Du hast den totalen Durchblick!Berlino10 hat geschrieben: Der Milliarden-Zuwachs etwa von Susanne Klatten geht zum grossen Teil auf Kosten der unwürdig beschäftigten Leiharbeiter bei BMW - einem hochprofitablen Unternehmen mit bis zu 1/3 Prekär-Beschäftigten!
Milliardäre in Russland
Re: Milliardäre in Russland
Plenken ist eine seltsame Sache . Es machen seltsame Leute , die große Angst haben , dass ihre Satzzeichen übersehen werden oder stolz darauf sind , überhaupt welche zu verwenden . Daher trennen sie dieses stets mit einem Leerzeichen vom Wort .
Re: Milliardäre in Russland
Ohne Argumente persönlich werden und Auslachen ... Respekt! das zeugt von Ahnung und Reife.Jochen hat geschrieben: Du hast den totalen Durchblick!
- Zejtnot
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Re: Milliardäre in Russland
Ich weiß, die Wikipedia ist keine offizielle Quelle, aber dort steht eigentlich klar, wem Ист Лайн (Betreiber des Flughafens Domodedowo) gehört: "Группу контролирует компания FML Limited с острова Мэн. Её акционерами «Ист Лайн» называет двух резидентов острова — Джейн Петерс (75 %) и Шон Каирнс (25 %). Фактическим бенефициаром группы считается Дмитрий Каменщик."GIN hat geschrieben:Der Flughafen DOM in Moskau ist ja ein gutes Beispiel. Eine zypriotische Firme besitzt einen Flughafen und die Aktien sind unbekannt. Nicht einmal der Staat Zypern kennt den Besitzer der Firma.
Soweit ich mal gelesen habe (dafür aber keine Quelle habe), registriert selbst die staatliche Aeroflot ihre Flugzeuge offshore, um Steuern zu sparen - so ungewöhnlich ist dies also nicht.
An sich bin übrigens froh, dass Ист Лайн Domodedowo einst übernommen hatte - nur durch diese Konkurrenz wurde Scheremetjewo irgendwann gezwungen, am eigenen Service zu arbeiten. Erst nachdem auch noch Lufthansa weg war, gab es einen Terminaltransfer wenigstens in Ansätzen. (Inzwischen würde ich Scheremetjewo als besten Moskauer Flughafen einschätzen, aber 20 Jahre für diese Entwicklung waren ja auch genug.) Nun ist die Frage: Ist es verwerflich, dass man mit einer guten Geschäftspolitik reich geworden ist?
Re: Milliardäre in Russland
Nein, so lange man dabei nicht gegen Gesetze verstößt wie russische Oligarchen, Großbanken, die Big4 der Steuerhinterziehung ... ist es nicht nur nicht verwerflich.Zejtnot hat geschrieben: Nun ist die Frage: Ist es verwerflich, dass man mit einer guten Geschäftspolitik reich geworden ist?
Es ist auch gut und richtig für ein erfolgreiches Marktwirtschaften, dass jeder sein Optimum anstrebt, sei es, Reichtum aufzubauen oder zu mehren oder (bei Media Markt) möglichst viel zu sparen ...
Dass dann unternehmerische Leistung wie im Falle der SAP Gründer auch mal über Gebühr belohnt wird ... ok ... kann man akzeptieren, zumal ja auch gesellschaftlich wertvolle Begleiterscheinungen auftreten.
Nur, wo liegt die Leistung bei erblichen Dynastien? Eine gesellschaftlich kritische Fortschreibung und Doppelhonorierung, auch noch mit innovationsfeindlichen Folgen?
Und wo liegt die gesellschaft- oder wirtschaftlich sinnvolle Leistung, wenn ausufernde Kapitalrenditen Unternehmen drangsalieren, die Gesellschaft auch noch die Risiken sozialisiert,
nichts gegen Steuerflucht unternimmt und uns so Billionen entzogen werden?
Ich kann nicht verstehen, wie einige immer wieder übersehen, dass Geld endlich ist!?
Wenn jemand über das bestehende Wachstum hinaus Geld vermehrt, dann muss er es jemand anderem wegnehmen - 1+1=2.
Das geschieht entweder, dass erfolgreiche Unternehmen weniger erfolgreiche vom Markt verdrängen (Innovation, Produktivitätsfortschritt) oder auch einzelne Länder auf Kosten anderer nach vorne kommen.
Es ist für uns alle existentiell notwendig, dass man mit guter unternehmerischer Geschäftspolitik reich werden kann.
Aber es ist verwerflich, gesellschaftlich wertlose derivate Luftschlösser auf den Finanzmärkten zu honorieren - wie insgesamt Kapital im Gegensatz zu Arbeit oder auch unternehmerischer Leistung viel zu privilegiert ist.
Es ist auch verwerflich, wenige auf Kosten der Mehrheit über Gebühr reich werden zu lassen und keinen gesellschaftlichen Ausgleich anzustreben.
Und es ist verwerflich, keine Rahmenbedingungen zu schaffen, die dafür sorgen, dass Wirtschaften zum Wohle der Gesellschaft stattfindet.
Nicht einzelne Reiche sind dafür verantwortlich, sondern eine falsche Politik.
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Re: Milliardäre in Russland
Stimmt. Mein Schwiegervater hat letztens auch einen interessanten Aspekt eingeworfen: Die Evraz-Holding lässt halb Sibirien nach Kohle und Erzen umgraben. Bergarbeiter dürfen angesichts des schweren Jobs schon mit 40 in Rente gehen. ABER, Evraz zahlt in deren 20 Jahren Berufsleben nicht etwa einen höheren Rentenbeitrag - trotz erheblicher Gewinne in diesen Branchen. Die gesamten Rentenkosten werden auf die Bevölkerung abgewälzt, der zuvor bereits das Land weggebaggert wurde.
(Ich denke nahezu alle Milliardäre Russlands haben irgendetwas mit Rohstoffen zu tun.)
(Ich denke nahezu alle Milliardäre Russlands haben irgendetwas mit Rohstoffen zu tun.)
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Re: Milliardäre in Russland
Heikles Thema, und nicht umsonst hat Medwedjew die Reform damals halbwegs gekippt. Nun ist Mintruda ja wieder dabei, ab 2015 die neue Rentenreform einzufuehren ... Naklar koennen Bergleute 15 Jahre frueher in Rente, zahlen aber auch z.B. doppelt so viel wie Aerzte in die Rentenkasse (ПФР) ein, nur werden Sie auch selten aelter als 60 und "nutzen" damit das Eingezahlte entsprechend weniger. Sind ja auch nicht nur Bergleute mit Recht auf fruehere Rente - Flieger, Taucher, Offiziere, sogar Paedagogen ...Zejtnot hat geschrieben:[...] Bergarbeiter dürfen angesichts des schweren Jobs schon mit 40 in Rente gehen. ABER, Evraz zahlt in deren 20 Jahren Berufsleben nicht etwa einen höheren Rentenbeitrag [...]
Die Bergmaenner haben vlt. Glueck und koennen noch bis 2018 nach altem System Rente beziehen.
-ah-
Re: Milliardäre in Russland
http://www.themoscowtimes.com/business/ ... 86858.html
"Kamenshchik Named as Domodedovo Owner" 13 September 2013 | Issue 5212 The Moscow Times
Rosneft and Novaport May Buy Domodedovo Airport for $4.7Bln
01 October 2013 | Issue 5224
The Moscow Times
State-owned oil giant Rosneft and businessman Roman Trotsenko's airport investment company, Novaport, could purchase Moscow's second-largest airport, Domodedovo, Prime reported Monday, citing sources at the airport, Novaport and in the government.
The parties are discussing an acquisition deal worth $4.7 billion. Of this, $2.5 billion concerns Domodedovo's refueling complex, which will be snapped up by Rosneft. The rest of the assets will pass to Novaport, which owns and runs a number of airports in regional Russian cities.
The parties signed a memorandum agreeing the sale two months ago, Itar-Tass reported. An airport industry source told Interfax that the companies are now finalizing the price, the memorandum having been concluded one month ago.
Negotiations over the sale of Domodedovo have been ongoing since shortly after a terrorist incident at the airport in 2011, Prime reported. The government, seeking to place responsibility on the airport's ownership in the aftermath of the incident, found itself unable to identify the beneficiary shareholder.
The name of the owner — Dmitry Kamenshchik, head of East Line Group and owner of a $1 billion fortune — was revealed by Domededovo only in the middle of September 2013. The nudge that facilitated this coming out was the government's decision to make its plans for large-scale investment in the capital's airports contingent on the identification of beneficiary shareholders.
"Kamenshchik Named as Domodedovo Owner" 13 September 2013 | Issue 5212 The Moscow Times
Rosneft and Novaport May Buy Domodedovo Airport for $4.7Bln
01 October 2013 | Issue 5224
The Moscow Times
State-owned oil giant Rosneft and businessman Roman Trotsenko's airport investment company, Novaport, could purchase Moscow's second-largest airport, Domodedovo, Prime reported Monday, citing sources at the airport, Novaport and in the government.
The parties are discussing an acquisition deal worth $4.7 billion. Of this, $2.5 billion concerns Domodedovo's refueling complex, which will be snapped up by Rosneft. The rest of the assets will pass to Novaport, which owns and runs a number of airports in regional Russian cities.
The parties signed a memorandum agreeing the sale two months ago, Itar-Tass reported. An airport industry source told Interfax that the companies are now finalizing the price, the memorandum having been concluded one month ago.
Negotiations over the sale of Domodedovo have been ongoing since shortly after a terrorist incident at the airport in 2011, Prime reported. The government, seeking to place responsibility on the airport's ownership in the aftermath of the incident, found itself unable to identify the beneficiary shareholder.
The name of the owner — Dmitry Kamenshchik, head of East Line Group and owner of a $1 billion fortune — was revealed by Domededovo only in the middle of September 2013. The nudge that facilitated this coming out was the government's decision to make its plans for large-scale investment in the capital's airports contingent on the identification of beneficiary shareholders.
Re: Milliardäre in Russland
Ich unterscheide die Wirtschaft in RUssland zwischen Blyad und Sistema. KMU in Russland ist für mich Blyad. Drücken, Schieben, Stechen.... Jeder der so sein Geld in Russland verdient hat meine Hochachtung. Sistema sind die Firmen wie Rosneft, Rusal usw... Also ganz andere Kaliber. Die Besitzer dieser Firmen sind für mich keine wirklichen Besitzer. Sie werden von der Beamtenschaft ja faktisch enteignet. Ihre Offshores spielen Geld der Beamtenschaft zu. Der FLughafen gehört zum Sistema.Zejtnot hat geschrieben:Ich weiß, die Wikipedia ist keine offizielle Quelle, aber dort steht eigentlich klar, wem Ист Лайн (Betreiber des Flughafens Domodedowo) gehört: "Группу контролирует компания FML Limited с острова Мэн. Её акционерами «Ист Лайн» называет двух резидентов острова — Джейн Петерс (75 %) и Шон Каирнс (25 %). Фактическим бенефициаром группы считается Дмитрий Каменщик."GIN hat geschrieben:Der Flughafen DOM in Moskau ist ja ein gutes Beispiel. Eine zypriotische Firme besitzt einen Flughafen und die Aktien sind unbekannt. Nicht einmal der Staat Zypern kennt den Besitzer der Firma.
Soweit ich mal gelesen habe (dafür aber keine Quelle habe), registriert selbst die staatliche Aeroflot ihre Flugzeuge offshore, um Steuern zu sparen - so ungewöhnlich ist dies also nicht.
An sich bin übrigens froh, dass Ист Лайн Domodedowo einst übernommen hatte - nur durch diese Konkurrenz wurde Scheremetjewo irgendwann gezwungen, am eigenen Service zu arbeiten. Erst nachdem auch noch Lufthansa weg war, gab es einen Terminaltransfer wenigstens in Ansätzen. (Inzwischen würde ich Scheremetjewo als besten Moskauer Flughafen einschätzen, aber 20 Jahre für diese Entwicklung waren ja auch genug.) Nun ist die Frage: Ist es verwerflich, dass man mit einer guten Geschäftspolitik reich geworden ist?
Jochen hat von AGs nicht wirklich eine Ahnung. Er weiss ja sicherlich noch nicht einmal das in vielen Offshorestaaten es keine Aktienbücher gibt. So kann ein Gerd Schrüder im Jahr X mal seine Aktien zeigen und Geld bekommen. Im Jahr Y gibt Gerd seinem Freund Wladimir die Aktien und nimmt mal schnell von der Offshore die Dividende fürs Jahr. In Deutschland geht es nicht.
- Zejtnot
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Re: Milliardäre in Russland
Die ganze Steuerdiskussion habe ich ausgelagert: http://forum.aktuell.ru/viewtopic.php?f=36&t=16078