Kriminalität in Sibirien???!!!

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kamensky
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Re: Kriminalität in Sibirien???!!!

Beitrag von kamensky »

Hier wird teilweise tatkraeftig ueber und von Einkommen (Verdienst, Gehalt oder Lohn) diskutiert, dem habe ich eigentlich Nichts beizufuegen. Doch haben sich diejenigen auch mal Gedanken darueber gemacht, wie das Einkommen generiert wird? Sieht man sich jedoch mal so in den erwaehnten EU und Nicht-EU Staaten um, dann erkenne ich da schon noch einen eklatatnten Unterschied vom Begriff " Arbeiten ", denn in den vorgenannten Staaten hast man im Verhaeltnis eher weniger Zeit, sich mit seinem Handy zu beschaeftigen im Gegensatz zu Russland. Da behaupte ich nun mal, dass in Russland bei Vielen anstelle vom Wort "Zarplata" eher als "Anwesenheitspraemie" bezeichnet werden kann (koennte). Effizienz, Flexiblitaet, Verantwortung, Selbstentscheidung = Fremdwoerter bei den russischen Durchschnittsangestellten.
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Re: Kriminalität in Sibirien???!!!

Beitrag von krebs0207 »

Ja, während der Diskussion sind andere Themen geschrieben worden. Gerade solch ein Thema ist umfassend. Ich kenne nur die Arbeitsmentalität in Deutschland, habe natürlich auch andere Länder besucht und andere Arbeitsmentalitäten beobachtet, sie sind mit unserer nicht zu vergleichen. Gerade in Südeuropa (Italien, Griechenland, Spanien, ...) sie arbeiten anders, nach dem Motto, morgen ist auch noch ein Tag. In Russland war ich noch nie, dies wird sich nun ändern.
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GIN
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Re: Kriminalität in Sibirien???!!!

Beitrag von GIN »

krebs0207 hat geschrieben:Die Lohnunterschiede kenne ich aus einem anderem Forum, manchen geht es identisch, wie in D, andere müssen für kleine Dinge schon sparen. Reisen sind schon ein Unding. Wenn da nicht all die Warnungen wären, von Abzockern, so bin ich sehr vorsichtig und möchte selbst besuchen.

In Russland haben die eine romantische Vorstellung von Deutschland. Wie auf der ganzen Welt ist der Grossteil auf der Suche nach "Versorgung", ob diese Versorgung durch einen Mann, respektive Staat passiert ist ihnen egal. Eigenverantwortliches Leben ist in Russland massiv Unterentwickelt. In meinen Reisen von Abchasien bis nach Zypern habe ich immer bemerkt das Mensch auf die gute Versorgungslage in Deutschland hinweisen, über die Schweiz kennen die Menschen meist nur Uhren und Geldwaschen. 2005 in Beirut habe ich sogar einmal eine Werbung in Down Town Beirut gesehen da stand "Zahle mit dem Kindergeld in Deutschland dein Haus ab" :lol: :lol: supi..
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Re: Kriminalität in Sibirien???!!!

Beitrag von GIN »

kamensky hat geschrieben:Hier wird teilweise tatkraeftig ueber und von Einkommen (Verdienst, Gehalt oder Lohn) diskutiert, dem habe ich eigentlich Nichts beizufuegen. Doch haben sich diejenigen auch mal Gedanken darueber gemacht, wie das Einkommen generiert wird? Sieht man sich jedoch mal so in den erwaehnten EU und Nicht-EU Staaten um, dann erkenne ich da schon noch einen eklatatnten Unterschied vom Begriff " Arbeiten ", denn in den vorgenannten Staaten hast man im Verhaeltnis eher weniger Zeit, sich mit seinem Handy zu beschaeftigen im Gegensatz zu Russland. Da behaupte ich nun mal, dass in Russland bei Vielen anstelle vom Wort "Zarplata" eher als "Anwesenheitspraemie" bezeichnet werden kann (koennte). Effizienz, Flexiblitaet, Verantwortung, Selbstentscheidung = Fremdwoerter bei den russischen Durchschnittsangestellten.
Ich stimme hier voll zu, wir haben uns vor kurzer Zeit von unserer Vertriebsstruktur in Russland getrennt. Effizienz, Flexibilität und Verantwortung sind vollkommen danaben, Preis/Leistungsverhältnisss ist in der Schweiz günstiger als in Russland, wir haben in unserer Analyse auch den Schaden berechnet den die Russen angestellt haben, so dass wir die Vertriebstätigkeit nun aus Riga in Moskau machen wollen.
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Re: Kriminalität in Sibirien???!!!

Beitrag von GIN »

Anelya hat geschrieben:
GIN hat geschrieben:über Lebensstandart sprach ich nicht, es ging mir nur über das freiverfügbare Einkommen. Der Lebensstandart ist in der Bundesrepublik höher.

In Russland hat man selten Kosten wie Miete oder Rundfunkgebühren so wie in Deutschland. Wenn man die Durchschnittswerte von der Bundesrepublik mit Russland vergleicht, so ergibt sich nur ein geringer Unterschied. 1200 Euro Netto in Deutschland- 500 Euro Miete - 200 Euro Umlagen und schon sind wir bei 500 Euro freies Einkommen. In Russland sieht diese Rechnung oft anders aus.
Richtig, in Russland sieht diese Rechnung oft anders aus: Laut föderalem Statistikdienst lag der durchschnittliche nominale Monatsbruttoverdienst im März 2012 bei 26.440 Rubeln. Also umgerechnet 675 Euro. "Durchschnittlich" impliziert, dass da auch schon die Moskauer Löhne mit drin sind, die wesentlich höher sind als die Löhne im Rest der Landes. Man kann also guten Gewissens davon ausgehen, dass der Ivan Ivanovitsh aus Blagoveshenks weniger bekommt. Davon bezahlt er dann Heizkosten, die auch in Russland von Jahr zu Jahr steigen, unterstützt seine alte Mutter (die von 150 Euro Rente lebt) und seine Tochter an der Uni (die ein Stipendium von 30 Euro im Monat bekommt), leistet sich vielleicht ein kleines Auto, zahlt für Internet, Telefon, Gas und Wasser, kauft noch Medikamente für die Tante, die man ja schließlich nicht unversorgt lassen kann, kauft auf dem Markt seine Lebensmittel (nein, unser Durchschnittsrusse kann sich keinen Wocheneinkauf im Ashan leisten) und legt dann den letzten Spargroschen für unvorhergesehene Ausgaben weg.

Ich will nicht bestreiten, dass es in Russland - vor allem in Moskau und Sankt Petersburg - eine große Anzahl Menschen gibt, die auf vergleichbarem Niveau wie in Deutschland leben und die sehr, sehr viel Geld verdienen. Auch in kleineren Städten gibt es eine Anzahl von Russen, für die Restaurantbesuche mit fünfstelliger Rechnung kein Problem sind und die mal eben für fünf Tage nach Thailand fliegen. Aber es gibt eben eine große Mehrheit, die noch nicht mal eine Fahrkarte nach Moskau bezahlen kann, ohne zu sparen. Und das sind beileibe nicht nur Menschen ohne formale Bildung, sondern auch viele Akademiker, dir für das heutige Russland einfach "das falsche" studiert haben bzw. nicht den nötigen Geschäftssinn haben, um das große Geld zu verdienen.

Das freiverfügbare Einkommen ist ein Einkommen das Du zum Ausgeben benutzen kannst. Medikamente an die Mutti, Auto, Internet usw musst Du nicht zahlen.
In Deutschland lebt der grösste Teil der Bevölkerung zur Miete, muss diese Rundfunkgebühren zahlen und ist an Elektrizität und anderen Umlagen gebunden. Von 1200 Euro Netto kommst Du in Deutschland kaum über die Runden, in Russland fliegst Du damit nach Bulgarien.
In Russland lebt der grösste Teil der Bevölkerung in Wohneigentum (natürlich schlechte Qualität) und muss keine Miete zahlen. Deshalb ist freiverfügbares Einkommen in Russland sehr nahe am Stand in Deutschland.
Das russische staatistische Bundesamt ist die gleiche manipulative Quelle wie andere Bundesämte.r. Ihr Währungskorb zur Inflation sieht jedes Jahr anders aus, ihre Messdaten schätzen nur die Schwarzeinkommen (wie will man die Messen???).ROSTAT ist in vielen Bereichen einfach nur Instrument der putinischen Manipulationsmaschine.

Die Lebensqualität in Russland ist für mich etwas ganz anderes.... die teuerste Wohnung in Moskau kostet wohl 10X mehr als eine 3 Zimmer-Wohnung in Basel und trotzdem würde ich in Basel bleiben. Geld ist eben nicht ALLES... dass verstehen aber die Entscheidungsträger in Russland nicht, sie messen ALLES mit Geld und fragen sich wieso ihr Lada trotzdem so teuer ist wie der geile Fiat..
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Re: Kriminalität in Sibirien???!!!

Beitrag von Anelya »

GIN hat geschrieben:
Von 1200 Euro Netto kommst Du in Deutschland kaum über die Runden, in Russland fliegst Du damit nach Bulgarien.
Natürlich! Aber wieviel Prozent der Russen kommen auf soviel Geld im Monat?
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Re: Kriminalität in Sibirien???!!!

Beitrag von manuchka »

Mit 1.200 netto bin ich als EInzelperson auch in DE gut versorgt... ich habe im Studium und während des Referendariates danach von weit weniger gelebt, und das ging auch, sogar ein kleines Sümmchen sparen für mal eine Reise oder so war möglich.
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Re: Kriminalität in Sibirien???!!!

Beitrag von Anelya »

Manuchka, stimmt! Ich habe während des Studiums auch von ungefähr der Hälfte gelebt (wie alle, die ein Stipendium oder Bafög beziehen), und ich kann nicht sagen, dass ich schlecht gelebt hätte. Auch Doktoranden bekommen weniger und die wenigsten sind unzufrieden.

Als allgemeine Lebensperspektive wäre mir das aber zuwenig: Irgendwann will man halt keine Einzimmerwohnung bzw. WG-Zimmer mehr, sondern was größeres, und Couchsurfing oder Trampen hat ja gewiss seinen Reiz, aber eine nette kleine Pension für eine Woche an einem hübschen Ort ist auch nicht zu verachten für den Sommerurlaub. Außerdem muss man bei 1200 Netto nach Abzug von Miete, Nebenkosten, Internet, Transport etc. sich wirklich überlegen, ob man die Packung Schinken für 2 Euro noch kaufen kann oder nicht. Das geht mal für ein paar Jahre im Studium und Referendariat (mit dem Wissen, dass man das halt macht, um später bessere Berufschancen zu haben), aber für immer stelle ich mir das sehr schwer vor. Und leider ist 1200 netto in Deutschland die Realität für viele Kindergärtnerinnen, Friseure, etc....
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Re: Kriminalität in Sibirien???!!!

Beitrag von manuchka »

Anelya, stimmt, auf Dauer ist es vielleicht nicht sooo toll, und ich bin auch froh, die "knappe" Zeit hinter mir zu haben. In Österreich ist das aber auch für viele ein durchaus normales Gehalt...
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Re: Kriminalität in Sibirien???!!!

Beitrag von kamensky »

@GIN

" In Russland lebt der grösste Teil der Bevölkerung in Wohneigentum "

Kannste ueberhaupt nicht mit den EU 17 Staaten (keine Ahnung wie sich dies in den Neuen EU Staaten verhaelt)vergleichen! Russland hat NUR deshalb einen so hohen Anteil von Wohneigentum, weil beispielsweise 5 Personen Eigentuemer einer 1-Zimmer Wohnung sein koennen. Die Statistiken RU versus DE sind aus Gruende der Erhebung absolut nicht vergleichbar!
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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