Lohn und Gehalt - wer nimmt wer gibt

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Sibirier
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Beitrag von Sibirier »

Sportsfreund hat geschrieben:wie hoch ist dein Gehalt/Lohn/Einkommen?
Brutto und Netto in Rubel/Euro/Dollar.
(ohne Hinweise auf Durchschnitt in der Branche)
Tut mir leid, dies werde ich hier nicht preisgeben. Die mich persönlich aus dem Forum getroffen haben, wissen es schon, dass ich auch kein Millionär bin....
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Dietrich
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Beitrag von Dietrich »

achim hat geschrieben:
Dietrich hat geschrieben:Das ist wie mit "Wohnung vermieten". Man macht es nur, wenn es gar nicht anders geht. Denn man weiss nie, ob man die nachher wieder los wird!
ja, da ist die situation in moskau natuerlich viel besser. als Vermieter kann man wie ludwig der 14. uneingeschraenkt walten und handeln. das sich dies kontraproduktiv in den wohnungen selbst niederschlaegt will ich hier einmal grosszuegig uebersehen. alles halt halt seine vor und nachteile.
Wenn man das eine (Extrem) anprangert dann heisst das noch lange nicht das man das entgegengesetzte Extrem gutheisst. Aber wenn es in Deutschland noch nicht mal moeglich ist, einen Mieter der schon mehr als 3 Monate keine Miete gezahlt hat aus der Wohnung zu bekommen.... dann stimmt da fuer mich irgendwas nicht! Natuerlich sind (beideitige) Fristen fuer Kuendigungen etc. wichtig. Aber man kann auch den Mieterschutz uebertreiben!!!

Dietrich
achim

Beitrag von achim »

Dietrich hat geschrieben:Aber man kann auch den Mieterschutz uebertreiben!!!

Dietrich
alles eine Frage des Standpunktes. Ich habe mein ganzes Leben als Mieter gewohnt. In Deutschland hatte ich wenigstens das Gefühl, dass "meine" Wohnung mir gehört. Dies ist für ein menschenwürdiges Leben eine wichtige Grundlage. Und wenn ein Vermieter uns mal loswerden wollte, dann hat er es auch fast immer geschafft. Der einzigen Vermieter, den ich gerichtlich in seine Schranken verwiesen habe, war ein Geldsack, der uns aus Habgier vertreiben wollte...
Sportsfreund

Beitrag von Sportsfreund »

Sibirier

mich interessiert es wenig wieleil Du wirklich verdienst...
Nur wenn Du ein westliches angemessenes Einkommen hast,
ist es unfähr zu behaupten-
in Russland 300 Euro (oder weniger) pro Monat zu verdienen ist ganz OK.

und gleichzeitig über die Schicksale von ALG2-Empfänger zu weinen-
wie kann man von 350euro pro Monat leben???
(dabei wir plus eine schon vom Sozialamt bezahlte Wohnung übersehen)


Erinnert an manche im Westen lebende "russiche Patrioten":
Putin macht alles richtig!
Russisches Volk ist noch nicht reif für die Demokratie.
Man braucht in Russland eine starke Hand!
usw.

Warum dann selber nicht da wo es für einen aus dem Volk richtig wäre?


Genauso ist bei Dir mit den Gehältern/Enkommen.
Wärest Du einverstanden genauso viel zu verdienen wie jemand in Russland ohne deutsche (und/oder englische) Sprachkenntnisse?

sag plötzlich nicht- dir wäre es zum Leben zu wenig.
Du meinst doch, dass für die anderen es ganz OK ist.
Nicht eingeloggt Bephep

Beitrag von Nicht eingeloggt Bephep »

Ich stelle die Frage einmal anders.Was muss man in Moskau verdienen wenn man den ungefaehr gleichen Lebensstandard haben will wie in Deutsachland und zusaetzlich noch das Geld fuer eine Soziale Absicherung in Deutschland.
In einem anderenThread wuerde schon geschrieben das man in Moskau mindestens 800 Ruro verdienen muss.
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Sibirier
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Beitrag von Sibirier »

Also noch einmal.

Es gibt in Russland sogar viele, die mehr verdienen als ich. Auch auch ohne Fremdsprache. Sie haben nur entsprechendes Fachwissen.

Also ist das kein Problem für mich.

Im Gegenteil, denn das was ich in Deutschland zuletzt verdient habe, war um das 3-fache höher als hier in Moskau/Russland. Und in Deutschland habe ich in einer Kleinstadt in Norddeutschland (Billigzone) gewohnt!

Also noch einmal zu dem Standpunkt AlHi-Empfänger. Warum ziehen Sie nicht dorthin, wo es Arbeit gibt und Arbeiter gesucht wird?

Ich habe Haus und Hof, Verwandte, Bekannte hier usw. OK. Wenn sie darauf Rücksicht, dann sollen sie m. E. auch ohne staatliche Ünterstützung sehen wie sie zurechtkommen. Dann sollen halt ihre wichtigen Verwandte und Bekannte sie bezahlen und nicht die Allgemeinheit! Dann möchte ich mal sehen, wie wichtig diese Verwandten und Bekannten sind!

Denk mal an Leipzig! BMW wollte 5000(!) Arbeitsplätze schaffen, konnte aber dort nur 3000(!) besetzen. Und BMW zahlt eigentlich nicht schlecht. Und das bei rd. 4 Mio. Arbeitslosen. Da ist irgendwas verkehrt in Deutschland. Tut mir leid.

Und ich halte an meiner Meinung fest, wenn jemand sich wirklich anstrengt, findet er Arbeit und wenn er sich weiterbildet, findet er dann auch bessere Arbeit.

Also hört auf zu jammern!

Ich sehe das auch hier in Russland. Ich habe vorher auch in einer anderen Stadt in Russland gewohnt. Habe auch dort Arbeit gefunden, für rd. 10.000 Rubel! (300 Euro).Nach Deiner Aussage, nicht überlebensfähig! Habe auch dort dafür gearbeitet. War froh und habe mir dann besser bezahlte Arbeit gesucht.
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Sibirier
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Beitrag von Sibirier »

Nicht eingeloggt Bephep hat geschrieben:Ich stelle die Frage einmal anders.Was muss man in Moskau verdienen wenn man den ungefaehr gleichen Lebensstandard haben will wie in Deutsachland und zusaetzlich noch das Geld fuer eine Soziale Absicherung in Deutschland.
In einem anderenThread wuerde schon geschrieben das man in Moskau mindestens 800 Ruro verdienen muss.
Bisschen viel verlangt finde ich!

Aber trotzdem, mußt Du erst mal schreiben, welchen Lebensstandard Du erwartest. Z. B. 2 oder 3-Zimmer-Wohnung, Zentrum oder nimmst Du in Kauf 1-2 Stunden zur Arbeit zu fahren? Wie oft Urlaub? Wieviel Personen sind im Haushalt? Wieviele arbeiten davon? Soziale Absicherung in Deutschland? Wieviel möchtest Du im Monat absichern? 50-10000 Euro und mehr sind ja möglich! usw.

Hier sieht es ein bißchen anders aus. Hier sind z. B. die Mütter nur 1-2 Jahre zuhause bei den Kindern und anschl. geht es dann wieder zur Arbeit, weil es Ganztageskindergärten gibt.
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Dietrich
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Beitrag von Dietrich »

Nicht eingeloggt Bephep hat geschrieben:Ich stelle die Frage einmal anders.Was muss man in Moskau verdienen wenn man den ungefaehr gleichen Lebensstandard haben will wie in Deutsachland und zusaetzlich noch das Geld fuer eine Soziale Absicherung in Deutschland.
In einem anderenThread wuerde schon geschrieben das man in Moskau mindestens 800 Ruro verdienen muss.
Das ist uebrigens eine sehr interessante Frage!

Ich wuerde behaupten, dass man hier mindestens 2500 Euro Netto verdienen muss um annaehernd einen Lebensstandard eines Handwerkers in Deutschland zu haben.

Warum so viel? Weil alleine um eine Wohnung westlichen Standards (also keinen Plattenbau) mit 3 oder 4 Zimmern zu mieten, braucht man schon so zwischen 1000 und 1500 Dollar im Monat. Dazu kommen dann noch 400-500 Euro fuer Rente im Monat, 250 Euro um sich ein 13. Gehalt anzusparen (wegen Weihnachts- Urlaubsgeld etc), 250 Euro monatlich auf der hohen Kante um sich eine einigermassen westliche Krankenversorgung leisten zu koennen etc. etc. etc. Kindergeld kommt u. U. auch noch dazu!

Man kann hier aber auch mit wesentlich weniger leben. Dann muss man aber eben Abstriche machen. Ich moechte mal eine durchschnittliche Wohnung, die hier fuer 400-500 Dollar im Monat vermietet wird mit denen vergleichen, die in Deutschland vom Sozialamt bezahlt werden. Bei der Haelfte der Wohnungen hier wuerden sich die Hartzler wahrscheinlich weigern dort einzuziehen. Und mit 5 Leuten in einer 2-Zimmerwohnung wohnt in D auch kein Hartzler. Hier ist das teilweise noch normal!

Und ausserdem sollte man nicht die Lebensbedingungen eines deutschen Arbeitslosen mit denen eines Russen vergleichen, der seine 40-50 in der Woche arbeitet, sondern mit denen eines russischen Arfbeitslosen. Und da liegt der Unterschied bei ca. 100%!

Ich empfinde es als "sozial", wenn in Deutschland keiner verhungert. Aber von den Anderen laut schreiend ein "menschenwuerdiges Leben" zu verlangen wenn man selber nicht die Bohne bereit ist etwas fuer die Gemeinschaft zu tun, dann ist das fuer mich Schmarotzertum.

Natuerlich soll der Staat Leuten helfen die zeitweise ohne Arbeit sind. Aber in der Zeit koennen die Leute wohl 30 Stunden die Woche eine der Gemeinschaft nuetzliche Arbeit tun. Und die 10-20 Stunden die sie damit weniger arbeiten als die Anderen sollen sie nutzen um sich eine Arbeit zu suchen. Und wenn man nach einem halben Jahr eingesehen hat das man an seinem WOhnort in "seinem Beruf" keine Chance hat, dann muss man entweder umziehen oder sich beruflich neu orientieren.
Ich lerne auch nicht Hufschmied weil es mein Traumberuf ist und wenn ich ploetzlich feststelle das kaum noch Pferde auf den Strassen unterwegs sind, dann setze ich mich in meine Schmollecke und erwarte das jetzt die Allgemeinheit mir ein 'menschenwuerdiges Leben' finanziert.

Ich finde die Sozialabgaben sollten nicht irgendwo in der Staatskassen verschwinden, sondern sollten direkt von den Arbeitern an die Leute abgegeben werden. Ein Hartzler, der z.B. 400 Euro im Monat bekommt wuerde dann halt im Monat zu 4 Arbeitern gehen und von denen Bar seine jeweils 100 Euro ausgezahlt bekommen. Natuerlich waeren die Arbeiter verpflichtet ihre Sozialabgaben zu verteilen. Aber es waere doch schoen wenn sie auf diese Art und Weise ein wenig fuer die Not der Leute sensibilisiert werden. So wuessten sie wenigstens was mit ihrem Geld passiert und koennten sich durch Fragen ein Bild davon verschaffen, warum ein Mensch zum Beispiel keine Arbeit mehr findet. Oder wie anstrengend es fuer manche ist schon vormittags aufzustehen...

O.K. ich werde sarkastisch... ich hoere lieber auf!

Dietrich
achim

Beitrag von achim »

Dietrich hat geschrieben:Ich empfinde es als "sozial", wenn in Deutschland keiner verhungert...Aber von den Anderen laut schreiend ein "menschenwuerdiges Leben" zu verlangen wenn man selber nicht die Bohne bereit ist etwas fuer die Gemeinschaft zu tun, dann ist das fuer mich Schmarotzertum...
sehr grosszuegig!
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Beitrag von Dietrich »

achim hat geschrieben: sehr grosszuegig!
Ja, das ist schon mehr als in vielen, vielen anderen Laendern!

Ausserdem habe ich due Aussage im naechsten Abschnitt ja erklaert bzw. relativiert!

Was noch hinzuzufuegen waere ist natuerlich, dass fuer Leute die nicht arbeiten koennen (wegen Behinderung oder aehnliches) dann auch dementsprechend mehr Geld zur Verfuegung waere.

Aber wenn ein Arbeitsloser die dritte Umschulung abbricht, dann hat es mit weiterer Grosszuegigkeit nun mal (bei mir) ein Ende!

Dietrich
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