo Oliver,
du lebst anscheinend in NRW, wie ich an deinem Eintrag im Profil sehe.
Diese Anerkennungsgeschichte ist (leider) zwischen den Bundesländern uneinheitlich, deshalb kann ich dir auch nur erzählen, wie das in Hessen gehandhabt wird.
Meine Frau hat selber in den 90ern einen Abschluß als Krankenschwester in Moskau gemacht. Hat mit Auszeichnung (rotes Diplom) bestenden und danach auch noch einige Jahre als solche gearbeitet.
Wir haben alles (beglaubigte Kopen, Übersetzung, etc.) in Darmstadt (weil Hessen) eingereicht und der Abschluss wurde natürlich NICHT einfach so anerkannt. Begründung: Im Diplom sind quasi nur die Theoriestunden aufgeführt, die Praxis nicht. In Deutschland ist das anders und deshalb kann der Abschluss nicht anerkannt werden.
Lösung: Man macht hier in Deutschland die theoretische und praktische Prüfung.....
Was natürlich im Prinzip unmöglich ist, da sich deutsche Auszubildende 3 Jahre auf diese Prüfungen vorbereiten. Und das sind Muttersprachler.
Alternative, seit ca. einem Jahr möglich: Man absolviert ein halbjähriges "Anerkennungspraktikum" und macht danach "nur" die praktische Prüfung. Das hatte meine Frau jetzt begonnen. Sie wollte die ganze Sache in 3 Monaten machen. Im Krankenhaus "durfte" sie 3 Monate Vollzeit ohne Bezahlung(!) Praktikum machen. Schnell durfte sie quasi wie eine vollwertige Krankenschwester ihre eigenen Zimmer betreuen. Wenn mal jemand mitging und sich was anschaute, so waren stets nur Kleinigkeiten zu bemängeln.
Anfang Dezember war dann Prüfung. Und wegen der geballten Macht der Unterschiede zwischen Theorie und Praxis ist sie dann durchgefallen (worden).
Jetzt darf sie weitere 3 Monate umsonst Praktikum machen und es dann nochmal versuchen. Wird dann wieder nach Lehrbuch geurteilt und sie vom Prüfer verunsichert, so dass sie durchfällt, dann war es das. Dann kann sie nur noch eine komplette Ausbildung beginnen.
Soviel zum Fachkräftemangeln in D. Umsonst arbeiten wie eine vollwertige Krankenschwester darf man als russische Krankenschwester. Möchte man dafür aber bezahlt werden, so muss man erst mit den Prüfern diskutieren, warum man nicht die Lehrbuchformel benutzt, um die notwendige Tropfgeschwindigkeit des Tropfes einzustellen.
Sorry, wenn ich beim Schreiben immer ungehaltener wurde. Aber das ganze System ist sowas von unausgegoren und zum Kotzen, da kann ich schlecht ruhig bleiben. Ein Praktikum passt nunmal nicht zu einer absolut formellen Abschlussprüfung wie nach 3 Jahren Schule. Oder das Praktikum muss eben konzentriert genau diese Inhalte schulen. Dann ist es aber kein Praktikum mehr. Ein Praktikum muss am Ende auch von denen bewertet werden, die den Praktikanten während der Zeit begleitet haben.....
Aber vielleicht ist das in NRW alles etwas anders. Du solltest einfach mal herausfinden, wer da in NRW zuständig ist. Der Mensch in Darmstadt war sehr nett und hat sich am Telefon viel Zeit genommen, welche Dokumente er benötigt.
du lebst anscheinend in NRW, wie ich an deinem Eintrag im Profil sehe.
Diese Anerkennungsgeschichte ist (leider) zwischen den Bundesländern uneinheitlich, deshalb kann ich dir auch nur erzählen, wie das in Hessen gehandhabt wird.
Meine Frau hat selber in den 90ern einen Abschluß als Krankenschwester in Moskau gemacht. Hat mit Auszeichnung (rotes Diplom) bestenden und danach auch noch einige Jahre als solche gearbeitet.
Wir haben alles (beglaubigte Kopen, Übersetzung, etc.) in Darmstadt (weil Hessen) eingereicht und der Abschluss wurde natürlich NICHT einfach so anerkannt. Begründung: Im Diplom sind quasi nur die Theoriestunden aufgeführt, die Praxis nicht. In Deutschland ist das anders und deshalb kann der Abschluss nicht anerkannt werden.
Lösung: Man macht hier in Deutschland die theoretische und praktische Prüfung.....
Was natürlich im Prinzip unmöglich ist, da sich deutsche Auszubildende 3 Jahre auf diese Prüfungen vorbereiten. Und das sind Muttersprachler.
Alternative, seit ca. einem Jahr möglich: Man absolviert ein halbjähriges "Anerkennungspraktikum" und macht danach "nur" die praktische Prüfung. Das hatte meine Frau jetzt begonnen. Sie wollte die ganze Sache in 3 Monaten machen. Im Krankenhaus "durfte" sie 3 Monate Vollzeit ohne Bezahlung(!) Praktikum machen. Schnell durfte sie quasi wie eine vollwertige Krankenschwester ihre eigenen Zimmer betreuen. Wenn mal jemand mitging und sich was anschaute, so waren stets nur Kleinigkeiten zu bemängeln.
Anfang Dezember war dann Prüfung. Und wegen der geballten Macht der Unterschiede zwischen Theorie und Praxis ist sie dann durchgefallen (worden).
Jetzt darf sie weitere 3 Monate umsonst Praktikum machen und es dann nochmal versuchen. Wird dann wieder nach Lehrbuch geurteilt und sie vom Prüfer verunsichert, so dass sie durchfällt, dann war es das. Dann kann sie nur noch eine komplette Ausbildung beginnen.
Soviel zum Fachkräftemangeln in D. Umsonst arbeiten wie eine vollwertige Krankenschwester darf man als russische Krankenschwester. Möchte man dafür aber bezahlt werden, so muss man erst mit den Prüfern diskutieren, warum man nicht die Lehrbuchformel benutzt, um die notwendige Tropfgeschwindigkeit des Tropfes einzustellen.
Sorry, wenn ich beim Schreiben immer ungehaltener wurde. Aber das ganze System ist sowas von unausgegoren und zum Kotzen, da kann ich schlecht ruhig bleiben. Ein Praktikum passt nunmal nicht zu einer absolut formellen Abschlussprüfung wie nach 3 Jahren Schule. Oder das Praktikum muss eben konzentriert genau diese Inhalte schulen. Dann ist es aber kein Praktikum mehr. Ein Praktikum muss am Ende auch von denen bewertet werden, die den Praktikanten während der Zeit begleitet haben.....
Aber vielleicht ist das in NRW alles etwas anders. Du solltest einfach mal herausfinden, wer da in NRW zuständig ist. Der Mensch in Darmstadt war sehr nett und hat sich am Telefon viel Zeit genommen, welche Dokumente er benötigt.
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
W. Churchill (1940)
Re: Anerkennung russischer Berufsabschlüsse in Deutschland
Hallo Dietrich,
danke erst einmal für Deine ausführlichen Infos. Ich kann Deinen Frust durchaus nachvollziehen.
Bei uns ist die Bezirksregierung in Düsseldorf zuständig. Wie schon gesagt, eine erste Anfrage wurde halt pauschal beantwortet. Wir werden jetzt einfach mal alle vorliegenden Dokumente übersetzen lassen und dann ggf. um ein persönliches Beratungsgespräch bitten. Ich habe mittlerweile auch noch einen weiteren Emailkontakt erhalten, über den wir evtl. noch Unterstützung bekommen können.
Was mich hier immer wieder ärgert ist die absolute Ignoranz, die einem von manchen Institutionen entgegenschlägt. Wir haben beispielsweise bei uns vor Ort ein Krankenhaus, welches selber Krankenpfleger/ -innen ausbildet, und sogar eine Weiterbildung im Bereich Anästhesie anbietet. Meine Frau hat jahrelang als OP-Schwester im Bereich Anästhesie gearbeitet. Also habe ich einfach mal die Ausbildungsleiterin angeschrieben und unseren Fall geschildert. Es kam nichts zurück.
Meine Frau trägt sich aus lauter Frust bereits mit dem Gedanken, wieder zurück nach St. Petersburg zu ziehen :(
Viele Grüsse,
Oliver und Vera
danke erst einmal für Deine ausführlichen Infos. Ich kann Deinen Frust durchaus nachvollziehen.
Bei uns ist die Bezirksregierung in Düsseldorf zuständig. Wie schon gesagt, eine erste Anfrage wurde halt pauschal beantwortet. Wir werden jetzt einfach mal alle vorliegenden Dokumente übersetzen lassen und dann ggf. um ein persönliches Beratungsgespräch bitten. Ich habe mittlerweile auch noch einen weiteren Emailkontakt erhalten, über den wir evtl. noch Unterstützung bekommen können.
Was mich hier immer wieder ärgert ist die absolute Ignoranz, die einem von manchen Institutionen entgegenschlägt. Wir haben beispielsweise bei uns vor Ort ein Krankenhaus, welches selber Krankenpfleger/ -innen ausbildet, und sogar eine Weiterbildung im Bereich Anästhesie anbietet. Meine Frau hat jahrelang als OP-Schwester im Bereich Anästhesie gearbeitet. Also habe ich einfach mal die Ausbildungsleiterin angeschrieben und unseren Fall geschildert. Es kam nichts zurück.
Meine Frau trägt sich aus lauter Frust bereits mit dem Gedanken, wieder zurück nach St. Petersburg zu ziehen :(
Viele Grüsse,
Oliver und Vera
-
pippie
Re: Anerkennung russischer Berufsabschlüsse in Deutschland
Sag ihr, sie solls nicht tun. Ich habe oft den Eindruck, genau das bezwecken diese Beamtenseelen. Gönnt ihr denen wirklich diesen Triumph? Haltet durch - ihr schafft das!ohlibaer hat geschrieben: Meine Frau trägt sich aus lauter Frust bereits mit dem Gedanken, wieder zurück nach St. Petersburg zu ziehen :(
Viele Grüsse,
Oliver und Vera
Liebe Grüße
die pippie
Re: Anerkennung russischer Berufsabschlüsse in Deutschland
Ich bin guter Dinge, daß es so schnell dann doch nicht dazu kommen wird. Bislang habe ich sie immer noch davon überzeugen können, daß gut Ding einfach Weile haben will.
Wenn sie erst einmal am Integrationskurs teilnimmt, dann fühlt sie sich auch wieder besser. Momentan ist es halt etwas schwierig für sie, da sie es gewohnt war, selber für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Fast vier Monate - in ihren Augen - nichts zu tun zerrt manchmal etwas an den Nerven, dazu noch etwas Heimweh. Da müssen wir jetzt zusammen durch.
Viele Grüsse,
Oliver und Vera
Wenn sie erst einmal am Integrationskurs teilnimmt, dann fühlt sie sich auch wieder besser. Momentan ist es halt etwas schwierig für sie, da sie es gewohnt war, selber für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Fast vier Monate - in ihren Augen - nichts zu tun zerrt manchmal etwas an den Nerven, dazu noch etwas Heimweh. Da müssen wir jetzt zusammen durch.
Viele Grüsse,
Oliver und Vera
- Sibirier
- Ehrenmitglied

- Beiträge: 5784
- Registriert: 24 Mär 2004, 17:25
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Re: Anerkennung russischer Berufsabschlüsse in Deutschland
Dietrich, das Praktikum selbst wird vom Ausbildungsbetrieb (wie auch eine Ausbildung bewertet). Aber bei uns war es damals so, dass die Prüfung von einer speziellen Prüfungskommission abgenommen wird (Theorie und Praxis). Als ich als Prüfer tätig war und der Auszubildende unseres Betriebes kam, musste und habe ich mich jeder Bewertung/Fragestellung enthalten (wir waren meistens 4 Prüfer, 3 reichten dann aus...).Dietrich hat geschrieben:Ein Praktikum muss am Ende auch von denen bewertet werden, die den Praktikanten während der Zeit begleitet haben.....
Das größe Problem bei den russischen Diplomen ist ja, man weiß als Fremder nie, ist es gekauft oder tatsächlich "erlernt"....
Aber viel Glück für Deine Frau für das nächste Mal.
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
Re: Anerkennung russischer Berufsabschlüsse in Deutschland
Dann muss das Praktikum aber auch in einer Form stattfinden, dass man auf Dinge hingewiesen wird, die dann in der Prüfung wichtig sind. Es kann nicht angehen, dass während des Praktikums alle nur loben und begeistert sind und dann der Prüfer Dinge "verlangt", die in der Praxis niemand so macht (und dich dementsprechend auch niemand darauf hinweist!). Da müssen dann auch schon Maßstäbe angesetzt werden, die zueinander passen.Sibirier hat geschrieben:Praktikum selbst wird vom Ausbildungsbetrieb (wie auch eine Ausbildung bewertet). Aber bei uns war es damals so, dass die Prüfung von einer speziellen Prüfungskommission abgenommen wird (Theorie und Praxis). Als ich als Prüfer tätig war und der Auszubildende unseres Betriebes kam, musste und habe ich mich jeder Bewertung/Fragestellung enthalten (wir waren meistens 4 Prüfer, 3 reichten dann aus...).
"Each one hopes that if he feeds the crocodile enough, the crocodile will eat him last."
W. Churchill (1940)
W. Churchill (1940)
