"Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

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Marco
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Marco »

fugen hat geschrieben:Was glaubt ihr warum die Abstimmung jetzt auf den 16.3 gelegt wurde?
Evtl um die dann ruck zuck zum russischen Gebiet zu erklären, um bei einem Angriff/Eingriff dementsprechend reagieren zu können?
Denke mal die wollen die Gunst der Stunde nutzen, bevor die Stimmung aus welchem Grund auch immer dreht. Vor dem Umsturz in Kiew war der Anschluss ja nicht so populär.
Dass der Westen militärisch vorgeht, erwartet glaube ich keiner
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Dietrich
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Dietrich »

fugen hat geschrieben:Was glaubt ihr warum die Abstimmung jetzt auf den 16.3 gelegt wurde?
Evtl um die dann ruck zuck zum russischen Gebiet zu erklären, um bei einem Angriff/Eingriff dementsprechend reagieren zu können?
Damit nicht womöglich noch in Kiew eine reguläre Regierung gewählt werden kann, die dann den Krimlern ein entsprechendes Gegenangebot machen könnte.
Es geht da wohl weniger um einen Angriff. Denn die Rechtfertigung für eine Reaktion ist ja auch jetzt bereits "geschaffen" worden.

Nein, in Kiew könnte sich nach Wahlen eine neue Ordnung etablieren, die womöglich den Bewohnern der Krim eine Alterntive anbieten könnte. Und dem muss unbedingt zuvorgekommen werden. Außerdem käme man bei einer späteren Wahl womöglich noch in die Breduille, dass man Wahlbeobachter der OSZE oder so zulassen müsste.

Kiew müsste ganz klar machen, dass eine solche Abstimmung VOR den Wahlen in der Ukraine nicht rechtens sein kann, da gar nicht alle Alternativen klar sind. Sie werden aber nicht drum herum kommen, den Leuten der Krim eine solche Entscheidung zuzugestehen. Aber eben nicht am 16.03. sondern erst später.
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von kamensky »

ATTN @all: Ich bin weder der Verfasser noch ein Redaktionsmitarbeiter von der/den vorstehenden Verlinkung/en.
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Berlino10 »

Dietrich hat geschrieben:
Nein, in Kiew könnte sich nach Wahlen eine neue Ordnung etablieren, die womöglich den Bewohnern der Krim eine Alterntive anbieten könnte. Und dem muss unbedingt zuvorgekommen werden. Außerdem käme man bei einer späteren Wahl womöglich noch in die Breduille, dass man Wahlbeobachter der OSZE oder so zulassen müsste.

Kiew müsste ganz klar machen, dass eine solche Abstimmung VOR den Wahlen in der Ukraine nicht rechtens sein kann, da gar nicht alle Alternativen klar sind.
Sie sind selbst nicht rechtens in Kiew ... zumindest haben sie nur eine äusserst schwache Legitimität.
Und sie machen weiter mit ihrer anti-russischen Hetze, nicht nur der Rechte Sektor mit den москаль-Aufklebern,
sondern die Rada selbst, die jetzt auch das kyrillische Alphabet ersetzen will, den NATO-Beitritt berät ...

Alle gehen auf Konfrontation.

Ja, wenn Putin tatsächlich die Krim haben will, dann ist es jetzt der richtige Zeitpunkt.
Ich finde das schlimm, nicht nur für die Minderheiten der Krimcy (кры́мцы), die jetzt wieder vertrieben würden,
sondern Putin gibt damit die Ukraine als Partner auf ...
andere Regionen der Ost-Ukrainer würden sich nicht mehrheitlich anschliessen können / wollen ...
dann gäbe es bestimmt Hunderttausende Russische Flüchtlinge
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fugen
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von fugen »

Eine andere Möglichkeit ist noch:
Die Krim wird jetzt russisch und den anderen Teil lässt er fallen.
Dann beginnt der Bürgerkrieg zwischen den Parteien und am Ende muss einer nur noch die Reste einsammeln und Putin hat ein perfektes Beispiel was er der russischen Bevölkerung zeigen kann.
Möglich, oder eher weniger?
Kann er Chaos an der Grenze Russlands gebrauchen/verkraften?
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Dietrich
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Dietrich »

Berlino10 hat geschrieben:Sie sind selbst nicht rechtens in Kiew ... zumindest haben sie nur eine äusserst schwache Legitimität.
Deshalb schrieb ich "nach den Wahlen".
Berlino10 hat geschrieben:nicht nur der Rechte Sektor mit den москаль-Aufklebern,
Ist das beweisen, dass die der Urheber sind? Könnte ja theoretisch auch von Russland kommen, um eine Gefahr zu konstruieren.
Berlino10 hat geschrieben:Alle gehen auf Konfrontation.
Stimmt. Das ist auch noch ein ziemlich guter Grund für ein Referendum am 16.03.
Vielleicht kriegt man Kiew tatsächlich doch noch dazu, Gewalt einzusetzen. Denn dann hätte man einen Grund, auch noch die Ostukraine zu besetzen.
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Dietrich »

fugen hat geschrieben:Eine andere Möglichkeit ist noch:
Die Krim wird jetzt russisch und den anderen Teil lässt er fallen.
Dann beginnt der Bürgerkrieg zwischen den Parteien und am Ende muss einer nur noch die Reste einsammeln und Putin hat ein perfektes Beispiel was er der russischen Bevölkerung zeigen kann.
Möglich, oder eher weniger?Kann er Chaos an der Grenze Russlands gebrauchen/verkraften?
Du meinst einen Bürgerkrieg zwischen West- und Ostukraine? Daran glaube ich nicht.
In der Ostukraine reicht der Anteil der ethnischen Russen nicht aus, um einem Anschluss an Russland zuzustimmen.
Als Ukrainer nach Russland orientiert zu sein mag eins sein. Aber deshalb seinen Staat Ukraine aufzugeben und eine russische Provinz zu werden? Da werden sich auch in Donezk nicht viele finden, nehme ich an.
Die Partei der Regionen hatte dort den großen Zuspruch. Diese muss jetzt in Kiew einbunden werden, nach Möglichkeit in einer Art großer Koalition. Dann könnte die Einigung innerhalb der Ukraine tatsächlich funktionieren.
Das Russland mit einer Annektion der Krim ihr Verhältnis zur Ukraine natürlich nachhaltig zerstören würden/werden, das dürfte sicher sein.

Und wer weiß.... vielleicht kann man in 10, 20 oder 30 Jahren ja mal der Krim den Vorschlag machen, mal darüber abzustimmen, ob sie nicht vielleicht zurück zur Ukraine wollen. ;-)
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Berlino10 »

Dietrich hat geschrieben: Ist das beweisen, dass die der Urheber sind? Könnte ja theoretisch auch von Russland kommen, um eine Gefahr zu konstruieren.
Das habe ich mir auch überlegt. Aber dagegen spricht, dass das Foto seit 3. März bei VKontakte kursiert,
dort seine Verbreitung gefunden hat und medial bisher nicht gross ausgeschlachtet wurde.
Möglich ist es natürlich, es war gestern wohl auch in den Händen des UN-Botschafters ...
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von Berlino10 »

Dietrich hat geschrieben: Als Ukrainer nach Russland orientiert zu sein mag eins sein. Aber deshalb seinen Staat Ukraine aufzugeben und eine russische Provinz zu werden? Da werden sich auch in Donezk nicht viele finden, nehme ich an.
Ich glaube, selbst auf der Krim dürfte es eng werden, wenn alles rechtens abgehen würde.
Aber Putin wird auch da wohl kaum etwas dem Zufall überlassen.
Selbst Russen sagen, es könnte eine Flüchtlingswelle geben, weil die Ost-Ukraine bleiben würde, wo sie ist,
wenn es überhaupt Referenden dort geben könnte ... maximal eher Unabhängigkeit ...

Ich denke, jetzt ist für ihn die Zeit, noch etwas machen zu können.
Langsam sterben ja immer mehr Russen / Ukrainer, die das Gemeinsame noch prägend miterlebt haben.
Die Jungen Menschen haben nicht diese Biographie mit RUS und tendieren ja auch eher nach Europa ...
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fugen
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Re: "Demokratischer Aufstand" in der Ukraine

Beitrag von fugen »

Ja, ein Bürgerkrieg in der UA.

Wie ist das zahlenmäßige Verhältnis von ethnischen Russen und Ukrainern, gibt es da was?

Auch wenn der Anteil an ethnischen Russen klein ist, so ist er doch vorhanden um für einen Bürgerkrieg zu sorgen.
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