Man sollte etwas Milde walten lassen. Es gab kein historisches Vorbild, wie man die höchstgradig komplizierte politische (Ängste der Siegermächte), ökonomische (zwei verschiedene Wirtschaftssysteme), soziale und juristische Problemstellung meistern sollte. Es ging ja nicht um sowas 'Alltägliches' wie z.B. das Saarland oder Elsass-Lothringen an Deutschland oder Frankreich anzuschließen. Das Außergewöhnliche und Einmalige, das von Wessis genauso wie von Ossis außer Acht gelassen wird, besteht in der Aufgabe, 40 Jahre Trennung der sowjetischen Zone 'rückgängig zu machen'. Jeder Bewohner Mitteldeutschlands war nach Ansicht der Bonner Regierung verfassungsgemäß Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland in ihrer 'Eigenschaft als Rechtsnachfolger' (bitte darüber nicht diskutieren - Feld ohne Ende) des Deutschen Reiches. Er war nur durch das Regime in Pankow an der Ausübung dieser Staatsbürgerschaft gehindert, bekam aber seine 'West-Papiere' problemlos, sobald er die innerdeutsche Grenze überwunden hatte. Durch diese Regelung war die Bundesregierung nach der Grenzöffnung 'erpressbar', Schlagwort: "Kommt die Mark, dann bleiben wir. Kommt sie nicht, dann kommen wir."umergel hat geschrieben: Deutschland ist da kein Vorbild in der Praxis, das hat sich für mich im Umgang mit der DDR und den Menschen hier nach der Wende gezeigt. Mit dem sogenannten Einigungsvertrag hat man die Demokratie teilweise noch aktuell geltend ausgehebelt, unterlaufen,
Wenn dazu noch etwas zu sagen ist, dann sollte ein neues Thema eröffnet werden.
meint: Armin

