Wie Polizei und Bahn mit Ausländern umgeht
- bella_b33
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Re: Wie Polizei und Bahn mit Ausländern umgeht
Eins fällt mir noch auf:
Spiegel schreibt immer vom Russischen Pass, die Bahn nennt in ihrem Klarstellungsschreiben einen russischen Personalausweis(der Inlandspass)! Ich kann aber irgendwo immernoch nicht fassen, daß es ein Inlandspass gewesen sein sollte, denn Diesen könnte in DE kaum Jemand entziffern(also wäre sie sicherlich nicht damit schon 6 Jahre Problemlos von A nach Z gefahren).
Gruß
Silvio
Spiegel schreibt immer vom Russischen Pass, die Bahn nennt in ihrem Klarstellungsschreiben einen russischen Personalausweis(der Inlandspass)! Ich kann aber irgendwo immernoch nicht fassen, daß es ein Inlandspass gewesen sein sollte, denn Diesen könnte in DE kaum Jemand entziffern(also wäre sie sicherlich nicht damit schon 6 Jahre Problemlos von A nach Z gefahren).
Gruß
Silvio
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
- Axel Henrich
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Re: Wie Polizei und Bahn mit Ausländern umgeht
Ich denke mal Spon und Bahn werden da nicht unterscheiden (koennen)... Die Studentin wird wohl den ueblichen Reisepass in Verbindung mit einer Meldebescheinigung nutzen. Warum diese Meldebescheinigung nun nicht sofort vorgezeigt wurde, um die Adressdaten abzugleichen, mit dem Hinweis, dass das fuer Sie als Russin die einzigste Moeglichkeit sei sich auszuweisen, verstehe ich nicht. Auch verstehe ich nicht, warum Sie dieses Problem erst an der Endstation klaeren wollte.bella_b33 hat geschrieben:Spiegel schreibt immer vom Russischen Pass, die Bahn nennt in ihrem Klarstellungsschreiben einen russischen Personalausweis(der Inlandspass)! Ich kann aber irgendwo immernoch nicht fassen, daß es ein Inlandspass gewesen sein sollte [...]
Genau so verstehe ich aber auch nicht, dass ein solcher Vorgang derart eskaliert ...
-ah-
Re: Wie Polizei und Bahn mit Ausländern umgeht
War nach meinen Infos schon der Inlandspass - genau der, denn niemand entziffern kann, weil Name und sonstige Angaben nur in Kyrillisch drin stehen, und das war ja das ganze Problem... denn so konnte wohl auch nicht festgestellt werden, ob die Reisende und die auf dem Online-Ticket vermerkte Person identisch waren.
Stimme aber zu: dass sowas derartig eskalieren muss, ist unverständlich.
Stimme aber zu: dass sowas derartig eskalieren muss, ist unverständlich.
Du erntest, was du säst.
- Sibirier
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Re: Wie Polizei und Bahn mit Ausländern umgeht
Als Außenstehender weiss ich nicht, was da genau vorgefallen ist - wie Frage und Antwort war usw.-. Eigenartig ist jedoch, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt hat, wenn es "Schwarzfahren" gewesen wäre, hätte sie bestimmt ein Bußgeld bekommen und vielleicht sogar deswegen noch eine Strafe für Widerstand gegen die Staatsgewalt....
Aber ist eben nicht so.... Da könnte ich mir vorstellen, dass die Staatsanwaltschaft vielleicht doch etwas gefunden hat, was die Bahnangestellten bzw. Polizei nicht richtig gemacht haben.....
Aber ist eben nicht so.... Da könnte ich mir vorstellen, dass die Staatsanwaltschaft vielleicht doch etwas gefunden hat, was die Bahnangestellten bzw. Polizei nicht richtig gemacht haben.....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
-
Holger Eekhof
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Re: Wie Polizei und Bahn mit Ausländern umgeht
Ausländer aus der Bahn werfen - das ist Ihnen dann wohl gelungen.
Die Bahn -(bediensteten) hatten sie erst mal aus aus der Fassung gebracht, und der Bahnpolizei blieb dann gar nichts mehr anderes übrig als irgendwie zu handeln. Das Problem wird wohl eher gewesen sein, das der ICE schnell weiter fahren mußte, die Bahnbeamten aber vor Ort stationiert sind, und sich in diesem kurzen Zwischenaufenthalt kein Konsens herstellen ließ.
Aufgrund dessen mußten die Beamten irgendwie handeln - ist irgendwie ihre Aufgabe. Das sie es nicht schafften, die Dame zu beruhigen und einen ganz schnellen Datenabgleich herbeizuführen, ist eher peinlich als schändlich.
Was ich aber wirklich katastrophal finde, das man die Sozialkontrolle staatlichen Handelns unterbinden will, sogar bewußt behindert. Dies empfinde ich als größten Skandal. Zusätzlich noch den Aufnehmenden damit bedroht, das er ein Vergehen oder eine Straftat begehen würde?
Wo zur Hölle sind wir eigentlich gelandet in diesem Staat. Ein Polizist hat gefälligst öffentlich zu agieren - und wenn ihm das nicht paßt, hat er auf seine Pension zu verzichten und seinen Abschied zu nehmen. Nicht anderes halte ich in einem Rechtsstaat für akzeptabel.
Abgesehen davon ist das Aus-dem-Zug werfen nichts neues.... mich hat man auch mal aus einem Zug geworfen, weil das Ticket angeblich nicht galt. Einziger Haken dabei: Es wurde vor Fahrtantritt direkt am Schalter für diesen Zug gelöst. Und ich habe mich gar nicht aufgeregt, sondern hinauswerfen lassen - und bin anschließend die nächsten 200 Kilometer quer durchs Ruhrgebiet mit irgendwelchen Milchkannenzügen gebummelt - und da niemand am Bahnsteig mehr auf mich wartete, bin ich dann eben noch sechs Kilometer zu Fuß zu meinen Gastgebern gelaufen. Für mich war es ein großes Abenteuer, schließlich war ich erst 12
Für die Bahnpolizei war´s nicht ganz so spaßig, als ich in Osnabrück nicht mehr im Zug saß.... Ein 12 - Jähriger 7h lang vermißt, letztes Lebenszeichen als er von Bahnbeamten aus dem Zug geworfen wurde... Die dürften sich die ganze Nacht auf den Bahnsteigen der Republik vergnügen... am 22. Dezember 
Die Bahn -(bediensteten) hatten sie erst mal aus aus der Fassung gebracht, und der Bahnpolizei blieb dann gar nichts mehr anderes übrig als irgendwie zu handeln. Das Problem wird wohl eher gewesen sein, das der ICE schnell weiter fahren mußte, die Bahnbeamten aber vor Ort stationiert sind, und sich in diesem kurzen Zwischenaufenthalt kein Konsens herstellen ließ.
Aufgrund dessen mußten die Beamten irgendwie handeln - ist irgendwie ihre Aufgabe. Das sie es nicht schafften, die Dame zu beruhigen und einen ganz schnellen Datenabgleich herbeizuführen, ist eher peinlich als schändlich.
Was ich aber wirklich katastrophal finde, das man die Sozialkontrolle staatlichen Handelns unterbinden will, sogar bewußt behindert. Dies empfinde ich als größten Skandal. Zusätzlich noch den Aufnehmenden damit bedroht, das er ein Vergehen oder eine Straftat begehen würde?
Wo zur Hölle sind wir eigentlich gelandet in diesem Staat. Ein Polizist hat gefälligst öffentlich zu agieren - und wenn ihm das nicht paßt, hat er auf seine Pension zu verzichten und seinen Abschied zu nehmen. Nicht anderes halte ich in einem Rechtsstaat für akzeptabel.
Abgesehen davon ist das Aus-dem-Zug werfen nichts neues.... mich hat man auch mal aus einem Zug geworfen, weil das Ticket angeblich nicht galt. Einziger Haken dabei: Es wurde vor Fahrtantritt direkt am Schalter für diesen Zug gelöst. Und ich habe mich gar nicht aufgeregt, sondern hinauswerfen lassen - und bin anschließend die nächsten 200 Kilometer quer durchs Ruhrgebiet mit irgendwelchen Milchkannenzügen gebummelt - und da niemand am Bahnsteig mehr auf mich wartete, bin ich dann eben noch sechs Kilometer zu Fuß zu meinen Gastgebern gelaufen. Für mich war es ein großes Abenteuer, schließlich war ich erst 12
- Admix
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Re: Wie Polizei und Bahn mit Ausländern umgeht
Genau so sehe ich es auch. Du hast das meiner Meinung nach bestens beschrieben.Holger Eekhof hat geschrieben:Ausländer aus der Bahn werfen - das ist Ihnen dann wohl gelungen.
Die Bahn -(bediensteten) hatten sie erst mal aus aus der Fassung gebracht, ...
...
... Wo zur Hölle sind wir eigentlich gelandet in diesem Staat. Ein Polizist hat gefälligst öffentlich zu agieren - und wenn ihm das nicht paßt, hat er auf seine Pension zu verzichten und seinen Abschied zu nehmen. Nicht anderes halte ich in einem Rechtsstaat für akzeptabel.
Und ich würde noch folgendes hinzufügen (Womit ich mich natürlich auf Glatteis begebe):
Die Frau hat durch Ihr Schreien einen Aufruf zur Unterstützung begonnen. Und was in Russland vielleicht den ein oder anderen zum Protest gegenüber der Staatsgewalt bewegt hätte wird in Deutschland maximal hinter der Deckung eines Fotoapperates gewagt. Diese stillschweigende Tolerierung der Gewaltausübung hat erschreckende Ausmaße.
Und zum Schluss redet sich der Deutsche mit dem nicht erträglichen Gekreische der Frau für seine Untätigkeit heraus. Die Vorgehensweise der Bahnangestellten und der Polizei haben die meisten bereits akzeptiert.
Re: Wie Polizei und Bahn mit Ausländern umgeht
Ich finde das Beispiel auch beschämend. Ich habe allerdings gerade im letzten halben Jahr auch viele gute Erfahrungen mit Angestellten von Bus- und Bahnbetrieben gemacht, nur die stehen halt nicht in der Zeitung:
-Auf dem Weg in ein Jugendlager in Deutschland mit russischen Jugendlichen bittet uns der Schaffner in die erste Klasse, weil da mehr Platz sei (und nein, den 1.Klasse-Karteninhabern hat unsere Karawane aus übernächtigten, lauten jungen Russen mit großen Rucksäcken bestimmt nicht gut gefallen)
-Im Bus von der Wasserkuppe/Rhön in Osthessen muss mein Mann aus Solidarität als einziger nicht bezahlen (russischer Busfahrer, mein Mann der einzige, der auf diesem Hügel nicht in Jack-Wolfskin-Expeditionskleidung rumläuft, die auch für eine Everestbesteigung geeignet wäre und somit schon von Weitem als Ausländer zu erkennen)
-Im Zug zur Oma aus Zeitnot keine Fahrkarte gekauft, Schaffnerin schimpft ein bißchen und meint, dass sie "später" zum kassieren kommt - was nie geschehen ist und der Zug war ziemlich leer
Das rechtfertigt nicht das Fehlverhalten anderer Bahnbeamter oder Polizisten, aber "Wie Polizei und Bahn mit Ausländern umgeht" ist zum Glück nicht immer nur so, wie mit der jungen Dame im ICE.
-Auf dem Weg in ein Jugendlager in Deutschland mit russischen Jugendlichen bittet uns der Schaffner in die erste Klasse, weil da mehr Platz sei (und nein, den 1.Klasse-Karteninhabern hat unsere Karawane aus übernächtigten, lauten jungen Russen mit großen Rucksäcken bestimmt nicht gut gefallen)
-Im Bus von der Wasserkuppe/Rhön in Osthessen muss mein Mann aus Solidarität als einziger nicht bezahlen (russischer Busfahrer, mein Mann der einzige, der auf diesem Hügel nicht in Jack-Wolfskin-Expeditionskleidung rumläuft, die auch für eine Everestbesteigung geeignet wäre und somit schon von Weitem als Ausländer zu erkennen)
-Im Zug zur Oma aus Zeitnot keine Fahrkarte gekauft, Schaffnerin schimpft ein bißchen und meint, dass sie "später" zum kassieren kommt - was nie geschehen ist und der Zug war ziemlich leer
Das rechtfertigt nicht das Fehlverhalten anderer Bahnbeamter oder Polizisten, aber "Wie Polizei und Bahn mit Ausländern umgeht" ist zum Glück nicht immer nur so, wie mit der jungen Dame im ICE.
-
m1009
Re: Wie Polizei und Bahn mit Ausländern umgeht
Deutsche Gruendlichkeit.Admix hat geschrieben:. Das Ticket war ja anscheinend bezahlt.
.
Meine Frau vor einigen Tagen ein Online Ticket bei der Bahn gekauft. Einzig moeglicher Identifikationsnachweis fuer einen Nicht-EU-Buerger, ist eine Kreditkarte.
- Admix
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Re: Wie Polizei und Bahn mit Ausländern umgeht
Eine Bahncard wäre auch noch eine Möglichkeit (Wobei man diese ersteinmal bekommen müßte).
-
Holger Eekhof
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Re: Wie Polizei und Bahn mit Ausländern umgeht
@ Anelya : Manches finden Busfahrer und Schaffner bestimmt auch ganz gut, wenn es nicht in der Zeitung steht - vor allem nicht so detailiert 
Was ich erschreckend finde, das der Esprit de Corps dort untragbare Resultate erzeugt. Ein Polizist ist ein öffentlicher Beamter. Er besitzt qua Uniform einen besonderen Status, und das dieser Status nicht mißbraucht wird, muß von jedem Normalbürger jederzeit dokumentiert werden können, ohne das er von der Staatsgewalt daran gehindert wird. Wenn ich dieses Video interpretiere, sehen die Polizisten in Ihren Gesten irgendwie genauso hilflos und überfordert aus wie das Mädel - das festhalten ist eher ein arg verunglücktes Knuddels&Händchenhalten als wirkliche Anwendung körperlicher Gewalt. Souverän eine Situation beherrschen stelle ich mir irgendwie anders vor
Und anstatt dieses nun als Lernvideo verwenden zu können, um zukünftig solche Probleme besser managen zu können, hat sich unsere Staatsmacht mal wieder um die Chance gebracht, etwas dazulernen zu können.
Aber du hast absolut recht - im Normalfall sind beide Gruppen, sogar Polizisten, umgänglich. Bis eben auf die Ausnahmen
Upgraden im Bahnverkehr, "vergessenes" Nachkassieren, Mengenrabatte bei der Polizeikontrolle, irgendwie ist dies auch in meiner persönlichen Erfahrung eher die Regel denn die Ausnahme. Aber über das Normal - Positive muß man eigentlich auch keine Worte verlieren - das ist gottseidank noch alltäglich.
Was ich erschreckend finde, das der Esprit de Corps dort untragbare Resultate erzeugt. Ein Polizist ist ein öffentlicher Beamter. Er besitzt qua Uniform einen besonderen Status, und das dieser Status nicht mißbraucht wird, muß von jedem Normalbürger jederzeit dokumentiert werden können, ohne das er von der Staatsgewalt daran gehindert wird. Wenn ich dieses Video interpretiere, sehen die Polizisten in Ihren Gesten irgendwie genauso hilflos und überfordert aus wie das Mädel - das festhalten ist eher ein arg verunglücktes Knuddels&Händchenhalten als wirkliche Anwendung körperlicher Gewalt. Souverän eine Situation beherrschen stelle ich mir irgendwie anders vor
Und anstatt dieses nun als Lernvideo verwenden zu können, um zukünftig solche Probleme besser managen zu können, hat sich unsere Staatsmacht mal wieder um die Chance gebracht, etwas dazulernen zu können.
Aber du hast absolut recht - im Normalfall sind beide Gruppen, sogar Polizisten, umgänglich. Bis eben auf die Ausnahmen
Upgraden im Bahnverkehr, "vergessenes" Nachkassieren, Mengenrabatte bei der Polizeikontrolle, irgendwie ist dies auch in meiner persönlichen Erfahrung eher die Regel denn die Ausnahme. Aber über das Normal - Positive muß man eigentlich auch keine Worte verlieren - das ist gottseidank noch alltäglich.
