Gunnar hat geschrieben:
Ja, das ist nicht nur bekannt sondern wird auch allgemein als zutreffend beurteilt. VIelleicht machst Du DIr aber auch nochmal die Mühe und guckst Dir dazu auch die Statistiken an. Dadurch, dass Du Deine Bilder- und Parolen-Zitate immer und immer wieder wiederholst, werden es nicht mehr Faschisten, die am Maidan mitgemacht haben.
Ich habe damit nie die Bevölkerung oder den Maidan als ganzes diskreditiert. Fakt ist, dass die radikalen Faschisten mit nur 5% in der Bevölkerung, 10-20% des Maidan ausmachten, 20-30% der aktiven Kämpfer und 50% der Gewalttäter und Toten.
Und dass die radikalen Faschisten immer noch unter Waffen stehen und einen bestimmenden Teil der Regierung ausmachen.
Gunnar hat geschrieben:
Es ist absoluter Konsens im Westen, dass diese Leute nichts in maßgeblichen Positionen zu suchen haben. Daher rennst Du hier offene Türen ein.
Danke. Aber der Westen tut leider nichts, obwohl er leicht könnte und müsste.
Im Gegenteil tun sich besonders die Grünen hervor, ihre Verbrecher- und Nazifreunde zu verharmlosen und gesellschaftsfähig zu machen.
Gunnar hat geschrieben:
Es ist aber auch unbestreitbare Wahrheit, dass es solche Elemente ebenso in Russland gibt (Schirinowski vergessen?)
und auch in Deutschland, England etc., aber dort haben sie nix wirklich zu sagen.
Aus meiner Sicht ist eben leider auch Putin mit seiner Manschaft auf dem Weg dahin, und der ist Präsident.
Ganz klar. Wenn man die Gebiete um Lemberg ausklammert, hat die Ukraine kein besonderes Faschismus-Problem.
Historisch gehört die Rolle der Faschisten auf dem Maidan aufgearbeitet, ändert aber nichts an der Maidan-Berechtigung.
Putin und seine Mannschaft verfolgen keineswegs einen Russischen Nationalismus, zumindest nicht nach innen.
Russischer Nationalismus betont den rassischen und ethnischen Gedanken ein Russe zu sein und grenzt viele Völker der heutigen Russländischen Föderation aus. „Schluss mit dem Durchfüttern des Kaukasus“ fordern sie etwa unter ihren schwarz-gelb-weißen Fahnen und kämpfen gegen eine Islamisierung RUS. Vertreter dieses rassischen Russentum sind etwa Eduard Limonow und Alexander Dugin, Gründer der Nationalbolschewistischen Partei Russlands, Dugin dann der Eurasischen Partei. Das ist das Russische Pendant zu Svoboda und dem Rechten Sektor.
Schirinowski ist ein nur Hofnarr des Kreml, der Sprüche von links nach rechts brüllt, aber in wichtigen Fragen immer mit dem Kreml stimmt - ein Auffangbecken für unzufriedene Nationalisten.
Russischer Patriotismus will diese verschiedenen Völker und Religionen aber in einem Staat einen: „Das russische Volk – das sind Menschen, die ihr Bewusstsein unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit auf der Tradition der tausendjährigen russischen Staatlichkeit gründen, zur russischen Kultur gehören und/oder russische Sprachen sprechen. Wer das Land voranbringt, der ist ein Russe“, erklärte etwa der Historiker Juri Krupnow
Die RF als multi-ethnische und -religiöse Gemeinschaft ist auch Kreml-Position. Neben Traditionalismus soll dieser Patriotismus dem fragilen Gebilde RF eine gemeinsame Identität geben, die nicht auf Russentum der Rasse oder Religion beruht.
Wenn überhaupt müsste man Tendenzen zu einem Russischen Nationalismus nach aussen hin suchen.
Man kann die Kreml-Politik berechtigterweise mit vielem belegen, autokratisch, imperialistisch, o.ä. aber sie ist weit entfernt davon, rassistisch oder faschistisch zu sein.