SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinder.."

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Dietrich
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde

Beitrag von Dietrich »

Sibirier hat geschrieben:Einheitlicher Steuersatz fuer alle, da brauch es keine Diskussionum Ehegattensplitting, viele Einkommensteuererklaerungen fallen weg usw.
Naja, die Frage der Freibeträge bleiben aber weiterhin. Und ohne Freibeträge wird es in D kein Steuersystem geben.... Oder meinst du, welchen Aufschrei es geben würde, wenn plötzlich bereits der erste Euro zu versteuern wäre.
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Dietrich
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde

Beitrag von Dietrich »

Berlino10 hat geschrieben:Ich habe nichts dagegen, wenn Frauen zu Hause bleiben, um sich um die Kinder zu kümmern, aber nicht durch staatliche Zwangsbeglückung. ;)
Es wird ja eben keiner "beglückt", zumindest nicht, wenn man nur Ehepaare miteinander vergleicht. . Aber ohne Splitting würden eben genau diese Familien/Ehen bestraft!

Denn wieso sollten 2 Ehen/Familien mit einem Familieneinkommen von 70k Brutto unterschiedlich viel Steuern zahlen, nur weil im einen Fall einer und im anderen Fall zwei zu den 70k beitragen?
Wieso? Weil im zweiten Fall beide Ehepartner "fließig" ist? Weil im ersten Fall der eine Ehepartner ein fieser "Großverdiener" ist?
Eben diese Bestrafung der ersten Ehe würde nämlich eine Wertung darstellen, die du aber doch gerne vermeiden möchtest....
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde

Beitrag von Berlino10 »

Das alles kann man doch genauso gut über Freibeträge, Steuersätze für Verheiratete mit 0,1,2,3,4,5,6,7, .. Kindern regeln.
Dafür bräuchte man nicht unterschiedlich verteilte Steuerklassen. Dann würde auch jeder Euro zusätzlich gleich hoch besteuert, ganz gleich wer ihn verdient.
Es geht doch gar nicht darum, dass Ehen, Familien, mit und ohne Kinder nicht steuerlich gefördert werden sollten, die Frage ist nur wie.
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Sibirier
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde

Beitrag von Sibirier »

Dietrich hat geschrieben:
Sibirier hat geschrieben:Einheitlicher Steuersatz fuer alle, da brauch es keine Diskussionum Ehegattensplitting, viele Einkommensteuererklaerungen fallen weg usw.
Naja, die Frage der Freibeträge bleiben aber weiterhin. Und ohne Freibeträge wird es in D kein Steuersystem geben.... Oder meinst du, welchen Aufschrei es geben würde, wenn plötzlich bereits der erste Euro zu versteuern wäre.
Und gerade diese Freibetraege machen doch das Steuerrecht kompliziert usw. Dass u.U. Millionenverdiener fast keine Steuern zahlen, weil sie Abschreibunsprojekte wie Immobilien und Schiffe haben...Und anschl. Nach der Wartefrist steuerfrei verkaufen koennen...

Nee, einheitlicher Steuersatz ohne Freibetraege usw....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
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Dietrich
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde

Beitrag von Dietrich »

Berlino10 hat geschrieben:Das alles kann man doch genauso gut über Freibeträge, Steuersätze für Verheiratete mit 0,1,2,3,4,5,6,7, .. Kindern regeln.
Dafür bräuchte man nicht unterschiedlich verteilte Steuerklassen. Dann würde auch jeder Euro zusätzlich gleich hoch besteuert, ganz gleich wer ihn verdient.
Das verstehe ich nicht so ganz.
Diese "Konstruktion" mit den Steuerklassen ist doch nur eine Hilfe für Paare, damit die monatliche Auszahlung des Nettolohns möglichst nah an der (späteren) Berechnung des Finanzamtes liegt. Damit eben das 0/70 oder das 20/50-Paar nicht erst monatlich viel zu viel an Steuern bezahlt und dann im nächsten Jahr auf die Steuerauszahlung warten muss, damit man die Nebenkostenabrechnung bezahlen kann.
Viel mehr als "Freibeträge" und eine auf 2 Personen gemünzte Progression ist Steuerklasse III doch gar nicht.

Nehmen wir doch ein ganz ganz einfaches Beispiel:
2 Ehepaare: Einmal 120/0 und einmal 60/60. Freibetrag pro Person 10k/Jahr. Steuer-Progression: 0-50k: 20% ; 50k-200k: 40% (für eine Person), bzw. 0-100k/100-400k für 2 Personen.

Die Einheit Ehe hat also 120k-20k = 100k zu versteuerndes Einkommen.
Die 100k generieren 5k + 10k = 15k Steuern.

Wie willst du das jetzt für die beiden Paare so regeln, dass nicht das eine Paar Monat für Monat viel zu viel Steuern bezahlt?
Wenn du jeden einzeln betrachtest, dann hat erstmal jeder die gleiche Progression und seinen eigenen Freibetrag und erst am Ende des Jahres wird dann "abgerechnet":

Paar 1 (120/0)
Der 120k-Ehepartner zahlt jeden Monat Steuern auf 110k zu versteuerndes Einkommen. Und zwar ((50k*0,2)+(60k*0,4)) / 12 = 2.833€
Der 0k-Ehepartner verdient nix, zahlt auch keine Steuern.

Paar 2 (60/60)
Beide zahlen jeden Monat Steuern auf jeweils 50k zu versteuerndes Jahreeinkommen: (50*0,2)/12 = 833€ pro Person = 1.666€ gemeinsam.

Wieso zahlt das erste Paar Monat für Monat 1.166€ Steuern mehr? Nur damit sie irgendwann mal auf die Rückzahlung vom Finanzamt warten dürfen?

Wieso sollte der 120k-Partner aus Paar 2 nicht gleich den Freibetrag des anderen Ehepartners bekommen und auch die "halbe Progression", damit er nämlich gleich seine (100k*0,2)/12 = 1.666 bezahlt?

Du kannst dir gerne ein gerechteres System ausdenken und hier vorrechnen. Allerdings sollten beide Paare möglichst monatlich (und am Ende des Jahres!) das Gleiche zahlen...
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Sibirier
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde

Beitrag von Sibirier »

Jow, 13% :D :lol:
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Dietrich
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde

Beitrag von Dietrich »

Sibirier hat geschrieben:Und gerade diese Freibetraege machen doch das Steuerrecht kompliziert usw. Dass u.U. Millionenverdiener fast keine Steuern zahlen, weil sie Abschreibunsprojekte wie Immobilien und Schiffe haben...Und anschl. Nach der Wartefrist steuerfrei verkaufen koennen...
Nee, einheitlicher Steuersatz ohne Freibetraege usw....
Ich meine hier nur den Grundfreibetrag (http://de.wikipedia.org/wiki/Grundfreib ... schland%29)
In einer Reihe von Entscheidungen stellte das Bundesverfassungsgericht klar, dass aufgrund der verfassungsrechtlichen Vorgaben im Grundgesetz – insbesondere mit Blick auf die Bedeutung und rechtliche Tragweite des Sozialstaatsprinzips – das Steuerrecht und das Sozialhilferecht eng miteinander verknüpft sind.[2][3] [...]
Dem Einkommensteuerpflichtigen muss nach Erfüllung seiner Einkommensteuerschuld von seinem Erworbenen soviel verbleiben, als er zur Bestreitung seines notwendigen Lebensunterhalts und desjenigen seiner Familie bedarf („Existenzminimum“).[4] Maßgröße für die Bemessung des steuerfrei zu stellenden sächlichen Existenzminimums ist das sozialhilferechtlich definierte Existenzminimum, das über-, aber nicht unterschritten werden darf.[5][4][6][7] Die existenzsichernden Aufwendungen müssen nach dem tatsächlichen Bedarf realitätsgerecht bemessen werden, steuerfrei muss das bleiben, was zur Schaffung der Mindestvoraussetzungen für ein menschenwürdiges Dasein benötigt wird.[6]
Wenn jemand (oder ein Paar) nur 100 Euro im Monat verdient, dann darf man ihm (zumindest in D) nicht auch noch z.B. 13% davon wegnehmen.....
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Sibirier
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde

Beitrag von Sibirier »

Man kann ja Hartz IV vom Nettoentgelt ausgehen, da ist es dann egal, ob die 13% abgezogen werden oder nicht...
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde

Beitrag von Berlino10 »

Dietrich hat geschrieben: Du kannst dir gerne ein gerechteres System ausdenken und hier vorrechnen. Allerdings sollten beide Paare möglichst monatlich (und am Ende des Jahres!) das Gleiche zahlen...
Na, soweit gehen meine Leidenschaften dann doch nicht.

Ich möchte nur, dass der Staat nicht Situationen verschärft, wie ich sie in BAD-BAD bei meinem Trauzeugen u.a. Freunden immer wieder erlebe.
KiTa-Plätze frühestens ab dem 4. Lebensjahr, und gesellschaftlicher Druck für die Frauen, zu Hause zu bleiben.
Ist ja auch schön und gut, man kann ja auch woanders leben ... mit 2 Kindern sind das dann mind. 6-7 Jahre Arbeitspause als stud. Juristin.
Frau ist also ungefähr 35 und versucht einen Neustart, den man qualifiziert nicht hinbekommt, also ok ... halbtags ...,
macht ja nix, der Mann verdient ja genug, wenigstens mal raus und eine Aufgabe ...
Der finanzielle Beitrag der Ehefrau reicht allerdings gerade für 2-3 Abendessen im Monat ... wird belächelt ... und Frau fühlt sich zurückgesetzt ..
Da verzichten viele lieber gleich ganz ... was aber auch nicht unbedingt zum allgemeinem Wohlbefinden beiträgt ...
Das meine ich mit zum Frauchen degradieren ...
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Re: SZ-Artikel - "Homosexuelle sollen keine russischen Kinde

Beitrag von kamensky »

Was ist denn das für ein fürchterlich kompliziertes Steuersystem für Naturalpersonen?? Deutschland??
ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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