... Apropos Mars
Im Februar diesen Jahres hilft unser roter Nachbar all denen, die Merkur bisher noch nicht direkt sehen konnten, als Auffindhilfe.
Wie auf einer Perlenschnur aufgefaedelt, verschwinden am 6.2. in der Reihenfolge Mond, Venus, Sonne, Merkur und Mars in Richtung WSW unter dem Horizont. Mars naehert sich dabei immer mehr unserem innersten Planeten Merkur, um ihn zu ueberholen. Am 8.2. stehen dann beide genau hintereinander und bis zum 10.2. hat sich der Mars soweit von Merkur abgesetzt, dass sich ab jetzt fuer ca. 1 Woche eine gute Beobachtungsmoeglichkeit fuer Merkur ergeben sollte ...
Weil sich in den letzten 4 Tagen auch der Mond hat zurueckfallen lassen, sollte am 11.2. links unterhalb vom Mond Merkur und da drunter Mars zu sehen sein.
Am 12.2. gibt es dann wieder diese Perlenschnur, allerdings ist der Mond vom 1. auf den letzten Platz zurueck gefallen und Mars/Merkur haben die Plaetze getauscht. Bis ungefaehr zum 20.2., kann man nun zwischen 18:00 und 19:00 Uhr mit Hilfe unseres roten Nachbarplaneten hoffen, auch Merkur auszumachen. Bester Tag, weil groesster Abstand zur Sonne ist der 16.2.. Dann kommen beide der Sonne wieder naeher und der Horizont ist nicht mehr dunkel genug, das wird auch so schon immer ein knappes Ding. Voraussetzung ist natuerlich ein hoher Standort mit freiem Blick in Richtung Westen. Die Wolken werden vermutlich ein Problem, frueh hier die letzten Tage immer Sternenklarer Himmel, aber Abends ...
Auch Jupiter und Sirius (knapp doppelt so gross wie unsere Sonne) sind Abends im Sueden zur Zeit gut zu sehen, genau wie Saturn in den fruehen Morgenstunden.
Das Sternbild Orion ist immer noch gut zu sehen, der sich fuer sein Sternbild ein paar richtige Brummer eingeladen hat. Der Durchmesser vom linken Schulterstern des Orion, Beteigeuze, betraegt das 660 fache unserer Sonne und ist um die 650 Lichtjahre entfernt, bei einer 135000fach staerkeren Leuchtkraft der Sonne. "Nur" 46000fach so stark wie die Sonne leuchtet der rechte Fußstern des Orion, Rigel, der auch so um die 800.000 Lichtjahre entfernt und ca. 60 mal groesser als unsere Sonne ist.
Dazu kriegen wir am 15.2. noch Besuch von einem 50m Asteoriden, der sogar nicht nur naeher als der Mond, sondern auch noch naeher, also zwischen Erde und unseren Satelliten auf der geostationaeren Umlaufbahn, an der Erde vorbei rauscht. Schon mit einem normalen Fernglas 10x50 sollte der kleine Flitzer- Geschwindigkeit ca. 1 Monddurchmesser/je Minute - von 21:00 Uhr bis ca. Mitternacht, von Ost nach Nord - ueber Sternbild Jungfrau in Richtung Grosser Baer zu sehen sein.
Auf jeden Fall viel Spass und Glueck beim Beobachten!
-ah-