KALININGRADER WOCHENBLATT 2013-02

Ausrichterstadt der Fußballweltmeisterschaft 2018
Antworten
domizil
Zar/iza
Zar/iza
Beiträge: 1922
Registriert: 03 Apr 2011, 04:32
Wohnort: Russische Föderation

KALININGRADER WOCHENBLATT 2013-02

Beitrag von domizil »

Stadt- und Gebietsportal Kaliningrad im RusslandForum
AUSRICHTERSTADT DER FUSSBALL – WELTMEISTERSCHAFT 2018
Kaliningrad – Stadt mit deutscher Geschichte und russischer Zukunft
Wöchentliche Kurznachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………
Weitere Infos aus Kaliningrad: http://www.kaliningrad.aktuell.ru
…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..


Das föderale Ministerium für Transport hat die Aufgabe gestellt ein Projekt für eine Express-Zug-Verbindung zwischen dem Nordbahnhof und dem Airport Kaliningrad zu erarbeiten. Ziel ist die Fertigstellung bis spätestens zu Beginn der Fußball-Weltmeisterschaften.
Quelle: http://rugrad.eu/news/566490/

Während der Ferienzeit zum Jahreswechsel wurden in Kaliningrad 278 betrunkene Autofahrer durch die Verkehrspolizei gestellt. Im vergangenen Jahr wurden im gleichen Zeitraum 256 Gesetzesverletzer gestellt. Ihnen droht der Entzug der Fahrerlaubnis bis zu zwei Jahren.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/24793-z ... -voditelej

Während der freien Tage zum Jahreswechsel brachen in Kaliningrad 50 Brände aus. Im vergangenen Jahr waren insgesamt 58 Brände registriert worden. Dabei waren sechs Menschenleben zu beklagen. In diesem Jahr kamen keine Menschen körperlich zu Schaden.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/24794-z ... 0-pozharov

7.721 Strafen wurden im zweiten Halbjahr 2012 für Falschparker in Kaliningrad ausgesprochen. Trotzdem die Höhe der Strafen angehoben worden, gibt es keine positiven Anzeichen für Veränderungen. Das Gesetz für das Abschleppen von Falschparkern ist immer noch nicht durch die Gebietsduma verabschiedet worden.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/24800-s ... nnom-meste

Im kulturhistorischen Museum in Kaliningrad ist eine Ausstellung der Marzipanproduktion eröffnet worden. Die Marzipanherstellung hatte im alten Königsberg eine lange und qualitativ hochwertige Tradition. Nach 1945 verließen die deutschen Produzenten mit samt den Rezepten die Stadt und siedelten sich in Deutschland neu an. Heute gibt es eine junge Kaliningraderin die diese süße Nostalgie mit modernen Akzenten wiederbelebt.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Kultura/64185/ ... ovitj.html

In Kaliningrad wurden die ersten Punkte für die Beantragung von universellen elektronischen Karten eröffnet. Diese elektronische Karte wird schrittweise an alle Bürger der Russischen Föderation ausgegeben und vereint in sich den Personalausweis, die Krankenversicherung, Rentenversicherung und dient gleichzeitig als elektronisches Zahlungsmittel.
Quelle: http://www.klops.ru/news/Obschestvo/641 ... -kart.html

In Kaliningrad existieren 1.200 Straßenkioske, die sich mit dem Verkauf verschiedenster Waren beschäftigen. 600 Kioske werden wohl im Zusammenhang mit dem Verbot des Verkaufs von Bier ihre Rentabilität einbüßen und schließen müssen. Rund 70 Prozent des Umsatzes haben diese Kioske mit dem Verkauf von Bier erzielt. Siehe hierzu auch unseren Kommentar der Woche.
Quelle: http://rugrad.eu/news/567131/

Die Frage des Standortes des Fußballstadions ist immer noch nicht geklärt. Der zuständige Vertreter der Kaliningrader Gebietsregierung erklärte vor der Presse, dass an eine Verlegung des Standortes nicht gedacht wird. Allerdings gibt es einflussreiche Politiker in Kaliningrad die an einem anderen, preiswerteren Standort für das Stadion interessiert sind und die eingesparten Gelder für die weitere Verbesserung der Infrastruktur der Stadt einsetzen wollen. Hier ist also das letzte Wort noch nicht gesprochen.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... strov.html

Rund 4.000 Grundwehrdienstleistende aus 20 Regionen der Russischen Föderation haben in den letzten Tagen ihren Soldateneid abgelegt. Sie werden nun für die nächsten 12 Monate im Bestand der Ostseeflotte im Gebiet Kaliningrad ihren vaterländischen Dienst versehen.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/commu ... lovek.html

BMW verkaufte in Russland im Jahre 2012 rund 33 Prozent mehr Autos als im Vorjahr. Über die Hälfte der verkauften Autos wurden in Kaliningrad produziert. Auch für das Jahr 2013 ist ein weiterer Zuwachs von mindestens zehn Prozent geplant.
Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/econo ... grade.html

Die stadteigene Reinigungsfirma „Shistota“ verfügt über 50 Fahrzeuge zur Schneeberäumung und ist verantwortlich für 1.000 Straßen. Der Generaldirektor der Firma betonte in einem Interview, dass unter diesen Umständen eine qualitative Beräumung der Stadt nicht möglich ist. Man kann hier nur Schwerpunkte abarbeiten.
Quelle: http://kaliningrad.ru/news/item/24857-d ... -1000-ulic

Uwe Niemeier

Kaliningrad: Thema der Woche

An dieser Stelle wird durch mich ein Kaliningrader Thema etwas ausführlicher dargestellt oder kommentiert. Weitere Kommentare zu Kaliningrad finden Sie auch in meinem BLOG „… mit deutschem Akzent“ – im Bemühen, wöchentlich einen neuen Beitrag zu schreiben.

http://www.blog.aktuell.ru/category/kal ... em-akzent/

Zu Anfang des Jahres ist ein neues Gesetz in Kraft getreten, welches den Verkauf von Bier in den berühmt-berüchtigten Straßenkiosken verbietet. Das bringt für einen Großteil der Besitzer Umsatzverluste in einem Umfang, dass die Rentabilität in Frage steht. Weiterhin ist angedacht, auch den Verkauf von Zigaretten in diesen Kiosken zu verbieten. Damit dürfte dann eine Etappe in der Einzelhandelstätigkeit Russlands zu Ende gehen, die nach dem Zusammenbruch des Sozialismus 1990/91 zu ungeahnten Blütezeiten für diese Kleinstunternehmer führte.

Diese Kioske, die wie Pilze aus dem Boden schossen stellten einerseits die Versorgung der Bevölkerung sicher und dies fast ausnahmslos 24 Stunden am Tag und gaben auch einem großen Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung Lohn und Brot. Sicherlich eine Etappe der Handelstätigkeit, die insgesamt als richtig und notwendig eingestuft werden muss, auch wenn es negative Erscheinungsformen gab. Hierzu gehörte natürlich die Verkaufskultur, die Hygiene, das äußere Erscheinungsbild. Mit Fortschreiten der gesellschaftlichen Entwicklung in Russland/Kaliningrad, stellten diese Kioske einen immer größeren Störfaktor dar. Deshalb wurden in Kaliningrad schon vor einigen Jahren Maßnahmen eingeleitet, um die Situation zu verbessern. Man verbot einige Standorte und liquidierte die meist unansehnlichen Kioske alternativlos. Zum weiteren wurde ein Konzept für die einheitliche, moderne Gestaltung von Kiosken erarbeitet. Federführend war damals der Kaliningrader Chefarchitekt Alexander Bashin.

Insbesondere die unhaltbare Situation, ja man kann sogar sagen „Schandfleck“ rings um den Zentralbasar in Kaliningrad, nahm ein etwas ansehnlicheres Äußeres an, obwohl der jetzige, nun schon modernisierte Zustand auch nicht ideal ist. Als zukünftiger Tourismus-Pilgerort braucht die Stadt etwas „Besonderes“. Hierzu können auch durchaus kleinere Kioske gehören. Und da wir immer häufiger von der historischen Stadt Königsberg, ihrem kulturhistorischen Erbe und weiteren nostalgischen Dingen sprechen, sollte man vielleicht über eine Neugestaltung von Kiosken in historischer Architektur nachdenken, insbesondere für die Kioske, die im Stadtzentrum stehen. Ein Gedanke für deutsche Produzenten in Deutschland. Und wenn dann die Produktion dieser Kioske in Kaliningrad organisiert wird – und dies unter Nutzung bestehender Gesetzgebung und möglicher Fördergelder – es lohnt sich schon, ein wenig nachzudenken. Auch andere nostalgische Elemente, wie die Litfaßsäulen könnten wieder belebt werden.

Und wenn wir über die Rentabilität von Kiosken sprechen – richtig, mit Tabak und Alkohol ist leichtes Geld verdienen und wir wissen, dass der Russe gerne mit Margen von 100 Prozent aufwärts rechnet und Amortisationsfristen von möglichst nur 12 Monaten. Aber auch hier sollte ein Umdenken stattfinden. Auch im Westen sind solche Ziffern seit vielen Jahrzehnten noch nicht einmal Gegenstand von Träumen, geschweige denn Realität. Somit kommt man dann auch leicht zu anderen Dingen, die man in diesen Kiosken verkaufen kann. Souvenirkioske sind überall auf der Welt eine rentable Sache – mal davon abgesehen, dass auch die Produktion von Kaliningrad-typischen Souvenirs erst einmal entwickelt werden muss. Ich sehe hier für Deutsche, die bereit sind 183 Tage im Jahr in Russland zu leben und einen Steuersatz von 13 Prozent (oder 6 Prozent) in Russland zu bezahlen eine gute Chance für eine interessante neue Tätigkeit. Kaliningrad ist das Gebiet mit vielen unbegrenzten, noch nicht genutzten Möglichkeiten. Und es sind nur wenige Kilometer oder nur wenige Flugminuten bis zu uns, um sich vor Ort über neue interessante Möglichkeiten, auch im Kleinsthandel, kundig zu machen.

Quelle: Eigenkommentar

Uwe Niemeier
Antworten

Zurück zu „#Kaliningrad“