Im Herbst 2012 hat der junge Moskauer Fotograf Mitja Aleschkowskij seine Stelle bei der russischen Presseagentur TASS aufgegeben und ein gemeinnütziges Projekt gegründet: 'Nuschna Pomotsch' heißt sinngemäß "Wir brauchen Hilfe". Anlass war die Hochwasserkatastrophe im südrussischen Krymsk, bei der im Juli 2012 171 Menschen starben und 300 verletzt wurden. Der 28-Jährige liegt damit durchaus im Trend. Im heutigen Russland gibt es viele Hilfsorganisationen, die versuchen, dort einzuspringen, wo der Staat versagt; z.B. bei der medizinischen Versorgung, der Pflege oder der Unterstützung von Waisen und Obdachlosen.
Kosaken -Zwischen Tradition und Fanatismus
-ah-Auf einer Wiese in Moskau haben sich 40 Menschen versammelt, um Kosakenspiele abzuhalten. Sie tragen Pelzkappen, Umhänge und Reitstiefel. Sie werden sich mit der Peitsche messen und mit dem Säbel, zu Pferd und auf dem Bauch robbend mit der Kalaschnikow in der Hand. Doch vorher beten sie und gedenken ihrer Vorfahren. - "Wir sind ein Volk von Kriegern, haben an allen Kriegen Russlands teilgenommen." "Demokratie", so predigt ein Priester, "ist nicht die Sache Gottes!" Die Rückbesinnung auf Vergangenes ist in Russland sehr angesagt, und so haben auch die Kosaken wieder Zulauf. Unser Autor hat drei von ihnen begleitet.
