Wessen denn?Admix hat geschrieben:Die meiner Meinung nach berechtigte Kritik am Machtsystem Putin ist nicht seine Aufgabe.
Ist es nicht die Aufgabe des Präsidenten eines Staates, der in den letzten 70 Jahren (zumindest teilweise) zweimal unter einer menschenrechtsverachtenden Diktatur gelitten hat, derartige Tendenzen in einem Land anzuprangern?
Wieso sollte der Präsident des Landes, welches vor 70 Jahren die Ausgrenzung und sogar Vernichtung einer Minderheit "perfektioniert" hatte, nicht aufstehen, wenn sich derartige Tendenzen nun in Russland zeigen.
Und: Ja, solche Dinge sollte er auch in Katar, Saudi Arabien oder China etc. ansprechen.
Und zum Thema USA: Es macht schon einen Unterschied, ob es um Menschenrechte und Diskriminierung von Minderheiten geht, oder um einen Geheimdienst, der über seine Kompetenzen hinaus gegen den Datenschutz verstoßen hat. Außerdem glaube ich durchaus, dass im gemeinsamen Dialog mit den USA diese Dinge durchaus auf allen möglichen Ebenen hitzig diskutiert werden. Während sich Russland im o.g. Zusammenhang stets jegliche Einmischung schlicht und einfach verbietet und die beleidigte Leberwurst spielt.
Und ob Snowden nun ein Held oder doch durch die Art seines Handelns eher als Verräter einzustufen ist, ist durchaus noch diskutabel, während die Diskriminierung von Schwulen oder die Verhaftung und Aburteilung von Oppositionellen nur bei Harcore-Putin-Fans wirklich Beifall findet.

