Mein Eindruck ist, dass keiner die späte Sowjetunion der 80er zurückhaben will, als es Lebensmittel auf Berechtigungsscheine gab. Da diese Zeit aber größtenteils schon unter Gorbatschow war, wird ihm dies angekreidet, und nicht der realen untergehenden Planwirtschaft.
Wenn also sich also jemand die SU zurückwünscht, dann jene der späten 70er. Diese Zeit ist so weit weit, dass auch ein objektiver Vergleich schwer fällt - kein Mensch weiß, ob diese Ideologie in Zeiten der globalisierten Welt noch laufen würde. (Übertrieben ausgedrückt: Mobiltelefone von Raduga?)
Ich denke der Großteil der Bürger, welche heute in Städten über 400.000 Einwohner lebt, möchte nicht zurück. Dort vielleicht jene, die in heruntergekommenen Vororten leben, mit hoher Kriminalität und einem niedrigen Einkommen, welches gerade zum Überleben reicht. Ferner sehnt sich die Landbevölkerung, welche einst in der Kolchose arbeitete, nach der alten Ordnung. Und natürlich jene Pensionäre, welche die Minimalrente haben und in den staatlichen Krankenhäusern und Polykliniken eher schlecht als recht behandelt werden.
Russen wollen Planwirtschaft und keine Demokratie?
Re: Russen wollen Planwirtschaft und keine Demokratie?
Das mit der guten alten Zeit ist so eine Sache. Meine Mutter erzählte eine lustige Geschichte aus einer Warteschlange in den Mitte 70ern im Leningrad. Man stand gerade wieder für Milch. Da erzählte eine ältere Frau immer von den guten alten Zeiten beim Zaren. Das machte sie immer wieder. "Ihr Vater hätte in einer Fabrik gearbeitet als Vorarbeiter und ernährte ohne das die Frau arbeitete eine 8 köpfige Familie. Lebten auf 3 Zimmern in einer Mietswohnung. Stellen Sie sich vor, wie geht das zur heutigen Zeit?". Irgendwann gab es mal Streit in der Schlange mit einer zugezogenen "Kommunistin" und ein Milizionär hörte den Streit. Er fragte um was es hier geht?, da erklärte die Kommunistin ihm von den Aussagen der älteren Frau. Und der Milizionär sagte dann, was haben Sie denn? mein Vater verdiente 6 Rubel als Schlosser und der kruschka Milch kostete 1/4 Kopeken, die leckere Lazanki gibt's auch nicht mehr hier in dem Laden wie mein Vater berichtete. Die Leute lachten.Zejtnot hat geschrieben:Mein Eindruck ist, dass keiner die späte Sowjetunion der 80er zurückhaben will, als es Lebensmittel auf Berechtigungsscheine gab. Da diese Zeit aber größtenteils schon unter Gorbatschow war, wird ihm dies angekreidet, und nicht der realen untergehenden Planwirtschaft.
Wenn also sich also jemand die SU zurückwünscht, dann jene der späten 70er. Diese Zeit ist so weit weit, dass auch ein objektiver Vergleich schwer fällt - kein Mensch weiß, ob diese Ideologie in Zeiten der globalisierten Welt noch laufen würde. (Übertrieben ausgedrückt: Mobiltelefone von Raduga?)
Ich denke der Großteil der Bürger, welche heute in Städten über 400.000 Einwohner lebt, möchte nicht zurück. Dort vielleicht jene, die in heruntergekommenen Vororten leben, mit hoher Kriminalität und einem niedrigen Einkommen, welches gerade zum Überleben reicht. Ferner sehnt sich die Landbevölkerung, welche einst in der Kolchose arbeitete, nach der alten Ordnung. Und natürlich jene Pensionäre, welche die Minimalrente haben und in den staatlichen Krankenhäusern und Polykliniken eher schlecht als recht behandelt werden.
Re: Russen wollen Planwirtschaft und keine Demokratie?
Das trifft es ziemlich gut.Zejtnot hat geschrieben:Mein Eindruck ist, dass keiner die späte Sowjetunion der 80er zurückhaben will, als es Lebensmittel auf Berechtigungsscheine gab. Da diese Zeit aber größtenteils schon unter Gorbatschow war, wird ihm dies angekreidet, und nicht der realen untergehenden Planwirtschaft.
Wenn also sich also jemand die SU zurückwünscht, dann jene der späten 70er. Diese Zeit ist so weit weit, dass auch ein objektiver Vergleich schwer fällt - kein Mensch weiß, ob diese Ideologie in Zeiten der globalisierten Welt noch laufen würde. (Übertrieben ausgedrückt: Mobiltelefone von Raduga?)
Ich denke der Großteil der Bürger, welche heute in Städten über 400.000 Einwohner lebt, möchte nicht zurück. Dort vielleicht jene, die in heruntergekommenen Vororten leben, mit hoher Kriminalität und einem niedrigen Einkommen, welches gerade zum Überleben reicht. Ferner sehnt sich die Landbevölkerung, welche einst in der Kolchose arbeitete, nach der alten Ordnung. Und natürlich jene Pensionäre, welche die Minimalrente haben und in den staatlichen Krankenhäusern und Polykliniken eher schlecht als recht behandelt werden.
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kamensky
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Re: Russen wollen Planwirtschaft und keine Demokratie?
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