deutsche Geburtsurkunde / Kinderausweis in Moskau

Welche Unterlagen werden für ein Visa nach Russland benötigt, was ist eine Migrations-Karte, Probleme mit der Registrierung ... Hilfe findest Du hier.
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Dietrich
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Re: Schreibweisen Vornamen

Beitrag von Dietrich »

Magdeburg-Moskva hat geschrieben: Mit ein bisschen Überzeugungsarbeit ist einiges möglich. Aber Pass ausstellen lassen erscheint erstmal wenig sinnvoll, siehe unten.
Eine Eintragung in den Pass meiner Frau sollte aureichen. Hauptsache wir koennen mit dem Kind dann auch mal nach Deutschland ausreisen. Fuer die "Einreise" ist dann ja wieder der deutsche Pass zustaendig.

Magdeburg-Moskva hat geschrieben: Aber wie bereits gesagt, kannst du eine Erklärung für die Abweichung von der ISO-R 9-Translit. geben und beim Auslandsstandesamt, was ständig mit Beurkundungen aus Russland zu tun hat, auf Verständnis hoffen.


[edit] Für später und vor allem für russische Behörden (Passstelle für den russischen Pass deines zukünftigen Kindes) könntest du auch versuchen, dir einen Nachweis geben zu lassen, warum die lateinische Umschrift eben wie du sie wolltest angewandt werden soll. (Versuch!)

Udatschi - Udachi - Oudatchie - Udaci - Udaczi - Udachi!
Mir geht es eher um Dinge wie
Mikhail - Mikhael - Michael oder
Katarina - Katharina :-)

Magdeburg-Moskva hat geschrieben:P. S. Hurra, ich bin mit diesem Beitrag Insider! :blumen:
Glueckwunsch! Und das mit fast ausschliesslich sinnvollen Beitraegen! Das kann nicht jeder behaupten!

Dietrich
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Dietrich
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Beitrag von Dietrich »

Karsten Packeiser hat geschrieben: Auf dem Standesamt schreibt man auf den Antrag: Михаэль oder so was.
Im russischen heisst der dann aber 'Михаил', also quasi Michail.

Und dieses 'i' moechte ich im deutschen dann natuerlich als 'e' haben... und irgenein spitzfindiger Beamter koennte dann auf die Idee kommen, dass es zwei verschiedene Namen sind....

Dietrich
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Vornamen, die x-te

Beitrag von Magdeburg-Moskva »

Karsten Packeiser hat geschrieben:Es ist wahrscheinlich alles ausnahmsweise ein wenig einfacher.

Im russischen Standesamt legen die Eltern (bzw. reicht wohl auch ein einzelner Elternteil aus!?) den Namen fest. Er wird in kyrillischen Buchstaben aufgeschrieben ...
...Michael...

Auf dem Standesamt schreibt man auf den Antrag: Михаэль oder so was.

Damit geht man zum deutschen Konsulat wg. des Kinderausweises.

Auf dem Antrag zur Ausstellung des Kinderausweises schreibt man, dass der Ausweis für Michael bestimmt ist.
Wenn es so geht, ist die Sache tatsächlich geritzt!

Denn dann gibt es eine behördliche Urkunde (deutscher Kinderausweis), wo die Schreibweise in lateinischen Buchstaben festgeschrieben ist. Die einzige Fragestellung ist dann, wie die Umschrift nach dem russischen Pass lautet (bei vorübergehender doppelter Staatsangehörigkeit).

Natürlich muss dann der russische Standesbeamte auch "Michael/Михаэль" in kyrillischen Buchstaben in den Geburtseintrag eintragen, da müsst ihr aufpassen (und du dir mit deiner Ehefrau einig sein). Ich hoffe, das russische Recht lässt solche Schreibweisen zu, kann mir aber nichts Gegenteiliges vorstellen.

Wichtig ist also im Standesamt in Moskau: Michail/Михаил oder Michael/Михаэль, Jekaterina/Екатерина oder Katarina/Катарина.

Bei der Ausstellung des deutschen Kinderausweises ist dann wichtig zu klären: Katharina oder Katarina usw.

Vielleicht ist dabei nicht alles so heiß, wie es gekocht wird. Das deutsche Standesamts- und Namensrecht lässt so unendlich viele Möglichkeiten zu. Und ihr seid nicht die einzigen, die deutschen Behörden haben im Urkundsverkehr stark mit Russland zu tun und dürften entsprechende Kompetenz haben. Bei kleineren Behörden ist vielleicht die Bitte um Rückfrage oder intensives Handbücher-/Vorschriftenlesen erforderlich.

Karsten hat natürlich Recht, das Kind kann natürlich nicht seine Namen jeweils an das Land anpassen - Johannes - Iwan - Jan - Juan - John - Janis.

Exkurs: Wie schön, dass ich Burkhard heiße und mir keine russische Entsprechung einfällt. :D Dafür müssen einige Russen ganz schön unter meinem Namen, dessen Aussprache und ich unter orthographischen Abweichungen leiden.
Zuletzt geändert von Magdeburg-Moskva am 06 Apr 2005, 18:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schreibweisen Vornamen

Beitrag von Magdeburg-Moskva »

Dietrich hat geschrieben:
Magdeburg-Moskva hat geschrieben:P. S. Hurra, ich bin mit diesem Beitrag Insider! :blumen:
Glueckwunsch! Und das mit fast ausschliesslich sinnvollen Beitraegen! Das kann nicht jeder behaupten!
DANKE! Ich kriege fast ein schlechtes Gewissen und prüfe gleich mal meine Beiträge. ;-)
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Dietrich
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Beitrag von Dietrich »

Karsten Packeiser hat geschrieben:Für einen Namen müsst Ihr Euch wohl schon entscheiden. Du kannst doch, wenn ich das richtig sehe, auch nicht zum deutschen Standesamt gehen und sagen, Dein Baby soll in Deutschland Paul, im ostslawischen Raum Pawel und am Mittelmeer Paolo heißen. Oder doch?
Das ist halt die Frage. Im Prinzip sind Michael und Михаил naemlich ein und derselbe Name biblischen Ursprungs. In Deutschland gibt es die Schreibweise "Michail" nicht und in Russland eben analog "Михаел" nicht.
Das man sein Kind nicht in Russland Dmitri und in Deutschland Dennis nennen kann, nur weil beiden mit einem "D" anfangen, ist klar.

Wieso ist es bei Светлана klar, dass es sowohl Svetlana als auch Swetlana heissen kann, bei Michael aber nicht? Weil es sich bei 'v' oder 'w' um einen Konsonanten handelt und bei 'i' oder 'e' um einen Vokal? Schon mal Russen Михаил aussprechen hoeren? Hoert sich eher nach 'nem 'e' an....

Genauso waere es mit Katherina oder Katharina (vom 'h' im Namen ganz zu schweigen!).

Da unser Kind die doppelte Staatsbuergerschaft haben wird, moechte ich gerne auch einen Namen haben, der in beiden Laendern nicht als "Auslaender" enpfunden wird, denn leider hat man sowohl in Deutschland als auch in Russland nur Nachteile wenn alleine schon der Name auslaendisch klingt. Traurig aber wahr!

Dietrich
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verschiedene Vornamen fuer verschiedene Laender

Beitrag von Magdeburg-Moskva »

Dietrich hat geschrieben:... moechte ich gerne auch einen Namen haben, der in beiden Laendern nicht als "Auslaender" enpfunden wird, denn leider hat man sowohl in Deutschland als auch in Russland nur Nachteile wenn alleine schon der Name auslaendisch klingt. ...
Hallo,Dietrich,

dieser Argumentation kann ich nicht so recht folgen, angesichts der vielen Ronnies, Jans, Jaquelines, Pacals in Deutschland; aber wenn du andere Erfahrungen hast, will ich dir gern glauben, ist ja letzten Endes eure Entscheidung.

Mit den Vornamen gibt es ja noch folgenden Ausweg: In Deutschland mehrere Namen eintragen lassen, von mir aus Michael und Michail und vielleicht noch Dietrichowitsch. Theoretischen kann dein Kind sich entscheiden, welchen Namen es als Rufnamen (offiziell "gebräuchlicher Vorname") verwenden will; dies geschieht in Deutschland durch Erklärung beim Einwohnermeldeamt. Ich denke, in Russland macht man es sich einfacher und nimmt den russisch klingenden Namen Michail.

Aber, was willst du mit dem Nachnamen machen? Das Kind kann ja nicht Müller oder Iwanow oder Iwanow-Müller heißen. Daher wird es zwangsläufig immer irgendwo mit seinem Namen anecken.

Ich finde, es kommt viel mehr auf die Person an und was man aus seinem Namen am jeweilgen Wohnort macht. Überlege mal, wieviele urdeutsche Kowalskis es in Deutschland gibt. Andererseits kann z. B. in einer Kleinstadt, der du hinzuziehst, dein Familienname durch Klatsch und Tratsch über eine andere alteingesessene Familie ein urdeutscher Name negativ belegt sein. Also, Probleme kann es immer geben...

ErnstJuengerCoD würde uns vielleicht noch mehr nennen können...
Nein, ich schäme mich ja schon für den letzten Satz :oops:
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